Russisch Roulette

GeschichteDrama, Romanze / P16 Slash
Fuji Syusuke Tezuka Kunimitsu
16.09.2012
18.04.2015
14
16.198
 
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16.09.2012 1.034
 
^Hilflos schlang Fuji die Arme um seinen Nacken, überrascht von der leidenschaftlichen Seite, die er von Tezuka nicht erwartet hatte. Seine Lippen waren weich, aber sein Kuss war es nicht. Die Finger wühlten in Fujis hellbraunem Haar während Tezuka ihn gegen den Spind drückte. Es war fantastisch von ihm geküsst zu werden, was Fuji wesentlich besser gefiel als Tezuka dabei zu beobachten, wie er ihn beim Umziehen anstarrte. Es war vielleicht nicht fair diese Art von Spiel mit ihm zu treiben, aber es machte Spass. Die kurzen Blicke, die vielsagenden Bewegungen, die feinen Wortspiele die seinen Captain stets in Verlegenheit brachten. Er hatte Tezuka Kunimitsu dazu gebracht, aus der Haut zu fahren, die Kontrolle zu verlieren, sich seinen Gelüsten hinzugeben. Inui würde ihn um diese Daten bestimmt beneiden.
Fujis Grinsen verschwand auch während diesem stürmischen Kuss nicht. Es war perfekt. Liebevoll strich er mit den Fingern über Tezukas Hals und tippte verspielt gegen die Fassung seiner Brille.
„Du machst dich über mich lustig…“, beschuldigte ihn Tezuka mit rauer Stimme, berührte dabei noch immer Fujis Lippen, was ihm ein angenehmes Prickeln bescherte.
„Ein bisschen“, antwortete Fuji, dessen Grinsen noch eine Spur breiter wurde. Ein angenehmer Schauer erfasste ihn, als Tezuka einen Arm um seine Hüfte schlang, während er seinen Namen wisperte. Zwischen den nun wesentlich sachteren Küssen und seinem Namen verlor Fuji allmählich die Orientierung. Er konnte sich auf nichts anderes konzentrieren als Tezukas Zunge, die gefühlvoll über seine Lippen strich. Die Hände stahlen sich unter sein Shirt und entlockten Fuji ein Keuchen, als die Fingerspitzen seine Haut liebkosten. Damit hatte er die Wette gewonnen, doch er hatte keine Möglichkeit, einen entsprechenden Beweis fest zu halten. Das war ungünstig, doch Fuji verspürte keine Lust dazu, Tezuka zu unterbrechen. Die wenigen Minuten, die ihnen noch blieben schienen für Tezuka kein Grund zu sein, die Finger von ihm zu lassen. Im Gegenteil, völlig ungerührt zwickte er Fujis Liebesknospen und drückte ihn mit der Hüfte enger an das kalte Metall. Nun war er wirklich zwischen Tezuka und dem Spind gefangen.
„Tezuka…“ Der gespielt flehentliche Tonfall fiel ihm nicht schwer. Obwohl er es bedauerte, wandte er den Kopf zur Seite und spürte kurz darauf Tezukas Lippen an seinem Hals. Alles lief sogar noch besser als nach seinem Plan, und so hatte er auch die Tür, die hinaus zum Court führte im Blick. Ergeben hob er die Hände über den Kopf, als ihm Tezuka das Shirt auszog und es zu Boden fallen liess. Es beschämte ihn nicht, dass Tezuka ihn aus direkter Nähe betrachtete, es gab nichts an seinem Körper auszusetzen. Und auch der Blick hinter den dünnen Brillengläsern verriet es ihm.
„Du bist schön…“, raunte er gedankenlos und brachte Fuji dieses Mal dazu, geschmeichelt zu lächeln. Er wusste anscheinend wirklich nicht mehr wie ihm der Kopf stand, und dieser Umstand amüsierte Fuji mehr als Momoshiro und Kaidoh dabei zuzusehen, wie sie sich zankten.
„Dann fass mich an“, bot er lächelnd an und legte wieder die Arme um Tezukas Nacken. Er brannte darauf, die Wärme zu spüren, die sein Gegenüber ausstrahlte. So lange niemand kam, musste er noch geniessen, was er bekam. Die Katastrophe würde früh genug ihren Lauf nehmen.  Tezua kam der Aufforderung nach, liess eine Hand über seinen Rücken wandern während er ihre Lippen wieder zu einem Kuss vereinte. Sie harmonierten, waren im Einklang. Es fühlte sich unbeschreiblich erregend an, wie Tezuka ihn behandelte, ihn berührte wie eine zarte Blume. Dabei machte es Fuji wenig aus, wenn es etwas stürmischer zu und her ging, leider hatte sich die unkontrollierte Leidenschaft in Wohlgefallen aufgelöst. Um die Situation noch etwas prekärer zu gestalten, führte Fuji Tezukas warme Hand seinen Bauch hinab. Bis zu seinem Hosenbund, ehe Tezuka die Bewegung selbst stoppte. War das etwa bereits die Grenze?
„Ich kann nicht…“, murmelte Tezuka, aus dessen Stimme das schlechte Gewissen sprach. Um ihm diesen Schritt zu erleichtern, dehnte Fuji den Gummizug der Tennishorts und liess ihn über Tezukas Finger zurück schnellen.
„Schon passiert“, flüsterte Fuji etwas atemlos und schenkte ihm einen möglichst aufreizenden Blick aus den blauen Augen. Tezuka war geradlinig, ruhig und verantwortungsbewusst. Um ihn zu solchen Dingen zu treiben, benötigte es einen harschen Schubs in die richtige Richtung. Die Hand fand nun ihren Weg alleine und umschloss Fujis bestes Stück ohne noch weiter zu zögern. Mit einem zufriedenen Seufzen lehnte sich Fuji gegen den Spind und strich geniessend über Tezukas Brust. Obwohl ihn der Stoff störte, machte der fordernde Biss in seinen Hals dieses Ärgernis wieder wett. Fuji hoffte, dass ein sichtbarer Beweis Tezukas Leidenschaft seine Haut zieren würde.
Das Klappern eines Schlägers liess Tezuka hochfahren, und auch Fuji öffnete eilig die Augen. Der entsetzte, beinahe verstörte Blick aus den katzenhaften Augen ihres kleinen Nesthäkchens kostete er in vollen Zügen aus.
„Echizen…“ Tezuka war zu entsetzt, um sich eine Erklärung auszudenken und Fuji dachte nicht daran, ihm aus der Klemme zu helfen. Ryoma zog die Kappe tiefer ins sein Gesicht um die Tränen zu verbergen, die seine Augen füllten. Das zittrige mada mada dane, das seine Lippen verliess erfüllte Fuji mit Freude. Der Jüngere drehte sich auf dem Absatz seiner teuren Markenturnschuhe herum und verliess eilig den Schauplatz, während Tezuka ihm etwas unbeholfen hinterher sah. Stumm vor Entsetzten schüttelte er den Kopf und wandte den Blick zu Fuji, der sich darum bemühte, angemessen betroffen zu wirken. Es kostete ihn all seine Selbstbeherrschung, nicht in ein schadenfrohes Lachen auszubrechen. Das hätte alle seine persönlichen Anliegen zunichte gemacht.
„Entschuldige….“, murmelte der wortkarge Captain und strich Fuji zärtlich über die Wange, ehe er ebenfalls zur Tür hinaus eilte. Etwas überrascht von der liebevollen Geste strich sich Fuji über die Stelle die Tezuka zuletzt berührt hatte, und liess sich erneut gegen das kühle Metall sinken, dass ihn schaudern liess. Die Tür im Blick, Tezukas Rücken vor den Augen, liess er seine Hand in seinen Hosenbund wandern, um die angestaute Erregung, die ihn erfüllte, auch zu würdigen. Die Bewegungen waren fein und Präzise, durch Tezukas Einwirkung fiel es ihm leichter als sonst. Mit einem süssen Seufzen und Tezukas Namen auf den Lippen vergoss er nach einem Zucken das Zeugnis ihrer Taten.  Irgendwann würde dieser Mann zu ihm gehören, und diese Wette war nur ein angenehmer Grund gewesen, Echizen Tezuka endlich zu entreissen.
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