Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

„Also, wollt ihr jetzt oder nicht?" - Der schönste Tag im Leben einer Nation

GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P12 Slash
Amerika Deutschland Italien Litauen Polen Preussen
19.09.2012
21.09.2012
3
2.964
 
Alle Kapitel
17 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
19.09.2012 964
 
Le BÄM!
Ein neues Chappy! ^^
Diesmal AmeCan! Scotiggy und WalesxNordirland sind nicht vergessen, da braucht es nur noch eine bessere Idee, als die, die ich jetzt hab.
Irgendwann kommt noch chaotisches, und gerne auch etwas düsterer oder AU. Mal sehen~
Nehme aber trotzdem gerne Wünsche, Vorschläge, Kritik und alles dergleichen entgegen!


~*~*~*~*~*~


~ AmeCan ~

oder

~ Der Schüler überflügelt den Lehrer ~




Für Amerika war Kanada einst nur eine Rückendeckung gewesen, ein Doppelgänger, der dank seiner Ähnlichkeit zu ihm schon mal Schläge an seiner statt hatte einstecken müssen.
Mittlerweile jedoch hatte sich dies mehr als geändert. Alfred schätzte seinen nördlichen Nachbarn gerade weil dieser nicht so ins Rampenlicht preschte wie andere Länder – so auch er selbst – , weil er so sanft und schüchtern und auf eine spezielle Art einzigartig war.
Es hatte ziemlich lange gedauert, bis die anderen etwas von ihrer Beziehung mitbekommen hatten. Zuerst war Amerika in den Verdacht geraten, seine englische Erziehung durchscheinen zu lassen, als man ihn dabei sah, wie er mit der Luft Händchen hielt, sie umarmte oder gar küsste. Einzig Frankreich schien schon länger etwas geahnt zu haben, und er war es auch, der den meisten der anderen davon erzählte.
Bezüglich der Leidenschaft einer gewissen dunkelhaarigen Dame brachte Kanadas Unauffälligkeit einen gewissen Vorteil mit sich, denn ein Pärchen, das man übersah, konnte man es auch nicht stalken.
Seit allerdings Mattie vor zwei Monaten seinen Heiratsantrag angenommen hatte, zerbrach sich Alfred den Kopf darüber, wie er ihn auf ihrer Hochzeit ins rechte Licht rücken konnte. Fragen wie „Warum fangen die denn schon an? Er steht doch ganz alleine da.“ wären sowohl für den Kanadier als auch ihn peinlich gewesen. Er musste etwas Heldenhaftes tun und Kanada die ihm zustehende Aufmerksamkeit zukommen lassen.
England hatte schon erfahren müssen, dass sein ehemaliges Ziehkind eine ausgesprochen eigene Art hatte, seine Sorge um andere zu zeigen, aber Matthew bekam die volle Ladung ab: ein reichlich schräges Pimp-my-bride-Programm. Er wurde ständig ermahnt, lauter zu sprechen, von Kopf bis Fuß mit Ahornblättern zugepflastert und in Rot-Weiß gekleidet, was er zumeist stoisch über sich ergehen ließ. Es war ja gut gemeint.
Eine weitere Option wäre gewesen, Kanada nur noch Französisch reden zu lassen, aber Amerika legte gewissen Wert darauf, zu verstehen, was sein Verlobter sagte.
Alfred scheute keine Mühen, also brachte er Feliciano und Feliks dazu, ein Hochzeitskleid extra für seine 'Braut' zu entwerfen, kannten sich die beiden doch offensichtlich gut mit so was aus.
Die Zeit reichte kaum für alles, was er vorhatte, in die Wege leiten und organisieren wollte, aber als der große Tag dann kam, war alles perfekt.
Begleitet von feierlicher Musik traten Kanada und Frankreich als Brautführer in die festlich dekorierte Kirche ein, die Gäste erhoben sich und niemand machte auch nur einen dummen Kommentar. Breit lächelnd betrachtete Amerika das Werk der beiden modeversessenen Nationen. Zwar hätten die Nationalfarben Kanadas auf dem Kleid einen Bruch mit den traditionellen Hochzeitsbräuchen dargestellt, nach denen die Braut reines Weiß zu tragen hatte, aber die Zuckerahornblüten im Haar taten ihr Übriges und für das Rote sorgten die Wangen Matthews, der sich zwar unbändig freute, aber auch etwas genierte.
Während des sich anschließenden Essens setzte der Amerikaner seine Strategie fort. Er band Mattie in alle Gespräche ein, leitete Fragen weiter und dergleichen. Er strahlte, als er seinen Erfolg sah: Kanada blühte regelrecht auf und genoss die Zuwendung so vieler anderer Nationen. Ein echtes Heldenwerk.
Spätestens beim Nachtisch, der Eistorte, bemerkte Alfred allerdings, dass er übertrieben hatte. Damit, dass Kuba ihn bestenfalls ignorieren würde, hatte er gerechnet, aber vor allem die weiblichen Länder gratulierten vornehmlich der Braut, Geschenke wurden eher Kanada überreicht und scherzhafte Erkundigungen nach eventuellem Nachwuchs auch bei ihm eingezogen.
Niemand mehr beachtete den armen Helden, der doch so ein uneigennütziges Werk getan hatte. Etwas geknickt setzte er sich abseits, um mit Tony zu reden und nach Kumajirô zu sehen. Doch auch ein Gespräch mit seinem alten Kumpel konnte nicht wirklich davon ablenken, dass er Matthew für sich allein haben wollte. Schon allein, weil der so niedlich aussah und schließlich waren sie jetzt verheiratet, verdammt!
Eine leichte Berührung an der Schulter brachte Alfred dazu, mal kurz die Ohren des Aliens mit Klagen und seltsamen Ideen zu Abhilfe für diese unvorhergesehenen Probleme zu verschonen. Eigentlich war es sofort klar, wer da so behutsam nach dem Grund für sein Verhalten fragte, aber Amerika wartete trotzdem, bis Mattie um ihn herumgegangen war, bevor er ihn in die Arme schloss. Kanada protestierte zuerst gegen den festen Griff, verstummte aber, als er die Stimme seines frischgebackenen Gatten an seinem Ohr hörte.
„Ach, darling, ich glaub, ich hab es etwas übertrieben. Jetzt ignoriert mich jeder! Das war nicht im Sinne des Erfinders...“
Matthew drückte sich etwas weg, lächelte sein Gegenüber aufmunternd an und flüsterte:
„Weißt du, Al, für mich wirst du immer die unübersehbarste Person der Welt sein.“


~*~*~*~*~



Le happy End, oh Wunder.
Eigentlich hängen die Storys ja nicht zusammen (sonst wäre Iggy ein richtiger Bigamist, pfui! ^^), aber, um den Kitsch etwas einzudämmen und weil es (für uns) so lustig ist:
Ein Belarus-Drabble! ^^


Aжаніцца, ажаніцца, ажаніцца!*


Natalia grinste furchterregend vor sich hin. Ihr Plan war perfekt!
Alles, was sie tun musste, war vorzutäuschen, dass sie schon mit Matushka Rossia** eins geworden sei, um ihren Bruder zur Heirat zu kriegen.
Den trinkfreudigen und -festen Russen besoffen zu machen, war zwar kein leichtes Stück gewesen, aber nichts, was außerhalb der Möglichkeiten einer hingegebenen Schwester lag, sie würde sogar auf Eroberungszug gehen, um südliche Regionen als Mitgift in die Ehe einbringen zu können.
Da war es sogar einfacher gewesen, das Blut zu besorgen, das mit solcherlei Aktionen in der Regel einherging.
Man würde die Leiche wohl nächsten Monat finden...

* (weißruss.) Heiraten, heiraten, heiraten!
** Ratet mal!


~Liet
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast