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Der Schlüssel 2

von Lizzy17
GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P12
Aramis Athos D'Artagnan Mylady Porthos
08.09.2012
08.09.2012
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865
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08.09.2012 865
 
Hallo ihr Lieben :)
Endlich hab ich es geschafft den Prolog zu posten. Ich wusste nicht wie ich die FF nennen soll, den jetzigen Namen finde ich, na ja, langweilig. Vielleicht fällt mir noch was Besseres ein oder euch. Ich wünsch euch erstmal viel Spaß beim lesen und bis zum nächsten Kapitel
LG Lizzy




Mit gesenkten Schultern und leicht gekrümmten Rücken saß sie auf dem Bett. Er setzte sich neben sie. „Wir finden sie“, sagte er leise.
„Ich habe Angst, dass ihr etwas Schlimmes passiert.“
„Es wird alles gut.“ Wie oft hatte er das nur in den letzten Tagen gesagt. Es klang von Mal zu Mal unglaubwürdiger. Sie schlang ihre Arme um ihn. Seine Anwesenheit vertrieb die Trauer um ihre Tochter.
„Hast du irgendwas anbrennen lassen?“, fragte sie mit zusammengezogenen Augenbrauen.
„Nein, warum fragst du?“ Während er das sagte, stieg ihm der Geruch von etwas angebrannten in die Nase. Er runzelte die Stirn. „Ich geh mal runter.“ Unten war der Geruch stärker. Er sah in jedem Raum. Als letztes ins Wohnzimmer. Die Fensterscheibe war zerschlagen. Der Kamin brannte, obwohl er sich sicher war ihn ausgemacht zu haben. Dann fiel sein Blick auf die Bücher. Sie hatten Feuer gefangen. Rasend schnell brannte das ganze Regal, es fiel um und er konnte grade noch ausweichen. Alles in der Nähe fing an zu brennen. Panisch rannte er nach oben. „Wir müssen raus hier“, sagte er. Seine Frau sah ihn verwundert an, ließ sich aber von ihm mitziehen. Das Feuer hatte sich weiter ausgebreitet. So schnell wie das ging, konnte  es nur jemand gelegt haben. Er rüttelte an der Haustür. Sie ließ sich nicht öffnen. Mit einem Stuhl versuchte er sie aufzustoßen. Seiner Frau entfuhr ein Schrei. Ein Balken von der Decke fiel vor ihre Füße. Sie waren gefangen, alles stand in Flammen. Die Fenster waren nicht mehr zu erreichen. Aus Leibeskräften schrien sie um Hilfe. Sie fing an zu weinen. Er nahm sie ihn den Arm und strich ihr über Haar. Er wollte etwas Tröstendes sagen, doch es würde nicht helfen. Die Hitze war langsam nicht mehr zum aushalten. Die Flammen hatte das ganze Haus in Besitz genommen.
„Wie gut, dass Lizzy nicht hier ist“, schluchzte sie.
„Ja“, stimmte er zu.
„Er hat sie sich wieder geholt“, flüsterte sie und ihre Stimme zitterte.
„Wir wussten es, aber das er uns umbringen will, wenn er uns nicht mehr braucht, war mir nicht klar. Ich hätte es wissen müssen.“
„Gibt dir nicht die Schuld.“ Sie an ihn an und blinzelte die Tränen weg, reckte sich ein bisschen und küsste ihn. Der Balken direkt über ihnen knackste und fiel dann zu Boden.

Die Luft war noch gräulich und kratzte in der Kehle beim Einatmen. Der Boden war bedeckt mit Asche. Durch die aufgehende Sonne fingen die kleinen Staubpartikel in der Luft an zu leuchten. Nur noch einzelne verkohlte Mauerreste oder Möbelstücke ragten aus den Aschehaufen.
„Musste das wirklich sein?“, fragte jemand leise.
„Ja“, meinte ein andere kühl.
„Ich finde es übertrieben“, sagte der Mann, wieder leise. Er traute sich nicht lauter zu sprechen, die bedrückende Stille zu unterbrechen.
Ein anderer Mann schüttelte den Kopf. „Du hast ein zu weiches Herz.“
„Im Gegensatz zu dir schon.“
„Willst du lieber erschossen werden? Ich an deiner Stelle würde jetzt den Mund halten. Wenn der Herzog hört wie du um die beiden trauerst, wird er bestimmt keine Gnade kennen.“
Der Mann schluckte und hielt den Mund. Es ist trotzdem übertrieben, dachte er.  Die Armen . . . Sie sind am lebendigen Leibe verbrannt. Wenn die arme Elizabeth das sieht, es wird ihr das Herz brechen.
Während sie die letzten Reste des Hauses hinter sich ließen, wurde die Luft klarer. Einige Straßen weiter wartete eine Kutsche auf sie. Die beiden stiegen ein. Ihnen gegenüber saß ein weiterer Mann und er hatte ein siegessicheres Lächeln ausgesetzt.
„Ihr habt gute Arbeit geleistet. Der Rauch war kaum zu sehen. Dann können wir jetzt weiter fahren. Denn das war nur der Anfang.“ Ein hässliches Lachen entwich seiner Kehle und die Kutsche fuhr los.
Aus dem Schatten eines Hauses löste sich ein Schatten, sobald die Kusche hinter der nächsten Ecke verschwunden war. Die Person sah sich um. Sie war alleine, in den Nachbarhäusern war kein Mensch. Für die beiden Bewohner des Hauses war es schlecht gewesen. Er fragte sich wie Buckingham das angerichtet hatte.
Seine Stiefel wurden grau von der Asche und er musste ein paar Mal husten. Mit den verkohlten Überresten konnte er wenig anfangen. Es gab nichts wo man etwas hätte aufschreiben oder skizzieren können.
Endlich war die Sicht wieder klar, die Asche hatte sich abgesetzt. Er schüttelte sich den Staub von seinen Sachen ab und sah sich noch mal um. Dabei fielen ihm die Überreste eines Schrankes auf. Das Holz war massiv und nicht zu sehr verkohlt. Damit könnte es klappen. Mit einem Messer ritzte etwas ins Holz. Hoffentlich würde Lizzy es verstehen. Hoffentlich würde sie überhaupt auf die Idee kommen, ihre Eltern zu besuchen. Es würde sicher ein Schock für sie sein, wenn sie ihr altes zu Hause in so einem Zustand sah. Er seufzte und steckte das Messer weg.
Jetzt musste er eine lange Reise antreten und wenn alles gut ging, würden alle am gleichen Ziel ankommen: Venedig.
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