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L.S.C. - Logan Shepard Chronicles: Geschichten aus dem Mass Effect Paralleluniversum. "Auf der Erde gestrandet"

GeschichteSci-Fi / P18 / Gen
Commander Shepard Doctor Chakwas Garrus "Archangel" Vakarian Jack "Subject Zero" Liara T'Soni Tali'Zorah vas Normandy
23.08.2012
03.07.2016
90
226.139
7
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Dieses Kapitel
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14.06.2016 2.619
 
Die Lichter, die in seiner Armkanone integriert waren, leuchteten intensiver auf. Sein glühendes Maul stieß einen fürchterlichen Laut aus und die Taktikanzeige auf ihrer Brille begann hektisch rot zu blinken. Angel erwachte aus ihrer Starre. Ihre Augen weiteten sich und dann sprang sie beherzt zur Seite. Genau in den Kanal hinein. Das Monster schoss hinunter und wäre Angel nur wenige Sekunden länger unter dem großen Loch in der Decke stehen geblieben, dann wäre von ihr nicht mehr viel übrig geblieben. Der Natursteinboden wurde weggesprengt. Zahlreiche kleinere und größere Brocken flogen als zusätzliche Geschosse durch die Gegend und zerschlugen weitere Ziegel an den Wänden und Boden. Sie schlug hart im Kanal auf. Übelriechendes Brackwasser und Fäkalien spritzen nach allen Seiten davon. Die stinkende Brühe gelangte in ihre Rüstung, an ihre Brille und auf ihr Gesicht. Angel deckte mit ihren Armen den Kopf ab, während die Welt um sie herum zusammenbrach. Von oben konnte Angel den Kannibalen dumpf heulen hören. Ihre Ohren klingelten und ihr Kopf dröhnte. Sie hustete und spürte in ihren Mund einen ekelhaften Geschmack. Angel würgte. Ihr Magen rebellierte und sie übergab sich in die braune Brühe. Tapfer wischte sie sich den Mund ab und hob den Kopf ein wenig. Zu den allgegenwärtigen Nebel hatte sich jetzt eine feine Staubschicht gesellt, die ihr das Sehen erschwerte. Der Wartungsweg, auf dem sie noch wenige Sekunden zuvor gestanden hatte, war nicht mehr vorhanden. An dieser Stelle hatte der Kanal einen weiteren Seitenarm erhalten, der irgendwo im Erdreich oder an der brüchigen Kanalwand endete. Der Kannibale schien wohl der Meinung zu sein, dass er sie erwischt haben musste, denn sie konnte hören, wie sich seine schwerfälligen Schritte von dem Loch entfernten. Angel atmete erleichtert aus und musste erneut husten. Sie  rappelte sich ächzend hoch. In ihrem Kopf drehte sich alles und ihr Magen wollte ihr noch immer nicht gehorchen. Bloß weg von hier waren ihre ersten Gedanken und sie setzte einen unsicheren Schritt nach vorne. Wo ist meine Waffe? Angel sah sich fieberhaft nach der Mattock um. In einem Schutthaufen aus Natursteinziegeln lugte der Lauf ihrer Waffe heraus. Sie zog daran und einige heil gebliebene Steine purzelte mit einem Poltern in den Kanal und platschten in das Abwasser. Angel blieb wie elektrisiert stehen und lauschte. Nichts zu hören. Sie musterte ihr Gewehr kurz von allen Seiten. Es hatte eine Menge Kratzer und Beulen abbekommen, aber sie hoffte, dass es noch funktionieren würde. „So viel Pech kann man doch nicht haben“, murmelte sie. Wie um sie vom Gegenteil zu überzeugen, hörte Angel in diesem Moment das schauerliche Heulen und Grunzen von etlichen  Husks. Sie packte die Mattock fest in ihre beiden Hände lief vorsichtig auf einen Nebenkanal vor ihr zu.

Das sie dabei plätschernde Geräusche machte, konnte sie leider nicht verhindern. Das Heulen der Husks wurde lauter. Hinzu kam ein Schnüffeln. Hatten sie sie entdeckt. Angel drückte sich in den Schatten des Nebenkanals und wagte nicht zu atmen. Das Schnüffeln wurde lauter. Kam eindeutig in ihre Richtung. Ich hoffe, ihr findet diesen Gestank genau so abscheulich, wie ich, dachte Angel grimmig. Sie lugte vorsichtig aus dem Nebenkanal. Plötzlich fielen kleine Steinbrocken auf den Boden. Genau an der Stelle, wo das große Loch in der Decke war. Angel hielt den Atem an. Geht weiter. Hier stinkt es viel zu sehr. Außerdem gibt es hier nichts zu sehen. Noch mehr Steinchen fielen zu Boden und etliche klatschten in das trübe Wasser. Mehrere große Schatten landeten auf dem zerstörten Kanalboden. „Scheiße“, fluchte Angel leise. Zwei Husks fielen um und wurden von den nachspringenden Kreaturen zerquetscht. Es zischte und qualmte. Doch kein Husk kümmerte sich um die zertrümmerten Körper. Sie schnüffelten erneut und ein Husk kam in ihre Richtung. Angel aktivierte die Mattock und legte leise auf den Gegner an. Der Husk blieb plötzlich stehen und schnüffelte erneut. Dann grunzte er und sprang auf Angel zu. Diese zielte auf seinen Kopf und drückte ab. Der Kopf dieser abscheulichen Kreatur zerplatze, wie eine reife Frucht. „Mistvieh!“, schimpfte sie und zielte auf den nächsten Husk. Sie drehten sich jetzt alle nach ihr um und sprangen oder rannten geifernd auf sie zu. Angel blickte ihnen irritiert entgegen. Waren das jetzt noch Husks oder Zombies aus diesen Horrorfilmen. Der erste Zombie/Husk war heran und sie hatte keine Zeit mehr,  über das eigenartige Verhalten dieser Dinger nachzudenken. Der zweite Husk war Geschichte und es strömten weitere Gegner auf Angel zu. Plötzlich hörte sie nur noch ein metallisches Klicken. „Nicht jetzt“, dachte sie entsetzt und schaute kurz auf die Waffe. „Keine Zeit für Reparaturen.“ Angel schmiss das Gewehr auf einen weiteren Gegner und flüchtete den niedrigeren Kanal entlang.

Die Husk-Horden liefen ihr heulend hinterher. Zum Glück haben diese Dinger in den engen Kanälen genau so viele Probleme, wie ich, dachte Angel grollend. Sie wagte es nicht stehenzubleiben, um sich umzudrehen. Doch an den schauerlichen Geräuschen, den diese Bestien verursachten, konnte sie hören, dass sie ihr dicht auf den Fersen waren. Angel erreichte eine weitere Kreuzung. Sie streckte sich kurz, zog die Pistole und zielte damit auf die Gegner, die nur wenige Sekunden später aus dem Kanal kriechen und sie attackieren würden. Die Ersten vielen platschend zu Boden und blockierten mit ihren zuckenden und rauchenden Körpern den niedrigen Abwasserkanal. Angel nickte zufrieden. Allerdings gab sie sich keinen Illusionen hin, dass diese Blockade die anderen Husks nicht lange aufhalten würde. Schon wurden die ersten Körper brutal zur Seite gestoßen oder einfach niedergetrampelt. Und Angel wurde immer mehr an einen dieser schlechten Zombiefilme erinnert, die sie vor langer Zeit gesehen hatte. Sie schüttelte den Kopf. „Das kann nicht real sein“, murmelte sie und ihr lief ein eiskalter Schauer über den Rücken. Schon zwängte sich der erste Husk/Zombie an der Blockade vorbei und geiferte sie triumphierend an. Angel verpasste ihm einen Schuss in den Kopf. Der kopflose Torso krabbelte noch einen Meter weiter, bis er im Abwasser zusammenbrach. Seine stinkenden und zischenden Innereien vermengten sich mit den verrotteten Fäkalien einer Großstadt. Sie würgte, klemmte sich die Eagle wieder an die Rückenhalterung und nahm einen weiteren Kanal, der nach Norden führte. Zumindest behauptete das die Displayanzeige auf ihrer Taktikbrille. Dieser Teil des Abwasserkanals war zum Glück mittlerweile trocken und roch deshalb nicht mehr ganz so schlimm. Dafür kroch der Nebel wieder verstärkt über den schlammigen und stellenweise noch ziemlich glitschigen Boden. Angels gepanzerten Schuhe verschwanden in dem grauen Dunst und machten es ihr unmöglich den Boden auf dem sie lief besser sehen zu können. Schon hörte sie hinter sich wieder die geifernden Laute der Husks. Schneller ermahnte sie sich in Gedanken. Am Ende des Kanals konnte Angel ein helles Licht erkennen. Sollte ich schon nach Draußen kommen, fragte sie sich und beschleunigte ihre Schritte. Ihr schneller Atem vermischte sich mit dem schauerlichen Grunzen der Husks. Der Nebel am Boden wurde durchgewirbelt und Angel konnte gerade noch erkennen, dass sie mit ihrem rechten Fuß auf eine grüne Oberfläche getreten war. Sie rutschte auf dem moosartigen Geflecht aus und rutschte auf dem Bauch der Helligkeit entgegen. Die Gegner hinter ihr heulten triumphierend auf.

Angel schüttelte benommen den Kopf. Und dabei bin ich nicht mal sturzbesoffen, dachte Angel belustigt und kicherte. Wenn das die anderen nur sehen konnten! Anscheinend war nicht jeder Shepard zum Helden geboren worden. Halt!  Sie war ja keine geborene Shepard! Kein Wunder, dass ich ständig auf die Schnauze falle. Angel kicherte erneut. Das Heulen kam immer näher. Sie stemmte sich hoch und und griff nach hinten. Sie stöhnte, dann begann sie erneut zu kichern. „Das war ja klar“, gluckste Angel. Ihre Pistole hatte sich ebenfalls aus der Halterung verabschiedet. Sie drehte sich ächzend um und winkte den Husks grimmig entgegen. „Kommt nur her...ihr Techno-Zombies! Wenn das ein Albtraum sein sollte, dann wache ich hoffentlich gleich auf! Wenn nicht....“ Ein Schatten fiel über sie und der erste Husk hechelte aus dem Kanal. „Warum hasst du mir nicht Bescheid gesagt, dass hier eine Party stattfindet?“, sagte der Schatten und Angel erkannte die Stimme sofort. „Tali!“ Sie drehte ihren Kopf nach oben und sah die Quarianerin, wie sie gerade auf den Husk anlegte. Der laute Schuss ihrer Schrotflinte ließ Angels Ohren klingeln und sie hielt sie sich mit beiden Händen zu. „Verdammte Geth! Ich wusste doch, dass man ihnen noch immer nicht trauen kann!“ Tali verschoss ihr ganzes Magazin und eine gefühlte Ewigkeit später, lagen sämtliche Gegner erschossen rings um die beiden Frauen herum. „Ist es vorbei?“, fragte Angel, die während der Schießerei ihre Augen geschlossen hatte. „Sieht ganz so aus“, antwortete die Quarianerin zufrieden. Sie ging um Angel herum, bückte sich und hob die Eagle auf, die sich von der Rückenhalterung ihrer Freundin gelöst hatte. „Wo ist dein Helm?, fragte sie und reichte Angel die Pistole. Diese nahm sie dankend entgegen und ließ sich dann von Tali hochziehen. „Das ist eine lange Geschichte“, erwiderte Angel stöhnend und musterte argwöhnisch ihre Waffe. Die Quarianerin blickte sich um. „Ich glaube, wir haben im Augenblick ein wenig Zeit.“ Angel holte tief Luft und seufzte. „Also....wo soll ich anfangen?“ Da schoss ihr gerade ein Wort ins Gedächtnis, dass Tali benutzt hatte.
„Was hattest du vorhin gesagt?“
„Wann vorhin?“
„Als du den ersten Husk erledigt hast.“
Tali hielt den Kopf schief und starrte sie an. Angel sah an sich herunter. „Was? Ich weiß, die Rüstung sieht schon ein wenig ramponiert aus...“

Die Quarianerin schüttelte langsam den Kopf. „Nein. Das meine ich nicht.  Wie hast du den Geth gerade genannt?“ Angel blickte sie verwirrt an. „Geth? Wieso Geth? Mir sind keine Geth gefolgt, sondern Husks.“ Tali hängte sich die Schrotflinte über den Rücken und deaktivierte die Sperren an ihrem Helm. Dann fasste sie ihn mit beiden Händen an  und hob ihn von ihrem Kopf. Jetzt war sie es, die Angel verwirrt anstarrte. „Husks?“ Sie zeigte in die Runde. „Sehen diese Dinger etwas wie Husks aus?“ Angel schaute in die Runde. „J..ja. Ich denke schon.“ Tali blickte sie argwöhnisch an. „Entweder bin ich jetzt verrückt oder du bist es.“ Angel stöhnte. Dann kam ihr eine Idee. Sie zeigte nochmals in die Runde. „Wo befinden wir uns gerade?“ Tali schaute sie an, als wäre sie es, die verrückt geworden war. „Das ist doch jetzt wohl nicht dein Ernst, oder?“ „Doch, meiner voller Ernst“, erwiderte Angel. „Wir befinden uns auf einem Geth-Schlachtschiff?“, antwortete die Quarianerin misstrauisch. Angel bekam große Augen, dann schüttelte sie langsam ihren Kopf. „Das...das kann nicht sein.“ Tali verschränkte die Arme vor der Brust.
„Ach nein. Wo befinden wir uns dann deiner Meinung nach?“
„In der alten Londoner Kanalisation. Auf der Erde.“
„Du spinnst!“
Angel stöhnte und sah sich nochmals um. An der Umgebung hatte sich nichts verändert. Selbst der Nebel, der noch immer über den Boden kroch, war geblieben. „Ich fürchte, damit könntest du sogar Recht haben.“ Tali blickte sich irritiert um. „Wie meinst du das?“ Angel stöhnte und fuhr sich mit ihrer Hand durch ihre nassen Haare. Sie roch an der Innenseite ihrer Hand und verzog angewidert das Gesicht. „Wenn die Mission beendet ist, dann werde ich erst einmal den halben Tag lang duschen müssen, um den Gestank loszuwerden“, murmelte sie. Tali sah sie verständnislos an und sie winkte ab. „Nicht so wichtig.“ Sie blickte sich misstrauisch um.
„Wir befinden uns noch immer auf dem Geth-Schlachtschiff?“
„Ja.“
„Und ist bei dir der Boden auch mit Nebel bedeckt?“
„Ja. Ich habe es zwar noch nicht an einem Terminal überprüft, aber ich tippe auf eine defekte Leitung.“

Angel fuhr sich nachdenklich mit ihrer Hand über das Kinn. Sie ahmte dabei  unbewusst die Geste ihres Mannes nach, wenn er über etwas nachdachte. Sie wird schon genau so, wie Logan, dachte Tali belustigt. Angel blickte auf ihre Füße. „Der Nebel ist hier auch überall.“ Die Quarianerin blickte sie aufmerksam an. „Das wäre dann wohl so etwas, was ihr Menschen einen roten Faden nennen würdet.“ Angel nickte. „Auch wenn die...Szenerien unterschiedlich sind“, ergänzte sie. Tali nickte nachdenklich.
„Erst befinden wir uns in der Maschinensektion. Ich breche durch den Boden und werden nach unten gezogen.“
Angel nickte niedergeschlagen.
„Was wir nicht verhindern konnten. Ich springe dir hinterher. Nachdem....nachdem ich Miranda beinahe erschossen hätte.“
„Erschossen?“
Angel grinste schief.
„Da schaute ein Husk aus dem Loch. Naja....auf jeden Fall lebte Miranda noch, als ich sie verlassen hatte, um nach dir zu suchen.“
Tali lächelte.
„Das war sehr tapfer von dir. Aber auch sehr dumm.“
Angel nickte geknickt.
„Hinterher ist man immer schlauer. Als ich unten ankam warst du leider nicht mehr da. Von oben konnte ich Miranda mit jemanden streiten hören. Dann vielen mehrere Schüsse. Plötzlich tauchten mehrere Husks im Tunnel auf und...und ich musste fliehen.“
Tali nickte und Angel beschloss die peinlichsten Momente für sich zu behalten. Sie holte tief Luft und redete weiter:
„Auf einmal tauchte dieser komische Nebel auf und ich befand mich nicht mehr auf der Horizon, sondern im alten Abwassersystem von London. So eine komische Schmiere machte meinen Helm unbrauchbar, ich wurde von einen Kannibalen beschossen, von Husks gejagt und hier bin ich nun.“

Sie pustete laut aus. „Und...? Wie ist es dir so ergangen?“ Sie sahen sich an und fingen an zu lachen. „Also...wenn ich es nicht besser wüsste, dann...dann würde ich behaupten, dass du komplett den Verstand verloren hast“, prustete die Quarianerin. „Kann ich verstehen“, kicherte Angel. „Ich würde mir selbst ja nicht glauben, wenn ich mir das erzählen würde.“ „Wir sind schon ein paar Helden“, lachte Tali und wischte sich eine Träne aus dem Gesicht. „Ich würde zu gerne wissen wo hier der Ausgang ist“, sagte Angel schniefend. „Verdammt! Ich rieche wie eine Kloake.“ „Ich rieche nichts“, antwortete Tali. Sie sah die Quarianerin erstaunt an. „Nicht? Na, toll! Dann bin ich wohl die Einzige, die diesen Gestank riechen kann.“ Tali grinste und zuckte mit der Schulter. „Naja, wenn es dich tröstet. Du riechst schon, als ob du mindestens eine Woche lang in deiner Rüstung stecken würdest. Die Quarianerin präsentierte ihr ihren Chronographen am Multitool. „Was sich durchaus auch mit den Zeitdaten am Multitool decken würde.“ Angel blickte erstaunt auf die Angaben und präsentierte dann Tali ihre Werte. Die Quarianerin stöhnte. „Ich glaube, ich werde wirklich verrückt.“ Angel deaktivierte ihr Multitool und blickte sich aufmerksam um. „Ich glaube, genau das will man auch erreichen.“ „Wer?“, fragte Tali. „Vielleicht die nackte Captain Kilpack“, knurrte Angel. „Was sollte die für einen Grund haben uns an der Nase herumzuführen“, entgegnete die Quarianerin wenig überzeugt. „Was weiß ich“, murmelte Angel. Sie sah ein, dass ihre Kilpack-Theorie auf ziemlich wackligen Beinen stand. „Irgendjemand oder irgendwas muss aber für das alles verantwortlich sein“, sagte sie schließlich. Tali stimmte ihr nickend zu. „Wo würdest du hingehen, um diesen ganzen Spuk hier zu beenden?“, fragte sie die quarianische Maschinistin. „In den Maschinenraum“, antwortete Tali ohne zu zögern. Angel nickte. „Und das Pendant zu einem Maschinenraum wäre in meinem Fall wohl...“ Sie überlegte kurz, dann hellte sich ihre Miene auf. “...die städtische Abwasseraufbereitung.“ Tali lächelte. „Sieht so aus, als hätten wir ein Ziel.“ Angel nickte grimmig. „Und dann trete ich dieser Kilpack in ihren nackten Hintern“, murmelte sie. Die Quarianerin sah sie fragend an. „Vergiss es“, winkte Angel ab und überprüfte zum gefühlten hundertsten Mal ihre Pistole. Tali betrachtete ihren Helm und setzte sich ihn wieder auf. „Leider habe ich keinen Ersatzhelm für dich.“ Angel deutete auf ihre Taktikbrille. „Die tut es auch.“ Sie betrachtete sich im verspiegelten Visier von Talis Helm. „Außerdem sieht sie weit aus besser aus, als dieser klobige Helm.“ „Das gute Aussehen nützt dir aber auch nichts, wenn du ein Loch im Kopf hast“, gab die Quarianerin zu bedenken. „Dann darf ich mich eben nicht erschießen lassen“, antwortete sie grimmig und zeigte nach vorne. „Was hältst du von dieser Richtung?“ „Sieht vielversprechend aus“, erwiderte Tali und beide Frauen setzten sich langsam in Bewegung.
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