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16 Jahr blondes Haar

GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P18 Slash
Amerika Deutschland England Italien Preussen Rom
03.09.2012
12.11.2014
56
438.502
1
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03.09.2012 2.855
 
Nur zur Info das ist ein Übergangstitel. Ich brauche unbedingt einen besseren!
ach und P18 nur, weil in geraumer Zukunft  etwas anstößigere Sachen vorkommen, aber eigentlich habe ich nicht vor richtige lemons zu schreiben.
Ich entschuldige mich natürlich für alle Rechtschreibfehler, schwerwiegende können mir ja gemeldet werden;)

Hier erste Zusammenfassung:
Meine Geschichte von einem bunten Neuanfang, von einem visionären Bruder, der Party-Geschichte schreiben will,von zwei wiedervereinten Vätern, einem jungen Komponisten, einer gefährlich verliebten Schwester, dem Punk, der viele Frösche küssen muss, von einem Mutter-Verlust, einem Narr, der mein 'Mädchen' war, dessen Bruder, der den rosa Hasen mag und von vielen mehr. Außerdem über mich, einem 'Halbstarken' auf der Suche nach dem Weg alle Geheimnisse seines Lebens zu ergründen so wie die ganz große Liebe übergehen zu können...
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Von Freunden und 'Bonzen'



Ich stelle mich kurz vor, um mich dann wieder neben Gilbert zu stellen.
Schon lange nicht mehr haben wir die Vargas gesehen, obwohl Vater immer behauptet, sie seien unsere einzigen Freunde. Von dem Älteren würde ich das nicht gerade sagen. Und der Jüngere ist auch eine einzige Zumutung.
Früher mochte ich ihn, sehr gerne sogar. Bis mir langsam klar geworden ist, dass er gar kein Mädchen ist. Klingt komisch, ist aber wahr.
Also das war ungefähr so: da ihre Mutter sehr gerne Klamotten nähte und anscheinend auch genug Zeit dazu hatte, sah ich sie oft auf diesem Stuhl sitzen und nähen sowie stricken. Ich meine mich sogar an die ratternde Nähmaschine erinnern zu können. Viel wusste ich nicht mehr von ihr, aber sie war wohl als einzige der Familie ganz in Ordnung gewesen.
Mein Bruder glaubt, das spätere Ausbleiben unseres üblichen Urlaubs bei den Vargas in ihrer ach so tollen Villa sei damit zu begründen, dass mein Vater und Frau Vargas wohl ein Verhältnis gehabt hatten.
Ich glaube das ganz und gar nicht. Vater interessiert sich sowieso nie in dieser Weise für das andere Geschlecht. Und das schon seit ich denken kann.
Zurück zu der Geschichte mit dem Kleid. Die Mutter der Vargas Brüder nämlich, die hatte sich immer ein Mädchen gewünscht. Und da irgendein drittklassiger Frauenarzt endlich ein Mädchen bei ihrer zweiten Schwangerschaft feststellte, begann sie schon viel zu früh wie am Fließband Mädchenklamotten zu produzieren. Röcke, Strampelanzüge und was nicht noch alles. Das meiste davon in Rosa oder Pink gehalten, aber auch durch andere Farbwahlen wie ein frisches hellgrün, bewies sie das künstlerische Blut der Familie.
Als sie dann aus weiterer Unzufriedenheit zu einer weitaus besseren Frauenärztin wechselten, ist endlich mal jemandem aufgefallen, dass es sich ganz sicher um einen Jungen handelte.
Die unglaubliche Begeisterung der Mutter über ihr 'Mädchen'  trieb die Frauenärztin dazu, nur ihren Gatten über den Irrtum des Geschlechts des Babys aufzuklären.
Der nahm es, wie vieles, ganz locker. Er erklärte der skeptischen Frauenärztin, er wolle seine Frau überraschen lassen.
Tja, das war sie dann. Die Überraschung.
Die Kleider seiner Mutter musste er trotzdem anziehen, mit oder ohne zweites X-Chromosom.
Und wie sich jeder vorstellen kann, war der jüngere der Vargas Brüder für mich, als normaler, kleiner Junge, immer die hübsche Urlaubsspielgefährtin gewesen. Und ein Mädchen wird er auch immer bleiben. Das konnte auch sein Stimmbruch nicht ändern.
Da stehen wir drei vor der kleinen Familie mit ihrem komischen, südländischen Flair. Sie sind gut gekleidet und passen gut zu der breiten Vortreppe hinter ihnen. Die eigentliche Pracht des riesigen Hauses ist fast vollkommen aus meinem Gedächtnis verschwunden, weshalb es mich mit seinem offensichtlichen Reichtum noch mehr abschreckt.
'Bonzen' ist laut Gilbert das einzig richtige Wort für die Vargas. Aller höchstens noch 'Schnösel'.      
Vater redet mit dem braungebrannten, unwiderstehlichen Oberhaupt der Familie, während ich und Gilbert den Blicken der Brüder ausweichen.
„Als hätten sie uns vermisst“, nuschelt mein Bruder mir zu, worauf ich nicht reagieren kann, weil das 'Mädchen' sich schließlich nach vorne stürzt und mir wie immer über das ganze, dämliche Gesicht strahlend um den Hals fällt.
Er riecht nach mildem Parfum und irgendwie rieche ich auch einen Duft darunter.
Ich beschreibe ihn meist so: Es ist mein persönlicher Sommerurlaubsgeruch. Den ich manchmal im Sommer gerochen habe. Er ist nicht zu beschreiben. Und ehrlich gesagt bin ich auch nicht besonders poetisch veranlagt. Aber so riecht Feliciano nun einmal.
Was ihn nicht besser bei mir stellt. Sofort stoße ich ihn unauffällig, um seinen Bruder nicht argwöhnisch zu machen, von mir. Sie haben sich also all die Jahre kaum verändert.
„Ludi!“, ruft der Weggestoßene aus wie früher, was in mir das Verlangen auslöst ihm meine Faust in den Unterleib zu rammen. Bisher hatte mich noch nie, wirklich niemand, keine Sau, so gedemütigt und mir einen solchen Spitznamen gegeben!
Sein Bruder betrachtet mich mit Argusaugen, sodass ich dem Idioten zunicken muss.
„Hallo Feliciano“, knurre ich.
Gilbert legt mir seinen Ellenbogen auf die Schulter und beugt sich zu Feliciano hin. „Vater hat gesagt ihr habt ‚nen neuen Pool. Meinst du den willst du mir und ‚Ludi‘ mal zeigen?“
Und dann kommt es:  Das 'Ve'.
Das 'Ve' ist ein Geräusch, welches dieser kleine Narr immer macht. Es kann so gut wie alles bedeuten und nervt furchtbar. Als er ein kleines Mädchen war, fand ich das zwar mal süß, aber es erklärt sich von selbst, warum jetzt nicht mehr.
Also macht Feliciano sein „Ve?“, wobei er genau wie früher den Kopf schief legt und man vermuten kann, dass sein minderbemitteltes Hirn die Frage nicht verstanden hat. Oder er plötzlich einen Gedanken hinterfragt. Oder er eine Gegenfrage stellt.
Seht ihr was ich meine? Absolut inakzeptabel!
Endlich gehen wir hinter unseren Vätern her durch die große Eingangshalle.
Unsere Sohlen klacken auf dem Marmor. Hier ist es zum Glück gleich viel kühler. Gilbert ist so frech und nimmt sich im Vorbeigehen den hübschen Kugelschreiber des ‚bonzigen‘ Gästebuchs. Wozu um alles in der Welt braucht eine drei Köpfige Familie ein Gästebuch in ihrem Haus? Die Vargas sind aber schon immer so sonderbar gewesen.
Feliciano hängt sich wie früher erst einmal an mich.
„Hey Ludi, es ist so viel passiert seit wir uns das letzte Mal gesehen haben, aber du bist genauso wie früher. Stimmt es dass du in meine Klasse kommst? Ich habe schon allen dort über dich erzählt und es wird bestimmt wunderbar, wenn ich dich endlich allen vorstellen darf. Ach,  und weist du was? Also-“
„Ich heiße immer noch Ludwig. Und ich denke nicht, dass das nötig sein wird“, weise ich ihn zurecht und gehe schneller. Mit seinen kurzen Beinen kann er mir kaum folgen und ich laufe dicht hinter meinem Vater.
Ich kann mir jetzt schon sicher sein, dass es morgen schrecklich wird.
Wieso kann ich nicht älter sein als er? Ich sehe ja schon wesentlich älter aus als er. Und ich drücke mich auch sehr viel gewählter aus. Wieso muss ich mit ihm in eine Klasse gehen?
Aber meistens werden wir bestimmt in verschiedene Kurse kommen, und somit mache ich mir darüber erst einmal keine Gedanken.
Aber vielleicht ist es auch gar nicht so dumm, mich von ihm vorstellen zu lassen. Ich war noch nie gut darin neue Freunde zu finden, geschweige denn jemanden anzusprechen oder sogar angesprochen zu werden.
Warum Feliciano so scharf darauf scheint, mich seinen Freunden vorzustellen, ist mir ein Rätsel. Genauso das Rätsel, warum er gerade mich mögen muss, oder sich zumindest so verhält.
Als Vater unsere Wohnung vor drei Monaten hier besichtigt hatte, wobei ihn sein alter Freund beraten hatte, welcher natürlich auch in seiner Familie erzählt hatte, dass wir her ziehen würden, hat Feliciano irgendwoher meine Handynummer bekommen, mich sofort mitten in der Nacht angerufen und unverständlich euphorisch darüber geredet, wie gut es doch sei, dass unsere Väter sich wieder gut verstehen und so weiter und so fort.
Langsam glaube ich, dass er auf irgendeine geringe Weise gestört ist. Einen so ansträngenden Charakter begegnet man hoffentlich nur einmal im Leben.
Aber vielleicht ist er sehr viel unglücklicher, als es den Anschein hat.
Er scheint sogar recht einsam zu sein, was eine Erklärung für seine Begeisterung für unseren Umzug sein kann.
Und irgendwie weiß ich ja auch nur zu gut, wie sich das anfühlt. Ich bin wohl das, was mein Bruder allzu gerne als einen MOF bezeichnet. Ich habe keine Mobbing-Probleme in der Schule oder so. Aber ich bin lieber alleine. Mein Vater hatte mal gesagt, ich sei einfach kein Jugendlicher. Ich passe einfach nicht rein. Trotzdem komme ich gut damit klar. Für Freunde bin ich sowie so immer zu schüchtern. Und mit Mädchen habe ich trotz dem Vorbild meines Bruders noch nie so zu tun gehabt.
Wahrscheinlich denken auch unsere Väter, es sei gut für uns beide 'Freunde' zu werden. Oder ich interpretiere zu viel hinein.
Aber ich will ganz im Gegensatz zu dem 'Mädchen' nicht mit ihm 'aller aller beste Freunde' werden.
Viel lieber lebe ich ungestört. Außerdem habe ich auch noch meinen Bruder. Und meinen Vater natürlich. Ich war ja nicht wirklich einsam. Ich pflege lediglich einen alternativen Lebensstil, bei dem ich lieber etwas für mich bin.
Bald erreichen wir den traumhaften Garten, der einen hübsch gepflegten und einen wilderen Teil hat.
Als seien die großen Kübel mit Palmen nicht genug gewesen, so haben die Vargas große, antike Statuen im Garten aufstellen lassen. Es ist unglaublich.
„Bonzzzzzzzzen“, zischt mir Gilbert zu. Darauf ziehe ich nur die Augenbrauen zusammen.
„Ve, Ludwig willst du mein Zimmer sehen? Ich habe, wie ich dir ja erzählt habe, jetzt ein ganz anderes.“ Er lächelt und ohne auf meine Antwort zu achten, packt er mein Handgelenk. Dabei beginnt er wieder zu quasseln, als sei sein Mund losgelöst von seinem restlichen Körper. Seine Lippen scheinen ein Eigenleben zu besitzen.
Ich sehe noch wie Gilbert uns nachgrinst.
Völlig überrumpelt laufe ich hinter Feliciano her. Er führt mich zurück ins Haus durch die Eingangshalle zurück zu einer breiten Treppe. Hier weit entfernt genug von den anderen, schüttle ich seine Hand energisch ab und verschränke die Arme vor der Brust.
„Hör mal, Feliciano. Wir müssen reden“, brülle ich fast schon und fahre dann mit gesenkter Stimme fort.
Er lächelt zu mir hoch, was ihm einen ziemlich hohlen Eindruck verleiht.
„Hör auf damit. Ich will dein Zimmer nicht sehen. Außerdem jetzt wo wir persönlich reden können: Ich will nicht mir dir befreundet sein. Du nervst mich jetzt schon seit drei Monaten permanent ab, obwohl ich davor noch nicht mal hier gewohnt habe." Ich halte inne doch da fällt mir schon das nächste ein. Bevor Feliciano sich irgendwie verteidigen kann, mache ich weiter: "Ach und Ve ist kein Wort also hör auf damit. So was sollte niemand sagen. Und nenne mich nicht Ludi. Dieser Name ist menschenunwürdig. Also lass es.“
Bei meinen nächsten Worten strecke ich die Hand aus und poche zu jeder Silbe mit meinem Zeigefinger zwischen seine Brauen, damit ich noch verhindern kann stattdessen Gebrauch von meiner Faust zu machen: „Zum letzten Mal: Ich will nicht mit dir befreundet sein.“
Ich mache kurz eine Pause und lehne mich wieder zurück, um mehr Abstand zwischen uns zu bekommen.
Sein Lächeln verschwindet langsam.
Sein Mund wird ganz klein und bildet ein fragendes O.
„Ich-„ mir fehlen die Worte, als er den Kopf einzieht und auf den Boden schaut.
„Bitte, hau mich nicht“, winselt er. Erst jetzt merke ich, wie ich automatisch die Hand gehoben habe.
Wie gesagt, mit Leuten, vor allem Sensiblen, kann ich einfach nicht umgehen.
„Ich tue alles, aber hau mich nicht. Ich nenne dich auch nicht mehr Ludi, ja?“
Ich presse die Lippen zusammen und gehe ein paar Schritte zurück.
Mit tief zusammen gezogenen Augenbrauen komme ich wieder in den Garten. Gilbert hat es sich sofort auf einer der Sonnenliegen am Pool bequem gemacht. Lovino ist verschwunden und die beiden anderen immer noch diskutierend sitzen unter einem Schirm auf der Holzterrasse.
Ich seufze und setzte mich zu ihnen.
„Hallo Ludwig! Ich muss es noch einmal sagen, du bist ja ein Mordskerl geworden. Wie groß bist du denn, wenn ich fragen darf?“, werde ich begrüßt.
„Er ist 1,80m groß. Eigentlich sehr seltsam, wenn man seine Verwandtschaft betrachtet“, antwortet mein Vater an meiner Stelle.
Herr Vargas trinkt einen Schluck Wein. „Auch was?“
Ich schüttle nur den Kopf. Wein ist sowie so nicht mein Ding.
Vater wirft mir einen undurchschaubaren Blick zu. Wieder fällt mir auf, dass wir uns viel zu ähnlich sehen.
Ich lehne mich zurück und versuche mich etwas zu entspannen. Wenn ich wieder an das kleine, enttäuschte Gesicht denke, werde ich rot vor Scham, darüber ihn so angeschrien zu haben. Er ist wohl einfach wie er ist.
Wieder muss ich seufzen. Die beiden reden über alte Zeiten und Gilbert telefoniert inzwischen.
Neu entschlossen stehe ich schließlich auf und laufe zurück zu der Treppe, bei der ich Feliciano stehen gelassen habe. Still betrachte ich die großen Bilder an den Wänden. Hauptsächlich Landschaftsgemälde. Ich schreite zum Gästebuch und blicke auf zwei leere große Seiten. Kurz sehe ich mich um, damit ich umblättern kann, als ich Feliciano bemerke, der auf der untersten Stufe sitzend meine Taten mit großen Augen stillschweigend verfolgt, würde ich am liebsten wieder in den Garten gehen.
Ich bemerke wie meine Wangen wieder rot werden und runzle die Stirn.
Ich schlucke den Klos im Hals herunter und stelle mich vor den Kleineren. Er sieht mich fragend an. Er zieht wieder den Kopf ein, als habe er Angst.
Ich muss mich räuspern, denn als mein Mund sich öffnet kommt erst kein Ton heraus.
„Ich würde doch gerne dein Zimmer sehen. Es tut mir leid“, sage ich und versuche zu lächeln, doch so wie ich mich kenne, dürfte es eine seltsame Grimasse ergeben haben, weshalb ich es schnell wieder dabei belasse. Doch das scheint dem anderen zu genügen. Feliciano springt begeistert auf. Er läuft voraus, versichert sich nicht einmal, ob ich ihm folge. Seufzend folge ich ihm.
Sein Zimmer ist wirklich sehr groß. Ebenso sein Badezimmer gleich nebendran. Alles ist sehr geschmackvoll eingerichtet. Zuletzt zeigt er mir den Balkon. Von hier aus kann man leicht durch einen großen Laubbaum, den wilderen Teil des Gartens betrachten. Auch Gilbert am Pool sehen wir noch. Dort überredet er mich noch zu bleiben. Wir setzten uns an einen Tisch.
„Ve…“, er legt den Kopf schief und sieht mich freundlich an.
„Du hast ein schönes Zimmer“, brumme ich.
„Du bist so groß geworden“, bemerkt er. Ich erwidere sein unschuldiges Gesicht ernst.
Und dann platzt es aus ihm heraus: „Mein Papi hat erzählt, ihr seid wegen dir umgezogen, weil du irgendwas Böses gemacht hast und ihr dort nicht mehr erwünscht wart. Stimmt das?“
Erschrocken starre ich zu ihm. Sein ‚Papi‘? Welcher sechzehnjährige nennt seinen Vater bitte schön ‚Papi‘?
Ich selbst habe schon immer ‚Vater‘ gesagt. Nur auf diese Besonderheit des Jungen konzentriert, muss ich nicht genauer über den Rest seiner Worte nachdenken.
Er springt auf und ruft mit großen Augen: „Ist das so Ludi? Was hast du denn gemacht?“
Das ist zu viel für mich. Rot anlaufend stehe ich vor Wut über meinen Vater zitternd auf.
„Es reicht!“, brülle ich und er zuckt zusammen. Er stolpert zurück, als ich den Kiefer pressend mich selbst zügelnd vor ihm stehe. Meine Handflächen werden heiß und klebrig.
Jetzt begreife ich, warum er so nett zu mir ist. Er hat Angst vor mir. Er glaubt wohl dadurch würde ich ihm nichts tun.
Was für ein Narr!
Täte er es einfach wie sein Bruder und beließe es bei ein paar Blicken, wäre ich nicht so gereizt. So zieht er nur mehr meine negative Aufmerksamkeit auf sich.
Bevor mehr Unachtsamkeit aus seinem Plappermaul kommt, flüchte ich aus seinem Zimmer.
Den Rest unseres Besuchs verbringe ich bei meinem Bruder, der mir über irgendwelche Typen, die er hier schon kennen gelernt hatte, Geschichten erzählt.
Feliciano lässt sich nur einmal noch blicken, als wir uns wieder verabschieden. Er lächelt erst schüchtern. Als er bemerkt, dass bei mir wohl irgendwie die Luft raus ist, muss er mich unbedingt noch einmal umarmen.
„Tut mir leid“, flüstert er und lächelt breit, sodass es bei normalen Menschen fast schon ironisch wirken würde. Bei ihm ist das aber gar nicht so gemeint.
Eins steht fest, mit seiner paraverbalen Kommunikation komme ich nicht zurecht.
Unsere Väter scheinen sich als einzige sehr amüsiert zu haben. Sie lachen und liegen sich mit roten Wangen in den Armen. Ständig klopfen sie sich auf den Rücken. Ich bin froh für meinen Vater. Es tut ihm gut wieder seinen besten Freund sehen zu können.
Gilbert muss uns nachhause fahren, da Vater wohl doch mehr getrunken hat, als gut für ihn ist.
Was für ein ansträngendes Wiedersehen. Ich habe geglaubt, jetzt keine Angst mehr vor dem ersten Schultag morgen zu haben, wenn ich schon mal jemanden kenne, aber Morgen kann ich eindeutig in die Tonne kloppen...
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OK, das war der Prolog meiner neuen Geschichte, die wie ich verraten kann noch sehr viel länger wird, ja ich habe schon vor geschrieben, ich hoffe sehr mit dieser Geschichte viele unterhalten zu können und den ein oder anderen auch mal zum Lachen zu bringen, da sie sehr viel humorvoller werden wird, als meine anderen. Und keine sorge für die GerIta Fans, da ich auch einer bin werdet ihr entlohnt werden.
Also bis zum nächsten Kapitel!
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