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every breath you take

von wallfully
GeschichteAllgemein / P12 / Gen
Dr. Amelia Shepherd Dr.Addison Montgomery
15.09.2012
17.09.2012
3
1.239
 
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15.09.2012 735
 
Addison kam im Krankenhaus an. Mit Henry auf dem Arm ging sie auf die Intensivstation. Vor Amelias Zimmer traf sie Cooper. Er nahm ihren Sohn und strich ihr über die Schulter. Addison betrat das Zimmer. Charlotte und Sam standen vor dem Bett. Und da lag sie. Amelia. Sie war blass, Kratzer zeichneten ihr Gesicht, ihr rechtes Bein war in Gips gelegt, ihr linker Arm war übersäht mit blauen Striemen, seitlich an ihrem Kopf war noch getrocknetes Blut, darüber ein Verband um Kopf und Ohr und ihr rechter Arm, vermutlich auch Schulter und Rücken, war mit Kompressen abgedeckt.  Sie war bewusstlos. Addison setzte sich an den Bettrand und strich durch das Haar ihrer Ex-Schwägerin, die sie meistens als ihre Schwestern bezeichnete. Langsam zog sie ein Stück der Kompresse hoch. Ihr wurde schlecht. Das meiste der Haut war abgetragen, da war nur doch blutiges Fleisch und dicht darunter Knochen. Addison weinte nicht oft vor anderen. Vor Jake schon, auch vor Sam tat sie das mal, vor Amelia hätte sie es auch getan, aber vor Charlotte? Addison schluckte die Tränen runter und wandte sich ihrem  Ex-Freund zu: „Sam, wie lange ist sie jetzt schon bewusstlos?“ Auch wenn Sam Bennett immer noch sauer war, weil Addison seinen Heiratsantrag abgelehnt hatte und stattdessen mit Jake Reilly zusammen sein wollte, legte er mitfühlend seine Hand auf ihren Rücken und antwortete: „ Eigentlich, ist sie das schon die ganze Zeit.“ Addison zog die Augenbrauen runter. Einen kurzen Moment lang hielt sie inne. Dann sprang sie auf und verließ das Zimmer. In einem der Aufenthaltsräume erhoffte sie sich Ruhe, außerdem fragte sie sich wo Cooper mit Henry hingegangen war. Als sie die Tür öffnete fand sie Violett vor, sie spielte mit Henry. Cooper musste ihn ihr gegeben haben. In der Ecke, auf einem Stuhl, saß Sheldon. Er vergrub sein Gesicht in seinen Händen. Violet schmiss Addison einen kurzen, aber sehr mitfühlenden Blick zu. Addison ging in Richtung Sheldon. Er zog langsam seine Hände von seinem Gesicht und sah ihr direkt in die Augen. Addison hasste es, wenn jemand das tat. Sheldon war Psychologe. Es war sein Job Menschen zu analysieren und ihre Gesten und Gefühle zu deuten. Addison war ein harter Fall. Violett regte sich ständig darüber auf, dass sie es nicht schaffte in Addison zu lesen, obwohl sie eine diplomierte Psychologin war. Sheldon hatte vor einiger Zeit rausgefunden, dass der einzige Weg in Addison zu lesen, der über ihre Augen war. Als er ihr das mitteilte und anfing sie in Gesprächen zu therapieren, war Addison entsprechend sauer. Er hatte Violett nie davon erzählt und auch sonst niemandem. Dafür war Addison ihm sehr dankbar. In diesem Moment, wo er in die Augen sah, vermutete er Angst, doch was er sah, war Zielstrebigkeit. „Was ist dein Plan?“, fragte er sie, wobei er lächelte. Amelia war seine Beste Freundin. Er liebte sie so sehr, hatte große Angst und der Lichtblick in Addisons Augen gefiel ihm sehr. Addison schnappte sich ihre Tasche, die sie auf dem Boden abgestellt hatte und kramte nach ihrem Handy. Sie wählte eine Nummer die sie gut kannte. Bei jedem Tuten wurde sie ungeduldiger. Nach dem siebten Freizeichenton legte sie auf und wählte eine andere Nummer, eine Nummer, die sie noch besser kannte als die vorige. Ein hektisches ‚Hallo‘ erklang am Ende er anderen Leitung. Addison atmete laut aus: „Derek, Gott sei Dank.“ – „Addison?!“, ihr Ex-Mann klang überrascht. „Du musst mir sofort Mark ans Telefon holen!“ – „Was ist passiert?“ – „Derek! Ich erkläre es dir später nur bitte, bitte, gib mir Mark.“ – „Ich bin doch schon auf dem Weg, er ist im OP. Ist es denn so dringend?“ – „Ja, das ist es. Es geht um deine Schwester…“ Derek Sheaperd blieb stehen. „Was ist passiert, Addie?“, seine Stimme war leise. Addison schluckte, sie kannte diese Stimme nur zu gut. „Sie hatte einen Unfall, Derek. Sie ist verletzt, nicht tödlich. Aber, sie hat Verbrennungen. Mark ist der Beste in dieser Hinsicht, nein, der einzige dem ich vertraue was Amelia angeht, ich denke das siehst du genauso, also bitte, hol mir jetzt Mark an dieses Telefon.“, er hatte inzwischen den OP erreicht. „Dr. Sloan, könnte ich sie für einen Moment sprechen?“ Addison wusste das Mark Sloan seinem Besten Freund sofort ansehen würde, dass etwas Schlimmes passiert war und sie hatte Recht. „Okay.“, hörte sie Dereks Stimme. Dann, endlich: „Addie?“ – „Du musst sofort nach LA kommen!“, schoss es ihr aus dem Mund.
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