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Alles hätte anders sein können

Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P16 / Gen
10.09.2012
06.08.2015
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10.09.2012 2.329
 
Arthas hatte Stratholme hinter sich gelassen.Mal´Ganis erwartete ihn in den eisigen Wüsten von Nordend. Müde und auch etwas gereizt stand er am Deck des Schiffes und wartete ab bis sie die Küste erreicht hatten.

"Wir sind bald da.Seht da vorne ist Land",sagte Marvin.
"Gut",sagte Arthas und grinste breit.

Marvin und Falric zwei seiner besten Soldaten begleiteten Arthas.Ihnen war bei dem Gedanken nicht ganz wohl.
"Sire.Seid ihr euch eurer Sache sicher"?,fragte Falric
"Ja.Mal´Ganis soll büßen".

Etwa eine Stunde später hatten sie das Festland erreicht.Arthas hatte seinen Umhang enger gezogen und fröstelte leicht.
Er schmunzelte als er seinen eigenen Atem in der Kälte sah.
Nordend.So bitterkalt.Ein passender Name für so einen Ort fand Arthas.

Sie waren dabei ein Lager zu errichten als plötzlich Schüsse fielen und einige seiner Soldaten Panik bekamen.Sie nutzen alles wo sie grade Deckung suchen konnten

"Zum Teufel nochmal.Ihr seid nicht unttot.Ihr lebt ja alle".
Arthas wusste wer so fluchen konnte.
"Muradin?Muradin"!,rief Arthas als er seinen alten Lehrer entdeckte.

Muradin drückte ihn zur Begrüßung."Lass dich doch mal ansehen.Du bist ja richtig groß geworden".

Arthas grinste.Muradin und seine Männer waren froh als Arthas und seine Männer ihnen was zu essen und trinken brachten.

"Sagt mal Muradin.Was genau führt euch an einen Ort wie diesen"?,fragte Arthas.
Muradins Augen leuchteten auf."Ay,wir sind auf der Suche nach einer legendären Waffe",sagte Muradin.

Er kramte ein in weiches Leder gebundes Buch heraus.Arhtas blätterte in dem Buch.Sehr vorsichtig um die vermutlich alten und unersetzbaren Seiten nicht zu beschädigen.
"Ihr Name ist Frostgram",sagte Muradin als Arthas eine  Zeichnung der Waffe sah.

"Frostgram",sagte Arthas."Was für ein schöner Name für so ein Schwert.Es muss sicher sehr wertvoll sein".

"Ay.Das ist es auch.Ich schlage vor wir suchen sie zusammen.Was hälst du davon".

Arthas nickte.Er hatte Muradin die Sache mit Mal´Ganis erzählt.Stratholme hatte er gar nicht erwähnt.

Irgendwann in der Nacht legte er sich schlafen.Er träumte davon wie Terenas tot war und er König war.Jaina an seiner Seite und die blonden Kinder".Vermutlich würde es nur für immer ein Traum bleiben.Denn Jaina hatte sich abgewandt ihn verlassen.

"Bitte weise mich niemals zurück",hatte er gesagt als sie ein Paar wurden.
"Niemals Arthas".

"Verlogendes Drecksstück",fluchte Arthas als er erwachte.
Er schüttelte den Kopf und legte sich wieder schlafen.

Am anderen Morgen erwachte er früh.Schlecht gelaunt verließ er das Zelt.

"Sire.Muradin will euch sprechen".

Arthas nickte."Danke,Falric".

Arthas ging zu Muradin der ihn nicht wirklich freundlich grüßte."Gestern als du bereits im Bett lagst,haben mir ein paar deiner Männer einige Interessante Informationen Preisgeben.Wie konntest du Stratholme auslöschen".

"Es war nur eine frage der Zeit bis sie alle untot wurden.Mal´Ganis Puppen.Lordaeron wäre mit der heranwachsenden Zahl an untoten überfordert gewesen".

Muradin schüttelte den Kopf."Das ist nicht der Junge den ich ausgebildet habe.Das ist nicht Terenas Junge".

"Ich bin niemands Junge",fauchte Arthas. Wütend wandte er sich ab.
Am Mittag wollten Muradin und Arthas aufbrechen als Arthas aufgehalten wurde.

"Mylord",rief Marvin."Ihr sollt diese Mission abbrechen.Auf geheiß Uther sollen alle Soldaten sich sofort zu den Schiffen begeben und nach Lordaeron zurückkehren.Auch wünscht euer Vater euch zu sprechen".

Arthas wurde wütend."Ich werde den Befehl verweigern.Uther hat niemanden mehr was zu sagen.Auf Recht der Krone habe ich ihn und seine Männer ihres Dienstes entbunden".

Arthas war grade dabei einen Plan zu schmieden wie er verhindern konnte,dass alle nach Hause kamen als er eine donnernde Stimme hinter sich hörte.

"Arthas Menethil."
Arthas zuckte zusammen und drehte sich rum

"Vater...du hier"?
Arthas war sprachlos."Du kommst sofort mit zu den Schiffen.Ich habe ein paar ernste Worte mit dir zu reden.Und zu Hause erwartet dich eine Strafe".

Arthas wurde stuzig."Was.Ich bin erwachsenden.Ich kann tun und lassen was ich will".

"Nicht so lange ich dein Vater bin und noch lebe",schimpfte Terenas.Arthas folgte ohne weitere Worte.
"Sire",grüßte Terenas Muradin und legte die gepanzerte Hand zum Gruß auf die Stirn.Muradin verneigte sich.

Arthas lief schweigend neben seinen Vater her.Auf dem Schiff angekommen begaben sich die beiden in die Schiffskajüte.


Dort wurde Arthas von Terenas regelrecht gemaßregelt.
Arthas hatte seinen Vater noch nie so wütend gesehn.Er entschloss sich das es besser war den Mund zu halten.

"Ich bin enttäuscht von dir",sagte Terenas.

"Ich weiß.Gute Nacht, Vater",sagte Arthas und ging schlafen.

2 Tage später

Arthas und Terenas hatten Lordaeron erreicht nachdem sie einen langen Ritt durch den Silberwald hatten.
Uther sahen sie schon von weiten.Arthas verzog das Gesicht als er Uther sah.

Uther war wütend.Im Schloss angekommen wollte Uther sogleich mit Arthas reden.Doch den Prinzen kümmerte das nicht.

Uther packte Arthas am Kragen."Fasst mich nicht an.Ich habe euch eures Kommandos enthoben".
"Ihr seid nicht der König.Das entscheidet immer noch euer Vater".

Arthas riss sich los."Ihr dürft mich trotzdem nicht anfassen",keifte Arthas und wandte sich ab.
Drinnen angekommen wurde er von Calia begrüßt.

"Arthas.Mutter hat sich sehr um dich gesorgt",sagte sie.
"Wo ist sie"?

"Es ist schon gut.Ich bin bereits da",sagte Liane und nahm ihren Sohn in den Arm.

"Arthas,mein Junge. Wo bist du gewesen.Ich habe mich so um dich gesorgt".
"Es ist alles in Ordnung Mutter.Ich war in Nordend gewesen".

Arthas lächelte sanft."Es freut mich das ihr euch um mich sorgt.Aber ihr braucht keine Angst zu haben.Ich bin ein erwachsener Mann und kein Kind mehr".

Liana die mitterweile vierundsechzig Jahre alt war und nicht mehr die fitteste sah Arthas hinterher als er sich abwandte und auf sein Zimmer ging.

Uther und Terenas überlegten sich derweil die Strafe für Arthas.

"Es war Massenmord", sagte Uther. Terenas schüttelte den Kopf.
"Was sollen wir machen. Für Mord kann man hingerichtet werden. Ich kann doch nicht als König verantworten meinen eigenen Sohn hinrichten zu lassen".

Terenas dachte nach. "Ich werde ihn rauswerfen. Ich kann nicht mit einem Mörder unter einem Dach leben".

"Das ist die richtige Entscheidung", sagte Uther. Terenas erhob sich.
"Ich werde mit ihm reden.Strafe muss sein.Aber erst werde ich mit Liane darüber reden".

Liane war völlig fertig."Terenas ich bitte dich. Du kannst doch nicht dein eigenes Kind rauswerfen".Terenas schüttelte den Kopf.
"Es tut mir leid.Aber das was Arthas getan hat ist unverzeihlich".Liane weinte.
"Also gut",sagte sie."Vielleicht hast du recht".

Terenas ging zu Arthas.
"Mein Sohn ich muss mit dir reden".Arthas sah auf."Was willst du"?
"Ich will das du deine Sachen packst".

"Was?Willst du mich etwa rauswerfen lassen".
"Ganz genau",sagte Terenas.
"Das kannst du nicht machen. Ich bin dein Sohn".
"Doch ich kann. Doch du wirst nicht sofort gehen. Ich werde den Orden der silbernen Hand zusammen rufen und dich aus  dem Orden verbannen lassen".

Arthas war entsetzt.
"Bitte nicht. Ich hab es doch nicht böse gemeint. Ich habe es nur zum Wohle Lordaerons getan".
Terenas holte aus und seine Hand landete in Arthas Gesicht.Arthas Wange glühte.

"Geh bitte Vater". Arthas rieb sich die Wange.
Terenas wandte sich ab."Morgen Mittag will ich dich in unserer Famlienkapelle sehen".schimpfte Terenas.

Arthas war wütend. Als sein Vater weg war griff er ein Glas und eine Flasche Whisky. Arthas goss sich etwas von dem Whisky ein und hoffte so seinen Frust ertränken zu können.

Arthas stellte die Flasche ab.Er packte seine Sachen zusammen und nahm seinen Hammer.
Aber er ging nicht direkt.Er wartete bis alle anderen schliefen.

Dann schrieb er einen Brief.

Mein liebe Familie,

ich bin nun fort. Macht euch um mich keine Sorgen
Arthas

Dann ging er.Im Stall sattelte er sein Pferd.Er würde schon irgendwo Unterkunft finden.
Er ritt los.Irgendwann erreichte er trotz das er fast nichts sah da die Nacht durch den Mond erhellt wurde ein Gehöft.Es gehörte der Familie Balnir mit dessen Sohn Arthas als Kind oft gespielt hatte.

Er ging zum Grab von Invincible und strich über den Grabstein."Es tut mir immer noch so leid",flüsterte er leise.
Dann ging er zum Bauernhaus und klopfte an.
Jorum und Vara die tief und fest schliefen schreckten auf.
"Es ist schon gut",sagte Jarim. Der junge Mann war in Arthas alter.Er warf sich einen Umhang um."Bliebt liegen.Ich werde nachsehen".

Er eilte nach unten und öffnete die Tür.Er war überrascht Arthas zu sehen."Arthas.Was für eine Überraschung.Ich hab dich ja lange nicht gesehn".

"Vater hat mich rausgeworfen. Kann ich hier bleiben"?
Jarim nickte."Komm rein".
Jorum und Vara waren hinunter geeilt.
"Kann er hier bleiben"?
"Vater hat mich wegen der Sache in Stratholme raus geworfen".

"Es ist schon gut.Bei uns ist genug Platz",sagte Vara.
Arthas war sehr dankbar das die Famile ihn aufnahm.

Jarim und Arthas waren schon seit ihrer Kindheit befreundet. Die beiden wussten das Jarim - auch wenn er der Sohn eines Pferdezüchters war und die Famile regelmäßig Pferde für das Hause Menethil lieferte - kein richtiger Umgang war.

Die beiden Männer gingen auf Jarims Zimmer.
Sie suchten ein paar Decken und Kissen zusammen.
"Du kannst bei mir im Bett schlafen. Ich schlafe auf dem Boden".

Arthas winkte ab."Es macht mir nichts aus auf dem Boden zu schlafen. Ich hab auch schon oft im Zelt geschlafen.Das hier ist schon Luxus gegen so ein mickriges Zelt".

Jarim grinste."Oh ich bestehe darauf",sagte er und legte sich auf die Decken".


Arthas lachte."Na dann.Ich hoffe ich falle euch nicht irgendwie zur Last".
Jarim winkte ab."Das geht schon in Ordnung.Aber willst du nicht mit deinen Eltern reden"?

"Vielleicht",sagte Arthas."Ich kann verstehen,wenn man mir nicht vergibt".Die beiden unterhielten sich noch eine Weile und dann legten sie sich schlafen.

Terenas war stinksauer,als er Arthas Brief fand.Wie feige musste er gewesen sein,einfach abzuhauen."Ich werde ihm die Ohren lang ziehen",brüllte der König von Lordaeron.

Die anderen Paladine der silbernen Hand darunter Muradin und Uther waren ebenfalls verwundert oder verärgert.
Uther beschloss Arthas zu suchen.

Jarim und Arthas waren im Stall als sie Hufgetrappel hörten.Arthas erschrack als er Uther erkannte.
"Nein".Jarim beruhigte ihn."Komm.Zur Hintertür.Da kannst du raus".
Rasch sattelten sie zwei Pferde und schlichen sich damit zu einer versteckten Türe.

Uther unterhielt sich inzwischen mit Jorum und Vara die den Paladin nicht anlügen wollten und sagten, wo Arthas war.Zur Überraschung aller waren weder Jarim noch Arthas im Stall.

"Die Hintertür",sagte Vara.
"Dann sind sie irgendwo hin.Vermutlich um ein anderes versteck zu suchen".

Uther verabschiedete sich rasch und ritt dann weiter.Jarims Pferd war nicht das schnellste,so das Arthas auf ihn warten musste."Ich kann nicht weiter.Brightmane schafft es nicht mehr".Arthas riss es fast das Herz aus der Brust als er die Stute erkannte,die die Mutter seines Pferdes war.

"Das ist Brightmane".Arthas ritt an die Stute heran und strich ihr über das weiße,samtige Maul."Tut mir leid,dass ich Invincible umgebracht habe",sagte er als ob Brightmane ihn verstehen würde.

Hufgetrappel wurde laut.Uther kam in Sichtweite und Arthas machte,dass er weiterritt.Uther hatte ihn natürlich längst entdeckt und versuchte Arthas auf dem alten Steadfast einzuholen.

Irgendwann als Arthas stoppte holte Uther auf und packte sich Arthas."Ich werde dich...ja was"?Irgendwas hatte Arthas zum stehen gebracht was auch nun Uther beschäftigte.
Er holte ein Fernglas raus und erstarrte.Hunderte Untote näherten sich langsam aber stätig.

"Nein.Es ist zu spät.Dagegen kommen wir nicht an.Wir müssen hier weg",sagte er.

"Was.Nein wir dürfen nicht aufgeben".
Uther schüttelte Arthas."Hast du mich denn nicht verstanden.Dagegen haben wir keine Chance.Reit zum Hof der Balnirs zurück und hole deine Sachen.Wir müssen hier weg".

Arthas hatte verstanden.Er warnte die Familie vor dem Unheil die sofort das nötigste packte und die besten Pferde mitnahm.Als Arthas nach Lordaeron ritt,war dort bereits Panik ausgebrochen.

Jaina war froh Arthas zu sehen."Ich bin so froh,dass du wieder da bist".Auch seine Familie war froh.
Auf Uthers Kommando hin, sammelten sich alle um das nötigste zu packen. Arthas war nach Brill geritten um dort alle zu warnen. Arthas Bestrafung war schon längst vergessen. Viel wichtiger war, dass die die man noch retten konnte in Sicherheit gebracht wurden.

Arthas sah zu, dass alle weg waren. Sie sollten Richtung Sturmwind reiten, oder sich anderswo in die umliegenden Dörfer verteilen.
Arthas ritt zu seiner Familie zurück, die ebenfalls alles gepackt hatte. Terenas schickte alle vor. Nur er, Arthas, Uther und Jaina sollten als letztes gehen. Sie sollten als Schutz ganz am Ende reiten.

Und so startete für alle eine Reise in eine Ungewisse Zukunft.Wehmütig blickte Terenas noch einmal auf das zurück, was sein Königreich gewesen war.
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