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„Also, wollt ihr jetzt oder nicht?" - Der schönste Tag im Leben einer Nation

GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P12 Slash
Amerika Deutschland Italien Litauen Polen Preussen
19.09.2012
21.09.2012
3
2.964
 
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17 Reviews
Dieses Kapitel
8 Reviews
 
 
19.09.2012 689
 
Yohoo~
Dies ist mein neuestes Projekt, das ich mir nicht länger verkneifen konnte.
Für den Anfang eines meiner persönlichen Lieblingspairs. Ihr dürft gerne mit Wünschen nach mir werfen! ^^


~*~*~*~*~



~ LietPol ~

oder

~ Wie froh es einen machen kann, sitzengelassen zu werden ~



Als bekannt wurde, dass Litauen und Weißrussland heiraten sollten, sorgte überraschenderweise nicht die negative Reaktion der Braut für Aufsehen.
Denn eigentlich hatte ja jeder, der ihn kannte, gedacht, dass Toris diese Nachricht irgendwie fröhlicher aufnehmen würde. Zwar war eine arrangierte Hochzeit selten ein Grund zu frohlocken für das Brautpaar, doch wenn man der Dame seit Jahren hinterher rannte und von allein nicht mal ein richtiges Date bekommen hatte, sollte man dann nicht zumindest etwas Freude zeigen?
Stattdessen vergrub sich der Ehemann in spe in seine Arbeit, wurde wortkarg und schien ständig in düstere Gedanken versunken. Auf Fragen beteuerte er stets, dass er glücklich sei, aber Feliks durchschaute seinen alten Freund trotzdem.
Er versuchte ihn aufzumuntern, obwohl er selbst Trost gebraucht hätte. Sie würden sich wohl nicht gegen die Sache wehren können, der Litauer schien, wenn er sich alleine glaubte, regelrecht verzweifelt und dann dachten diese Ignoranten wahrscheinlich auch noch, dass sie Toris damit einen Gefallen taten. Die hätten ihn mal sehen sollen!
Immerhin durfte Feliks anstelle von Katyusha die Brautjungfer machen. Vielleicht, weil man so eine nicht unerhebliche Menge Stoff sparte? Wer weiß...
Es kam ihm zwar ein bisschen so vor, wie seinen besten Freund zum Schafott zu geleiten, aber nachdem er den flehenden Schimmer in den Augen des anderen gesehen hatte, konnte er nicht mehr Nein sagen. Und so stürzte er sich in andere Dinge, lenkte sich mit der Auswahl der Kleider ab oder organisierte eine Kutsche für die Fahrt zur Kirche.
Der unglückselige Tag kam schneller als erwartet. Toris war so sehr damit beschäftigt, sich selbst zu bemitleiden, dass er, ehe er sich versah, herausgeputzt vor einem Traualtar stand und auf seine alte Liebe wartete.
Ziemlich lange wartete. Zu lange wartete, wenn alles in Ordnung gewesen wäre. Bräute pflegten, ja mussten eigentlich zu spät kommen, aber das war übertrieben. Gerade als unter den Anwesenden diskutiert wurde, ob man besser mal anriefe, wurde die schwere Tür des Gotteshauses mit erstaunlicher Kraft aufgeworfen und herein stürzte die Schwester der Braut, tränenüberströmt, ein Schriftstück an die Brust gepresst. Ihr Auftritt war dermaßen auffällig, dass so gut wie niemand die kurz hinter der völlig aufgelösten Katyusha hereinschlüpfende Brautjungfer bemerkte.
Die Ukrainerin wäre wohl noch weiter gerannt, hätte sie nicht am Ende des Ganges der Pfarrer am Arm festgehalten und mit sanfter Stimme nach dem Grund für die Aufregung gefragt. Die Gäste fingen an zu tuscheln, war am Ende was passiert?
Da Katyusha nicht selbst fähig schien zu reden, zog ihr einer der sensationslüsterneren Leute das Papier aus den Fingern, sog scharf die Luft ein und machte ebenso wenig Anstalten, Licht in das Dunkel zu bringen. Toris versuchte, über die Schulter des Weißhaarigen zu schielen, konnte aber nichts erkennen. Letzterer erbarmte sich dann doch noch.
„Hier steht, dass Natalia abgehauen ist, um ihren Bruder zu ehelichen! Hat sie wohl selber geschrieben. Aber drübergeheult hat sie wahrscheinlich nicht auch noch.“
„D-das war ich“, brachte Katyusha schwach hervor. „Entschuldigung.“
Schließlich setzten sich alle wieder, die immer noch schluchzende Ukrainerin wurde von ihren beiden Freundinnen in den Arm genommen und getröstet.
Feliks stand währenddessen ein wenig verloren vor dem Altar herum. Er traute sich nicht, seinen besten Freund anzusehen, aus Angst, ihm dann um den Hals zu fallen und ebenfalls in Tränen auszubrechen oder sonst eine Show abzuziehen.
Ein Räuspern des Pfarrers bündelte die Aufmerksamkeit der Gäste wieder nach vorne. Die Gespräche verstummten, man wollte sehen, wie das jetzt gelöst wurde.
„Nun, bei solchen Begebenheiten ist es Tradition, dass der Bräutigam die Brautjungfer heiratet. Sie gedenken doch, dem zu entsprechen...?“

~*~*~*~*~


Yup, es war kurz.
Ich hoffe, es hat euch gefallen und ihr lasst mir ein Review! Wünsche, Morddrohungen, Kritik – bin für alles offen! Solltet ihr mir allerdings einen Heiratsantrag machen, müsst ihr damit rechnen, das hier verwurstet zu sehen. ^^
Hochzeitstorte für alle!
Grüße an meine persönliche Feliks! ^^

~Liet
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