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Das schlafende Märchen.

Kurzbeschreibung
KurzgeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Ahito Mei Micro-Ice
25.08.2012
25.08.2012
1
2.233
 
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25.08.2012 2.233
 
Vorwort:

Meine erste Reader-Geschichte, ich hoffe sie ist nicht so schlimm. :)
Ahito ist mein Lieblingsspieler und ich musste ihn einfach nehmen.
Ein kleiner Tipp noch so nebenbei, bemüht euch die Serie in Deutsch anzusehen, die Stimmen auf Englisch sind nicht unbedingt der Hammer.
Und jetzt kann ich eigentlich nur noch sagen, Go Snow Go!
Viel Spaß, natürlich auch noch!















■ □ ■

Das schlafende Märchen.

■ □ ■




Vorsichtig lugst du um die Ecke. Immer darauf bedacht, dass er dich nicht sieht. Warum bist du nur so unglaublich schüchtern, warum kannst du nicht so sein wie seine Teamkolleginnen? So mutig, so schön, so toll.

»Buuh!«, ruft plötzlich jemand hinter dir, du kannst gar nicht anders und schreist erschrocken. »Hahaha!« Ärgerlich drehst du dich um und willst ihn, wenn du schon vor lauter Schüchternheit den Mund nicht aufkriegen wirst, wenigstens einen giftigen Blick zu werfen, als du erkanntest, wer es war.

Micro-Ice, einer der Spieler aus dem wohl bekanntesten Team der Galaxie, der Snow Kids, steht vor dir und haltet sich lachend den Bauch. Sofort laufst du rot an und willst davon laufen. Das passierte doch wohl immer nur dir, warum konnten dich alle Menschen nicht einfach in Ruhe lassen? Im Grunde genommen ist Micro-Ice jemand den du magst, er scheint dir vor allem beim Fußball spielen immer sehr sympathisch, doch er ist berühmt und du kannst diese Tatsache nicht verdrängen. Er und auch der Rest der Snow Kids sind etwas Besonderes und da können sie sich doch nicht einfach mit dir abgeben, dass ist doch bestimmt auch unter ihrer Würde.

Du bist wirklich knapp davor davon zu laufen, als sich eine Hand um deine schloss und dich zurück haltet. In einem Märchen wäre das wohl jetzt er, aber es war das reale Leben, also würde es nicht so sein. Erschrocken keuchst du auf, als du seine Stimme vernimmst. »Lass sie in Ruhe, Micro-Ice.« Ganz vorsichtig, wie im Film, drehst du dich, wie schon so oft an diesem Tag um, und siehst in das Gesicht seines Bruders. Erleichtert atmest du aus, du hast dich getäuscht. Es ist die falsche Stimme. Wie kannst du dich nur so vertun? Wärest du jetzt alleine, hättest du wohl den Kopf geschüttelt und ihn, in Gedanken, an die nächste Wand geschlagen.

»Na du, bereit für den Ball?«

Ah ja, denn hast du ja vollkommenen vergessen. Mei, die einen Job hatte, wo du an diesem Tag putzen musstest, hatte dich eingeladen, obwohl sie dich gerade Mal wenige Minuten nur kannte. Sie hätte dich für einen Stalker halten können, oder für was auch immer, aber sie hatte nur gelacht und dich in den Arm genommen, als du ihr das gesagt hattest. Irgendwie hattest du dich gefreut, aber irgendwie war es dir auch so was von unangenehm. Du hast ja noch nicht mal ein Kleid.

»Hör nicht auf Mei, es ist nur eine kleine Feier zu unserem Sieg. Es ist kein Ball. Wirklich nicht.«, lacht Micro-Ice und schlägt mit Ahito, der gerade einen seiner wachen Momente hatte, ein. M...Moment ... Ahito? Peinlich berührt siehst du zu Boden, was, wie du wohl ahnst, Mei zum Lächeln brachte. Schon bei ihrem ersten Gespräch, hatte sie dich gefragt, ob du in ihn verliebt warst. Hattest dich wohl verraten, als du rot geworden bist. War ja auch nicht so, dass du es auf eine Krankheit schieben konntest, hatte sie dich doch Momente zuvor, aus heiterem Himmel gefragt, wann du das letzte Mal krank warst. Natürlich hattest du die Wahrheit gesagt.

»Ähem... ich muss gehen, mein Chef hat nach mir gerufen. Ich muss gehen.«, du nimmst deine Füße in die Hand und laufst so schnell du konntest in die Richtung deines Zuhauses. Also in die komplett falsche Richtung, was dir im Moment aber vollkommen egal ist. Hauptsache weg von der unglaublichen Aura die sie umgibt und von der Möglichkeit sich noch mehr zu blamieren.

Während du laufst, beginnen Tränen über deine Wangen zu laufen. Warum kannst du nicht so sein, wie du immer bist? So unglaublich schüchtern bist du ja nicht, na gut schon sehr schüchtern, aber irgendwie musst du es ja ablegen können.

»Nun live, Aufnahmen von der Frage des Tages. Ahito, der Torwart der Snow Kids, hat wohl sein erstes Date.«, geschockt horchst du auf und gehst in die Nähe eines der Bildschirme. Du hattest dich doch verhört, oder?

»Unser lieber Ahito wurde von einer hübschen oranghaarigen Frau gefragt, ob er mit ihr zu der Feier ihres Sieges gehen würde. Und raten sie mal, was er gesagt hat?«

Die Aufnahmen zeigen wie Ahito tatsächlich von einer hübschen Frau gefragt wurde. Du bist enttäuscht. Traurig. Müde. Fühlst dich leer. Aber du spürst keinen Ärger, warum auch. Sie ist hübscher als du, besser. Einfach toller. Da verstehst du auch, dass Ahito ja gesagt hatte.

Traurig fällst du in einen Trott und gingst langsam nach Hause. Warum muss es nur solche Momente in deinem Leben geben? Nicht nur, dass deine Eltern dich ja so übermäßig liebten, nun schien auch jede Chance bei Ahito vertan zu sein. Zuhause angekommen, gehst du in dein Zimmer. Beinahe hättest du vergessen es abzuschließen, gerade noch rechtzeitig hast du es getan, sonst würden deine Geschwister, wie immer, ungefragt in dein Zimmer stürmen und von dir verlangen, dass du ihnen bei allen Sachen hilfst.

Du hast Glück, dass du erst wieder in drei Tagen arbeiten musstest, so hast du genug Zeit um dich zu fassen und es irgendwie nervlich wieder zu schaffen, vor die Tür zu gehen.

Ahito war der Einzige denn du schon von Anfang an kennst. Naja kennen war vielleicht zu viel gesagt. Er hatte dich einmal begrüßt und dich sogar verteidigt, als deine große Schwester gemeint hatte, dass du für nichts genug bist, und einen Blumentopf umgeschmissen hatte, damit du noch mehr Arbeit hattest. Seitdem warst du in ihn verliebt, er hatte dich einfach so verteidigt, obwohl er dich nicht kannte. Zu diesem Zeitpunkt waren die Snow Kids ziemlich am Anfang gewesen. Er hatte dich mit so einem schönen Lächeln angesehen, einem Lächeln welches gleich war. Das dich als gleichwertige Person ansah. Seitdem .. tja wirst du wirklich jedes Mal rot, hin und wieder sogar wenn nur sein Name fiel.

»Wirst du wohl die Tür aufmachen!«

Mei? Sie hat dich aus deinen Gedanken gerissen, schnell, da du weißt, wie schnell sie austicken konnte, stehst du auf und öffnest die Tür.

»Woher...?«

»Woher ich weiß, wo du wohnst und warum du dich seit drei Stunden in deinem Zimmer verkriechst, seit die Nachricht durchs Fernsehen gegangen ist, dass Ahito ein Date hat?«

Du nickst und wischt dir zur Sicherheit, dass keine Tränen mehr fließen, über die Wangen.

»Ich bin ein Mädchen. Ich weiß so was. In Sachen Gefühle verstehen wir halt mehr, als Jungs.« Irgendwie musst du durch ihren typischen Satz lächeln.

»Würdest du mir glauben, dass das Mädchen, also die Frau, wie sie gesagt haben, eigentlich Ahito's und Thran's Cousine ist?«, fragt sie dich. Begeisterung schlich sich in dein Gesicht und du glaubst ihr einfach, dass wäre schön. Wirklich schön. Und warum sollte Mei dich anlügen?

»Tja und das was wir jetzt machen müssen, ist dich hübsch zu machen und dir ganz viel Mut einpflanzen, damit du Ahito endlich die Wahrheit über deine Gefühle sagen kannst.«, sagt Mei, geht zu deinem Kleiderschrank, öffnet ihn und irgendwie kannst du schon das "Heilige Scheiße, wo sind deine Klamotten?" riechen.

Die Braunhaarige räuspert sich und dreht sich mit einem mehr als schlechten Lächeln zu dir zurück: »Schöne Klamotten.«

»Wow.«, sagst du, »So eine schlechte Lügnerin habe ich ja schon lange nicht mehr gesehen. Sei froh, dass das nicht dein Job ist.« Bevor sie irgendetwas sagen konnte, fragtest du sie etwas, was dir schon lange auf der Zunge lag: »Warum?«

»Warum was?«, hackte die Verteidigerin der Snow Kids nach.

»Warum bist du hier? Warum tust du das alles für mich? Warum hast du mich auf eine Feier eingeladen, zu der normalerweise nur VIPs kommen? Warum hast du das nach wenigen Minuten getan, du kennst mich doch noch nicht mal!«, je mehr du sagst, desto lauter wurdest du. Du verstehst es nicht. Deine Eltern hatten Recht, du warst wohl wirklich nichts besonderes, wenn du nicht mal so etwas verstehst.

Mei geht einige Schritte auf dich zu, bevor sie dich einfach in die Arme nimmt und sagt: »Ganz ehrlich? Ich hab keine Ahnung. Ich hab dich gesehen und mochte dich einfach, so sehr täusche ich mich in den Menschen nicht und mittlerweile kenne ich dich ja seit fast zwei Wochen und ich mag dich.«

Du fühlst dich seit Jahren endlich wieder gut und warum sollst du es nicht probieren? Natürlich bestand die Gefahr, dass das alles hier nur ein Traum war und du eigentlich noch immer im Bett lagst, aber dann würde es wenigstens ein wunderschöner Traum werden.

Du nickst noch einmal und bedankst dich mit einem Lächeln bei Mei für alles.

* * *


Einen Tag später, keine drei Stunden bevor die Feier begann, wirst du unglaublich nervös. Das kann doch alles nicht stimmen, das war bis jetzt ein schöner Traum, aber der würde sich bestimmt in einen Alptraum verwandeln, dass geht gar nicht anders. So schön konnten nicht mal Träume sein. In Wirklichkeit hatte Mei dich wahrscheinlich übersehen und du hattest dir nur zu viele Fantasy Filme angesehen.

Genau im richtigen Augenblick, bevor du vollkommen verrückt geworden wärest, tritt Mei in den Raum und lächelt. »Gut, dass du gleich zu mir gekommen bist, so wie du aussieht, würdest du am liebsten aus dem Fenster springen um dich zu überzeugen, dass das hier alles nur ein Traum ist.«

»Das ist nervig, wenn du mich wie ein Buch lesen kannst.«

Sie lacht auf: »Wow. Du wirst sogar schon richtig mutig. Mittlerweile merkt man dir die Schüchternheit fast gar nicht mehr an, naja solange du bei mir bist. Selbst wenn nur Tia dabei ist, bist du unglaublich schüchtern. Da möchte man dich am liebsten knuddeln.«

Noch einmal lacht sie, als sie bemerkt, dass du mittlerweile ganz schön rot im Gesicht bist. »Zieh das schöne blaue Kleid an, welches wir dir gestern noch gekauft haben, das hebt vor allem deine schönen Augen so hervor.«

»Sag mal Mei.«

»Ja?«

»Hast du gerade mit mir geflirtet?«

Sie stockt, dreht sich vom Schuhschrank und starrt dich an. »Ich glaube ...«

»Mädels! Gebt Gas, es sind schon fast alle vorgegangen.«, ruft Micro-Ice, der wohl vor der Tür steht, gleich darauf hört man Fußgetrampel. Es scheint so, als wäre auch er bereits vor gegangen.

»Tja, es kommen eben alle besonderen Menschen zu spät.«, grinst Mei und gibt dir die Schuhe, die sie passend zu dem Kleid, extra für dich, gekauft hatte. Was war das Gestern für eine Terrortour gewesen, immer wenn dir ein Schuh gefallen hatte, hatte sie gemeint, das würde nicht zum Kleid passen und es waren zwei Stunden vergangen bis ihr passende blaue Ballerina gefunden hattet.

»Schaff ich das?«, fragst du sie noch einmal zur Sicherheit.

Mei nickt. Vor allem wenn Thran seine Arbeit gut macht.

* * *



Eine Menschenmenge hat sich um den Raum, in der die Feier statt finden sollte, gebildet. Es waren einige berühmte Menschen. Fast alle stammen von Akilian. Fast alle sind große Galactik Football Fans und vor allem fast alle waren unglaublich wunderschön, stark, anmutig .. einfach perfekt für diese Welt. Sobald du diesen Gedanken fasstest, wurdest du schon wieder unsicher. Du passt doch hier gar nicht rein. Traurig lässt du den Kopf hängen und suchtest nach einem Moment wo Mei dich nicht beobachtet, damit du verschwinden kannst.

Dieser war, zum Glück, so findest du, auch sehr bald, dass Team musste ein Foto schießen und eine Rede halten. Sobald Mei ihren Satz beendet hat, würdest du verschwinden und ab jetzt jeden Kontakt vermeiden. Du bist doch nur eine einfache Putze, die die Schule abbrechen musste, um arbeiten gehen zu können, damit es der Familie etwas besser geht. Du bist unter aller Würde, du kannst nicht mit so berühmten und trotzdem netten Menschen zusammen sein. Das wird nur negative Schlagzeilen für sie geben. Das willst du nicht riskieren. Dafür waren sie dir doch irgendwie zu sehr ans Herz gewachsen.

Schnell gehst du aus dem Raum, läufst die Treppen beinahe schon herab. Wie konntest du dir nur einbilden, dass das alles ein Traum war, dass du das hier alles wirklich tun kannst? Du bist nicht gut genug für sie, geschweige denn für Ahito. Für ihn schon gar nicht.

Sobald du draußen angekommen bist, setzt du dich auf die nächste Bank und lässt deinen Tränen freien Lauf. Das ist doch alles viel zu schön um wahr zu sein. So wie sie es am Anfang gedacht hatte. Das ist kein Märchen. Märchen existieren nicht. So schön es auch sein würde.

* * *


»Hast du sie gefunden?«, besorgt fragt Mei ihre Teamkollegen. Tia schüttelt den Kopf, als Thran herein läuft und sagt, er hätte sie gefunden.

»Momentmal! Was heißt hier gefunden? Und wo ist A...«, fragend sah sie ihren Verteidigerkollegen an und beginnt über das komplette Gesicht zu strahlen, als Thran nickt. Sie folgt ihm, während die anderen Snow Kids sich wieder um ihre Gäste kümmern.

Glücklich bemerkt sie, dass der Weg in Richtung Ahitos Zimmer führt und nicht irgendwo hin, wo es gefährlich sein könnte.

»Sie passen wohl doch besser zusammen, als ich dachte.«, mit diesen Worten verlassen Thran und Mei wieder das Zimmer, welches sie gerade erst betreten hatten. Denn schlafende Verliebte, die sich vor allem so süß umarmen und das im Schlaf, sollte man nicht wecken.
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