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Wo ist Mama?

GeschichteFamilie, Schmerz/Trost / P12 / Gen
Peter Bishop
29.08.2012
20.04.2013
6
4.227
 
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29.08.2012 816
 
Ich wartete nun mit meiner Mum auf Simon. ich konnte es immer noch nicht glauben das es alles hier wirklich real ist. Doch wenn ich Mamas Hand und ihren Duft spüre, weiß ich das es wahr ist.
Endlich hörte ich das altbekannte Rattern von Simons Wagen in der Ferne und auch meine Mummy bemerkte das Auto.
"Und Simon ist wirklich jemand den man vertrauen kann?"
"Ja Mum! Glaub mir, er ist eigentlich ein ganz netter Kerl.", ich drückte Mummys Hand.

"Willkommen beim Simon Express, bitte alle einsteigen!", Simon kurbelte das Fenster herunter.
"Hallo Simon.", ich und Mum stiegen hinten ein, die Tür quitschte sogar noch lauter alös die Beifahrertür, was eigentlich unmöglich ist.
"Hallo Ms. Dunham.", Simon nickte anerkennend zu meiner Mutter und fuhr los.
"Hey Simon, ich höre du arbeitest bei der Fringe Division? Wie sieht es denn so aus? Schlimme Zeiten oder?"
"Oh ja, wir haben viel zu arbeiten, am meisten machen uns die Schwarzmärkte und Rebellen sorgen, wir sollen sie unterdrücken und einsperren, aber wenn ich ehrlich bin...ich respektiere die Leute die sich gegen die Beobachter wehren. Ich habe nicht wirklich den Mut dazu. Ich will noch ein wenig länger leben, verstehen Sie? Aber auf der anderen Seite habe ich viele Kontakte zum Widerstand und helfe wo ich kann."
"Natürlich Simon."
Ich verstand nur Bahnhof. Fringe Divison und Widerstand? Ich habe die Fringe Divison als eine Abteilung kennen gelernt die alles und jeden einsperrt...und dabei stehen die hinter uns? Ich schluckte schwer.
"Wir müssen leider einen  kleinen Umweg machen, auf der alten Strecke gibts heute eine Patrouille und es wäre nicht so schön darein zu geraten.", Simon bog auf einen Feldweg ab.
Wir saßen nun still im Auto, hörten wie die der Wagen unter dem unebenen Boden ächzte und quitschte.
"Hast du eigentlich keine Angst dein Wagen kaputt zu fahren?", fragte ich.
"Ach nein, die Rostkiste hält was aus, glaub mir.", Simon schaute in den zersprungenen Rückspiegel und grinste mich belustigt an.
Na dem wird das lachen vergehen wenn wir hier mitten im Nichts stecken bleiben...

Nach einer Weile...
"HALT!", schrie ich, Simon bremste sofort.
"Was ist denn los? Wir haben es doch bald wieder auf die alte Route geschafft."
"Ja...nein, hier ist der Weg der zu meinem Haus führt!", rief ich vor Freude und stieg sofort aus. Meine Mutter folgte mir verdutzt.
"Hier ist doch aber nichts, Schatz."
"Oh doch, ich weiß es! Danke Simon fürs fahren."
"Immer wieder gern, ich kann euch also allein lassen?"
"Ja, fahr du nach Haus oder wo auch immer...pass auf dich auf.", ich winkte Simon noch hinterher und wartete bis das Rattern seines Autos verstummte.
Leise hörte ich wieder die altgewohnten Geräusche...der Wind der in den Blättern rauscht und Vögel die trotz allem immer noch ihre Lieder singen.
"Wollen wir los oder für immer hier stehen bleiben?", meine Mum stupste mich an, sie war total aufgeregt. Das sah man ihr einfach an.
"Klar.", ich nahm ihre leicht zitternde Hand und führte sich durch ein paar Bäume bis wir auf meinen kleinen Trampelpfad landeten und diesem folgten.

Endlich waren wir angekommen, aus dem Schornstein stieg Rauch, Dad war bestimmt am kochen.
"Mum bleib hier stehen, ich hol Daddy mal raus.", ich lächelte, meine Mum lächelte zurück und knetete ihre Hände.

"Dad?!", rief ich als ich die Haustür reinkam.
"ETTA!", mein Daddy kam aus der Küche gestürmt, rote Ränder unter seinen Augen und stürmte auf mich zu, "du bist wieder da. Mach das bitte nie wieder...ich will dich nicht verlieren."
Ich versuchte derzeit irgendwie Luft zu bekommen, Dads Umarmung war wirklich heftig.
"Es tut mir auch wirklich leid aber du musst jetzt mit mir raus kommen."
"Wieso das denn? Hast du denn kein Hunger?"
"Doch habe ich, aber zuerst will ich dir was zeigen.", ich zog an Papas Arm und schleifte ihn hinter mir her, raus aus dem Haus.
Und dann stand mein Vater stocksteif da. Starrte auf meine Mum.
"Hey.", flüsterte meine Mummy tonlos, ich hätte vor Freude los schreien können...endlich nach jahrelanger Suche sind wir alle wieder zusammen.
"H..hey.", Peter nahm Olivia in seine Arme und grub eine Hand in ihre Haare. Meine Mum fing an zu weinen, ich wollte die beiden ein wenig allein lassen und mich lieber um das Essen, was wahrscheinlich mein Vater auf dem Herd stehen gelassen hat, kümmern.
"Hey Fräulein!", mein Daddy winkte mich zurück, "komm her, bevor du mir schon wieder weg läufst."
Ich drehte mich um und wurde von meinen Eltern umarmt. Es war einfach perfekt.

- ENDE -
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