Verlust, Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit - Der Weg zurück

GeschichteHumor, Romanze / P12
Anna Polauke
26.08.2012
31.08.2012
6
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26.08.2012 629
 
Ich habe diese Geschichte vor gut zwei Jahren begonnen. Ich wusste anfangs nicht, dass es mal einen Tom geben wird, deshalb tritt er auch erst später in die Geschichte ein.
Ich hoffe ihr habt trotzdem euren Spaß beim lesen und hinterlasst mir einen Kommentar.

Liebe Grüße, eure Lichtgestalt2012

P.S. Bleibt dran, es wird besser. (Schreibweise)

Anna sitzt wie in Trance auf dem Sofa in Nataschas Wohnung, sie kann die Ereignisse der letzten Wochen noch immer nicht fassen, es erschient ihr alles wie ein schrecklicher Alptraum. „Anna“, hörte sie Nataschas Stimme in weiter Ferne, jetzt wurde sie auch schon von deren Hand aus ihrer geistigen Umnachtung gerissen. Während sie sich an Natascha lehnte, entfuhr ihr ein vom Zorn durchzogenes und von der Lautstärke untermauertes verzweifeltes „Warum“, währenddessen fuhr sie sich mit der rechten Hand über ihren Bauch. Nun brach wieder alles über sie herein. Es kullerte ihr eine Träne über die Wange die sich eine gerade Straße bis zum Kinn hinunter bahnte, von dort aus fiel sie auf ihr schwarzes T-Shirt, wo jener Fleck sehr einsam aussah, doch schnell bekam sie Gesellschaft von 100 ihrer Artgenossen, schneller als Anna lieb war. Nun schluchzte Anna wieder hemmungslos, wie sooft seit der Tragödie.“ Natascha, ich schaffe, dass alles nicht, ich komm doch nicht mal mit mir selber klar, wie soll ich dann“ Mitten im Satz brach sie ab und verfiel wieder in das Tränengewitter das schon gerade eben über ihr gehangen hat.

„Anna du schaffst das, hörst du! Ich weiß wie weh das tut, man glaubt sein Herz zerberstet und so naiv und unsinnig es in dieser Situation auch klingen mag, die Schmerzen lassen nach, sie werden von Tag zu Tag kleiner, verschwinden werden sie jedoch nie. Aber ich verspreche es dir, du lernst mit ihnen zu leben.“ Anna schluchzte immer noch herzzerreißend, den Kopf an Nataschas Schulter gelehnt. So schmerzlich der Gedanke auch war, sie wusste das ihre Schwiegermutter recht hatte und sie wusste auch das sie ihr leben schnellstmöglich auf die Reihe kriegen musste. Schon alleine ihrem Baby zu Liebe. „Anna, ich weiß du hast gerade das liebste verloren, das du hattest, aber du musst nach vorne sehen, dein Kind braucht dich“
„Natascha, ich weiß, aber ich habe das Gefühl ich schaffe es nicht, nicht ohne ihn. Solange er bei mir war, hatte ich das Gefühl ich könnte alles schaffen, aber jetzt? Wie soll ich für ein Kind sorgen, wenn ich es nicht mal schaffe aus dem Haus zu gehen?“,sagte Anna mit tränenerstickter Stimme.

„Natascha, ich frag mich momentan wirklich, wie du es geschafft hast mit Roberts, Gerrits, Richards und nun auch noch Jonas Tod fertig zu werden, wie hast du es geschafft, jeden Morgen aufzustehen und dem geregelten Alltag nachzugehen, wo dich ja noch dazu alles an die Verschiedenen erinnert?“ Anna war es unmöglich zu begreifen wie Natascha das alles verwinden konnte, sie hatte ja schließlich ihren Sohn verloren, ihren letzten wohlgemerkt. „Weißt du, nur weil ich dir eine starke Schulter zum ausweinen biete, bedeutet das noch lange nicht das meine Trauer und mein Schmerz kleiner sind als jene die du empfindest aber ich weiß einfach das das leben außerhalb dieser Mauern hart ist und die Zeit nicht still steht weil es das Schicksal nicht gut mit mir meint. Ich habe eine Agentur zu leiten, ich trage die Verantwortung für all meine Mitarbeiter und deren Familien, ich kann es mir nicht leisten mich vollends meiner Trauer zu widmen und wenn ich ehrlich bin ist das auch gut so. Es lenkt mich ab, den Alltag leben zu können, so herzlos das jetzt auch klingen mag, aber es ist wie wie, ja wie soll ich sagen wie eine Therapie für mich, einmal die Ereignisse der letzten Zeit ein wenig wegzurücken. Das solltest du auch tun, mein Kind“