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Sweet Amoris Alice Kids

Kurzbeschreibung
GeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P16 / Gen
20.08.2012
20.08.2012
30
95.067
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20.08.2012 1.600
 
Ich beschäftige mich auch nicht weiter mit dem Gedanken, was die beiden eigentlich beredet haben.
Es wir langsam dunkler und es sind jetzt bestimmt schon ein paar Stunden vergangen, in denen wir hier stumm sitzen bzw liegen und sie Augen geschlossen haben.
Dann spüre ich plötzlich, wie neben mir etwas auf den Boden knallt und dann etwas heißes sich mir nähert.
„Ich schlafe immer noch nicht, also spars dir.“ Ohne hinzusehen weiß ich, dass er seine brennende Hand wieder zurückgezogen hat.
„Einen Versuch wars wert.“
„Damit hättest du mir den Krieg erklärt.“
„Na und? Ist wenigstens spannender, als hier nur dumm rumzusitzen.“
Jetzt öffne ich meine Augen.
„Willst du mir etwa sagen, dass ich langweilig bin?“
„Ja, genau das.“
„Du musst ja nicht mit mir abhängen, wenn es dir nicht gefällt.“
„Du bist doch zu mir gekommen und nicht ich zu dir.“
„Ja, aber ich habe auch nicht erwartet, dass wir zusammen irgendwie Spaß haben könnten. Wenn dir langweilig ist dann geh doch mit deinem Lysander spielen.“
„Ne, der ist doch auch langweilig.“
„Warum hast du ihn dann so sehr wieder als deinen Kumpel haben wollen? Gibs doch zu, wenn er noch mit mir befreundet wäre und nicht mit dir, dann wäre dein Leben auch nicht anders. Du sitzt doch eh nur den ganzen auf dem Baum.“
„Ach halt du doch die Klappe!“
„Oh, habe ich etwa gerade deinen Schwachpunkt entdeckt?“
„Lass mich in Ruhe!“ brüllt er wütend.
„Ich zeige nur Tatsachen auf.“
„Das gibt dir nicht das Recht, dein Maul so aufzureißen!“
„Oh, hab ich das Hündchen jetzt etwa beleidigt?“
„Hündchen? Wie kannst du mich so nennen?“
„Hm, mal überlegen. Groß, laut, fängt an zu bellen, wenn etwas nicht stimmt. Ja, die Ähnlichkeit ist schon groß.“
„Wenn ich ein Hund bin, dann bist du ne Katze.“
„Wow, mehr fällt dir nicht ein?“
Er scheint nicht wirklich zu wissen, wie er jetzt noch antworten soll. Irgendwie scheinen ihm die Beleidigungen, sofern man „Katze“ als Beleidigung bezeichnen kann, aus zu gehen.
Ich packe mit meiner Hand einen Stock, der neben mir liegt, und werfe ihn auf die Wiese.
„Komm, brings Stöckchen, Betty! Sei ein braver Hund. Du kriegst dann auch ein Leckerli.“
Castiels Kopf ist ganz rot vor Wut und ich muss mir das Lachen verkneifen. Er findet keine Worte mehr. Wütend stampft er davon, wobei er auf dem Weg den Stock aufhebt und nach mir wirft. Allerdings trifft er mich nicht.
„Braver Hund. Morgen kriegste ein Leckerli.“
Als er dann endlich weg ist kann ich mir das Lachen gar nicht mehr verkneifen. Es ist schon ziemlich amüsant, sich mit ihm zu streiten.


Dann entschließe ich mich auch mal schlafen zu gehen und humple in mein Zimmer.
Am nächsten Morgen schmerzt mein Knöchel immer noch. Ein Glück ist heute Sonntag. Ich habe keine Lust auf Schule und auf das ganze Gerede „Am Montag sind Prüfungen, bereitet euch gut vor.“
Was soll man schon groß lernen? Man muss doch eigentlich nur sein Alice beherrschen können.
Humpelnd gehe ich in die Cafeteria. Da setzt sich dann wieder Ken zu mir. Der weiß allerdings noch gar nicht, dass ich wieder zu meinem alten Ich geworden bin und erwartet jetzt wohl eine fröhliche und nette Sakura. Aber die bin ich nun mal nicht mehr und das scheint er gleich gemerkt zu haben, als ich in meinem Kopf die ganze Zeit „Erhoff dir nix ich bin nicht mehr die alte Sakura“ denke.
Verwundert starrt er mich an.
Und du kannst so lange in meinen Gedanken rumstöbern wie du willst du wirst nicht herausfinden warum ich plötzlich so bin. Das hier ist mein wahres Ich und es wird sich auch nicht dran ändern, denke ich mir weiter.
Er starrt mich immer noch konzentriert an und versucht wohl immer noch den Grund heraus zu finden, aber er gibt schließlich auf und setzt sich wo anders hin. Man, was hat Lysander nur mit mir gemacht? Seit er nicht mehr bei mir ist kann ich meine Gedanken kontrollieren und blamiere mich nicht mehr vor Ken.
Zufrieden esse ich meine Spiegeleier und gehe dann wieder raus. Hm, was könnte man an so einem Tag großartig machen? Alle lernen fleißig für den Test morgen, aber das brauche ich nicht. Also entscheide ich mich wieder ein wenig shoppen zu gehen, allerdings ohne Leighs Laden zu besuchen. Stattdessen gehe ich erst in ein Schuhgeschäft, in einen Süßigkeiten Laden und dann gehe ich einfach nur durch die Straßen, bis ich diesen Laden sehe. Ich starre in das Schaufenster. Überall liegen Leinen, Hundefutter, Spielzeug und vieles mehr in den Regalen. Der Gedanke ist wirklich verführerisch. Also gehe ich rein und kaufe mir einige Dinge. Dann gehe ich wieder zu dem Baum und werfe meine Einkaufstaschen neben mich. Dann lege ich mich gemütlich ins Gras.
„Ich wusste doch, dass du hier bist.“ sage ich grinsend und starre hoch in die Baumkrone, wo er mal wieder auf einem Ast sitzt.
„Hattest wohl Sehnsucht nach mir oder warum bist du hergekommen?“ fragt er gelangweilt.
„Man darf seinen Hund ja nicht alleine lassen, sonst macht er nur Unsinn.“
Diesmal lässt er sich nicht von dem Ausdruck „Hund“ ärgern. Ich krame in einer Einkaufstasche und ziehe eine Tüte mit echten Hundeleckerlis heraus.
„Hier, Betty, dein Leckerli, den ich dir versprochen habe.“
Ich werfe es hoch und es prallt ihm gegen die Stirn, ehe es in seine geöffnete Handfläche fällt.
„Das is jetzt nicht dein ernst oder?“ fragt er ein wenig genervt.
„Doch, mein voller ernst und jetzt friss, sonst nehm ichs dir wieder weg.“ frech grinse ich ihn an. Er lächelt frech zurück und nimmt den Leckerli dann tatsächlich in den Mund und isst ihn. Mein grinsen wird sofort zu einem erschrockenen Gesicht.
„Das hast das Ding doch jetzt nicht ernsthaft gegessen oder?“
„Doch, wollte mal wissen wie du reagierst. Deinen Gesichtsausdruck hätte man Filmen sollen!“ er kichert.
„Haha, sehr witzig.“ aber es muss schon irgendwie komisch gewesen sein, denn er lacht immer noch und dann lache ich mit ihm.


*quietsch*
Castiel öffnet die Augen und schaut zu mir runter.
*Quietsch*
Ich halte einen Gummiknochen in der Hand und drücke immer wieder drauf, sodass ein quietschen ertönt.
„Wow, du reagierst sogar darauf.“ sage ich mit einem frechen Grinsen.
„Du bist eben ein echter Hund.“
„Ach lass mich doch in Ruhe.“ Erschließt die Augen und versucht doch zu entspannen, aber ich drücke immer wieder auf den Gummiknochen. Dann kommt er plötzlich runter gesprungen und streckt die Hand aus.
„Gib das verdammte Ding her.“
„Und wenn nicht?“
„Dann hol ich es dir mit Gewalt ab.“
„Versuchs doch.“
Ich wedle mit dem Knochen vor seiner Nase und er versucht danach zu schnappen, aber ich ziehe es rechtzeitig weg.
„Oh, kriegst du es etwa nicht?“ sage ich immer noch mit einem frechen Grinsen.
Er wird sichtlich wütend und dann schlägt er mir das Ding letzten Endes doch aus der Hand. Dann liegt es im Gras und steht plötzlich in Flammen.
„So, jetzt is es futsch. Dann kann ich ja endlich meine Ruhe haben.“ genervt klettert er den Baum wieder hoch.
„Du wolltest mich nicht wieder verletzen oder?“
„Haha, ich würde nicht davor zurück schrecken, dich im Feuer grauenvoll verbrennen zu lassen.“
„Und wieso hast du dann den Knochen nicht direkt verbrannt, als er noch in meiner Hand war, sondern hast dir die Mühe gemacht, bist hier runter gekommen und hast ihn mir aus der Hand geschlagen?“
Darauf antwortet er nicht.
„Ich sagte doch, irgendwann bist du in mich verknallt.“ füge ich dann noch lachend hinzu.
„Als ob ich mich in dich verlieben könnte.“
Ich kichere nur. Ich sehs schon kommen irgendwann kniet er vor mir und bettelt darum, mit mir gehen zu dürfen. Den Gedanken behalte ich aber für mich, da ich keine Lust auf eine weiter Diskussion habe.
„Gehst du nich üben? Morgen sind doch die Prüfungen.“ fragt er mich plötzlich.     
„Nö, kein Bock. Außerdem kann man da nich großartig lernen.“
„Hast Recht. Endlich mal jemand, der nicht den ganzen Tag am lernen und jammern ist, dass ers nicht kann.“
„Endlich mal jemand, der mich versteht.“ Erwidere ich ihm.
Dann höre ich plötzlich, wie sein Magen knurrt.
„Hat dir das Leckerli nicht gereicht?“ frage ich kichernd.
„Ach sei still!“
Ich wühle in meinen Einkaufstaschen und ziehe eine Packung Chips raus.
„Willst du etwas?“
Er starrt nach unten auf die Chipspackung.
„Nö, ich brauche deine Almosen nicht.“
Er schließt wieder die Augen.
Ich öffne die Tüte und beiße laut von einem Chip ab. Geräuschvoll esse ich einen Chip nach dem anderen, um ihn zu ärgern. Dann kommt er plötzlich doch runtergesprungen und reißt mir die Tüte aus den Händen. Er greift mit der Hand rein und nimmt sich so viel raus wie er kann. Dann reicht er mir wieder die Tüte.
„Hey! Du hast die halbe Tüte leer gemacht!“ schreie ich ihn empört an.
„Ich wollte nur verhindern, dass du alle isst und dann fett wirst. Ich habe dabei nur an dich gedacht.“
„Haha, wers glaubt.“ antworte ich kichernd und stecke mir ein paar Chips in den Mund. Auch er isst seine, die er in der Hand hält. So sitzen wir da. Nebeneinander im Schatten eines Baumes und essen stumm unsere Chips. Da wird es langsam auch schon dunkel. Ich stehe auf und hebe meine Taschen auf.
„Also dann bis morgen bei den Prüfungen.“ rufe ich ihm noch zu, während ich schon weghumple.
Ich habe echt keinen Bock auf morgen Schule, aber was soll man machen? Hier darf man ja leider nicht schwänzen, sonst wird man sehr schwer bestraft. Und da habe ich nun wirklich keine Lust drauf.
Müde lege ich mich in mein Bett und schlafe sofort ein.
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