In Real Life

GeschichteHumor, Romanze / P16
Harry Styles Liam Payne Louis Tomlinson Niall Horan Zayn Malik
22.08.2012
18.02.2014
16
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22.08.2012 2.427
 
Hey :D
Ich habe mich entschlossen eine Story anzufangen. Von meiner absoluten Lieblingsband, nämlich One Direction (Wer hätte das gedacht?). Das erste Kapitel ist eigentlich mehr ein Kennlern Kapitel. :)
Ich hoffe euch gefällt die Story. Viel Spaß :*

Charakter:

Charlie Álvarez: http://wallmii.com/wp-content/uploads/2013/04/Barbara-Palvin-Beauty-Full-HD-Wallpaper-2.jpg

Tamara Álvarez (Kleine Schwester):http://s2.favim.com/orig/37/baby-child-cute-girl-owl-Favim.com-305871.jpg

Zack Álvarez (Kleiner Bruder): http://data.whicdn.com/images/8539844/tumblr_lj6tkwqFAl1qi9n4ro1_500_thumb.jpg
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1. Kapitel - Change


Wisst ihr, ich finde Reisen echt cool. Ich liebe es mit dem Auto herumzubrausen, ohne auf die Uhr zu achten. Außerdem mag ich es, wenn sich die Landschaften Schritt für Schritt ändern. Mal kommt eine lange Sandpassage, dann ein dichter, großer Wald mit satten, grünen Büschen und manchmal sieht man nichts, als Felder. Riesengroß und in allen Farben. Und irgendwann kommt dann die Phase, in der es so dunkel ist, dass man nichts sehen kann. Genauso wie jetzt.

Um mich einmal vorzustellen; Mein Name ist Charlie Álvarez. Ja ich weiß, der Nachname ist komisch und mein Vorname ist auch nicht besonders toll. Stellt euch vor, ich wurde mein ganzes Leben für einen Jungen gehalten. Wenn ich aufgerufen werde, erwarten die Menschen einen pummeligen, 12-jährigen. Deswegen, mag ich ihn nicht besonders.  Achso ich bin 17 jahre alt!
Der Nachname Álvarez kommt aus dem Spanischen. Mein Vater ist Spanier. Und meine Mutter ist Italienerin.
Ich wurde ebenfalls in Spanien geboren, aber mit meinem Sechsten Lebensjahr zogen wir nach Ohio, ins große Amerika.

Uns jetzt zogen wir wieder um. Nach London.

Unter ‚wir‘ verstehe ich also noch etwas anderes. Ich bin ich nicht das einzige Kind. Ich habe noch zwei Geschwister. Einmal meine 5-jährige Schwester Tamara und meinen vier Monate alten Bruder, Zack. Ich bin schon Siebzehn Jahre und zähle nicht mehr als Kind. Das macht mich wirklich stolz. Punkt für Charlie!

Eigentlich sehen meine Eltern das noch ein wenig anders. Sie müssen sich in jeden Teil meines Lebens einmischen. Und wehe ich bringe einen Jungen mit nach Hause! Der sieht den nächsten Sonnenaufgang nicht mehr, bei der Rede, die mein Vater immer hält. Wenn man 'aus dem Haus jagen' denn als Rede bezeichnen kann.
Er ist ein strenger Mann, mit dem man nicht besonders gut reden kann. Ich jedenfalls tue dies nicht besonders gerne. Manchmal frage ich mich, wie meine Mutter bei ihm landen konnte.
Aber solange meine Existenz gesichert ist, ist alles in Ordnung.

"Charlie kannst du Tammy gleich aus dem Auto tragen?" Meine Mutter warf mir über den Rückspiegel einen kurzen Blick zu. In der Dunkelheit, die das Auto langsam einhüllte, konnte ich sie gar nicht richtig sehen. Nur das Jammern von Zack bestätigte mir, dass sich meine Mutter eben bewegt hatte.

"Klar doch." War meine Antwort auf ihre Frage. Ich betrachtete meine kleine Schwester, die Seelenruhig an meiner Seite schlummerte. Das fahle Laternenlicht, welches hin und wieder ins Auto schien, leuchtete ihr über das Gesicht. Sie bewegte verärgert das Gesicht, als das rote Licht der Ampel ihre Träume störte. Ich mochte es Tammy beim Schlafen zuzusehen. Sie war so süß dabei.

Ich schüttelte den Kopf. Klar Charlie! Kleine Kinder sind immer süß beim Schlafen. Und wenn sie dann wach sind, sind sie wahre Satansbraten. Das war die absolute Wahrheit! Tammy war zwar niedlich, hatte riesen große Kulleraugen und ein goldiges Gesicht, aber sie konnte auch echt anstrengend sein. Ständig heulte sie wegen jedem Kleinkram.

"Mom, wann sind wir da?" ich legte Tamara die Decke über und strich ihr eine Strähne aus dem Gesicht. Sie kommentierte das mit einem Nieser, ehe sie sich umdrehte. In diesem Moment stoppte das Auto langsam und weich, direkt unter dem Licht einer Laterne. Zum ersten Mal seit einer ewig langen Autofahrt konnte ich ohne Schwierigkeiten nach draußen gucken.

Wir standen direkt vor einem großen, weisen Haus mit roten Fensterläden und einem riesen großen Vorgarten der vorne von perfekt geschnittenen Hecken geschützt wurde. Die Snobs lassen grüßen! Ja, ich kam mir vor wie ein Snob. Mein Vater verdiente reichlich mit seiner Firma. Er entwickelte irgendwelche langweiligen Computer-Systeme und hatte vor einem Jahr einen Durchbruch, der ihn so rasant an den Markt beförderte, dass wir sofort mit Geld um uns werfen konnten.

Für ihn – gut. Für mich – schlecht. Ich hatte ja viele Freunde gehabt, doch nach dem Auftritten meines Vaters wurde das alles richtig lästig, da ich plötzlich doppelt so viele Freunde hatte. So ist das nun mal. Meine These: Hast du Knete, hast du Freunde!

Die Tür ging auf und meine Mutter, zusammen mit Zack auf den Arm, nahm die Baby-Tasche entgegen, welche ich ihr soeben reichte. Darin befand sich alles, was Tamara über die Fahrt brauchte. Aber eines am meisten: Spielzeug! Wehe ich habe kein Spielzeug, das wäre mein Weltuntergang. Nein was denke ich denn da? Das wäre der Weltuntergang! Ihr erinnert euch? Tamara kann schreien wie eine Horde Affen.

Ich stieg aus dem Auto, Tamara auf den Arm und meine Handtasche am Ellenbogen baumelnd, schleuderte die Tür mit einem lauten Rums zu, wofür ich mir einen ermahnenden Blick von meinem Vater einfing. Dann ging mein Vater voraus. Er schloss mit seinem komisch aussehenden Schlüssel die Gartentür auf, die ungefähr halb so groß war wie ich und nun wirklich keinen Schlüssel gebrauch hätte. Aber hey! Nach meiner Meinung fragt ja niemand.
Dazu kam aber, dass diese mit einem unerträglichen Plärren aufsprang und Zack darauf das Kreischen anfing. Jetzt war es aus! Der schrie die ganze Nachbarschaft zusammen.  Ich würde mir keinen neuen Ruf aufbauen können.

„Toll jetzt schreit Zack die ganze Nachbarschaft zusammen. Mama mach doch was!“  brüllte ich über die Straße, dabei hallte meine Stimme noch bis hinüber zu den hinteren Häuserblocks. Ich hielt mir die Hand vor den Mund. Langsam kam ich mir vor, wie in einer Reality-Show.

„Schrei mich nicht so an Charlie!“ Meine Mutter schupste meinen Vater gegen die Schulter. Er brauchte lange um die Tür aufzuschließen und Zack wollte einfach nicht mit dem Gekreische aufhören. Selbst als meine Mutter ihn seine Trinkflasche in den Mund stopfte. Er quetschte die Flasche mit seinen kleinen Händen weg und spuckte mir die Milch entgegen.

„Papa entweder du machst jetzt die Tür auf, oder ich stürme das Haus!“ Meine Drohung zeigte seine Wirkung. Die Tür gab ein merkwürdiges Piepen von sich und sprang mit einem weniger lauten Knatschen auf. Leider hatte ich durch die verpeilte Situation nicht bemerkt, wie Tamara durch die Milchaktion wach geworden war. Erst als sie das Quengeln anfing wurde ich aufmerksam.

Liebe Charlie, es war schon zu spät…

Wie vom Blitz getroffen schrie Tamara nach Mama und fing an zu heulen. Lauter als Zack. Lauter als es überhaupt jemals ein Mensch hinbekommen hätte. Ich sah schon im Nachbarhaus das Licht angehen und schon kurz darauf, im Haus daneben und dem daneben. Selbst das viel größere Haus neben unserem schaltete plötzlich die Lichter an. Ich konnte nur eine Silhouette erkennen, die auf dem Balkon stand.

„Wenn sie ihre Kinder nicht bald zum Schweigen bringen, rufe ich die Polizei.“ Eine alte Frau, mit Krückstock, einem faltigen Gesicht und quietschroten Haaren humpelte im Bademantel durch ihren Vorgarten. Den Bademantel erkannte ich auch nur deswegen so gut, weil er Neon gelb war. Die Frau war nicht nur dreist, sondern auch Farbenblind. So Jemandem musste ich natürlich helfen!

„Halten sie doch die Klappe, sie alte Schrulle und kaufen sie sich lieber einen Bademantel, der nicht ganz so ihrem Gesicht schmeichelt. Wobei, der lenkt gut von ihren Haaren ab. Woher haben sie die, von EBay?“ Meine Mutter schlug mir auf den Hinterkopf, während mein Vater ins Haus verschwand, um wenigstens Zack los zu sein. Nebenbei konnte ich schwören, so etwas wie Gelächter zu hören.

„Entschuldigen sie meine Tochter. Sie ist manchmal ein wenig…schwierig.“ Meine Mutter nahm mir Tamara ab, gab sie an meinen Vater weiter, während ich beleidigt vor mich hinstarrte.

„Ich kenne ein sehr gutes Erziehungscamp. Wenn sie wollen, schreibe ich ihnen die Adresse auf.“ Mir fiel stand der Mund offen. Ich war drauf und dran da rüber zu gehen und der Frau ordentlich meine Meinung zu geigen. Aber meine Mutter ließ so etwas ungerne zu und packte mich deshalb an der Schulter, um mich ins Haus zu ziehen. Zuletzt schaffte ich es noch der Frau mit einem Fiesen Teenager-Blick abzudanken. Blöde olle Schrulle!

„Danke für diesen Vorschlag Mrs. Brimighten. Wir werden es uns überlegen.“ Meine Mutter klimperte überschwänglich lächelnd mit ihren perfekten Augenbrauen. Die Tür fiel ins Schloss und wieder ertönte dieses Piepen und dann kam eine Frauenstimme mit der Ansage.
Alarmanlage eingeschaltet. System erfolgreich aktiviert…

„Da komme ich mir vor wie in einer Hightech Irrenanstalt.“ Ich drehte mich einmal um meine eigene Achse. Das Haus sah normal aus. Mein Vater hatte vor einem Jahr mit der Renovierung begonnen. Zwischendurch ist auch meine Mutter hierher geflogen, um sich um den Feinschliff im Haus zu kümmern. Jetzt trugen die Wände ein warmes, willkommensfreundliches Beige, mit kleinen Blattförmigen Verzierungen in Schwarz.
An der Treppe hingen schon die verschiedensten Bilder von unseren Verwandten und von uns selber.

„Du kannst dein Zimmer jetzt angucken Charlie. Es ist oben die letzte Tür rechts. Ich bringe Tamara und Zack ins Bett. Nimm deinen Koffer bitte gleich mit hoch.“ Wie befohlen gehorchte ich meiner Mutter aufs Wort. Leider. Ich nahm mir den Autoschlüssel meines Vaters vom Schlüsselboard und verließ noch einmal das Haus. Mein Vater hatte die Koffer nicht ins Haus getragen. Darüber war ich froh. Mehr Geschreie hätte es von Tamara und Zack nicht geben können.
Vorsichtig öffnete ich den Kofferraum, der mit meinem geliebten Wusch aufging. Ich hievte die schweren Koffer aus dem Auto und zog gerade meine Kulturtasche heraus und wollte diese auf meinen großen Koffer legen, als genau vor meiner Nase ein strohblondes Mädchen stand. Sie grinste mich an, wie ein Affe eine Banane. Im ersten Augenblick war das sehr beängstigend.

„Kann ich dir vielleicht helfen?“ Meine Fresse, es war ein Wunder, das ich nicht schreiend durch die Gegend lief. Ich hasste es, wenn jemand das Geistspiel spielte. Dieses Ich-bin-hinter-dir-aber-du-siehst-mich-nicht Spiel. Erde an Verrückte. Das Spiel ist ätzend!

„Ziehst du hier ein?“ Das Mädchen strich sich eines ihrer langen, glatten Strähnen aus dem Gesicht und erschauderte, als ein heftiger Windzug vorbeischlug. Erst jetzt viel mir auf wie wenig dieses Mädchen trug. Einen kurzen Minirock, ein Top mit weitem Ausschnitt und aufgerissenen Seiten. Und keine Schuhe! Die hielt sie nämlich in der Hand.
Erst sehr spät fand ich wieder Worte mit denen ich ihr antworten konnte.

„Ja ich ziehe hier ein. Sag mal ist die nicht kalt?“ Ungeachtet meiner Frage fing das Mädchen an zu seufzen. Sie starrte dabei wie gebannt auf das Nachbarhaus, gleich rechts von unserem. Okay hier lief etwas ganz falsch und ich wollte gerne wissen, was diese Sache war. Dieses Mädchen bekam nämlich urplötzlich ein total rotes Gesicht. Ich folgte ihrem Blick, da schrillte ein lautes Schreien durch die Straße.

„Oh mein Gott, das ist Zayn Malik!“ brüllte die Blondhaarige los und überrannte mich mal eben. Ich landete auf meinem Koffer und meine Kulturtasche damit auf dem Straßenboden. Mein teures Chanel Parfüm floss über den Boden. Jetzt war mir nach Heulen zu Mute.

„Wenn dieser Zayn wie-auch-immer für mein Chanel Desaster verantwortlich ist, schuldet er mir hundert Dollar. Wie viel Pfund das auch immer sind!“ Pöbelnd rappelte ich mich auf, klopfte mir den Straßenstaub von meiner Kleidung und hob meine Kulturtasche vom Boden auf. Es tropfte immer noch Parfüm aus ihr heraus.

„Man das war ein Abschiedsgeschenk von Kylie. Ich verfluche dich Zayn wie-auch-immer!“ Mit diesem Schwur, knallte ich die Tür zu und rollte die Koffer ins Haus.

„Was ist denn los?“ Fragte meine Mutter als ich ins Haus zurückkehrte und murrend meine Koffer die Treppe hochschleifte. Ich hielt für einen Moment in meinem Handeln inne, stellte den Koffer auf einem Treppenansatz ab und ging ein paar Stufen herunter, nur um dann ganz langsam das Reden anzufangen.

„Weißt du Mama. Ich hatte keine Probleme von Madrid nach Ohio zu ziehen und ich hatte auch kein Problem mit London. Nein, das ist eine tolle Möglichkeit. Aber hätte Papa nicht wenigstens mal nachschauen können, ob hier Verrückte wohnen? Ich bin umgeben von Freaks und eben hat mich ein Freak-Mädchen umgerannt und irgendetwas von Zayn geredet, was oder wer auch immer das ist.“ Melodramatisch zog ich die Treppen hoch. Meinen Koffer schleuderte ich durch meinen Adrenalinkick wie von selbst die Treppen hoch.

Das obere Stockwerk wurde mir von meiner Mutter versprochen. Hier oben gehörte alles mir. Von der ersten, bis zur letzten Tür. Das war die Versicherung dafür, dass ich noch nicht gleich mit achtzehn auszog und niemals mit dem Rauchen anfing.  Meine Eltern waren schön blöd. Natürlich würde ich mich mit achtzehn verziehen. Da konnte noch so eine schicke Hütte vor mir stehen, mich hielt nichts auf.
Ich schaltete das Licht in meinem Zimmer an und war überrascht wie detailliert es bereits eingerichtet war. Mr. Twinkel, mein Teddybär lag auch schon auf meinem Bett. Und überall standen kleine Bilder von mir und Kylie. Das Zimmer allgemein war schön und geräumig. Die eine Seite des Zimmers war komplett aus Fenstern und führte auf einen überdimensional großen Balkon.

Ich beschloss heute keine großen Aktionen mehr zu starten und fischte mein Pyjama aus meiner Handtasche. Ja, der Pyjama war in meiner Handtasche! Ich hatte keine Lust mehr heute die Koffer auszupacken und außerdem bestand er sowieso nur aus einem weiten T-Shirt und einer Boxershorts. Da ich mir bei den Fenstern bespannert vorkam, betrat ich erstmals das Badezimmer und schloss die Tür hinter mir zu. Meine Kulturtasche stellte ich auf einem Schrank ab, der neben der Badewanne stand. So riesig hatte ich das Bad gar nicht eingeschätzt.
Es hatte eine Badewanne und eine Dusche. Definitiv! Ich liebte dieses Haus!

Fertig mit Zähneputzen, Haare kämmen und Kleidungswechsel, sprintete ich in das bereits bezogene Bett. Mein Vater hatte seinen Freund vorbeigeschickt und alles vorbereiten lassen. Ich fand es toll, dass mein Vater ein wenig Einfluss hatte. Aber mehr wollte ich auch nicht.
Es kostete Freundschaften und viel Nerven so viel Geld und Einfluss zu besitzen. Und ich wollte nicht erkalten. Manchmal wirkte mein Vater nämlich ziemlich abgestumpft. Das kommt von der Arbeit, sagt Mama immer. Aber ich glaube das nicht. Papa hat nur nichts mehr, was er erreichen kann, weil er schon alles hat. Da fehlten ihm natürlich der Sinn und der Spaß für das Leben.

Ich musste noch viel darüber nachdenken, bis ich einschlief…
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