Die Last eines Geheimnisses Teil II

von Ship84
GeschichteAbenteuer / P12
Don Alejandro Felipe Mendoza Victoria Zorro
01.09.2012
08.09.2012
12
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Titel: Die Last eines Geheimnisses Teil II
Genre: Drama, Angst, Schmerz, Romance, Friendship
Pairing: Diego/Victoria
Rating: PG
Charaktere: Alejandro, Mendoza, Felipe
Kapitel: 12
Anmerkung: Bisher habe ich mich an Stargate FF’s gehalten, aber Zorro ist eine meiner Lieblingsserien und der Wunsch nach einem Happy End lies mich diese FF schreiben. Meine bisherigen FF waren im in der Gegenwartsform, hoffe aber, dass ich auch in der Vergangenheitsform gut geschrieben habe.


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Seit Diego aufgewacht war, waren nur ein paar Minuten vergangen, doch er wusste nicht, ob er nun wirklich wach war oder nur wieder in den nächsten Traum geglitten war. Bereits drei Mal hatte er geglaubt, wach gewesen zu sein, was sich dann als Irrtum erwies. Die letzten Male war er sofort aufgestanden und zum Frühstück gegangen, aber seine Laune wurde stetig, mit jedem Erwachen, schlechter. Vor allem verstand er nicht, dass er sich nie an etwas anderes erinnerte, als seine Träume. Nun ja, seine Erinnerungen schienen nur bis zu jenem Tag zu reichen, an dem sein Bruder getötet und beigesetzt wurde. Alle Details seiner Träume kannte er und sie schienen sich tiefer in sein Gedächtnis einzubrennen. Er wünschte sich, dass er wach war und es auch bleiben würde. Dieser Wunsch schien, so glaubte er, auf einer Seite nur ein Wunsch zu sein und auf der anderen Seite war es eine Qual, nicht zu wissen, ob er nur wieder in einen neuen Traum geglitten oder tatsächlich wach war. Es waren jetzt zehn Minuten vergangen, seit der Caballero erwacht war, doch er hatte kaum Lust aufzustehen. Er konnte aber nicht ewig lieben bleiben, so stand er nun doch auf und legte seine Kleidung an, die am Ende des Bettes lag. Nach ein paar Minuten hatte er sich angezogen und ging zum frühstücken, ins Esszimmer, doch was ihn erwartete, überraschte ihn völlig. Der Tisch war von den Bediensteten nicht gedeckt worden und es gab auch kein Zeichen, wo sein Vater sein könnte. Bisher war es immer Alejandro, der morgens als Erster am Esstisch saß, bevor sich Diego zu ihm gesellte. Inzwischen, so bemerkte er langsam, dass es hier trostloser, als sonst schien, aber er wusste nicht warum. Der Caballero ging ein paar Schritte in den Flur, stand nun rechts neben dem Klavier und sah sich nach seinem Vater um. Erst im Schreibzimmer, dann in der Bibliothek, aber der alte de la Vega war nicht zu sehen. „Vater!“, rief er nun.
„Vater, seid Ihr hier“, fragte er, doch es kam keine Antwort und so zuckte der junge de la Vega mit den Schultern. „Vielleicht sehe ich erst einmal nach Tornado“, entschied er, ging in die Bibliothek, betätigte den Schalter für die Geheimtür, die sich daraufhin öffnete und Diego ging hindurch.


Sofort war es dunkel um ihn herum, was auch er bemerkte. In dem kleinen Gang befanden sich seit je her zwei Kerzenleuchter, dessen Kerzen er immer brennen ließ, aber in diesem Augenblick waren diese aus. Sich wundernd tastete sich Diego vorsichtig an der Wand, rechts von sich, Richtung Durchgang und hatte diesen nach wenigen Schritten auch erreicht. Mit zügigen Schritten ging er dann die Stufen herunter, blieb aber sofort, mit großen Augen, am unteren Treppenabsatz stehen. Sein Blick war überrascht und erschrocken zu gleich, schaute dann langsam verwirrt um sich. Die Höhle sah aus, als wäre sie Jahre nicht benutzt worden und zudem waren alle Sachen verschwunden. Spinweben überall und alle Apparate verschwunden. „Nein, dass kann nicht sein“, schüttelte er ungläubig den Kopf, ging ein paar Schritte und bemerkte nun, dass auch Tornado verschwunden war. „Tornado“, runzelte er die Stirn. „Was ist hier nur passiert“, hob er verständnislos die Arme und ging weitere Schritte in der Höhle umher. Alles, was ihm im Kampf gegen den Alcalde nützlich war, war einfach verschwunden. Das letzte Mal war es der Engel Fernando, der ihm eine Lektion erteilen wollte, doch das hier hatte gar nichts damit zu tun. Soeben entdeckte er auf einem der Tische etwas, was er zuvor nicht gesehen hatte. Der Gegenstand war vollkommen von Staub bedeckt und so war es erst jetzt sichtbar. Diego ging Schritt für Schritt darauf zu, erreichte den Tisch und begutachtete den Gegenstand. „Das ist ein Buch“, stellte er fest, beugte sich kurz runter und pustete ein Mal kräftig, damit sich der meiste Staub löste. Den Rest wischte er dann mit den Fingern weg, bis der Einband zum Vorschein kam. Oben auf dem Einband waren noch vier schwache Wörter zu erkennen. „Das Ende von Zorro“, las der Caballero leise für sich vor und wunderte sich, was das zu bedeuten hatte. Das Buch war nun vom meisten Staub befreit, so hob er das Buch hoch, klappte es auf und es kam eine kleine Nachricht zum Vorschein. „Wer immer das hier liest, erfährt, wie Diego de la Vega, Zorros Maske für immer ablegt hatte“, liest er dann vor, wusste aber nicht, was er davon halten sollte und sah kurz auf. Wenn er sich doch nur erinnern könnte, dann wüsste er, was hier vor sich ging. War es wieder ein Traum oder war er in der Realität? Erneut, mit dem Buch in der Hand, schaute er sich in der Höhle um.
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