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„Also, wollt ihr jetzt oder nicht?" - Der schönste Tag im Leben einer Nation

GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P12 Slash
Amerika Deutschland Italien Litauen Polen Preussen
19.09.2012
21.09.2012
3
2.964
 
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19.09.2012 1.311
 
Le neues Chappy, noch unsicherer als beim vorigen. Wie komme ich eigentlich immer zu dem ganzen Kitsch? Ich muss es mal wenigstens witziger machen. Hier ein erster Versuch in die grobe Richtung. Ich hatte zuerst die Idee und hab dann nach einem Pair gesucht, zu dem's passen könnte.
Viel Spaß~


~*~*~*~*~*~



~ GerIta ~

oder

~ Das Wichtigste zum Schluss ~



Was brauchte es alles für eine Hochzeit?
Ungeachtet der finanziellen Situation seines Landes hatte Feliciano hatte eine ellenlange Liste.
Als katholische Nation wollte er kirchlich heiraten, also musste ein Termin ausgemacht werden. Ebenso brauchte man massenweise Deko für das Gotteshaus und einen Blumenstrauß natürlich.
Das Kleid entwarf er selbst, modebewusst, wie er war. Einen Anzug hatte sein zukünftiger Gatte wohl schon, also bestand da (leider) kein Handlungsbedarf.
Italien besorgte auch Ringe und ließ sie mit seinen und Ludwigs Initialen gravieren. Die ganze Sache war zwar stressig, aber es machte ihm auch wahnsinnig Spaß, alles planen und schmücken zu dürfen und so viele schöne Dinge kaufen zu können. Was es wohl als Geschenke so geben würde?
Gäste brauchte man natürlich. Feli musste rechtzeitig Bescheid wissen, wer kommen konnte, um die Tafelordnung festlegen und natürlich das Menü planen zu können.
Nur mit einiger Überredungskunst brachten die Vorgesetzten des kochbegeisterten Südländers ihn dazu, zu versprechen, während der ganzen Zeremonie keinen Fuß in die Küche zu setzen. Nein, es war keine gute Idee, dass Feliciano für den Hauptgang sorgte und Ludwig die Torte herstellte, es war schließlich ihre Hochzeit und kein einfaches Abendessen. Nach einer Weile versuchten sie es mit dem Argument, dass er doch sicher so viel Zeit wie möglich mit Deutschland verbringen wollte und endlich gab er Ruhe. Doch eins ließ sich der Italiener nicht nehmen, einer der Gänge musste in Pasta bestehen!
Klar, einen Brautführer brauchte er noch. Romano lehnte entschieden ab, um es einmal euphemistisch auszudrücken. France-nii-chan würde hingegen sicher nicht Nein sagen, der hatte es doch so mit Liebe und Romantik.
Ungarn wurde zur Brautjungfer ernannt, was für sie eine Ehre wie ein Vergnügen darzustellen schien, dem breiten Lächeln nach.
Roderich würde sicher für die Musik sorgen, der kannte sich mit so was aus und stand Feli und Ludwig nicht gerade abgeneigt.
Es ging mit Volldampf und Motivation rasch voran, sodass der etwas eilig gewählte Termin trotzdem würde wahrgenommen werden können. Zu guter Letzt noch hübsch hergerichtete Oldtimer und fertig.
Romantik pur, nicht? Ohne Romano jedenfalls.
Und Ludwig hätte auch etwas mehr Interesse für die Planungen zeigen können, doch bisher war er in Arbeit vergraben und beinahe nicht erreichbar gewesen und hatte nicht mal ein Wort zur Hochzeit gesagt.

An einem schönen Sonntag im Juli sollte die Hochzeit endlich stattfinden, und bisher waren weder Ungarn an Nasenbluten noch Deutschland auf mysteriöse Art und Weise ums Leben gekommen.
Man war in der Abwicklung der Prozesse schon so weit gekommen, dass alle ohne allzu viel kaputt zu machen auf ihren Plätzen saßen und auch angemessen gekleidet waren. Sogar Amerika benahm sich.
Natürlich wollte die Mehrheit, dass es endlich losging und der zweifellos niedlich herausgeputzte Feli auftauchte. Doch bevor die Braut hereinkam musste ja bekanntlich der Bräutigam/Seme vorne warten. Und da war niemand.
Der Pünktlichkeitsfanatiker Ludwig ließ so lange auf sich warten, dass sogar die traditionell zu späte Braut draußen vor lauter Langeweile das Lamentieren anfing.
Liechtenstein regte schließlich an, vielleicht mal anzurufen. Das großartige Preußen, wie geschaffen für diese Aufgabe, hatte die Idee selbstverständlich eine Sekunde vorher gehabt und kramte ein Smartphone raus – kein simples Handy, wo kämen wir denn da hin.
„Hey, Brüderchen! Wo bleibst du denn, wir warten hier alle auf dich!“ dröhnte er durch das akustisch brillante Gotteshaus.
„Wo denn?“ kam die müde klingende Antwort. „Habe ich ein Meeting verschwitzt? Das kann doch nicht sein.“
„Aber, Luddy! Deine eigene Hochzeit!“
„Nenn mich nicht immer – was? Was für eine Hochzeit denn bitte?“
Gilbert starrte verwundert auf das nagelneue megaangesagte Gerät in seiner Hand.
„Deine Hochzeit mit Feliciano! Er redet doch schon seit Ewigkeiten von nichts anderem mehr!“ Auf Wunsch einiger anderer stellte das Teil auf laut und Deutschlands Stimme schallte etwas verzerrt aus dem Lautsprecher.
„Ich weiß von nichts, Gilbert. Seit mindestens zwanzig Tagen bin ich nur noch zu ein paar Konferenzen aus dem Haus gekommen. Feli hat mir zwar einmal Fotos von irgendwelchen Kleidern gemailt, aber sonst habe ich nicht viel von ihm gehört.“
„Das muss ich mal klären. Warte kurz.“
Also, Preußen hatte in seinem Werdegang vom Ordensstaat über das abhängige Herzogtum zum glorreichen Königreich einiges erlebt, aber das hier...
Seine Awesomeness musste sich jetzt beweisen. Es ging doch nicht, dass jemand nichts von seiner eigenen Hochzeit wusste!
Der Albino öffnete die Tür und zog die kleine Gesellschaft dort herein. War jetzt egal, ob die Gäste die Braut nicht vor dem Bräutigam sehen durften. Er erklärte den dreien, die dort gewartet hatten, rasch und aufgeregt die Neuigkeiten.
„Ve~. Vielleicht habe ich es ganz einfach vergessen?“ sinnierte Feliciano vor sich hin.
„Was?“ fragte Preußen leicht angenervt. Was erzählte der denn nun schon wieder`?
„Na, vergessen es ihm zu sagen. Dass wir heiraten. Die Organisation hat mich so beschäftigt, ve~“
Waaas??“ fuhr ihn die restliche Kirche voll Leuten an.
„Oh, du Dummerchen!“ stöhnte Roderich gequält auf.
Elizaveta beschloss, nun die Sache in die Hand zu nehmen. Denn wie alle großen Kriminalfälle, so bedarf auch jede große Hochzeit einer Frau im Spiel.
„Pass mal auf, Deutschland. Willst du Feli heiraten?“
„Nein, will er nicht!“ mischte sich Romano plötzlich ein. „Zumindest darf er nicht! Der Kartoffelfresser kann doch nicht einfach meinen dämlichen Bruder heiraten!“
Sie brachte ihn schnell zum Schweigen, wie, braucht hier nicht wiederholt zu werden. Es sei nur gesagt, dass er danach noch fähig war, Spanien, der vorschlug, dem Vorbild Venezianos zu folgen, ein mürrisches „Chigi!“ an den Kopf zu werfen.
„Bitte? Warum denn das nun einmal? Erklärt mir mal jemand, was hier los ist?“ Oh, langsam war er wirklich gereizt, hielt man ihn doch mit diesem Affentheater von der Arbeit ab.
„Schau, Feli hat hier eure Heirat geplant. Aber weil er sich so reingesteigert hat, hat er es irgendwie verpasst, dir Bescheid zu sagen“, erklärte die Ungarin möglichst geduldig. „Zumindest habe ich das so verstanden. Stimmt es, Feli?“
„Ve~“ Okay, ja.
„Also, willst du?“, fragte sie, doch die meisten hörten, was sie eigentlich sagte: „Du hast zu wollen!“
„Das geht doch nicht einfach so!“ empörte sich Ludwig am anderen Ende der Leitung und umschiffte halbwegs geschickt das Problem, sich nicht zu trauen, Ja zu sagen. Zumindest nicht zu Elizaveta. „Da gehört ein richtiger Antrag dazu, eine Verlobungszeit, und Ringe...“
„Wir haben Ringe“, stellte Ungarn klar. „Und sei nicht so furchtbar altmodisch. Alle warten hier schon und willst du Feli etwa so enttäuschen? Er hat es nicht böse gemeint, ist einfach nur schusselig. Du kennst ihn doch.“ Was tat man nicht alles für Yaoi... Yaoi! Yaoi!!!
Ein Seufzen raschelte in ihren Ohren, und dann kam endlich die erhoffte Antwort.
„Na schön. Ich komme. Zufrieden?“
„Ja! Die Frauenkirche in München ist es!“ entgegnete Elizaveta kurz und glücklich und gab Gilbert sein Smartphone zurück.
Erstaunlich schnell für jemanden, der sich so müde angehört hatte, stand Ludwig vor den Toren der Kirche und die Zeremonie begann.


~*~*~*~*~*~



Ich find ja immer noch das LietPol-Chap am besten. ^^ Vielleicht kommt da nochmal eins, jedenfalls fällt mir zu LietPol fast immer was ein.
Mein Belarus-Drabble ist meiner Meinung nach voll seltsam. Was soll's, ist gut angekommen. ^^
München deswegen, weil es ganz gut zwischen Rom und Berlin liegt und manchmal als die nördlichste Stadt Italiens bezeichnet wird. Und Ludwig kann schnell da sein, er könnte schließlich irgendwo dort zu tun gehabt haben. (Außerdem wohne ich da! ^^ *stolze Münchnerin* )
Die Frauenkirche, auch Liebfrauendom, steht mitten im Zentrum, größte und bedeutendste Kirche Münchens und Wahrzeichen der Stadt. Länder heiraten natürlich nur in so was! ^^

~Liet
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