Mein ganz Persöhnliches Durcheinander

GeschichteFantasy, Horror / P12
26.08.2012
17.09.2012
4
8.410
 
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26.08.2012 2.314
 
Die Folgende Geschichte ist das Ergebnis aus; Langeweile, einem Latein Lexikon, einem Buch über Nordische Mythologie und drei weiteren, ganz speziellen Büchern...
Bücher über einen Massenmörder.
Bücher über Verrat und Freundschaft.
Bücher über eine kleine Stadt namens Santa Mondega, in Amerika.
Ja genau, ich meine die Reihe „Das Buch ohne Namen, Staben oder Gnaden“
Ich habe mich gefragt was meine Figur wohl in dieser Welt machen würde. Also habe ich sie ganz unvorbereitet in die grausame Welt hinaus geschickt, mit nichts weiter als ihrer Standard Ausrüstung und einem Auftrag, der nicht nur ihr ganz schön auf die Nerven geht.
Ich hoffe euch gefällt das ergebnis! Auch wenn es nur eine verrückte spinnerei und ein seltsamer Zeitvertrieb ist^^
Viel spass beim Lesen!
Ach ja, hätte ich beinahe vergessen! Nehmt bloß nix ernst! ich hab das aus spass geschrieben!




Keita stand fluchend neben ihrem klapprigen Motorrad und wartete.
Sie fluchte nicht weil sie ein Ungeduldiger Mensch war. Sie fluchte weil sie genau wusste das Raven (ihre Chefin,Vermieterin und beste Freundin in einem) einen Auftrag für sie hatte, der ihr nicht passen würde.
Entnervt legte sie ihren Kopf in den Nacken und starrte an dem schmucklosen Gebäude empor. Es war aus schwarzem Stein gefertigt und reichte weit in den Sternlosen Nachthimmel hoch.
Keita war nicht gerne in der nähe von dem Seltsamen Bauwerk. Nur Bürokraten konnten sich so etwas hässliches einfallen lassen und dann auch noch darin Arbeiten. Und Keita war nicht im mindesten Bürokratisch veranlagt. Sie war eine Kopfgeldjägerin. Und das der Möchtegern Turm auf einer Insel stand, verbesserte die Situation auch nicht gerade.
Zugegeben, Raven´s Gehalt war nicht schlecht und ermöglichte nicht nur ihr selber, sondern auch Keita ein angenehmes Leben. Angefangen von einem kleinen Häuschen,  bis hin zu den sonder Privilegien und Vorrechten, die man erhielt wenn man seinen Bürokratenausweis vorzeigte. Oder, wie in Keita´s Fall, den “geliehenen“ von der besten Freundin.
„Keita! Sorry, aber ich musste noch eine den Diebstahl von einem Topf Gold bearbeiten! Dieser Blöde Kobold war schon letzte Woche bei mir! Der sollte mal das Timing von seinen Regenbögen überarbeiten!“, rief Raven, die gerade die knapp hundert Stufen von dem Haupteingang zu Keita hinab hüpfte.
„Ja, ja. Und gestern war es ein Zombie, der seine Hand verloren hatte! Deine Ausreden werden immer schlechter! Gib doch einfach zu, das du deinem neuen Chef nachstellst!“, erwiderte Keita grinsend.
„Nicht ganz! Ich muss ihm gar nicht nachstellen! Er kommt morgen Abend zum Essen vorbei!“, Raven sprang die letzten sechst Stufen auf einen Satz hinunter und landete neben Keita.
Diese Stöhnte genervt auf, „Bitte sag mir, das ich dann nicht da bin!“
Mit einem breiten grinsen zog die ältere einen schmutzig Gelben Umschlag aus ihrer Hosentasche.
„Freue dich! Du darfst ne Kreuzfahrt machen!“, mit diesen Worten übergab sie den Umschlag.
Keita verdrehte die Augen und riss den Umschlag auf. Es befand sich nur zwei Zettel darin. Sie murmelte etwas von wegen Papierverschwendung und Bürokraten mit ihrem Hang zum übertrieben Ordnungssinn, zerknüllte den nun nutzlosen Umschlag und warf ihn achtlos über die Schulter.
Auf dem Zettel standen standen drei Sätze, die Keita beinahe dazu brachten gegen ihr Motorrad zu treten.
>>USA, Kalifornien, Santa Mondega. Zustellung eines Strafzettels über 700 Dollar (wegen Entführung und geplanten (nicht genehmigtem) Verkauf einer Nixe) zu zustellen an El Santino, Carlito und Miguel Xavier.
Der Auftrag beginnt mit dem öffnen des Umschlages, Reiße Route liegt bei.<<
„Ne, oder? Nur schon die Reiße ist drei mal mehr wert als das, was ihr dabei einnehmt!“, Keita sah zweifelnd zu Raven hoch, die plötzlich leicht Nervös wirkte.
„Na ja... das ist so ein Ding mit der Reiße... Wir haben zwar einen Platz auf einem Schiff, das dich von La Havre, in Frankreich, bis nach Norfolk in Virginia bringt. Da sammelt dich jemand aus unserer Ostküstenabteilung auf.“, erklärte Raven verlegen.
„Das heißt, sobald ich in Amerika bin, kann alles Schief gehen?“, fragte Keita nach.
„Na ja...“, murmelte Raven, aber Keita unterbrach sie schnell.
„Stimmt. Sobald ich in Amerika bin, kann noch mehr schief gehen?“, verbesserte sie sich.
„Ähm... ja!“, Raven nickte zustimmend und klopfte Keita dann auf die Schulter, „Aber du bist nun mal die beste. Selber Schuld wenn du die Aufträge immer so gut erledigst!“
„Scheiße! Wie lang hab ich Zeit und was springt dabei für mich heraus?“, fragte Keita mürrisch.
Sie hatte ja geahnt das der Auftrag alles andere als ein Zuckerschlecken wurde, aber das sie auf die andere Seite der Erde musste war schon ein starkes Stück.
„Die Schifffahrt dauert ungefähr 12 Tage, dann nochmal etwa 3 Tage um von Virginia nach Kalifornien zu kommen... dann wäre da noch... und nicht zu vergessen... natürlich auch noch...“, nuschelte Raven in Gedanken versunken vor sich her und zog ein Notizblock und einen Kugelschreiber mit Roter Tinte aus der Tasche ihrer Lederjacke.
Keita verschloss gerade ihre eigene Lederjacke, die eine Sonderanfertigung war. Sie war genau so tief Schwarz wie das Gebäude der Bürokraten und hatte auf dem Rücken in rot ein Tribal, das den Kopf eines Fennek´s zeigte. (Ein Fennek ist ein Wüstenfuchs.)
Dazu trug sie Lederhosen im gleichen Farbton, die extrem Eng saßen und an den Seiten der Beine eine Schnürung besaßen, dazu passende Kniehohe Springerstiefel.
Wenn Keita öffentlich unterwegs war, trug sie auch noch einen schwarzen Helm, mit getöntem Visier und wieder dem Fennektribal, natürlich besaß sie auch die Obligatorischen schwarzen Lederhandschuhe, die auf dem  Handrücken, und jedem einzelnen Fingerknochen, eine Eisenplatte zierte.
Natürlich hatte sie nicht aus Lust und Laune ein Fuchs mit zu großen Ohren hinten auf ihrer Jacke.
Bei ihrem Motorrad, direkt hinter der Maske und der Windschutzscheibe (also halb über und halb hinter der Lenkung) war ein kleines Weidekörbchen, natürlich mit aufklappbarem Deckel,  angebracht. Und in diesem Körbchen lag einer dieser Fennek´s.
Keita gehörte, genau wie Raven und alle anderen auf der Insel, einer winzigen Subspezies an. *
Meistens war es eher nervig einer Rasse an zu gehören, die bemüht war, alles zu Dokumentieren und Organisieren (wobei sie sich selbst am meisten behinderten), aber es ergaben sich auch ein paar Vorteile aus der Sache.
Mal ganz im ernst, hätten sie keinen Trumpf im Ärmel gehabt, wären sie schon längst von wütenden, mit Steinen Werfenden und Holzknüppel schwingenden, Urmenschen aus dem Weg geräumt worden.
„Hallo Nisib!“, begrüßte Keita den Fennek.
Er war gerade mal zwei Monate alt und hätte eigentlich bei seiner Mutter in einem warmen Bau in der Wüste liegen sollen, aber ein Bauunternehmen hatte die Höhle Platt gemacht, weil es an der Stelle ein Hotel bauen sollte. Durch Zufall hatte Keita an genau dem Tag in der nähe zu tun gehabt und den neugeborenen Fennek gefunden. Ihrer Meinung nach, hatte er es in einem gut Gepolsterten Körbchen auf ihrem Motorrad um Längen besser, als unter ein paar Tonnen Beton begraben. Das hieß, wenn das Hotel überhaupt noch gebaut werden konnte.
Keita hatte einen Packt mit einem Phönix und einigen Mumien geschlossen, die mit der Hilfe einiger einheimischen Streifenhyänen den Bauarbeitern das Leben zur Hölle machten.
Als Dankeschön (so zu sagen) sorgte die Kopfgeldjägerin dafür, das niemand auf die Idee kam, die seltsamen Vorkommnisse auf der Baustelle mit Übernatürlichen Geschöpfen in Verbindung zu bringen.
„Morgen... Na, wohin müssen wir dieses mal?“, fragte der Fennek und streckte den schneeweißen.  Kopf über den Rand des Körbchens.
„Auf die andere Seite der Erde!“, erwiderte Keita entnervt.
Nisib machte noch größere Augen, als er eh schon hatte und streckte seine Schnauze noch weiter aus dem schützenden Körbchen.
Vorsichtig griff Keita nach dem kleinen Geschöpf und lies es in ihren schwarz weiß gestreiften Schall krabbeln, den sie eigentlich nur wegen dem Fuchs trug. Er kam nun mal aus der Wüste und mochte es so warm wie nur irgendwie möglich.
„Hey Raven, in Kalifornien soll es doch so...“, sie drehte sich zu ihrer Chefin um, die immer noch leise vor sich hin murmelte und ihren Notizblock vollkritzelte, Keita seufzte und endete dann, „...warm sein...“
„Hastduwasgesagt?“, murmelte Raven so schnell und unverständlich, das Keita einen Moment brauchte um die Frage richtig zu entwirren.
„Ja. Ich hab dich gefragt ob...“, wiederholte Keita.
„... und das Wetter nicht zu vergessen! Mit Rückenwind könnte das Schiff drei stunden früher...“
„...ob du weist...“, Keita hob ein wenig die Stimme.
„...plus die angeblich so schlechten Instandhaltung der Straßen...“, murmelte Raven unbeeindruckt.
„...wie warm es in Kalifornien ist!“, schrie Keita.
„...natürlich könnte es auch sein das du dem Bourbon Kid begegnest...“, Raven hielt kurz inne, dann kritzelte sie noch schneller auf ihren Block ein.
„Nisib würde das sicher gefallen... Moment!“, jetzt packte Keita die ältere an den Schultern und schüttelte sie, damit diese ihr endlich ein paar Sekunden Aufmerksamkeit schenkte.
„Wow... ganz ruhig kleine! Was gibt’s?“, Raven starrte Keita zweifelnd an.
„Was hast du gerade eben gesagt?“, Keita erwiderte den Blick bohrend.
„Das du nicht gleich durchdrehen sollst... aber warum bist du plötzlich so... aufgeregt?“, erwiderte Raven.
„Nein! Davor! Von wegen Bourbon Kid!“, knurrte Keita.
„Wow... Du und Nisib knurrt echt genau gleich!“, murmelte Raven, dann zwinkerte sie und löste sich aus dem griff der jüngeren, „Er lebt. Es könnte gut sein das du ihm über den Weg läufst.“
„Hieß es nicht immer, er sei tot?“, fragte Keita und schwang sich auf ihr Motorrad.
„Ja. Aber das war zum Schutz der Allgemeinheit. Laut unseren Papieren ist er Tot. Und tote interessieren mich nicht. Wenn der noch irgendwo herum wandelt ist er dein Problem!“, Raven schwang sich hinter ihr auf die Maschine und legte ihre Arme fest um Keita´s Taille.
„Nett... Aber, sag mal, warum reist du nicht mit dem Strom?“, murmelte Keita und drehte den Schlüssel im Zündschloss, worauf hin das Motorrad mit einem brüllen zum Leben erwachte.
Die Maschine schoss mit solcher Kraft nach vorne, das es den beiden Frauen in den Ohren knallte.
Ja, es gab wirklich ein paar gute Vorteile wegen der Rassensache.
Zum Beispiel gab es da einen jungen Mechaniker auf Krähennest (der Insel) der konnte den Maschinen so etwas wie eigenes Leben einhauchen.
Das hatte er auch mit Keita´s Motorrad gemacht, dabei hatten beide aber vergessen wie alt die Maschine schon war. Jetzt war der Motor zwar unglaublich stark, stand aber auch schon an der Schwelle des Todes.
„Ich mag dein Motorrad lieber! Und Nisib kann ja nicht alleine auf dich aufpassen!“, erwiderte Raven, als sich das klingeln in ihren Ohren wieder gelegt hatte.
Keita lachte laut auf und beschleunigte noch weiter. Oder besser, die Maschine beschleunigte von selbst und raste immer schneller auf die Klippen zu.
„Übertreibt ihr nicht langsam ein wenig?“, schrie Raven durch das Heulen des Zugwindes.
„Wir? Das macht er selber!“, schrie Keita zurück.
„Nein! Du weißt dass das nicht stimmt!“, Raven klammerte sich noch fester an die Jüngere.
Ein erneutes Brüllen erklang und das Motorrad schien einen wilden Satz nach vorne zu machen.
Raven schrie ängstlich, aber Keita lachte laut und irre auf.
Die Maschine war so schnell das sie, las sie über die Klippe hinaus schoss, eher flog als fiel.
Keine der beiden Frauen konnte sagen, wie weit sie so flogen, aber Raven´s angst war wie weg geblasen und so sie schrien beide gemeinsam und aus Freude laut auf.
Etwa hundert Meter neben der Stelle wo das Motorrad über die Klippen geschossen war, saß ein älterer Mann auf einem Felsbrocken und schüttelte langsam den Kopf.
Es war jede Woche das gleiche mit den beiden. Jeden Freitag kam die Junge Kopfgeldjägerin und holte Raven von der Arbeit ab, um mit ihr das Wochenende in der Geheimen Stadt zu verbringen.
Der alte lachte leise bei dem Gedanken, dass er das früher auch gemacht hatte. Dann stand er langsam von seinem Platz auf und schlenderte gelassen zurück zu dem einzigen Gebäude auf der Insel.
Es war groß genug dass jeder einzelne der Subspezies, bequem darin platz gehabt hätte, aber leider lebten nur noch wenige von ihnen auf der Insel.
Keita und Raven hingegen waren froh, endlich von der Insel runter zu kommen. Das sie eine Fünf Stundenfahrt, auf einem alten Motorrad vor sich hatten störte keine der beiden.
Keita, weil ihr einfach keine andere Wahl blieb und sie das Motorrad liebte und für Raven bedeutete es Freiheit. Und noch wichtiger. Wochenende.
Viele der Bürokraten verließen an den freien Tagen die Insel, sie konnten ja den Strom nutzen um innerhalb weniger Minuten zu ihrer Stadt zu gelangen, die etwas über 580 Kilometer weit weg, in einem anderen Land lag. Mit dem Strom konnte man in wenigen Augenblicken zu den fünf wichtigsten Orten auf dem Kontinent Reißen, vorausgesetzt man besaß einen Bürokratenausweis. Und selbst die, die einen besaßen nutzen den Strom nur für den weg nach Hause und wieder zur Arbeit.
Die meisten dachten einfach zu geradlinig und sahen die unzähligen Möglichkeiten nicht. Und die anderen taten es aus Gewohnheit nicht. Es war ein Teufelskreis und es ging Keita, nett gesagt, am Arsch vorbei. Sie hatte ihre Maschine und wenn sie auch nur der Gedanke an ein fremdes Land überkam, schwang sie sich in den Sattel, schnappte Nisib und fuhr los. So einfach war das.



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* Alles an ihnen war darauf ausgelegt Menschlich zu wirken und selbst wenn sich jemand dieser Subspezies dazu entschloss, noch weiter aus dem Rahmen zu fallen und zu einem Vampir oder Werwolf zu werden, konnten selbst ihre neuen Artgenossen sie nicht von Menschen unterscheiden. Ihr Zweck bestand im Wesentlichen darin, die Ordnung zwischen allem Lebenden, manchmal auch ganz und gar toten, dieser Welt aufrecht zu erhalten.
Und ganz nebenbei hatten sie so die Bürokratie entwickelt.
Aber es gab auch ein paar wie Keita. Solche die nicht still sitzen konnten. Diese wurden bevorzugt auf all die Missionen Geschickt, die sie keinem außenstehenden anvertraut konnten.
Oder kurz Gesagt, die erledigten die Drecksarbeit, so wie das zustellen von Bußgeldern. Aber sie übernahmen auch die wirklich schmutzigen Jobs. Diese Art von Job, wo einem am Schluss Unmengen von Blut an den Fingern Klebte.


So, ich hoffe das hat euch gefallen^^ und das man es wenigstens halbwes versteht^^ wenn etwas unkalr ist, könnt ihr mir ja einen Revi hinterlassen. ^.-
Lg Nehira-danna
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