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L.S.C. - Logan Shepard Chronicles: Geschichten aus dem Mass Effect Paralleluniversum. "Auf der Erde gestrandet"

GeschichteSci-Fi / P18 / Gen
Commander Shepard Doctor Chakwas Garrus "Archangel" Vakarian Jack "Subject Zero" Liara T'Soni Tali'Zorah vas Normandy
23.08.2012
03.07.2016
90
226.139
7
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Dieses Kapitel
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08.05.2015 2.110
 
Ein Rauschen und Pfeifen lag in der Luft. Ein Anzeichen dafür, dass sich Fluggeräte in der Nähe befanden, die schnell näher kamen!
"Shepard, mein Junge! Was ist bei Ihnen los?"
"Wir werden angegriffen, Sir! Feind unbekannt! Flieger nähern sich rasch! Anzahl unbekannt!"
"Ich schicke sofort Verstärkung los!"
"Verstanden, Sir!"
Die Verstärkung, die Admiral Anderson angekündigt hatte, würde allerdings mindestens 15 Minuten bis hierher brauchen! Eine halbe Ewigkeit! In dieser Zeit könnte schon alles entschieden sein! Missmutig starrte ich auf mein Multitool. Das Pfeifen wurde immer lauter! Tali kam mit 15 Allianzsoldaten, die die einzige Wachmannschaft für die unteridische Anlage am Wochenende darstellten, zum Bunkereingang hinauf. Außer diesen 15 Soldaten gab es nur noch fünf weitere Angehörige der Allianzstreitkräfte, die für die Luftüberwachung, Wartung und innere Sicherheit zuständig waren. Die Quarianerin hatte sich ihren modifizierten Umweltanzug angezogen. Um ihre Schulter baumelten zahlreiche Waffen. Sie warf mir ein Mattock-Gewehr zu. Ich fing es auf und entsicherte es. "Danke!" "Die Luftüberwachung zählt bis jetzt 12 feindliche Kontakte", sagte sie außer Atem. Ich nickte. "Ach ja.....den könntest du vielleicht auch noch gebrauchen!" Sie schulterte einen modifizierten Raketenwerfer ab und ich stellte ihn  an einen Baum, der in der Nähe des Bunkereingangs stand.
"Logan....was ist da los?"
"Angel...wir werden angegriffen! Nehmt euch die Waffen aus dem Schrank, schnappt euch die Zivilisten und kommt unverzüglich zum Bunker!"
"Wer....?"
"Verliert keine Zeit, Angel! Das ist keine Übung!"
Ich blickte zu Tali und den Soldaten.
"Du gehst ihnen entgegen!"
Tali nickte und ich wandte mich an Corporal Nama.
"Sie und vier Männer unterstützen sie!"
Der Soldat nickte kurz.
"Aye, Sir!"
Tali und die fünf Soldaten eilten in Richtung unserer Hütte davon.
"Tali kommt euch mit fünf Soldaten entgegen!"
"Verstanden!"
Ich stockte.
"Pass auf dich auf!"
"Du auch, mein Held."
"Ich Liebe Dich!"
"Ich Dich auch!"

Ich beendete mit einem unguten Gefühl das Gespräch und wandte mich an die übrigen Wachsoldaten. "Lieutenant Dorman! Wir kümmern uns um die Verteidigung des Bunkers! Der Gegner darf die Anlage auf keinen Fall betreten! Habe ich mich klar ausgedrück?" Der Soldat salutierte kurz. "Aye, Sir!" Das Pfeifen und Rauschen wurde immer lauter! Mehrere Abwehrraketen zischten los! Das Tosen hatte uns fast erreicht! Dann zischten zwei Athmosphärenflieger über unsere Köpfe hinweg. "Bomber!", rief ich erstaunt aus. Das typische Heulen einer ausgeklinkten Bombe war zu hören! "Deckung!", brüllte ich und warf mich zu Boden. Ich konnte hören, wie die Bombe aufschlug. Dann erfolgte eine mächtige Explosion! Wasser, Holz und Metallteile regneten auf uns herab. Die Bäume um mich herum wankten und ächzten. Ihre Blätterkronen rauschten in Folge der Detonation. Äste fielen herunter und ein größeres Exemplar traf mich am Rücken! "Uff!" Sein Gewicht drückte mich noch weiter zu Boden und presste mir den Sauerstoff aus den Lungen. Nach Luft japsend blieb ich ein paar Sekunden wie betäubt liegen. Schließlich lichtete sich der Nebel und ich konnte ein Gurgeln hören. "Verdammt.....sie haben die Plattform getroffen", dachte ich wütend. Weitere Abwehrraketen rauschten los. Ich rappelte mich mühsam auf und richtete meinen Blick auf den See. Die Plattform, die die gelandeten Fluggeräte unter Wasser in den unterirdischen Hangar zog, war komplett verschwunden. Ein Strudel in der Mitte des Sees zeigte an, dass Wasser in die Anlage lief. Ich schaute in die Runde. "Statusbericht!" Alle zehn Wachsoldaten meldeten Bereitschaft. Ich pustete erleichtert aus. "Vorsicht! Das war sicherlich noch nicht alles!" Ich hatte die Worte kaum ausgesprochen, da wurden die Pfeifgeräusche auch schon wieder lauter. "Auf ein Neues", murmelte ich grimmig. Aus den Wäldern rund um unsere kleine Kolonie konnte ich jetzt auch noch die typischen Stampfgeräusche näher kommender Atlas-Mechs hören. "Cerberus!", knurrte ich. "An alle....Cerberus greift uns an! Ich wiederhole....der Angreifer ist Cerberus!" Ich wählte die unterirdische Anlage.
"Status!"
"Wassereinbruch im Hangar, Sir!"
"Sektion abriegeln!"
"Bereits geschehen!"
"Sind andere Bereiche beschädigt?"
"Negativ, Sir. Die Schotten scheinen zu halten!"

"Miranda?"
"Ja, Logan."
"Bei euch alles in Ordnung?"
"Medea geht es gut, Quarantäne- und Krankenstation funktionstüchtig."
"Verstanden!"
"Ich komme rauf und helfe euch gegen Cerberus!"
"Negativ, Miranda! Du kümmerst dich um die Raloi!"
"Aber..."
"Keine Diskussion!"
Die Bomber kamen wieder näher! Raketen zischten los. Ich beobachtete für einen Moment gespannt ihre Flugbahn. Die Bomber waren heran und zwei Raketen schlugen in die rechte Maschine ein. Während der andere Athmosphärenflieger abdrehte, trudelte die getroffene Maschine brennend zu Boden. Genau auf....... "Deckung!", brüllte ich zum zweiten Mal. Ich warf mich erneut zu Boden und der Bomber raste brennend über unserer Köpfe hinweg. Bäume wurden wie Streichhölzer umgeknickt, ihre Kronen brutal geköpft. Einige entzündeten sich. Dann schlug die Maschine auf den Boden auf. Genau in Mirandas und Orianas Blockhütte. Eine gewaltige Explosion erfolgte! Der Boden bebte erneut. Große brennende und zerfetzte Baumstämme der Hütte wurden in alle Richtungen geschleudert. Sie trafen Kasumis und Edi/Jeffs Blockhütte. Fenster gingen zu Bruch. Aus den beiden getroffenen Hütten züngelten Sekunden später die ersten Flammen in die Höhe. Eine weitere Detonation besiegelte das Ende von Mirandas Blockhütte. Dort wo gerade noch ein Haus gestanden hatte, gähnte jetzt ein tiefer Krater. Die Bomben, die den Absturz erst unbeschadet überstanden hatten, waren nun explodiert! Ich stand wankend auf und starrte fassungslos auf das Chaos. Meine Hand ballte sich zur Faust, glühte bläullich auf. Dafür würde jemand büßen! Niemand zerstörte ungestraft unsere kleine heile Welt! Mein Kopf schnellte in Richtung unserer Blockhütte herum. Vorm Eingang konnte ich Angels kleine Truppe erkennen. Auch sie starrten auf das brennende Inferno. Tali und die fünf Soldaten hatten sie fast erreicht. Sie waren jetzt auf Höhe unserer Landeplattform, die ein paar Meter abseits unserer Hütte gelegen war.

..........

"Ich Liebe Dich!"
"Ich Dich auch!"
Angel blickte in ängstliche und grimmige Gesichter. Ein Angriff? Auf ihre friedliche Kolonie? Unmöglich! Und doch konnte sie von draußen Geräusche hören, die sie schon im Krieg gegen die Reaper gehört hatte. Albtraumhafte Bilder von Tod, Elend und Zerstörung kamen wieder in ihr hoch. Ihr Magen rebellierte und sie musste ein paar Mal tief durchatmen, bevor sich ihre Gedärme wieder beruhigt hatten. "Angel!" Sie blickte zu Ashley und nickte. Der Waffenschrank! Meine Frau rannte zu einer kleinen Tür unterhalb der hölzernen Treppe und öffnete sie. Eine weitere, metallene Tür kam zum Vorschein. Mit zittrigen Fingern tippte sie über die virtuelle Tastatur den geheimen Code ein. Die Tür zum Waffenschrank öffnete sich mit einem leisen Plopp. Angel betrachtete den übersichtlichen Inhalt. "Viel zu wenige Waffen", murmelte sie, dann nahm sie die beiden Avenger-Gewehre heraus. Garrus war in der Zwischenzeit neben sie getreten und legte eine Hand auf ihre Schulter. Ihm drückte Angel die modifizierte Avenger in die Hand. Die andere schmiss sie Jack, dem Freund meiner Halb-Schwester zu. Dieser fing sie auf und entsicherte die Waffe. "Und was ist mit mir?", fragte Ashley. Angel nahm eine Pistole und eine Maschinenpistole in die Hand und präsentierte ihr die Auswahl. Meine Stellvertreterin verzog enttäuscht das Gesicht. "Ich nehme die Phalanx", sagte sie. "Die MP ist genau mein Ding", sagte Kasumi, die lautlos an Angel herangetreten war. Meine Frau zuckte zusammen und überreichte der Asiatin die Waffe. Eine weitere Maschinenpistole übergab sie an Sam. Die letzte Waffe, eine Pistole, nahm sie für sich selbst. "Nichts wie raus hier!" Eine gewaltige Detonation ließ den Boden erzittern und sie hatten Mühe auf den Beinen zu bleiben. Am Besten schaffte es noch Edi, die ihren Gleichgewichtssinn binnen Nanosekunden korrigieren konnte. Geschirr klirrte und die großen, beweglichen Terassenfenster bekamen lange Risse. Edi wies aus dem Fenster. "Die Seeplattform wurde getroffen!" Sie stürzten alle an die Fenster. "Mein Gott", flüsterte Oriana erschrocken. Abby und Sarah hielten sich ganz dicht neben ihrer großen Schwester Ashley auf. "An alle....Cerberus greift uns an! Ich wiederhole....der Angreifer ist Cerberus!" "Cerberus!", knurrte Jack und ihre Biotik knisterte hell auf. "Cerberus", flüsterte Kelly in Panik. "Sie haben mich gefunden." "Los raus hier!", wiederholte Angel gehetzt. Sie wandten sich zur Eingangstür. Plötzlich stand ein Cerberussoldat im Türrahmen und legte auf die Anwesenden an. Wie in Zeitlupe drehte sich Jack um. Ihre Biotik leuchtete hell auf. Sie war bereit den Feind biotisch aus dem Haus zu schleudern.

Doch eine war schneller, als meine tätowierte Halb-Schwester: Kasumi! Sie hatte unbemerkt ein langes Messer aus dem Messerblock gezogen und war hinter den Soldaten geschlichen. Mit einer einzigen, kaum sichtbaren Bewegung rammte die Asiatin das Messer dem Mann in den weichen Halsbereich zwischen Helm und Brustpanzerung. Dann zog sie das scharfe Messer von links nach rechts. Eine zirka 20 Zentimeter lange, tief aufklaffende Wunde entstand, aus der das Blut in einer hohen Fontäne herausspritzte. Kasumi gab den toten Soldaten einen Tritt und er fiel der erstaunten Jack vor die Füße. Meine kleine Schwester hüpfte einen Schritt zurück. "Kannst du nicht aufpassen!", sagte sie angewiedert. "Messer sind immer noch die beste Waffe", erwiderte Kasumi grinsend. Geschosse prallten gegen die Hütte. Holz splitterte, Scheiben und Geschirr gingen zu Bruch. "Raus hier!", brüllte Angel. Sie stürmten aus dem Haus. Garrus lief als Erster, während Jack und Sam die Nachhut bildeten. Von Weitem konnte meine Frau Tali und fünf Soldaten erkennen, die sich ihnen näherten. "Tali kommt!" Eine Kugel zischte dicht an ihrem Kopf vorbei. Jack glühte bläulich auf und ließ den Angreifer biotisch an den nächsten Baum krachen. Dieser sackte mit gebrochenen Knochen reglos zu Boden. "Verräterin!" Ein weiterer Soldat legte auf Kelly an und diese blieb wie versteinert stehen. Der Cerberussoldat drückte ab, doch Edi stellte sich blitzschnell in die Schussbahn. Sie wurde getroffen, doch die künstliche Frau marschierte unbeeindruck weiter auf den Soldaten zu. "Edi!", schrie Jeff und Sam musste ihn mit Gewalt zurückhalten. Seine künstliche Freundin wurde drei weitere Male getroffen, ehe sie den zunehmend verzweifelteren Soldaten erreichte und ihn gegen einen Baum schmetterte. Edi wankte, dann fiel sie wie vom Blitz getroffen zu Boden. Tali war heran und übernahm sofort das Kommando. "Jack, Liara...errichtet eine Barriere um Edi!" Die beiden nickten. Die Quarianerin winkte zwei Allianzsoldaten zu der künstlichen Frau. "Ihr kümmert euch um Edi und bringt sie zum Bunker!" Zusammen mit Jeff rannten die Soldaten zu seiner Freundin und halfen ihr vorsichtig auf. Ein Rauschen war über ihren Köpfen zu hören. Gefolgt von den heulenden Abwehrraketen. Sie schauten in den Himmel. Zwei Bomber kamen in Sicht. Der eine wurde getroffen und stürzte taumelnd ab. Genau auf Mirandas und Orianas Blockhütte zu. In einem gewaltigen Feuerball wurde das hölzerne Haus auseinandergerissen. Die umliegenden Blockhütten wurden ebenfalls getroffen. "Unser Haus!", jammerte Orina, dann gingen die Bomben in die Luft.

Die gewaltige Detonation riss alle zu Boden. "Mein Bein!", jammerte Jeff. Auch wenn Dr. Chakwas seine Knochen stabilisieren konnte, reagierten sie immer noch äußerst empfindlich bei roher Gewalt. "Jeff?", fragte Edi besorgt. Aus ihren Wunden tropfte künstliches Blut....zuckten kleine Funken hervor. Es roch nach verbrannten Fleisch und verschmorter Elektronik. Tali rappelte sich als Erste benommen wieder auf die Beine. Cerberussoldaten rückten weiter vor. "Los aufstehen! Wir müssen unbedingt den Bunker erreichen!" Sie standen noch ein wenig benommen auf und nahmen ihre Beine in die Hand. Gabriella und Kenneth halfen Jeff beim Laufen. Sie hatten ihn in ihre Mitte genommen. Gemeinsam liefen neben Edi her, die von den beiden Allianzsoldaten gestützt wurde. Die stampfenden Geräusche von Atlas Mechs wurden lauter. "Oh, nein", murmelte Ashley. "Vorsichtig, Mechs!", rief sie. Ein Atlas tauchte zwischen den Bäumen auf und schoss sofort eine Rakete auf die fliehende Gruppe ab. Jack glühte bläulich auf und schmetterte die Rakete biotisch ab. Das Geschoss wurde gegen unsere Blockhütte geschleudert, wo sie explodierte. Sie riss ein großes Loch in die Frontseite. Möbel wurden zerstört und durch die Gegend geschleudert. "Neeiinn", keuchte Angel. Erste Tränen liefen ihr über das Gesicht. Wrex fing an zu heulen und zog an Angels Hosenbein. "Weiter!", drängte Tali. Sie rannten weiter. Angel schaute nach rechts und blickte in das ängstliche Gesicht von Kelly. Schüsse peitschten auf und die ehamalige Cerberus-Mitarbeiterin fiel getroffen zu Boden.
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