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L.S.C. - Logan Shepard Chronicles: Geschichten aus dem Mass Effect Paralleluniversum. "Auf der Erde gestrandet"

GeschichteSci-Fi / P18 / Gen
Commander Shepard Doctor Chakwas Garrus "Archangel" Vakarian Jack "Subject Zero" Liara T'Soni Tali'Zorah vas Normandy
23.08.2012
03.07.2016
90
226.139
7
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30.05.2015 3.058
 
Angel und ich standen eng umschlungen vor der halb eingestürzten Blockhütte, die einmal unser gemütliches Heim gewesen war.

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Die letzten drei Tage hatten wir auf einer kleinen Allianzbasis in der Nähe von Lowestoft verbracht, die nordöstlich von London gelegen war. Die ruhige und wenig frequentierte Außenbasis lag direkt an der Nordsee. Von unserem Fenster aus hatten wir einen atemberaubenden Blick hinaus aufs meist stürmische Meer gehabt. Allerdings konnte uns diese wirklich umwerfende Aussicht nicht von den einen schrecklichen Tag hinweg trösten, der uns vor genau 12 Stunden getroffen hatte. Meiner Frau machte die Zerstörung ihrer Blockhütte, die durch einen glücklichen Zufall zu unserem gemeinsamen Zuhause geworden war, sehr zu schaffen! Diese knapp 100m² waren für sie Zuflucht, Errinnerung und Hoffnung in einem gewesen! Und dieses friedliche Refugium war ihr nun brutal genommen wurden! Nicht etwa von einer überlegenen außerirdischen Macht, sondern von Menschen, die den Wandel verschlafen hatten oder ihn schlicht und einfach nicht wahr haben wollten!

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Wrex stand mit eingeklemmter Rute neben meiner Frau und spürte ebenfalls die beklemmende Stimmung, die zwischen uns herrschte. Selbst die Natur schien noch den Atem anzuhalten, weil sie dem plötzlichen Frieden noch nicht so ganz über den Weg traute. Wrex schaute mit seinen bernsteinfarbenen Augen zu uns nach oben. Es sah so aus, als ob auch ihm die Zerstörung unseres Heimes sehr zu Herzen ging. Angel starrte auf das riesige Loch in der Wand, dass die Rakete des Atlas Mech in unsere Hütte gerissen hatte. Die Holzbalken, die stehengeblieben waren, waren an ihren Enden stark verkohlt und zerfetzt. Meine Frau hatte ihren Kopf an meine Schulter gelegt. Erste Tränen rannen über ihre Wangen und ich gab ihr einen Kuss auf den Kopf. Wrex schleckte über ihre Hand. Angel lächelte gequält und streichelte mit ihrer rechten Hand unserem Wolf über den Kopf. Es roch nach verbrannten Holz, Harz, verschmorten Kabeln und verbranntem Fleisch. Hier und da flammten noch kleine Glutnester auf, wenn der Wind durch die zahlreichen Öffnungen unserer Hütte pfiff. Die Militärfeuerwehr hatte die hölzernen Gebäude nur mit großen Bauchschmerzen wieder freigeben. Wir mussten ihnen versprechen, dass wir unseren Aufenthalt in den halb zerfallenen Hütten zeitlich auf eine halbe Stunde begrenzten. Diese Einschränkung galt im Übrigen auch für die anderen Einwohner unserer Normandy-Kolonie, denn sämtliche Hütten rund um den See waren betroffen. Mindestens vier Blockhütten würde man von Grund auf neu errichten lassen müssen. "Ein paar neue Baumstämme hier und da......ein neuer Anstrich...vielleicht eine größere Terassentür....und schon sieht sie fast wieder so aus, wie früher", versuchte ich meine Frau zu trösten. Angel lachte schniefend. Schüttelte aber dann ihren Kopf. "Die wird nie wieder so wie früher", flüsterte sie.

Ein wenig hilflos schaute ich zum See zurück, der jetzt wieder so friedlich wirkte, wie noch vor dem Angriff. Überall um den dunkelblau schimmernden See herum waren Shuttles gelandet, die die wenigen Habseligkeiten ausfliegen sollten, die wir noch aus unseren Hütten würden bergen können. Außerdem begannen erste Technikteams damit die unterirdische Bunkeranlage zurückzubauen und alle noch brauchbare Technik, einschließlich der Defensivwaffen, auszubauen und mitzunehmen. Anschließend würden die so enstandenen Hohlräume mit Erdreich aufgefüllt werden und das Gebiet wieder der Natur übergeben. Eine Erinnerungstafel über diesen Ort und seine Zerstörung würde es allerdings nicht geben. Das hatten wir einstimmig beschlossen. Dieser friedliche Ort sollte keine Pilgerstätte für die jeweils eine oder andere Seite werden! Traurig schaute ich auf unser einstmals blühendes Paradies. Zahlreiche Bäume waren zerstört, zerfetzt oder abgebrannt. Die Vegetation zerdrückt und platt gemacht. Es würde wohl noch eine Zeitlang dauern, bis sich die Natur wieder von den Kämpfen erholt hatte, die hier stattgefunden hatten! Das Schilff bewegte sich genau an der Stelle, an der noch vor kurzem der hölzerne Steg in den See hinaus geragt hatte. Ich schaute genauer hin. Plötzlich kamen aus dem Pfanzendickicht unsere beiden Schwäne heraus! Ihnen folgten ihre drei Kinder. Ich atmete erleichtert aus und tippte  Angel auf die Schulter. Sie drehte sich um und ich wies mit meinem Finger auf die Vögel, die gemächlich auf den See hinaus paddelten. Ein kleines, erleichtertes Lächeln stahl sich auf Angels Gesicht. Wir blickten uns an. In den unergründlichen grünen Augen meiner Frau spiegelte sich eine gesamte Galaxie mit ihren blinkenden und explodierenden Sternen wieder. Es war gerade so, als ob man in die Ewigkeit schauen würde. Millionen Nanomaschinen wimmelten vor dem Fenster zur Unendlichlkeit. Ich blinzelte irritiert mit den Augen. Die Nanomaschinen waren verschwunden. Zurück blieb ein Gefühl der Liebe und Geborgenheit.

Häuser, Aircars, Raumschiffe....ja ganze Galaxien mögen explodieren und untergehen, doch wir beide würden für immer zusammen bleiben! Ein weiterer Shuttle donnerte über unsere Köpfe hinweg als wir uns innig küssten. Wrex hüpfte um uns herum und stubste uns an unseren Beinen an. Ich küsste meine Frau auf die Nase, hockte mich hin und streichelte dem Wolf über seinen Kopf. "Dich haben wir nicht vergessen, mein Großer." Wrex stellte sich auf seine Hinterbeine und legte seine Vorderbeine auf meine Schulter. Ich fiel lachend um und Wrex schleckte mir über das Gesicht. "Nein...lass das....ich habe dich auch lieb." Der Wolf lies von mir ab und ich konnte ächzend wieder aufstehen. Angel schaute mich besorgt an. "Alles in Ordnung, mein Schatz?" Ich wischte mir den Dreck von meiner Kleidung und grinste schief. "Alles bestens. Bin wohl ein wenig aus der Übung." Meine Frau hob eine Augenbraue. "Also...vor ein paar Tagen warst du noch ganz hervorragend in Form", erwiderte sie keck. "Das war auch bevor ich in Dornenbüsche gesprungen bin", antworte ich spitz. Angel kniff mir in Wange. "Mein Held!" Ich umarmte sie blitzschnell. Meine rechte Hand fuhr über ihren knackigen Hintern. "Dein Held wird dich gleich....." Unsere Blicke streiften wieder das große Loch in unserer Blockhütte. Wir ließen voneinander ab und starrten erneut auf das Chaos im Inneren. Angel nahm meine Hand und drückte sie. Ich seufzte und blickte sie an. "Wollen wir?" Sie nickte gefasst und Hand in Hand kletterten wir unsere zerborstene schmale Veranda hinauf. Das verkohlte Holz ächzte. Bei jedem Tritt auf die spröden Planken konnte man jederzeit Durchbrechen und sich den Fuß verletzten. Wir gingen vorsichtig weiter und betraten durch das Explosionsloch unser Wohnzimmer. Fassungslos sahen wir auf unsere gemütlich Couch herunter, auf der wir so manchen romantischen Abend und gelegentlich auch eine Nach verbracht hatten. Kasumi hatte eine ganze Weile auf ihr geschlafen, als sie von ihrem kurzen Horrortrip zu ihren Wurzeln zurückgekehrt war und nicht alleine sein konnte! Sie war bis zur Unendlichkeit verbrannt. Von unserem Sessel, der ihr gegenüber gestanden hatte, waren nur noch die metallenen Beschläge übrig geblieben. Meiner Frau kullerten erneut die Tränen herunter und auch ich hatte einen Kloß im Hals. Wrex lief langsam von einem Gegenstand zum Nächsten und beschnüffelte diesen vorsichtig.

Der steinerne Kamin war schwarz verfärbt und der große Wandbildschirm, der daneben gehangen hatte, war nur noch ein zusammengeschmolzenes Etwas. Angel pustete geräuschvoll aus und stemmte die Arme in die Hüfte. "Alles kaputt", flüsterte sie und wischte sich die Tränen aus dem Gesicht. Plötzlich hatte sie etwas auf dem Boden rechts vom verrusten  Kamin gesehen. Sie umrundete vorsichtig das kaputte und verkohlte Möbilar, blieb kurz vor der Wand stehen und bückte sich. Sie drehte sich triumphierend zu mir um. "Unsere Plakette! Sie hat das Feuer fast unbeschadet überstanden." Angel wischte mir ihren Daumen über das schwarz verfärbte Metall. Darunter kam die silbrig glänzende Außenhaut zum Vorschein. "Unsere Beziehung ist auch feuerfest", sagte sie lächelnd. Ich hatte mich in der Zwischenzeit in die Küche vorgearbeitet und hielt Ausschau nach.... "Haa!", sagte ich triumphierend und angelte unter den eingestürzten Küchenschränken meine .... "Meine Tasse!" Ich präsentierte Angel meine, wie durch ein Wunder, heil gebliebene Lieblingstasse. Ich hatte diese Tasse in einen der Läden auf der Ciradel erstanden, in denen ich Werbung für genau diesen Laden gemacht hatte. Sie war ein wenig verrust, aber sonst in einem tadellosen Zustand. Meine Frau reckte spöttisch ihren Daumen nach oben. "Vielleicht finde ich deine Tasse ja auch noch", erwiderte ich zuversichtlich. Angel warf mir eine Kusshand zu. Sie drehte sich um und entdeckte unter dem zusammengestürzten hölzernen Sideboard einen weiteren Gegenstand, der ihr wichtig war. Sie bückte sich und hob einen angesengten Holzbilderrahmen auf. Sie drehte ihn um und wischte über das verdreckte Glas. Zum Vorschein kam mein jüngeres, lächelndes Konterfei. Es war ein offizielles Allianzfoto, dass sich Angel aus dem Allianznet ausgedruckt hatte. Liebevoll fuhr sie mit dem Finger über mein Gesicht. "Ein Foto von dir zu finden, war damals gar nicht so einfach", sagte sie in Gedanken versunken. Ich hörte auf nach ihrer Tasse zu suchen und blickte zu ihr. "Das waren noch Zeiten....damals...", schwärmte ich. "Kein Cerberus....keine Kollektoren...geschweige denn Reaper. Nur gelegentliche Auseinandersetzungen mit den Turianern,  Batarianern oder Piraten." "Ich dachte, die Turianer und Menschen waren so etwas, wie militärische Partner?", fragte Angel erstaunt. "Das Eine schließt das Andere nicht unbedingt aus", antwortete ich grinsend. "Militär!", erwiderte meine Frau kopfschüttelnd. Ich zuckte immer noch grinsend mit der Schulter. Sie bückte sich erneut und fischte aus den Trümmern ein weiteres Bild hervor.

Angel lächelte und präsentierte mir die Vorderseite des Rahmens. Darauf war ich ebenfalls abgebildet. Diesmal jedoch mit dem flugfähigen Körperpanzer. Ich grinste in die Kamera und machte das Victory-Zeichen. "Die Rüstung ist definitiv feuerfest", sagte sie mit einem Augenzwinkern. "Sag ich doch!" Meine Frau kam auf mich zu und legte ihre aufgesammelten Schätze auf den massiven Küchenblock. Dann zog sie mich zu sich heran und gab mir einen leidenschaftlichen Kuss. "Und jetzt könntest du mir freundlicherweise nach oben helfen", hauchte sie und blickte zur zerstörten Treppe. Ich seufzte und zusammen gingen wir zu unserer hölzernen Treppe, die erst oberhalb unserer Köpfe noch einigermaßen intakt schien. Ich verschränkte meine Hände ineinander. "Räuberleiter?" Sie blickte mich skeptisch an. "Ich weiß nicht so recht." "Ok." Ich überlegte. Schließlich aktivierte ich meine Biotik und blickte Angel herausfordernd an. "Nachher schleuderst du mich noch gegen die Wand", antwortete sie wenig überzeugt. Ich seufzte erneut und hob meine Frau mittels meiner Biotik sachte nach oben. Sie schwebte langsam bis auf die Galerie hinauf. Dort setzte ich sie vorsichtig ab. Angel schaute über das Geländer erstaunt zu mir herunter. "Wenn du deine Biotik so gut im Griff hast, warum hast du dann immer die Frauen die Arbeit machen lassen?" Ich zuckte entschuldigend mit der Schulter. "Sie sollten nicht aus der Übung kommen." Meine Frau verdrehte die Augen. "Männer!", sagte sie stöhnend und verschwand in unserem Schlafzimmer. Ich kehrte in die Küche zurück und suchte weiter nach brauchbarem Inventar. Unser Kaffeeautomat lag, auf der Seite liegend, auf dem Boden Ich hob ihn auf und untersuchte ihn. "Heeey....!" Ich drehte mich um und schielte zur Gallerie nach oben. Angel wedelte mit einem ihrer äußerst knappen Höschen. "Meine sexy N7-Untzerwäsche hat das Feuer überlebt!" Ich hob meinen rechten Daumen. "Hurra!" Sie verschwand wieder in unserem Schlafzimmer und ich beschäftigte mich erneut mit dem Kaffeeautomaten. Wenn wir Glück hatten, dann hatte er nur ein paar Kratzer und Beulen abbekommen. Ich aktivierte das Diagnoseprogramm der Maschine. Plötzlich hörte ich von oben ein Schluchzen. Ich drehte mich wieder um. Angel stand am Geländer und hatte ihr atemberaubendes Hochzeitskleid fest umklammert. "Ist es in Ordnung?", flüsterte ich. Sie nickte und wischte sich mit einer Hand die Tränen aus dem Gesicht. "Ich bin fertig", antwortete sie leise. "Ich komme gleich herunter." Aus dem Augenwinkel sah ich eine weitere Tasse, die halb versteckt unter einem Küchenschrank lag. Ich hob sie auf und drehte sie. Es war Angels Tasse. Auf ihr war die erste Normandy abgebildet. Leider war der Henkel abgebrochen. Ich schaute noch einmal unter den Schrank und fand ihn ebenfalls dort liegend. Mit ein bisschen Kleber würde ihre Tasse wie neu aussehen.  

"Ich bin jetzt soweit." Meine Frau stand auf den ersten Stufen der zerstörten Treppe und hatte zwei große olivgrüne Militärtaschen in den Händen. "Das ist alles?" Sie nickte. "Du wirst deine Klamotten halt ein wenig öfter tragen müssen." "Kein Problem", erwiderte ich grinsend. "Das dachte ich mir!" Ich aktivierte meine Biotik und ließ meine Frau inclusive der Taschen langsam zu Boden schweben. Sie stellte die beiden Taschen neben den Küchenblock ab und ich präsentierte ihr ihre Lieblingstasse. "Der Henkel ist abgebrochen" "Eine Kleinigkeit", behauptete ich und meine Frau küsste mich auf den Mund. "Mein Held", erwiderte sie lächelnd. Ich zeigte erleichtert auf den Kaffeeautomaten. Der ist auch noch zu gebrauchen. "Na Gott sei Dank", sagte sie amüsiert. Angel fiel mir um den Hals und seufzte tief. Ich streichelte durch ihre roten Haare. "Lass uns nachschauen, ob eines deiner Schiffsmodelle überlebt hat", flüsterte sie. Ich küsste sie auf den Kopf und zusammen mit unseren Habseligkeiten verließen wir zum letzen Mal unser gemütliches Heim. Wir sollten nie wieder hierher zurückkehren! Wir betraten den kleinen Anbau ein paar Schritte von der Hütte entfernt und blieben überrascht stehen. Liara saß in dem Chaos und starrte abwesend auf einen anscheinend noch funktionierenden Bildschirm. "Was machst du denn hier?" Die Asari schreckte hoch und ihre blauen Augen blickten uns traurig an. "Die Daten sichern." Ich schaute nach draußen. "Warum bist du nicht bei deiner Hütte?" Liara machte ein zerknirschtes Gesicht. "Weil es dort nichts mehr gibt, was man retten könnte", entgegnete sie bedauernd. Angel drängte sich an mir vorbei und umarmte die Asari. Diese klopfte ihr dankbar auf den Arm. "Miranda und Oriana hat es auch erwischt." Ich nickte. Das Gesicht der Asari hellte sich auf. Sie zeigte auf einen kleinen Tisch hinter sich. "Aber ich konnte einige Modelle von dir retten." Ich trat um die beiden Frauen herum und begutachtete ihre Beute. Die Normandy, ein turianischer Kreuzer und ein großes quarinanisches Lebensschiff hatten den Angriff überlebt. "Besser, als gar nichts", sagte ich ein wenig ergriffen. Liara stand von ihrem Stuhl auf und umarmte mich. Meine Frau tat es ihr gleich. "Was ist denn hier los?" Meine Schwester Jack stand im Eingang zu dem kleinen Nebengebäude und hatte die Arme in die Hüfte gestemmt. "Warum hat mir keiner gesagt, das hier eine Orgie stattfindet?" Sie blickte sich um und grinste, dann deutete sie mit ihrem Daumen nach hinten. "Wir sollten uns allerdings ein wenig beeilen, denn da hinten kann ich schon die Techniker erkennen, die hier den ganzen Krams abbauen wollen!"

Ich verdrehte die Augen und die beiden Frauen machten sich von mir los. "Was? Das wars schon?", fragte Jack enttäuscht. "Also...ich könnte euch Sachen erzählen......" Liara kam auf sie zu, küsste sie auf den Mund und schob sich dann lächelnd an der verdutzen Jack vorbei. Angel kam auf meine Schwester zu. Dieses winkte ab. "Vergiss es, Anti-Terror! Ich will keinen Ärger mit deinem Mann!" Meine Frau gab ihr einen Kuss auf die Wange und drängte sich dann ebenfalls an ihr vorbei. Jack drehte sich um und schaute den beiden Frauen hinterher. Dann wandte sie sich wieder mir zu. "Bin ich hier die einzige Normale?", fragte sie mich grinsend. "Kommt darauf an, was du unter Normal verstehst", erwiderte ich kopfschüttelnd. "Soll ich dir beim Tragen helfen?" Ich hatte die Schiffsmodelle bereits in meinen Händen und hielt sie ihr vor die Nase. "Vielen Dank, Schwesterchen. Aber das werde ich gerade noch selber schaffen." Sie wollte sich gerade umdrehen, als ich es mir anders überlegte. "Andererseits......" Ich warf ihr das Modell der Normandy zu und Jack bekam das Raumschiff erst im zweiten Anlauf zu fassen. "Bist du wahnsinnig! Ich hätte es beinahe fallen lassen!" "Wie die echte Normandy", antwortete ich spöttisch. "Das ist nicht witzig, Logan!" Ich hob eine Augenbraue. "Ist es nicht?" Meine Schwester drehte das Modell und betrachtete es nachdenklich von allen Seiten. "Das waren geile Zeiten, oder?" Ich nickte. Ich legte einen Arm um ihre Schulter und zu zweit verließen wir die kleine Hütte. Allianztechniker kamen uns bereits entgegen. "Ihr habt den ganzen Spaß leider verpasst!", sagte Jack grinsend zu ihnen. Sie blickten mich irritiert an, doch ich zuckte nur mit der Schulter. "Was passiert als Nächstes?", fragte meine tätowierte Nervensäge das Thema wechselnd. Wir erreichten Liara und meine Frau, die am Ufer des Sees standen und die Schwäne beobachten, die friedlich auf der Mitte des Sees dahin dümpelten. Erste Shuttles stiegen bereits wieder auf und verschwanden Richtung Osten. "Wie friedlich es hier wieder ist", sagte Liara verträumt. "Wenn man mal von den ganzen landenden und startenden Shuttles absieht", kommentierte meine Schwester spöttisch. Die Asari schaute sie lächelnd an. "Du siehst nur den Augenblick. Ich sehe bereits die Zukunft." Jack pustete laut aus. "Das wird mir jetzt zu philosophisch!" Wir lachten und Angel fasste meine Hand. Meine Schwester knuffte mich in die Seite. "Und was ist nun mit meiner Frage?" Von weitem konnten wir die restlichen Koloniemitglieder sehen, die Kisten und Taschen schleppend auf uns zu kamen. "Du lässt deinen Freund euren ganzen Haushalt alleine schleppen?" Jack winkte ab. "Der schafft das schon! Wozu habe ich denn sonst einen Freund, der bei den Special Forces ist?"

Sie stubste mich erneut an. "Lenk nicht vom Thema ab, Pfadfinder!" Ich seufzte und Angel lächelte wissend vor sich hin. "Die Admirale Anderson und Hackett haben da so eine Andeutung gemacht...." Meine Schwester blickte mich erwartungsvoll an. "Uuund...? Lass dir nicht alles aus der Nase ziehen!" Ich lächelte, schaute noch einmal in die Runde und schielte dann zum Mond, den man am hellichten Tage gut am Himmel erkennen konnte. "Ich finde ihre Idee äußerst .......interessant." Jack stöhnte. "Was für einen Idee?!" Ich grinste. "Laß dich überraschen." "Ich hasse Überraschungen!" Mein Grinsen wurde breiter. "Ich weiß...!"
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