Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Inflection point of my life

von Kanra
GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Amerika China Deutschland England Frankreich Italien
05.09.2012
13.07.2013
28
47.026
3
Alle Kapitel
102 Reviews
Dieses Kapitel
5 Reviews
 
 
05.09.2012 1.296
 
Es ist ein entspannter Freitagabend und ich sitze in meinem Zimmer auf meinem Bett und starre in meinen Fernseher. Obwohl meine Eltern nicht zu Hause sind, bleibe ich am Abend lieber in meinem Zimmer anstatt im großen Wohnzimmer. Natürlich habe ich keine Angst im Dunkeln oder so etwas in der Art. Es geht einfach darum, dass ich keine großen Räume mag und wenn es spät und dunkel ist mag ich sie erst recht nicht.
Meine Eltern sind für eine Weile ins Ausland gefahren, da sie bei einer Verlosung gewonnen haben. Nun sind die beide in Spanien und ich darf hier zu Hause versauern. Ein leises Seufzen entkommt meinen Lippen und ich schaue kurz zum Fenster. Ich kann klar und deutlich hören wie der Regen auf die Jalousien fällt. Ein kleines Grinsen bildet sich auf meinen Lippen, wenn ich an meinen kleinen Bruder denke, der jetzt in einem Zelt sitzt und friert.
Dabei ziehe ich meine Decke bis zum Kinn und ergötze mich an der wolligen Wärme. Etwas tut mir mein Bruder ja schon leid, aber er wollte es ja nicht anders.

Mein Film ist zu Ende und langsam werde ich müde. Kein Wunder. Es ist bereits 2 Uhr in der Früh. Zum Glück ist Morgen Samstag und ich kann bis spät in den Nachmittag schlafen. Kurz kichere ich. „Ich meine Heute… heute ist Samstag.“ Das passiert mir immer wieder, wenn ich so lange aufbleibe. Ich vergesse, dass der neue Tag schon begonnen hat.
Das Licht wird schnell ausgemacht und ich lege mich ins Bett. Das weiche Kissen unter meinem Kopf und die warme Decke auf meinem Körper. Wunderbar.

Plötzlich höre ich etwas klirren und daraufhin ein paar Stimmen.
Ich bekomme Angst. Jemand ist hier in meinem Haus. Soll ich runter gehen oder lieber hier bleiben? Mein Herz rast und meine Augen sind weit aufgerissen, obwohl mir klar ist, dass ich in dieser Dunkelheit nichts erkennen kann. Ich starre auf meine Tür, als würde ich auf einen Mörder warten.

Schritte.

Mein Puls beschleunigt sich und ich höre ganz genau zu. JEMAND KOMMT DIE TREPPE RAUF! Ohne weiter nachzudenken, springe ich aus meinem Bett und renne die paar Schritte zu meiner Tür. Schnell ist der Schlüssel herumgedreht und die Tür somit abgesperrt. Wer auch immer da draußen ist, kann jetzt nicht mehr in mein Zimmer kommen. Zwar beruhigt mich das etwas, dennoch bleibe ich vorsichtig.
Einen kleinen Schritt bin ich von der Tür weggegangen, doch weiter weg traue ich mich nicht. Falls jemand die Tür mit Gewalt aufmachen will, muss ich das verhindern. Im Hinterkopf arbeitet mein Hirn an einem Fluchtplan. Spontan fällt mir der Balkon ein. Obwohl es regnet und es nass ist, wäre das meine einzige Chance. Ich laufe zum Fenster, bleibe aber stehen. Die Jalousien gehen automatisch hoch und das ist lauter, als manuell.
Sie würden mich entdecken und…
Ich schlucke und schiele wieder zur Tür. Das Licht ist an! Jemand hat im Gang das Licht angemacht und der Schatten unter meiner Tür verrät mir, dass jemand vor meiner Tür steht. Jetzt bewegt sich auch noch die Klinke auf und nieder. Jemand will hier rein, merkt aber, dass abgeschlossen ist.

Es Klopft.

„Hallo?“ Eine männliche Stimme spricht durch die verschlossene Tür zu mir, aber ich traue mich nicht darauf zu antworten. Wieder bewegt sich die Klinke. Dieses Mal etwas schneller und fester. Wieder bekomme ich Angst, kann aber nicht mehr klar denken.
Ein dumpfer Schlag folgt auf den Anderen. Jemand versucht mit Gewalt hier rein zu kommen. In der Panik entscheide ich mich dafür in den Kleiderschrank zu kriechen und mich auf meine viele Handtaschen die setzten, die auf dem Boden des Schrankes liegen.

Ein lauter Krach.

Ich reiße meine Augen auf und schiele vorsichtig durch den Spalt der beiden Schranktüren. Ein Mann ist ins Zimmer gekommen und er ist sehr groß. Jemand macht das Licht an und nun kann ich einen genaueren Blick auf den Mann in meinem Zimmer werfen. Er trägt einen dunkelgrünen Anzug. Ich würde sagen er kommt vom Militär.
„Vee~ ist hier jemand?“
Diese Stimme kenne ich doch. Nein. Das kann nicht sein.
„Anscheinend nicht.“
Diese Stimmen. Das kann einfach nicht sein. Jetzt schiebt sich eine zweite Person in mein Blickfeld. Jemand mit einem hellblauen Anzug, der auch sehr militärisch aussieht.
„Germany, was ist das?“ Die Person im blauen Anzug hat sich zum Schrank umgedreht und geht schnell darauf zu. Noch bevor ich etwas sagen kann, hat er die Türen aufgerissen und schaut erst über mich hinweg. Kein Wunder. Ich mit meinen 1,60m kann mich ziemlich klein zu einer Kugel zusammenrollen.
Doch jetzt senkt er seinen Blick und schaut mich an.
„Germany!“ Er ruft seinen Kollegen, der nun neben mich tritt und zu mir hinabschaut.

Das kann nicht sein. Das sind sie nicht!
Die Panik kommt erneut in mir hoch und ich weiß einfach nicht was ich tun soll! Ich stoße mich mit meinen Händen vom Boden ab und hechte nach vorne. Der Mann links, Germany, weicht aus und ich richte mich zu meiner vollen Größe auf. Ohne nochmal zurück zu blicken, renne ich auf die Tür zu und sprinte daraufhin die Treppen runter.
Die letzte Stufe wird übersprungen und ich tänzel eine paar Schritte weiter nach vorne, um mich hinzu fallen. So komme ich nun ins Wohnzimmer mit angrenzendem Essbereich. Scheiße groß und der Grund warum ich heute oben in meinem Zimmer fern gesehen habe. Ich komme zum stehen und schaue in wildfremde Gesichter. Obwohl, so fremd sind sie mir doch nicht.
France sitzt auf meinem cremefarbenen Ledersofa und starrt mich an.
Russia lehnt sich an den Fenstersims, der mit Orchideen vollgestellt ist, und starrt mich an.
China sitzt auf einem der Esstischstühle und starrt mich an.
Amerika hat sich auf die Lehne des Sofas gesetzt und starrt mich an.
Japan sitzt wie China auf einem Esstischstuhl und starrt mich an.
Spain steht neben Romano zwischen dem Sofa und den ersten Esstischstühlen und starrt mich an.
Prussia lehnt sich an den Fenstersims wie Russia und starrt mich an.
England sitzt neben France auf dem Sofa und starrt mich an.

Wieder kommen diese Gefühle in mir hoch. Blanke Panik! France erhebt sich und kommt langsam auf mich zu.
„Ma Chérie, ist das hier dein Haus?“, fragt mich der Franzose und kommt immer weiter auf mich zu. Doch er hat recht. Das hier ist mein Haus! Das Haus meiner Eltern! Das Haus, das mein Vater für uns gebaut hat! Ich darf es mir nicht einfach so wegnehmen lassen! Obwohl, hier sind doch echt viele Leute, die nicht zu meinen Bekannten oder Freunden zählen. France steht nur noch einen halben Meter von mir entfernt und streckt seine Hand nach meiner Hand aus. Alle scheinen dem Geschehen gespannt zu folgen.
Ich wimmere kurz, quicke auf, als sich unsere Hände berühren, macht kehrt und pralle gegen eine Brust. Meine Flucht ist hiermit gescheitert! Ich taumele etwas zurück und lege den Kopf in den Nacken, um zum 1.80 m großen Germany hinaufschauen zu können.
Hätte ich das doch nicht getan.
Er schaut so böse, dass einen das Blut in den Adern gefriert.
Ich drehe mich leicht nach links und merke, dass die anderen Leute nähergekommen sind und nun einen Kreis um mich gebildet haben. Ich kann nicht mehr fliehen.
Normalerweise würde ich mich freuen, wenn Charas aus meinem Lieblingsanime bei mir auftauchen würden, doch das hier ist einfach zu viel für mich!

Ein Gewicht liegt auf meiner rechten Schulter und ich zucke augenblicklich zusammen. Tränen bilden sich in meinen Augen und ich rolle mich zu einer Kugel zusammen. Die Hände schützend über den Kopf gelegt.
„Bitte tut mir nichts! Ich tu auch alles was ihr wollt, aber tut mir nicht weh!“, bettele ich wie ein waschechter Italiener. Wie peinlich.

_______________________________________

So, das erste Kapitel ist geschrieben.
Bitte lasst doch Reviews da
*Pasta hinstell*

LG. Kanra
Review schreiben
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast