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Ein Happy End?

GeschichteAllgemein / P12 / Gen
Chiaki Nagoya Marron Kusakabe
11.09.2012
21.12.2016
29
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11.09.2012 1.105
 
"Lass mich nur zur dir rein, Chiaki, ich will nur mit dir reden."
"Sag mal, was fällt dir eigentlich ein? Erst spannst du mir meine Freundin aus und dann willst auch noch auf beste Kumpels machen? Nein danke auch."
Chiaki wollte die Tür mit einem Knall schließen, doch Bruce stellte seinen Fuß dazwischen.
Chiaki war erstaunt, er musste es wohl wirklich ernst meinen.
Langsam drückte Bruce die Tür mit einem Arm auf und blickte dabei sehr verärgert zu Boden.
Der Kerl musste echt wahnsinnige Kräfte haben, immerhin lehnte sich Chiaki fast mit seinem ganzen Körpergewicht gegen die Türe.
"Erstens man schlägt nicht jemandem die Türe vor der Nase zu. Zweitens Maron hat nie erwähnt, dass ihr ein Paar seit, aber gut dass du sie ansprichst um sie wird es nämlich gleich gehen. Und dirttens, glaub mir Junge ich will nicht mit dir befreundet sein, nachdem was du Maron alles angetan hast, glaube ich nicht, dass wir jemals Freunde werden. Und meine Ahnung lässt mich nur selten im Stich, das kannst du mir glauben."
Obwohl er sehr aufgebracht war, sprach er mit ruhiger Stimme.
"Ich habe ihr gar nichts angetan, ich könnte ihr nichts antun." sagte Chiaki bestimmt und versuchte Bruce darin zu hindern, die Türe ganz zu öffnen.
"Nun ja, das ist deine Meinung. Ich aber kenne Marons Sichtweise dazu auch, also kann ich bitte rein kommen und mit dir darüber reden? Ich will nicht, dass das jemand mitbekommt. Vor allem nicht Maron, sie weiß nicht dass ich hier bin."
Chiaki blickte ihn eiskalt an, ließ ihn dann aber doch in seine Wohnung eintreten.
"So, was willst du mir bitte sagen?"
"Nun ja, dass was du vorher am Strand zu Maron gesagt hast, es hat sie sehr mitgenommen. Denn sie liebt dich, weißt du. Sie hat es mir zwar nicht gesagt, aber anhand von Reaktionen kann man sich sehr viel ableiten. Und so wie sie dich ansieht und wie sie sich um dich Sorgen gemacht hat, wie du weg warst, erkennt sogar ein Blinder was sie für dich empfindet und was du ihr bedeutest."
"Ach, was redest du da. Sie hat mich doch gar nicht gesucht, also beruhig dich Romeo."
Bruce wurde wütend, wie stur konnte man bloß sein?
Er ging auf Chiaki zu und drückte bestimmt seine Schultern gegen die Wand.
"Jetzt hörst du mir mal zu Romeo! Maron ist durch die ganze Stadt gelaufen um dich zu suchen und hat dabei ihren Knöchel noch schlimmer verletzt als es eh schon war. Sie wird, wenn es schlecht ausgeht, vielleicht nie mehr Rythmische Sportgymnastik machen können. Aber daran hat sie nicht gedacht, es war ihr wichtiger dich zu finden, bevor du dir was antust. Und ja ich war dabei, weil sie mich bei Gewitterbeginn um Hilfe gebeten hatte, weil es einfach nicht mehr ging mit ihrem Knöchel und wenn sie mich brauchst bin ich für sie da. Es war also nicht fair von dir ihr solche Vorwürfe zu machen und sie so zu behandeln, wenn du nicht mal die ganze Geschichte kennst. Nachdem du weg warst, hat Maron noch sehr lange geweint, weil sie alles sehr mitnimmt."
Bruce lockerte den Druck, welchen er auf Chiakis Schultern aus übte.
Dieser hatte nicht mit so etwas gerechnet. Er hatte Maron zu Unrecht so beschimpft und beschuldigt. Er wusste ja gar nicht was sie alles auf sich genommen hatte um ihn zu finden. Und er hatte sie so behandelt. Nein, das konnte doch gar nicht wahr sein.
Chiaki senkte den eisernen Blicken welchen er Bruce schenkte und schaute zu Boden.
Und dann wurde es ihm klar wieso Bruce darauf bedacht war Maron zu helfen, damit es ihr gut ging.
"Du liebst sie, Bruce. Hab ich nicht recht?"
Bruce ließ seine Schultern los und ging ein paar Schritte zurück bis er selber an der Wand stand und sich an diese fallen ließ.
"Ja, du hast recht. Auch wenn sie dich liebt und nicht mich, will ich eigentlich bloß, dass sie glücklich ist, weißt du? Denn wenn sie glücklich ist, bin ich es umso mehr. Auch wenn das heißen sollte, dass nicht ich mit ihr zusammen kann."
Bei diesen Worten wurde Chiaki ganz gerührt. Bruce musste sie aufrichtig lieben. So eine Denkweise konnte man doch wirklich nur haben, wenn man jemanden unsterblich lieben würde, und nur wollte dass diese eine Person glücklich ist, selbst wenn man selbst dafür ins größte Unglück gestoßen wird. So hätte auch Chiaki denken sollen.
Er hatte Maron doch gar nicht verdient. Bruce, ja Bruce hatte sie verdient und er sie. Sie würden sich lieben und hätten ein glückliches Leben ohne Chiaki. Und er wäre dann vermutlich auch glücklich solange Maron glücklich ist. Doch er würde vermutlich immer und ewig auf sie warten und auch wenn er damit den Tod begrüßen müsste, so würde es doch auch tun. Fur sie. Seine Maron.
"Weißt du was, Bruce? Ich habe Maron nicht verdient, ich habe die letzten Tage nicht eine solche Sicht-und Denkweise an den Tag gelegt wie du, und ich denke Maron braucht so jemanden wie dich. Du solltest dein Glück bei ihr versuchen. Vielleicht wird es ja doch was und ja, wie soll ich sagen, ich wünsche es euch." Chiaki begann zu grinsen. Es war ein falsches grinsen. Natürlich wollte lieber er bei und mit Maron sein, doch sollte es Maron glücklich machen, dann sollte es doch so sein. Dieses mal sah er so wie Bruce, denn er musste es so sehen wie es am Besten war für Maron.
"Nun ja Chiaki, Maron liebt mich nicht. Und ich kann sie nicht zwingen. Sei du einfach der Mann den sie braucht und du wirst sehen alles wird gut. Vielleicht solltest du dich bei ihr entschuligen. Das könnte der erste Schritt in die richtige Richtung sein. Ich will nur, dass sie glücklich ist, weißt du? Ich sehe sie unglaublich gerne lachen. Auch wenn es in letzter Zeit immer seltener dazu kommt. Deswegen braucht sie dich, nur das kannst das Lächeln zurück auf diese verhexten Lippen zaubern."
Bruce war inzwischen zur Türe gegangen, Chiaki stand noch immer an der Wand im Gang, gegen welche Bruce ihn gedrückt hatte.
Beim Hinausgehen drehte sich Bruce nocheinmal um, mit den Worten:
"Bitte Chiaki, tu ihr nicht weh und pass auf sie auf."
Chiaki nickte nur, obwohl Bruce dies natürlich nicht sehen konnte.
Und Chiaki musste noch einmal an alles denken was die vergangene Zeit passiert war und wie er sich verhalten hatte. Er musste sich entschuligen und um sein Mädchen kämpfen!
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