♥♥♥Die größte Pairing-Oneshot-Sammlung aller Zeiten♥♥♥ Eine MMFF mal ganz anders...

GeschichteAbenteuer, Romanze / P18
Ash Ketchum Drew Gary Eich Lucia Maike N
01.09.2012
27.08.2014
19
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Hallo Leute, heute ein etwas besonderer Oneshot wieder: Es handelt sich um eine spezielle Freundschaft zwischen Mensch und Pokémon. Da dieser Oneshot wieder auf die Wirklichkeit beziehbar ist, mache ich wieder die Ausnahme und sage mein herzliches Beileid.

Friendship: Broken OCXSandan

Rating: P6/12









My Dear Friend“





Wieso? Wieso musste es so kommen? Wieso musste das alles passieren? Vor allem: Wieso musste es mir passieren?

Es war schon wieder ein schlimmer Tag in der Schule gewesen. Als Außenseiter hat man es nicht „nicht leicht“ im Leben…man hat es schwer. Kaum geht man in das gewohnte Gebäude beachtet dich niemand. Hunderte Trainer, Schüler, junge Menschen blicken dich an, aber schauen durch dich hindurch. Es ist unerträglich. Wie ein Seil, welches mir die Kehle zuschnürt, erdrückt mich diese Last. Und das Schlimme ist…es passiert jeden Tag wieder.

Zu sterben dürfte nicht schwierig sein. Aber es jeden Tag wieder zu tun…das ist schwer.

Diese unendliche Last…diese untragbare, grauenerregende Last alleine zu sein und von allen Menschen schikaniert zu werden oder gar nicht beachtet zu werden ist so unerträglich, dass ich es kaum auszuhalten vermag.

Mein Leben besteht aus Scherben. Aus unendlichen Splittern, die nicht mehr aufhören wollen immer weiter zu zersplittern. Sie splittern und splittern sich in Millionen Teile und jedes dieser Teile bohrt sich in mein schwaches Herz. Mein Herz, welches immer schwächer und schwächer wird. Das sich zusammen zieht, wenn es die Leute sieht. Und das aus Kummer vielleicht eines Tages aufhören wird zu schlagen.

Die Scherben hören nicht mehr auf. Ich verletze mich immer weiter an ihnen. Sie sind so kantig und so scharf…wie das Leben. Und sie sind nicht wie ein Puzzle, welches ich immer wieder zusammen bauen kann. Denn es sind zu viele Teile und sie liegen auf mir und ich ertrinke in ihnen und ich weiß nicht wie ich sie wieder zusammen fügen kann.

Da ist ein tiefes, schwarzes Loch in meiner Seele. Und wenn sich dieses Loch künftig weiterreißen wird, so wird es diese Seele auch bald nicht mehr geben. Zumindest keine glückliche mehr. Ich ertrinke. Ich gehe unter. Unter in der tiefen Schwärze. Ich sterbe. Hilfe.

Wieso rettet mich niemand? Wieso hilft mir niemand? Kann es sein? Muss ich mein Leben lang unglücklich sein? Werde ich mein Leben lang alleine sein?

Tief atme ich ein und mein Herz schlägt schneller. Die Schulglocke klingelt. Sie ruft mich aus meiner Einsamkeit und meiner Melancholie heraus und wieder kommen die paar Sekunden, in denen ich in der vollkommenen Realität bin. Schnell packe ich meine Sachen und laufe nach Hause.

Ich sehe Kinder glücklich nach Hause rennen. Kind um Kind, Schüler um Schüler,

Freund um Freund.

Ach ein Freund…ein wahrer Freund. Ich weiß man könnte denken, dass ich diesen missen würde. Aber ausnahmsweise…tue ich das nicht.

Wahre Freundschaft hält für immer…

Ich komme nach Hause und öffne die Türe. Meine Mutter ist noch arbeiten. Mein Vater ebenfalls. Aber das ist egal. Denn ich weiß, dass zu Hause immer jemand dennoch auf mich warten wird.

Mein geliebter Freund…

„Sandy!“ rufe ich glücklich und umarme mein süßes Sandan. Es kommt auf mich zugelaufen und ich streichele ihm über die harten Schuppen. Es ist mein einziger und wirklich bester Freund. Das weibliche Sandan ist immer für mich da und ist mir wertvoller als irgendein anderer Mensch. Es ist immer da.

Und würde auch für immer da bleiben…

Ich liebe es. Ein Pokémon hat ein reines Herz. Eine reine Seele. Es würde mir niemals wehtun. Auf Sandy kann ich mich verlassen. Ich liebe sie.

Denn wir sind Freunde für´s Leben…

Du bist meine Stütze. Mein Zuhause bist du. Schon immer. Und du würdest es für immer bleiben.

Für immer…

Bis der Tag kam…

„Schwester Joy, was meinen Sie damit?“ frage ich sie verzweifelt. Das kann nicht wahr sein! Worauf spielt sie an?

„Es tut mir leid, Lloyd…aber Sandy wird es nicht besser gehen…ich denke es wird Zeit dich zu verabschieden…“ versucht sie mir sanft zu erklären. In meinen Augen bilden sich Tränen. Unaufhaltsame Tränen, die mir die Wangen runterlaufen. Es ist mir egal, ob ich ein Junge bin.

Für einen Freund lohnt es sich zu weinen…

Sie gibt es mir zurück, legt es mir sachte in den Arm. Ich nehme es und beachte die Schwere nicht, die auf meinen Armen ruht.

„Nimm es mit und beschere ihr die letzten schönen Tage. Hey…schhh…keine Angst, Kopf hoch. Es wird alles gut! Du brauchst nicht zu weinen. Das ist ganz natürlich, weißt du? In jedem Leben kommt die Zeit, in der wir Abschied nehmen müssen. Das ist ganz natürlich…“

Natürlich…

Es ist nicht natürlich. Sandy ist an einer schlimmen Krankheit erkrankt und hat nicht mehr lange zu leben.

Ich will und kann nicht in die Schule gehen. Ich warte darauf, dass sie stirbt. Tag um Nacht sitze ich an meinem Bett, in das ich sie gelegt habe und sehe mit nassen Augen in ihre geschlossenen Augen. Wie sie dort ruhig schläft. Fast schon scheint es, als sei alles in Ordnung. Als sei die Welt in Ordnung…

Nichts ist in Ordnung…

Wenn ich Sandy so sehe, denke ich daran mich glücklich schätzen zu können. Ich hatte davor anscheinend doch eine tolle Zeit gehabt. Denn ich hatte die beste Freundin auf der Welt. Das ich mir jemals vorgestellt hatte unglücklich zu sein…so ein Unfug! Jetzt bereue ich alles. Mein ganzes Leben. Ich bereue es, mich nicht glücklicher geschätzt zu haben.

Ich hatte alles was ich brauchte…

Die beste Freundin auf der Welt. Die allerbeste Freundin auf der Welt.

Und es kam dazu…







Still schweigend stehe ich an ihrem Grab. Die letzte Träne läuft mir meine Nase hinab und tropft auf das wunderschöne Beet, welches ich für sie errichtet habe. Ein letztes Mal sehe ich auf ihren gezeichneten Tod, der vor meinen Augen liegt. Danach schließe ich die Augen. Es ist vorbei. Alles vorbei. Ich habe meine beste Freundin verloren. Ich habe meine Liebe verloren.

Ich habe einen Teil meiner Seele verloren…

Ich habe alles richtig gemacht. Da gibt es keine Schuld. Niemanden den ich hassen könnte…niemanden den ich anschreien könnte…niemanden den ich mehr lieben könnte…

Meine liebe Freundin,

ja, ich habe dich geliebt. Ich habe dich so sehr geliebt. Denn Liebe ist nicht nur die Liebe zwischen Mensch und Mensch, Mann und Frau…es gibt auch eine Liebe zwischen Mensch und Pokémon.

Freundschaft und Liebe zu trennen ist unmöglich. Denn genau das habe ich gefühlt, als ich in deine schwarzen Augen gesehen habe.

Liebe und Freundschaft…

Ich hoffe, dass ich auch ohne dich weitermachen kann.

Meine liebe Freundin,

du bist durch nichts auf der Welt zu ersetzen. Ein wahrer Freund ist immer für einen da. Ich werde dich niemals vergessen. Ich hoffe nur dass ich ohne dich weiterleben kann. Aber das hättest du gewollt. Du hättest gewollt, dass ich glücklich bin, nicht wahr? So sehr wie ich es dir nun auf deinem neuen Weg wünsche.

Meine liebe Freundin,

ich hoffe wir sehen uns eines Tages wieder…

Meine liebe Freundin,

ich liebe dich…

In ewiger Liebe.
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