Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Der Fluch der Yasane

von sky-fire
KurzgeschichteÜbernatürlich / P12 / Gen
17.09.2012
17.09.2012
1
1.892
3
Alle Kapitel
2 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 
 
17.09.2012 1.892
 
wow... bin begeistert wie viele die story trotz allem anklicken^^
ich hoffe sie gefällt euch auch!

_____________________________________________________

Als sich das Mädchen hinstellte, betete sie leise vor sich hin. Obwohl sie sowieso wusste, was passieren würde.
Niemand kannte mitleid mit ihr, nicht mal der Tod.
Der Mann packte den Strick, und legte ihn ihr um den Hals.
„Die Verurteilung der Yasane zum Tod!“ Nur einige grölten, die meisten bekreuzigten sich.
Blaue Augen richteten sich gegen den Himmel. Würde es ewig so weiter gehen?
Laut ertönten die Wörter des Richters. Hasserfüllte Worte.

Neben ihr wurde ruckartig der Hebel gesenkt, Furcht regte sich in ihr, und Vorfreude.
Der strick quetschte ihr die Luft ab, ließ sie den Tod fast spüren doch dann… lockerte er sich, mit einem entsetzen aufkeuchen der Menge fiel die 12 Jährige auf den staubigen Boden. Wie lange hatte es nicht mehr geregnet? Yasane würgte verzweifelt, hustete sich die delle aus dem hals.
Das Mädchen lebte. Der Richter bekreuzigte sich. „Es reicht!“ Ein Mann mit Waffe. „Stirb Mädchen!“ Yasane hob den kopf mit den schwarzen haaren. Ihre hellen Augen starrten in ein hasserfülltes Gesicht. Er schoss auf sie. Seine Kanone explodierte im lauf, er schrie. Und viel. Yasane schloss die Augen. „Sie ist eine Hexe!“ „Sie wird niemals sterben, sie hat das ganze dorf verflucht! „Wir werden alle an dem versuch sterben sie zu töten..!“ Irgendwo kam ein wimmern her. Yasane senkte Kopf.

„Verschwinde! Du hast hier nichts zu suchen!!“ „Du bringst nur Unglück! Wegen dir..! Ich hasse dich!“ Das Gartentor öffnete sich mit einem Quietschen. „Yasane, auf den Befehl des Sheriffs bist du hier mit festgenommen.“ der Sheriff spiegelte sich in den Blauen Augen des Mädchens. Eine Rothaut mit den Augen eines Bleichgesichtes. Das war Yasane.

Ihre nackten Füße traten sicher durch den staub. Sporen klimperten.
Das geräuschlose, verfluchte Mädchen. Yasane war mit einem Sklavenhändler in dieses Städtchen gekommen, er hatte leichte Mädchen verkauft. Sie hatte er zurück gelassen. Im Wirtshaus kam sie als Dienstmädchen unter.
Doch nun hatte die Wirtin und der Wirt sie dem Sheriff übergeben, wegen Unzucht. Wegen vielen kleinen dingen.

Yasane war die erste, die den Cowboy sah. Ein braunes Pferd, wie jedes andere, aber ein Mann mit einem schwarzen Mantel. Seine Waffen Blitzen darunter hervor. Silbrig. Der Mann der sie hielt, sah ihn ebenfalls, und packte das Mädchen fester am arm. Töte mich. das wollte sie ihm zu schreien. Töte mich endlich und erlöse mich. der Cowboy zügelte seinen braunen vor dem Sheriff und dem kleinen Mädchen mit den flehenden Augen. „Sheriff.“ Er fasste sich an den Hut und nickte kurz. Der Mann der sie am arm gepackt hielt, nickte nur kurz. „Gibt es in dieser Stadt einen platz zum schlafen?“ Er musterte das Mädchen von den nackten Füßen an. Gefährlich. rette mich.

„Wegen dem Mord an Elliet Bringston wird dieses Kind, bekannt als Yasane, hiermit zum Tode verurteilt!“ Man hörte die Mutter des Mädchens schluchzen. Elliet… „Ihr Tod, wird durch den Strang verhängt!“ Elliet, warum konntest du mich nicht besser töten? Die schnittwunde an Yasanes Arm blutete immer noch leicht. Diesmal hatten sie keine zeit verstreichen lassen. Elliets Vater war der Richter. Kurz bevor der Hebel gedrückt wurde, richtete sich Yasanes Blick zum Himmel. Habt erbarmen.
Lasst mich sterben.
Die Sekunden verstrichen. Ein flüstern strich durch die reihen. Die Falltür öffnete sich nicht. „Das kann doch nicht..!“ der Richter trat auf die zu, und trampelte auf die Tür. Er wollte sie loswerden. Behandschuhte Hände schubsten Yasane von der Tür. „nicht..“ Yasanes stimmte klang zu hoch für ihren Körper. Zu gebrochen für ein kleines Mädchen. Die Falltür klappte auf, unter Schreien kippte der Richter vorne über, er knallte mit dem kopf auf das holz, und landete zuckend auf dem Boden.

„Ich werde das Mädchen mitnehmen.“ Yasane sah in den Himmel. Weiße Wolken, auf blauem Grund. Wie wäre es der Himmel zu sein? Eine Männerhand packte sie am Arm, und drehte sie grob um. Dass sie die Fesseln noch abfallen spürte, wunderte Yasane. Beim letzten mal waren ihre Hände taub geworden. Die Frau vom Richter sprach. „Nehmt das Kind, setz sie irgendwo aus, nur bringt dieses verfluchte Gör weg!“ Tränen in den hellen Augen.
Die ganze Stadt sah zu, wie der Reiter das Mädchen hinten auf sein Pferd zog. Das Mädchen mit dem weißen kleid, und den nackten Füßen. Die den Tod in diese Stadt gebracht hatte.

„Es liegt ein Fluch auf mir. Niemand soll je mitleid mit mir haben, nichts soll mich töten können. Leiden soll ich, während der hass der Menschen mich in den Tod treibt.“ Erwachsene Augen, in kindlichem Körper. „Die Frau die mich töten wollte starb bei meiner Geburt. Der Mann der schuld an mir war hat ihre Seele getötet.“ Ein kraftloser zierlicher Körper, nicht in der Lage, Widerstand zu leisten. „Er verfluchte mich, der die Frau liebte. Weil er nur sie hatte. Außer der Schamanin, die er manchmal Großtante nannte.“ Eine dünne, zu wenig benutze stimme. Nicht mal laut schreien könnte das junge Ding. „Sie hat alle Kinder im Dorf geliebt. Nur mich wollte sie töten.“ Nackte Beine, und ein weißes dünnes Kleid. „Die Schamanin brachte ihm zu Fluchen bei. Er wollte dass ich leide, und immer den schmerz verspüre zerstört zu haben.“ Eine zierliche Hand, die sich während sich ihre Stimme durch den nicht viel benutzen mund schlich, gegen die Sonne streckte.
Der Cowboy sah sie lange an. „Bald wirst du verstehen können.“ er packte sie, und hob sie auf das Pferd. „Leben ist etwas anderes als existieren.“

Die Junge Frau kniete im Dreck, und buddelte Pflanzen aus dem feuchten Boden. Schuhe hatte sie noch immer keine, aber bei den Indianern fiel sie nicht sonderlich auf. Ihre Himmelsaugen waren es, die auffielen. So nannten alle sie. Himmelsauge.
Yasane hatte verstanden, was der Cowboy zu ihr gesagt hatte. Sie lebte, existierte nicht nur. Sie wurde akzeptiert.
Doch nun trug sie das braun der Indianer, das Zeichen ihrer… Mutter. So nannten alle ihre Eltern. Auch das war Yasane klar geworden. Die Frau die versucht hatte sie zu töten, war ihre Mutter. Der Mann, der die Seele ihrer Mutter tötete, war ihr Vater. Und der Junge, der Indianer der Schamanin, er war eine Waise gewesen, um die sich ihre Mutter gekümmert hatte.
Doch niemand hasste sie hier. Sie zeigten ihr wie man überlebte, und ließen sie machen. Niemand wollte wie der Richter mit ihr spielen, oder sie umbringen.
Yasane arbeitete, und fühlte das leben.

„Visiere den Punkt an, und lasse dann los. Nicht nur mit den Augen, sondern mit deinem Geist.“ Yasane nickte, hob den bogen und schloss ein Auge. „Fühle den Herzschlag deines Zieles.“ Yasane ließ mit ihren zierlichen, arbeiteten Händen den Pfeil fliegen. Anerkennend nickte der weißhaarige Indianer. Er lehrte alle jungen zu töten. Ob nun für die jagt, oder zum Selbstschutz.
Ein gerät zum töten in ihren Händen. Es machte ihr angst. Aber darüber richten zu können wer starb, nicht hilflos mit zuzusehen das jemand wegen ihr sich in den Tod begab, sondern selbst entscheiden zu können, gab Yasane einen gewissen halt. Auch wenn ihr nur Tiere vor den Pfeil kamen.

„Du musst die Stiche gewählter setzen. Kleider sollen lange halten, durch Abnutzung sollen sie sich auflösen, nicht durch falsches zusammensetzen!“ Die Frauen lernten alle Kleider zu flicken, und diese aus der haut von Tieren zu machen. Skwa nannten sie Sie, die Skwa mit dem Himmel im Auge,

Yasane jagte, als aus einem anderen stamm Junge Männer ankamen.
Einer brachte Kunde von seiner Schamanin. Sie hatte eine Vision gehabt, der Manitu selbst hatte es ihr verkündet, schwere Zeiten kamen für ihre Dörfer. Die jungen Männer sollten verbündete suchen, gute Jäger.

Ihr Lehrer sah sich anerkennend den Bison an, den Yasane geschossen hatte. Einen Pfeil hatte sie gebraucht, genau in sein Herz war dieser gefahren.
Yasane lächelte ihren Lehrer an. Das waren die wenigen Minuten, in denen sie sich gut fühlte. In dem sie ihre Lehrer stolz machte.
Wenn sie nicht an ihr früheres leben dachte, und den Fluch der über ihr lag. Ihr lächeln schwand, ihre Augen spiegelten den Tod. Sie sah dem Bison in sein Todes Auge, und erkannte in der Klarheit des Todes ihren eigenen Blick.
Ihre Augen zeigten den Tod mit dem sie auf die Welt gekommen war.

Zwei der vier Krieger sahen die Frau in braun, mit dem Bogen und dem Köcher über ihre Schulter kommen, zusammen mit einem der ältesten auf dem Dorf. Sofort blicken viele auf. Himmelsauge war wieder auf der Jagt gewesen. „Ich brauche Männer, Manitu hat uns großzügig einen Bison von seinen Herden geschenkt!“ Die Männer Hoben ihre Hände und schrien Triumphierend. Der Indianer mit den dunkelsten Augen, harte, durchdringende Augen, kam beiden entgegen. „Wir kommen aus dem Stamm der fliegenden Blätter, und suchen verbündete Jäger, unsere Schamanin hat Unheil vorausgesehen.“ der ältere streckte die Hand zu der Frau neben ihm hin. „Nehmt unser Himmelsauge mit. Sie ist die beste Jägerin im Stamm. Ihr hat Manitu ein geschicktes Händchen gegeben, jedes Tier fällt unter ihrem Pfeil.“
Die Junge Frau selbst, aber schwieg. Und der, der gesprochen hatte, sah ihr in die blauen Augen. „Yasane.“


Er schob seinen Hut hoch, und beobachtete die Indianerin mit den blauen Augen. Natürlich war sie es. Selbst ohne das weiße kleid, und den zierlichen Mädchenkörper. Sein Blick viel auf den Indianer, den sie aus der ferne beobachtete. Dafür hatte er sie nicht hergebracht, nur damit sie lebte. Seine Stiefel knirschten auf dem trockenem Boden. Das Wasser war nur für die Felder zuständig. Gegebenenfalls um Felle und sehnen zu säubern. Was die Frau, die aus dem schwarzhaarigen Mädchen geworden war, tat. Neben ihr ein Bogen. Aus dem jungen ding ist eine Jägerin geworden. Die todbringende hatte eine andere art zu töten gefunden. Seine Yasane.

Der Cowboy ließ sich von ihr zeigen wie gut sie die Jagt mit Pfeil und Bogen beherrschte. Er beobachtete sie aus den dunklen Augen. Der Cowboy, er hatte sie gerettet, hatte ihr dieses leben gezeigt. Ihr aber auch gesagt dass sie die seine ist. Sie war immer noch seine Sklavin.
Ohne den Mann im schwarzen Mantel wäre sie immer noch eine ausgestoßene, vielleicht wäre sie vor Hunger irgendwo in der wüste liegen geblieben. Wie kann man verhungern ohne sterben zu können? eine ihrer häufigsten fragen.
Er hatte sich kaum verändert in den sechs Jahren, die er sie hier gelassen hatte. Sie schon. „Vom Mädchen zur Frau“ sagte er, als er sie an ihrem Pfeilarm fasste.

Er zielte mit Pfeil und Bogen auf sie. Der Cowboy starrte mit leeren Augen in den Himmel auf. Mit ihrem Messer in der Brust. Ihr Haare wehten offen um ihren Körper herum, als sie sich zu dem Mann, dem Indianer umdrehte, der sie einst verfluchte. Blanker hass stand in seinen Augen. „Erst, bringst du die einzige um die uns Waisen liebte.“ seine stimme klang ruhig, aber fest, durchsetzt mit verrat, schmerz. „Dann den Mann der uns am meisten helfen konnte!“ sie schaute ihn nur mit ihren Himmel Blauen Augen an. Sie hatte nicht einmal das Blut des Mannes an den fingern, der ihr leben und Lieben lernen zeigte. Der ihr das alles in Verzweiflung, angst, und Benutztheit ändern wollte. „Ich würde es wieder tun.“ sie meinte nur den Cowboy. Sein Pfeil flog pfeifend durch den Wind, und das erste mal schaute sie nicht in den Himmel. Yasane sah ein letztes mal in das Braun seiner Augen, darauf vertrauend, dass jetzt endlich der Tod sie in empfang nahm. In sein Höllenfeuer.
Review schreiben
 
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast