Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Ein Happy End?

GeschichteAllgemein / P12 / Gen
Chiaki Nagoya Marron Kusakabe
11.09.2012
21.12.2016
29
25.487
 
Alle Kapitel
53 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
11.09.2012 870
 
Als Maron eingeschlafen war, stand Chiaki vorsichtig auf und ging hinaus. Immer darauf bedacht Maron nur nicht auf zu wecken. Draussen angekommen erwarteten ihn schon Bruce und Miyako. Die sich beide nach dem Befinden Marons erkunden wollten.
"Nun ja, sie hat mich nicht wieder erkannt. Aber sonst denke ich gehts ihr einigermaßen. Den Umständen entsprechend vermutlich ganz ok. Ich habe ihr schon gesagt, dass ihr beiden noch vorbei kommt. Auch wenn sie zu den Namen keine Gesichter hat, ist es vermutlich gut, wenn sie eure Namen kennt. Vielleicht hilft ihr das schneller auf die Beine zu kommen. Wir werden sehen."
Miyako war ganz geschockt und musste sich zusammen reißen damit sie nicht zu weinen begann. Das alles hatte sie sehr schwer mitgenommen. Erst war Yamato einfach so verschwunden und hatte sich nicht mehr gemeldet, dann wollte Chiaki ein sehr guter Freund von ihr einfach um ziehen und dann auch noch das mit Maron. Im Moment lief einfach nichts los wie Miyako das auch nur ansatzweise wollte. Und das machte sie innerlich wie auch äußerlich fertig.
"Nun ja, ihr zwei schafft das sicher auch ohne mich."
Miyako und Bruce sahen sich verdutzt an.
"Was soll das heißen?" wollte Miyako völlig aufgebracht von Bruce wissen. Seit diesen ganzen Vorfällen litt sie unter starken Stimmungsschwankungen und auch war ihr oft sehr übel, vor allem morgens.
"Miyako", begann Chiaki sehr ruhig. "Du weißt, dass ich umziehen will. Also muss ich noch so einiges packen."
"Was? Ich glaube ich habe mich verhört! Chiaki, die Liebe deines Lebens liegt in diesem Krankenzimmer. Sie kann sich an nichts mehr erinnern! Sie braucht dich doch mehr als alles andere! Du kannst doch nicht einfach gehen und dich aus ihrem Leben verabschieden. Was ist wenn sie sich jemals an dich erinnern sollte und mich oder Bruce nach dir fragt? Was sollen wir ihr sagen warum du gegangen bist? Weil sie dir nichts mehr wert war oder weil dir dein Leben und deine Probleme wichtiger waren als ihre. Sag mir Chiaki, was sollen wir Maron bitte auf diese Frage sagen!"
Miyako war völlig ausser sich und schrie Chiaki an. Dieser blickte nur bedrückt zu Boden.
Natürlich hatte Miyako recht. Es war nicht die feine Englische Art sich einfach so aus dem Staub zu machen, doch er würde Maron doch sowieso nur schaden. Er hatte ja die ganze Zeit nichts anderes gemacht. Bruce würde schon gut für sie da sein können, immerhin liebte Bruce sie ja auch.
"Miyako. Ich weiß, dass du recht hast, aber du musst mich auch verstehen. Nun ja, wenn sie sich erinnern sollte, dann sag ihr, dass es mich freut dass sie sich auch an mich erinnert und sag ihr dass ich sie immer überalles auf dieser Welt lieben werde und dass ich jeden Tag an sie denke, weil sie einfach alles für mich ist. Und wenn sie fragen sollte, warum ich gegangen bin, dann sag ihr, weil ich sie beschützen musste. Weil sie sonst in Gefahr gewesen wäre und weil Bruce auf sie besser Acht geben kann, eben weil ich ihre Probleme über meine stelle und weil ich will dass sie sicher und geborgen ist."
Chiaki hatte seinen Kopf gehoben und blickte nun Miyako starr in die Augen. Seine Augen funkelten. Diese Worte hatte er mit seinem ganzen Herzem gesprochen, dabei war ihm eine einzelne Träne über die Wange gekullert.
Miyako wusste nicht was sie darauf sagen sollte. Auch Bruce blieb stumm. Solche Gefühle und Worte hatte er Chiaki nicht zu getraut. Dieser Macho, er konnte so viel Liebe und Zuneigung zu einer einzigen Frau aufbringen, die sich nicht mal mehr an ihn erinnerte. Er ließ alles stehen und liegen, gab sein eigenes Leben auf, nur damit sie ein besseres führen konnte. Diese Ehrlichkeit und diese Hingabe überwältigten beide, Miyako und Bruce, gleichermaßen.
Chiakis Vater hatte diese Ansprache seines Sohnes auch mit angehört und war einerseits sehr stolz andererseits auch sehr traurig. Denn wenn sein Sohn weggehen würde, würden sie sicher noch weniger sehen als es jetzt schon der Fall war. Bedrückt stand Chiakias Vater kurze Zeit dar und ging danach so gut gelaunt es ging seinem Krankenhausaufgaben nach.
"Miyako, würdest du mich und Bruce kurz entschuligen?"
Miyako nickte und verließ augenblicklich den Flur und ging zu Maron ins Zimmer, um nach zu sehen ob sie nun schon wieder wach war.
"Bruce, ich habe eine Bitte an dich. Bitte tu Maron nicht weh. Verletzt sie nicht. Mach sie zum glücklichsten Mädchen auf dieser Welt. Tu alles damit es ihr gut geht. Sei nicht so wie ich. Versau nicht alles. Habe nur Augen für sie. Für ihre wunderschönen Augen. Ich bitte dich, sei immer gut zu ihr."
"Ich verspreche dir Chiaki, ich werde immer gut zu ihr sein."
Chiaki nickte noch anerkennend und verließ dann so schnell er konnte das Krankenhaus. Bruce blickte ihm noch verwundert hinter her. Er wollte so schnell wie möglich weg von diesem schlimmen Ort. Und diesen Erinnerungen. Er wollte eigentlich nur zu ihr, doch er konnte nicht mehr zurück. Er musste weg. Für sie weg. Auch wenn es ihm das Herz brechen sollte. Er musste einfach weg. Soweit wie möglich weg.
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast