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Sin City- No place for no hero

GeschichteDrama, Schmerz/Trost / P16 / Gen
21.08.2012
27.11.2012
17
21.616
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21.08.2012 357
 
DWIGHT

Wieder gehe ich die Treppe hoch.
Nachdem ich vorher nochmal kurz bei meinem Wagen war.

Eine Sekunde war ich versucht, einfach einzusteigen und endgültig die Kurve zu kratzen.
Aber Gail ist mir wie eine dunkle, drohende Gewitterwolke hinterher gestakt.
Bis zum Anschlag aufgeladen mit destruktiver Energie.
Bereit wie der Allmächtige, mir mit einem gewaltigen Blitz den Arsch zu grillen, sollte ich
nur noch einen Piep zu der Sache machen.
Gesagt ist sowieso schon alles.
Da gebe ich ihr Recht.
Der einzige Punkt, in dem ich und sie uns heute Abend einig sind.
Und auch der einzige, bei dem es bleiben wird.
Wenn überhaupt.

Sie war nicht gerade begeistert, als sie gesehen hat, was ich aus meinem Handschuhfach befördert
habe.
Ich habe ihr einen Blick zugeworfen, der sie die Klappe halten ließ und die Tür mit ungewohnter Wucht wieder zugeknallt.
Wenn ich diesen Scheiß schon machen soll, dann auf meine Art.

Jetzt verfolgt sie meine Schritte mit Argusaugen, bis ich wieder oben bin.

Trotzdem weiß ich nicht, warum ich das hier überhaupt mache.
Es auch nur in Erwägung ziehe.
Aber ich bin ein Mann, der gerne seine Schulden aus dem Kreuz hat.
So einfach ist das.
Habe trotz flüssiger Verstärkung allerdings noch immer keinen blassen Schimmer, wie ich das Ding gewuppt kriegen soll.
Da werde ich mich wohl ganz auf meinen Charme verlassen müssen.
Tolle Idee, Gail.
Du musst es ja wissen, Baby.

Erneut bleibe ich vor ihrer Tür stehen, die so ist, so wie ich sie verlassen habe.
Angelehnt.
Nicht geschlossen.
Der Spalt ist vielleicht nur eine Handkante breit, trotzdem überfällt mich sofort ein idiotisches Gefühl von Reue, als ich ihn sehe.
Verflucht!
Hat die Kleine womöglich alles im Flur unten Vorgefallene mit angehört?
Herzlichen Glückwunsch, Junge.
Du verstehst es wirklich, einer Frau eine schöne Zeit zu bereiten!
Geschweige denn, Vorfreude auf mehr zu machen.

Nervös wie ein Pennäler beim ersten Schulball streife ich mir zum x. Mal die Haare aus der Stirn
und wappne mich für das nun Kommende.
Kein Sinn mehr, die Sache noch länger hinaus zu zögern.

Ruckartig strecke ich die Hand aus und stoße mit meinen Fingern die Tür auf.
Showtime.
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