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Sweet Amoris Alice Kids

Kurzbeschreibung
GeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P16 / Gen
20.08.2012
20.08.2012
30
95.067
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20.08.2012 5.640
 
Am nächsten Morgen ist wieder alles beim alten. Lysander und ich erwähnen den gestrigen Vorfall nicht und auch Castiel spricht mich nicht mehr darauf an.
Castiel, Lysander, Iris, Minaru, Daisuke und ich frühstücken gemeinsam in der Cafeteria und unterhalten uns über dies und jenes.
„Hey! Habt ihr schon gehört? Wir bekommen heute zwei neue Schüler!“ kreischt Iris.
„Weißt du schon, in welche Klasse die kommen?“ frage ich sie, obwohl mich die neuen Schüler eigentlich nicht wirklich interessieren.
„Ich habe Gerüchte gehört, dass sie in die Naturaliceklasse kommen, also in eure.“ Iris‘ Blick wandert von Castiel zu Lysander und dann zu mir.
„In welcher Klasse bist du eigentlich?“ frage ich Iris dann. Ich weiß ja nicht mal, was für ein Alice sie hat.
„In der Sondergruppe.“
„Was ist das denn für eine Klasse?“ frage ich sie verwirrt.
„Das sind diejenige, die nicht auf die Natur-, Technik- oder Psychoklasse (das ist die klasse, die was mit gedanken, seele etc zu tun hat also nicht ne klasse in der nur Psychopaten sind xD) eingeteilt werden.“
„Aber was ist denn dann dein Alice?“
„Ich kann Jemanden einschlafen lassen.“
„Wow, das ist ein interessantes Alice.“ Sage ich begeistert. Sie könnte jeden einfach so außer Gefecht setzen, ohne wirklich gegen ihn kämpfen zu müssen.
„Ach, so nützlich ist das nicht. Naja, ist jetzt aber auch egal.“
„Und welches Alice hat eigentlich Minaru?“
„Sie kann Personen mit Hilfe ihres Gesangs hypnotisieren.“
Das erinnert mich jetzt ein wenig an Amber. Sie verführt auch andere Personen, um sie auf ihrer Seite kämpfen zu lassen.
„Aber Minaru benutzt ihr Alice nie, vor allem nicht für böse Zwecke. Sie will nicht die Kontrolle über jemanden haben und das kann ich auch verstehen.“ Fügt Iris hinzu und ich nicke zustimmend. Trotz ihrer ähnlichen Alice sind Minaru und Amber völlig verschieden.
Die Schulglocke ertönt. In 10 Minuten würde der Unterricht beginnen. Iris und ich bringen Daisuke und Minaru noch schnell in ihrer Klassen, bevor wir selbst in unsere gehen.
Den ganzen Unterricht lang starre ich nur aus dem Fenster und langweile mich wie immer. Das ich nie beim Unterricht zuhöre bereue ich nicht, schließlich bringt mich der Stoff auch nicht weiter. Plötzlich klopft es an der Tür.
Das müssen wohl die neuen Schüler sein. Aber ich interessiere mich nicht für die beiden und würdige sie keines Blickes.
Aufgeregtes Geschnatter geht durch die Klasse, als sie die zwei Jungs sehen.
„Yo.“ Sagt einer der Schüler gelangweilt zum Lehrer. Sofort erkenne ich die Stimme wieder. Ruckartig drehe ich meinen Blick nach vorne und da vorne stehen sie tatsächlich!
Die Wut kocht in mir hoch und ich hebe mich von meinem Platz. Ich rase auf ihn zu und spieße einen von ihnen  mit Eissplittern, die ich aus dem Wasser einer Wasserflasche auf dem Lehrertisch mache, an den Klamotten auf der Wand.
„DU!“ schreie ich ihn an. Der grauhaarige schaut belustigt zu mir herunter.
„Lange nicht mehr gesehen.“ Sagt er grinsend.


„Na kleine Saki? Warst du einsam ohne mich?“ fragt der grauhaarige.
„Halt die Klappe Zane! Was hast du hier zu suchen?!“
„Ich schätze mal genau dasselbe wie du. Ich bin wegen meinem Alice hier.“
„Das ist doch nur eine Lüge! Du willst mich nur quälen! Aber ich sag dir eins: Du wirst mich nicht mehr um den Finger wickeln!!!“ schreie ich ihn an.
„Sakura! Setzen sie sich sofort auf ihren Platz! Im Unterricht sind Kämpfe verboten! Verschiebt das auf heute Nachmittag.“ Befielt mir der Lehrer.
Ich zögere noch kurz und starre Zane wütend an. Aber weil ich mir keine Strafarbeit einheimsen will ziehe ich das Eis zurück und setze mich wieder auf meinen Platz.
„Also, Kinder, das hier sind Zane und Jake.“
Die Jungs setzen sich auf zwei freie Plätze und dann fängt auch der Unterricht wieder an.
Ab und zu schaue ich rüber zu Zane, wobei in mir immer wieder die Wut aufkocht. Warum muss der hier sein? Ich dachte ich wäre den endlich los!
Endlich klingelt es zum Unterrichtsende. Ich schnappe mir meine Tasche und verlasse als erste den Klassenraum, ohne auch nur wieder auf die Brüder zu achten.
Ich gehe einfach quer über den Hof und immer weiter, ohne darauf zu achten, wohin ich eigentlich gehe, Hauptsache nur weg von den Jungs.
„Warte doch mal Sakura!“ höre ich jemanden hinter mir rufen.
„Was willst du?“ schreie ich Castiel an und drehe mich zu ihm. Als er mein Gesicht sieht nimmt er mich plötzlich in seine Arme. Auch ich schlinge meine Arme um ihn und fange bereits an zu schluchzen.
„Warum sind sie her gekommen? Warum hat Zane mir das angetan? Ich hasse ihn!“ beklage ich mich bei Castiel.
„Ist ja gut. Shhhhhh.“ Er streichelt mir sanft über die Haare.
Das ganze wird zu viel für mich. Meine Beine zittern, bis sie unter mir nachgeben und Castiel mich festhalten muss. Langsam setzt er sich mit mir auf den Boden, ohne mich loszulassen.
Ich sitze auf seinem Schoß und habe meine Hände in sein T-Shirt gekrallt.
Es ist wegen meinen Tränen schon ganz nass, aber das interessiert weder ihn noch mich. Ich bin im Moment einfach nur froh, dass er bei mir ist und mich tröstet.
Langsam beruhige ich mich wieder und hebe meinen Kopf von seiner Schulter.
Castiel wischt mir die letzten Tränen weg, aber als er seine Hand dann wieder von meiner Wange nehmen will, halte ich sie noch schnell fest.
„Bitte geh nicht.“ Flüstere ich und drücke seine Warme Hand an meine Wange. Dabei schließe ich meine Augen, denn es wäre mir jetzt zu peinlich ihn anzuschauen.
Castiel legt seine andere Hand an meinen Hinterkopf und drückt mich sanft an seine Brust.
Ich genieße seine sanften Kuscheleinheiten und presse mich ein wenig fester an ihn. Seine Hand liegt dabei immer noch auf meiner Wange und ich fühle mich bei ihm ein wenig geborgen.


„Ist das dein neuer Freund?“ höre ich eine Stimme hinter uns sagen. Sofort schrecke ich auf und lasse Castiels Hand los. Wütend starre ich die Person an, die gerade gesprochen hat.
„Was willst du hier? Verpiss dich und komm am besten nie mehr wieder!“ schreie ich Jake an.
„Das ist die Saki, die ich kenne. Ich habe dich noch nie weinen sehen, das passt überhaupt nicht zu dir.“
„Halt die Klappe und verschwinde! Ich will dich nicht mehr sehen!“
„Es gibt aber etwas wichtiges, das wissen solltest.“
„Egal wie wichtig es ist! Es ist mir egal, ihr seid mir egal! Verschwinde endlich!“
Plötzlich kommt er auf mich zu, packt mich an den Schultern und rüttelt mich kräftig.
„Saki! Hier geht es jetzt nicht um dich oder um Zane! Hier geht es um die ganze Clique! Wir brauchen deine Hilfe!“ schreit er mich an.
„Ich hasse die Clique! Ihr sollt gefälligst selbst klar kommen!“
„Hör zu, ich kann verstehen, dass du Chloé und Zane hasst, aber in der Clique waren wir alle wie Brüder und Schwestern! Willst du sie alle aufgeben, nur weil zwei von ihnen scheiße gebaut haben? Wir sind doch alle Geschwister!“ seine Stimme wird dabei immer lauter und er rüttelt mich immer noch hin und her.
Sprachlos starre ich ihn an. Er hat recht. Warum verurteile ich alle meine Brüder und Schwestern, wenn es nur Zane und Chloé sind, die mir das angetan haben?
„Na endlich bist du zur Besinnung gekommen! Wir haben ein großes Problem.“
Endlich lässt er mich los und ich verliere durch das ganze gerüttel kurz das Gleichgewicht, fange mich aber schnell wieder und stehe aufrecht vor ihm.
„Du weißt ja sich noch, dass es in unser Stadt noch eine Clique gab, die ein bisschen kleiner war als unsere, aber dafür viel gefährlicher.“
„Die Fire Skulls.“ Murmele ich.
„Ja, genau die. Sie haben es geschafft, uns zu überwältigen und fast jeden von uns gefangen genommen. Zane und ich konnten uns noch wegen unseren Alice retten, aber bevor wir auch die anderen befreien konnten wurde wir von diesem Typen, der dich damals schon hier her geschleppt hat, mitgenommen. Unsere Alice wurden irgendwie von ihm blockiert, deshalb konnten wir uns nicht wehren.“
„Ein Aliceläufer.“ Wirft Castiel ein.
„Die halten sich immer da auf, wo es viele Alice gibt und bringt sie hier her. Eure Stadt muss ja eine wahre Goldgrube sein. Der Aliceläufer, der sich dort aufhält ist Sam. Er hat ein Alice mit dem er die Alice anderer blockieren kann.“
„Der ist ein echtes Problem. Er wird uns in die Quere kommen, wenn wir versuchen die anderen zu retten.“ Sagt Jake nachdenklich.
Ich selbst sage zu dem ganzen kein einziges Wort. Ich bin immer noch unschlüssig, ob ich den wirklich helfen soll. Ein großes Problem ist es ja schon, hier überhaupt mal rauszukommen. Aber wir müssen es unbemerkt schaffen. Noch dazu ist da dieser blöde Aliceläufer.
Ein Vogelgeschrei reißt mich aus meinen Gedanken. Unsere Blicke wandern nach oben zum Himmel.
„Scar!“ rufe ich und stecke mir dann die Finger in den Mund, um laut zu pfeifen. Sofort kommt der Vogel runter geschossen und setzt sich auf meinen ausgestreckten Arm.
(hier noch mal das bild, damit ihr wieder wisst, wie der vogel aussah ^^)
http://www.silverinessimage.webs.com/photos/anime%20boys/boy9.jpg
„Du kennst den Vogel?“ fragt Castiel mich verwirrt.
„Das ist Phönix‘. Ich hab ihn ja mal erwähnt er ist einer aus unserer Clique.“ Erkläre ich ihm, während ich eine kleine Nachricht von dem Fuß des Vogels losbinde.
„Sie haben jetzt auch die letzten unserer Brüder und Schwestern gefangen genommen. Wir brauchen schnell Hilfe! Einige von uns wurden bereits verprügelt und die anderen sind schon als nächstes dran. Sie haben Schlagringe und Schlagstöcke und einer von ihnen sogar eine Waffe. Bitte helft uns hier raus!“ lese ich laut vor.


Geschockt starre ich auf den Zettel. Das die Red Skulls gefährlich sind, wusste ich schon vorher, aber das sie zu solchen Waffen zurückgreifen würden, hätte ich niemals erwartet.
„Wir sind die einzigen, die sie jetzt noch retten können. Sie brauchen unsere Hilfe.“ Erklärt Jake.
„Hör nicht auf ihn! Ich dachte du hasst deine Clique, also warum willst du dich jetzt selbst in Gefahr bringen?“ redet Castiel auf ich ein.
„Ich hasse meine Clique nicht. Ich hasse nur Zane und Chloé, aber die anderen sind doch meine Brüder und Schwestern! Ich muss ihnen helfen!“
„Aber…“
„Jetzt halt doch einfach deine Fresse! Sie hat sich entschieden und du kannst nichts daran ändern, also lass es!“ fährt Jake Castiel an.
Dieser wird wütend und hat bereits seine Faust gehoben, um auf Jake einzuschlagen.
„Hört auf! Das bringt uns jetzt auch nicht weiter!“ schreie ich sie an.
Erschrocken starren sie mich an.
„Ich habe mich entscheiden Castiel, also musst du dich damit abfinden. Es wundert mich sowieso, warum du dir jetzt so viele Sorgen um mich machst. Und Jake, hör auf meinen Freund so anzufahren!“
„Ich wusste doch, er ist dein Freund. Du wechselst aber schnell von Zane zu nem anderen.“
„Castiel ist EIN Freund nicht MEIN Freund! Genauso wie Lysander, Ken, Dajan, Dake, Jade, Kyle und Leigh!“
Als ich diese ganzen Namen aufzähle fällt mir auf, dass alle meine Freunde Männlich sind, außer Iris und vielleicht noch Melody, falls ich sie als meine Freundin bezeichnen kann. Sollte ich mir darüber vielleicht sorgen machen? Nein, ich denke eher nicht. In meiner Clique waren damals auch nur Jungs und nur wenige Mädchen und ich war mit allen von ihnen befreundet.
„Jaja, ist ja gut.“
„Okay, wir brauchen jetzt einen Plan.“ Fange ich an.
„Wir bräuchten vielleicht auch ein wenig mehr Verbündete.“ Wirft Jake ein.
Flehend starre ich Castiel an.
„Nichts da. Ich mach bei so nem Scheiß nicht mit!“
„Oh, hast du etwas Angst?“ schmunzelt Jake.
„Ich habe keine Angst!!“ schreit Castiel.
„Und warum machst du dann nicht mit?“
„Weil ich niemanden retten will, den ich nicht kenne. Ich hasse es zu helfen!“
„Okay, formulieren wir es mal anders. Kommst du mit, damit du Saki beschützen kannst?“
Castiel starrt ihn nur an und bekommt kein Wort heraus. Dann wandert sein Blick zu mir.
„Okay, aber nur wegen Sakura!“ schreit er dann Jake an, aber er kann trotzdem nicht verbergen, dass er ein wenig rot geworden ist.
Mein Blick liegt immer noch auf Castiel. Er will mich beschützen? Hat er Angst um mich? Ich kenne dieses Verhalten von ihm überhaupt nicht. Unsere Blicke treffen sich kurz, aber er wendet sich schnell ab und verschwindet dann.
„Na also, geht doch. Wir brauchen aber noch mehr Verbündete.“ Sagt Jake.
„Wenn du doch so viele Freunde hast, kannst du sie ja mal darum bitten.“
„Aber ich will sie nicht in Gefahr bringen!“
„Wir brauchen jeden, den wir kriegen können! Außerdem haben sie alle ein Alice. Sie wissen, wie sie sich verteidigen können.“
„Nicht jedes Alice ist für den Kampf geeignet!“
„Sie können uns auch anders helfen als nur im Kampf. Zum Beispiel können sie aufpassen, dass der Aliceläufer das ganze nicht mitbekommt.“
Nachdenklich schaue ich auf den Boden.
„Okay, ich werde sie fragen.“ Sage ich dann und mache mich auf die Suche nach ihnen.


„Kyle! Warte mal!“ rufe ich dem Jungen zu, der gerade auf dem Weg zur Cafeteria ist.
Verwirrt dreht er sich zu mir um. Aber als er mich erkennt sehe ich einen kleinen Anflug von Trauer. Aber wieso? Habe ich irgendetwas gemacht? Ich hoffe, er wird mich deswegen nicht im Stich lassen!
„Wir brauchen unbedingt deine Hilfe Kyle!“
„Bei was denn?“
Ich schaue mich kurz um und vergewissere mich, dass uns keiner belauscht.
Dann flüstere ich ihm ins Ohr:
„Wir müssen aus der Schule ausbrechen, um meiner Clique aus der Patsche zu helfen.“
„Unmöglich! Das wird niemals funktionieren! Das ist alles so perfekt gesichert!“
„Deshalb brauchen wir deine Hilfe. Machst du jetzt mit oder nicht?“
Er überlegt und ist noch ziemlich skeptisch, stimmt dann aber doch zu.
„Okay, wir treffen uns in einer halben Stunde Am See und besprechen das alle zusammen.“ Kaum habe ich den Satz zu Ende gesprochen laufe ich auch schon los, um den nächsten zu suchen.
Ich steuere zu erst die Turnhalle an. Dajan ist bestimmt dort und trainiert wieder.
Als ich die Halle betrete höre ich bereits, wie ein Ball in regelmäßigen Abständen auf den Boden schlägt.
„Dajan! Ich muss mit dir reden!“ rufe ich zu ihm rüber. Er klemmt sich den Ball unter den Arm und schlendert zu mir rüber.
„Ich brauche unbedingt deine Hilfe.“
„DU brauchst meine Hilfe? Als ich dir das letzte mal helfen wollte hast du mich angeschrien und dich wie eine verrückte dagegen gewehrt.“
„Ähm…ja. Tut mir Leid. Aber das ist jetzt wirklich dringend.“
„Schieß los.“
„Wir müssen es schaffen, aus dieser Schule rauszukommen.“
Dajan starrt mich entsetzt an.
„Das schaffen wir nie! Und warum überhaupt?“
„Meine Freunde wurden von Schlägern gefangen und wir müssen sie da raus holen.“
„Das wird niemals klappen. Du unterschätzt das Sicherheitssystem an dieser Schule.“
„Aber wir MÜSSEN hier raus! Och kann meine Freunde nicht im Stich lassen!“
„Da brauchst du aber echt nen Bombensicheren Plan.“
„Den werden wir entwickeln, wenn wir genug Helfer haben. Also, machst du jetzt mit?“
Er zögert kurz, nickt dann aber. Ich schicke ihn zum See und suche nach Ken, den ich dann auch in der Cafeteria finde.
In Gedanken erkläre ich ihm, warum wir seine Hilfe brauchen. Hier ist es viel zu unsicher laut darüber zu reden. Irgendjemand könnte es der Direktorin erzählen und wir könnten das ganze vergessen.
Auch Ken zögert ein wenig, nickt dann aber kaum merklich und ich schicke auch ihn zum See.
Iris, die ich beim Vorbeigehen sehe, ziehe ich auch noch mit und rede draußen mit ihr über die Sache. Auch sie kann ich für die Sache überreden.
Jetzt fehlen nur noch Lysander und Leigh und ich könnte vielleicht auch Nana bitten, uns von hier drinnen zu helfen. Wir werden schließlich nicht alle aus der Schule ausbrechen.
Gemeinsam mit Jake renne ich runter ins Leighs Geschäft.
Als ich die Tür öffne kommt dieser sofort zu uns geschwebt.
„Ach, Sakura! Schön, dich zu sehen. Was bringt dich zu mir?“
„Ich brauche unbedingt die Hilfe von dir und Nana.“
Als Nana mich hört kommt sie sofort aus dem Hinterzimmer, diesmal mit weißem, langem Haar. Echt seltsam, was ihr nicht alles steht.
„Was gibt’s?“ fragt sie neugierig.
„Ist außer uns irgendjemand im Laden?“
„Nein, wir sind allein.“ Erklärt Leigh.
„Gut. Hör zu, wir müssen es schaffen, aus diesem Hof hier auszubrechen.“
Leigh und Nana klappen die Münder auf.
„Es ist wichtig! Meine Freunde wurden von Schlägern gefangen genommen und wir müssen sie retten! Möglicherweise hängt sogar ihr Leben davon ab!“
Es kommt keine Antwort von den Beiden.
„Bitte!“
„Hast du denn überhaupt schon einen Plan, wie wir das anstellen sollen?“ fragt mich Leigh dann.
„Das besprechen wir, wenn wir genug Leute haben, die uns helfen.“
„Wer hilft denn schon mit?“
„Castiel, Dajan, Ken, Kyle, Iris, Zane und Jake.“
„Na gut, ich werde euch helfen.“
„Danke!“
„Ich würde gerne helfen, aber was könnte ich schon tun?“
„Du könntest uns bei der Tarnung helfen. Ich glaube, dass es in unserem Team so einige gibt, an deren Frisur man sie schon von weitem erkennen kann.“
„Okay, dann werde ich dafür sorgen.“
„Danke!“ stürmisch umarme ich Nana. Dann verlasse ich mit Jake wieder den Laden, um den letzten auf unserer Liste zu suchen.
Wir finden ihn auch ziemlich schnell, denn er scheint auch nach mir gesucht zu haben. Aber als er sieht, dass Jake mit mir rumläuft bleibt er abrupt stehen und starrt mich entsetzt an.
„Ich dachte, du hasst Jake und Zane.“ Lysander mustert Jake genau.
„Ich hasse Zane, aber nicht Jake und auch nicht den Rest meiner Clique, außer Chloé. Die anderen haben mir ja nichts getan. Ich darf sie nicht dafür beschuldigen. Das ist es aber auch, weshalb ich hier bin. Ich brauche unbedingt deine Hilfe.“
„Wobei?“ Lysander beobachtet Jake immer noch genau, als würde er darauf warten, dass er gleich losspringt und ihn angreift.
„Wir müssen aus der Schule fliehen und meiner Clique helfen, aus ihrer Gefangenschaft zu entfliehen.“
Erst jetzt wandert Lysanders Blick zu mir.
„Das soll wohl ein Scherz sein!“
„Wenn es um so etwas geht mache ich keine Scherze. Es ist wichtig!“
„Du wirst es niemals schaffen, hier raus zu kommen!“
„Mit deiner Hilfe vielleicht schon. Bitte, Lysander! Wir brauchen jede Hilfe, die wir kriegen können!“
„Ich weiß nicht. Das ganze wird wahrscheinlich sowieso nicht klappen und wir werden uns alle eine fette Strafarbeit anholen müssen.“
„Wir müssen es versuchen! Es geht vielleicht sogar um Leben und Tot!“
Lysander ist immer noch skeptisch. Mit flehenden Augen starre ich ihn an, bis er am Ende doch noch zusagt.

(ich habe doch gewusst, dass ich jemanden vergessen habe, nämlich Dake und Jade tut mir echt leid leute aber die kommen auch ^^)
Gemeinsam gehen wir alle zu dem See, wo Dajan, Jade, Leigh, Dake, Castiel, Nana, Zane, Ken, Kyle, Iris und, zu meiner Verwunderung, auch Melody schon auf uns warten.
„Ich hab Melody gefragt, ob sie uns helfen kann.“ Entgegnet mir Iris, als sie meinen verwirrten Blick sieht.
„Ich bin mit der ganzen Sache aber nicht so einverstanden. Wir werden hundert pro auffliegen und Strafen bekommen.“ Erklärt Melody.
„Denk mal ein bisschen positiver. Wir schaffen das!“ muntere ich sie auf und ein kleines Lächeln zaubert sich auf ihr Gesicht.
„Okay. Hier können wir aber nicht bleiben. Die Gefahr, dass wir belauscht werden ist viel zu groß.“ Erkläre ich den anderen und überlege schon mal, wo wir hingehen könnten.
„Ich glaube, der Wald wäre gut geeignet.“ Wirft Leigh ein.
„Die Gefahr, dass jemand ungebetenes da durch kommt ist zu groß.“ Kurz huscht mir der Gedanke an unseren abgebrochenen Kuss durch den Kopf. Kyle war schließlich auch nur zufällig im Wald…oder?
„Ich könnte dort ein Versteck unter der Erde bauen.“ Schlägt Jade vor.
„Das wäre perfekt. Also kommt. Auf in den Wald!“ rufe ich und führe dir Truppe an.
Unruhig schaue ich immer hin und her. Es ist doch schon ziemlich auffällig, wenn so viele auf einmal in den Wald gehen oder?
Aber keiner scheint uns bemerkt zu haben. Im Wald angekommen halten wir nach der kleinen Höhle ausschau. Sie würde unser Versteck am besten tarnen können.
Als wir sie finden beginnt Jade in der Höhle einen Eingang für unser Versteck zu bauen, während wir alle schmiere stehen.
Plötzlich sehe ich einen blonden Jungen, der auf uns zu kommt.
„Jade! Schnell, komm raus!“ flüstere ich ihm zu. Der Hälfte unserer Truppe gebe ich schnell Eisschwerter, während Jade die andere Hälfte mit Erdschwertern ausrüstet.
„Kleines Rollenspiel! Jetzt!“ flüstere ich und wir beginnen uns gegenseitig anzugreifen.
Als Nathaniel bei uns ankommt schaut er uns verwirrt an.
„Was macht ihr da?“ fragt er.
„Wir machen nur wieder ein kleines Rollenspiel. Wir hatten eben keine Lust, wieder die halbe Schule mit dabei zu haben und haben es nach hier drinnen verlegt.“ Lüge ich ihn an.
Sein Blick ist immer noch misstrauisch und wandert umher, um etwas zu entdecke, dass hier nicht sein sollte. Sein Blick wandert auch in die Höhle, aber Jade hat zum Glück daran gedacht, noch mal die dünne Rückwand der Höhle zu bauen, damit es nicht auffliegt. So sieht die Höhle genauso aus, wie vorher, aber dahinter ist ein kleiner Hohlraum, der später zu unserem Versteck werden sollte.
Nathaniels Blick wandert wieder zu uns, aber er gibt sich dann doch damit zufrieden und verzieht sich wieder.
„Puh…Gerade noch mal gut gegangen.“ Lysander atmet erleichtert auf.
„Dieser Nathaniel kann uns noch gefährlich werden. Wenn der was rausbekommt, dann wird er es sofort der Direktorin melden. Wir müssen aufpassen.“ Wir stimmen Leigh alle zu.
Melody schaut ein wenig traurig aus.
„Was ist denn los?“ frage ich sie.
„Ach, es ist gar nichts, keine Sorge.“
„Sie steht auf Nathaniel, deshalb gefällt es ihr nicht so, dass wir so über ihn reden.“ Flüstert mir Iris zu.
Jade  arbeitet jetzt weiter an unserem Versteck, während wir wieder darauf aufpassen, dass uns keiner erwischt.
„Fertig!“ ertönt es dann endlich aus der Höhle.
Wir laufen alle hin und können unseren Augen kaum trauen. Vor uns erstreckt sich ein Raum, der mehr als groß genug ist. In der Mitte steht ein Tisch mit Stühlen, einen kleinen Ofen und an den Wänden haben wir sogar ein paar Regale und eine große freie Fläche, auf der Jade mit Hilfe seines Alice unseren Plan notieren kann. Natürlich sind alle Möbel aus Erde, aber sie sind trotzdem schön und einladend und vor allem erfüllen sie ihren Zweck.
Am hinteren Ende des Raumes ist ein weiterer kleiner Gang.
„Wo führt der hin?“ frage ich Jade.
„Das ist ein Notfallausgang. Falls jemand dieses Versteck entdeckt können wir hinten raus flüchten und das ganze hier einstürzen lassen.“
„Das ist ne gute Idee gewesen.“ Murmelt Kyle und betrachtet den Gang genauer.
„Okay, Leute, dann sollten wir anfangen!“ fordere ich alle auf.
„Aber hier unten ist es Eiskalt.“ Sagt Melody fröstelnd.
„Dafür ist der Ofen da. Wir brauchen nur Feuerholz.“ Erklärt Jade.
„Okay, dann gehen mal ein paar sammeln. Es sollten nicht alle rausgehen. Wenn wir uns noch länger mit so vielen Leuten draußen aufhalten, wird das zu auffällig. Ich würde vorschlagen, Dajan, Kyle, Leigh, und Iris kommen mit dir.“ Ken und die aufgezählten Personen verlassen gemeinsam das Versteck. Jetzt sind hier nur noch Castiel, Jake, Zane, Lysander, Melody, Nana, Jade, Dake und ich.
Wir nehmen schon mal an dem riesigen Tisch Platz und warten auf die anderen.
Es herrscht Stille. Jeder von uns ist in Gedanken vertieft. Wahrscheinlich stellen sie sich alle die Frage, ob wir das überhaupt schaffen.
Da kommen aber nach und nach schon die anderen mit Brennholz herein, dass sie an der Wand stapeln. Ein paar Stöcke und Äste kommen in den Ofen und Castiel lässt mit einer kleinen Handbewegung ein warmes Feuer entstehen.
Dann setzen sie sich alle zu uns an den Tisch und die Besprechung kann beginnen.
„Als erstes müssen wir wissen, wie das Sicherheitssystem hier funktioniert, damit wir planen können, wie wir sie überwinden.“ Fange ich an.
„Ich habe mal gehört, dass Nachts immer ein Mann patrouilliert, der ein Alice hat, mit dem er Wärme sehen kann und damit ist unsere Körperwärme mit eingeschlossen. Er würde es sofort bemerken, wenn wir ausbrechen wollen, sogar wenn es dunkel ist.“ Erklärt Leigh.
„Und tagsüber?“
„Am Tag hier auszubrechen kannst du direkt vergessen, dass würde irgendjemand hundert pro sehen.“
„Okay, dann müssen wir versuchen, in der Nacht an diesem Wächter vorbeizukommen, ohne, dass er uns bemerkt.“
Melody schreibt die Informationen auf einem Zettel auf, denn sie aus einem Block gerissen hatte.
„Dann ist da ja natürlich noch die Mauer, die wir irgendwie überwinden müssen.“ Wirft Dajan ein.
„Du hast recht. Wie kommen wir darüber?“ fragt Lysander.
„Wenn wir Eis oder Erde verwenden würden, dann würden wir sofort auffallen. Auch wenn wir uns verkleiden und sogar unsere Frisur ändern, wir man uns an unserem Alice erkennen, also müssen wir versuchen, es zumindest bis wir draußen sind, nicht zu benutzen.“ Sie stimmen wir alle zu.
„Aber wie kommen wir sonst rüber? Vor allem noch so viele?“ fragt Ken.
„Wir werden nicht alle rüber gehen. Wir brauchen noch ein paar hier drinnen, die aufpassen, dass keiner unsere Flucht bemerkt.“
„Und wer wird das sein?“ fragt Leigh.
„Das werden wir später beschließen, aber jetzt müssen wir erst mal aufschreiben, welche Sicherheitssysteme uns noch alle erwarten werden.“
„In der Schule gibt es einen Kontrollraum. Ich hab ihn zwar noch nie von innen gesehen, aber ich könnte wetten, dass hier überall Kameras sind und sie im Kontrollraum deshalb alles sehen können, was an der Mauer passiert.“ Erklärt Melody.
„Also müssen wir die auch irgendwie ausschalten, solange wir weg sind.“ Murmele ich vor mich hin.
„Das ist aber auch nicht alles. Ich habe auch mal gehört, dass um die Mauer überall unsichtbare Sensoren angebracht sind. Wer in die rein tritt löst sofort den Alarm aus.“ Erzählt Dake.
„Okay, waren das jetzt alle Sicherheitsvorkehrungen oder wisst ihr von mehr?“ frage ich noch in die Runde.
„Okay, dann müssen wir uns überlegen, wie wir die umegehn.“

Melody schreibt die verschiedenen Sicherheitsvorkehrungen auf jeweils einen Zettel und pinnt sie an die Wand. Darunter hängt sie noch leere Zettel auf, damit wir dort den Plan, für diese Sicherheitsvorkehrungen drunter schreiben können.
„Fangen wir am besten erst mal bei dem Kontrollraum an. Wie schaffen wir es, die Personen die da drin sitzen, außer Gefecht zu setzen, ohne, dass sie wissen, dass wir es waren?“ frage ich in die Runde.
„Wir sollten vielleicht erst mal herausfinden, wie viele es sind und was ihre Alice sind.“ Schlägt Dajan vor, wobei alle Blick auf Kyle gerichtet sind.
„Hä? Warum starrt ihr mich denn jetzt alle so an?“
„Du kannst den Fellknäul…“
„Sarah (englisch ausgesprochen).“
„…Sarah losschicken, um nachzusehen.“ Klärt Dake ihn auf.
„Achso, ja, so können wir das machen.“
„Also sollten wir erst über eine andere Sicherheitsvorkehrung nachdenken, bevor wir uns mit dem Kontrollraum befassen.“
„Vielleicht sollten wir uns erst mal überlegen, wie wir über die Mauer kommen, ohne unsere Alice zu benutzen.“ Wirft Jake ein. Er und Zane waren die ganze Zeit so ungewöhnlich still. Das muss wohl daran liegen, dass sie von dieser Academy gar nichts wissen und somit auch nicht wissen können, wie sie geschützt ist. Aber wenn es darum geht, uns in der Stadt unbemerkt zu bewegen und die anderen zu befreien, dann müssen wir auf die beiden zählen können.
Alle denken scharf nach, aber keiner scheint so wirklich auf ein Ergebnis zu kommen. Die Mauern sind mindestens 3 Meter hoch, also einfach so drüber klettern ist nicht. Aber ohne unsere Alice zu benutzen da rüber zu kommen? Ist das überhaupt möglich?

Immer noch hat keiner eine Idee.
„Wir sollten alle mal eine Nacht darüber schlafen. Vielleicht hat dann jemand eine Idee. Es ist auch schon spät.“ Melody hat nun endlich das Schweigen gebrochen.
„Okay, das ist eine gute Idee. Wir treffen uns dann morgen nach der Schule wieder hier. Versucht, dabei nicht verfolgt zu werden!“ ermahne ich sie alle. Dann verlassen wir das Versteck und Jade verschließt den Ausgang so, dass die Höhle genau so aussieht wie vorher. Keiner würde darauf kommen können, dass dahinter ein Versteck ist.
Die Sonne geht bereits unter und mir fällt gerade ein, dass ich Daisuke ja noch abholen muss. Mit hastigen Schritten bewege ich mich auf den Spielplatz der Grundschule zu.
„Warte doch mal. Ich muss ja auch noch Minaru abholen, deshalb können wir ja zusammen gehen.“ Schlägt Iris vor.
„Okay, aber am besten schnell ich will ihn nicht im dunklen alleine lassen.“
Gemeinsam rennen wir also zu dem Spielplatz. Wir hatten uns umsonst Sorgen gemacht, denn die beiden spielen immer noch fröhlich miteinander und ihnen scheint nichts passiert zu sein.
„Daisuke! Komm, du musst langsam ins Bett!“ rufe ich ihm zu. Als er sieht kommt er auf mich zugelaufen und Minaru rennt ihm hinterher.
„Also dann, bis morgen Iris. Und bis morgen Minaru.“ Ich streichle ihr kurz über den Kopf und gehe dann zu den Jungenschlafsälen.
Nachdem ich Daisuke ins Bett gelegt habe spaziere ich draußen noch ein bisschen umher. Zu viele Gedanken schießen mir durch en Kopf und ich kann deshalb gar nicht schlafen.
Mittlerweile ist die Sonne komplett untergegangen und das einzige Licht kommt von den Laternen. Ich genieße die frische Luft, die mir durch die Haare pustet und setze mich auf die Bank am Teich.
In Gedanken versunken betrachte ich den See vor mir.
„Kannst du auch nicht schlafen?“ fragt mich dann plötzlich Ken. Erschrocken drehe ich mich zu ihm um. Ich hatte gar nicht bemerkt, dass er hier ist.
„Nein.“ Antworte ich knapp und starre wieder auf den See.
Ken setzt sich neben mich auf die Bank und betrachtet auch den See. Ohne darauf zu achten, dass Ken alle meine Gedanken mitbekommt, denke ich wieder an meine Clique. Wir hatten immer so viel Spaß zusammen. Wir haben immer so viel Scheiße gebaut, dass sie Polizei uns schon verfolgt hat, aber sie haben uns ein Glück nie erwischt.
Aber dann schießt mir eine bestimmte Erinnerung durch den Kopf.
„Zane, kann ich mit dir mal unter vier Augen reden?“ fragte ich ihn damals. Dann folgte er mir weg von der Clique, bis wir endlich alleine waren.
„Was ist denn?“ fragte er damals verwirrt.
„Weißt du, kennst du das Gefühl, wenn man nur bei einer Person sein will. Und wenn man nur glücklich ist, wenn die andere Person auch glücklich ist?“ fing ich vorsichtig an.
Er starrte mich damals noch verwirrter an. Sein Gesicht zwang mich sogar, ein Lachen zu verkneifen.
Aber ich konnte nicht mehr weiterreden. Ich wusste, dass das nur im Gestottere enden würde und ich mich somit total blamieren würde.
Also nahm ich mir sein Gesicht in meine Hände und zog es zu mir herunter, um meine Lippen auf meine zu drücken.
Damals erwiderte er meinen Kuss sogar und legte seine Arme um meine Taille, um mich näher an ihn zu drücken.
Ich weiß noch ganz genau, wie glücklich ich damals war. Er war meine erste Liebe.
Zusammen gingen wir dann wieder zu unserer Clique.
„Wo wart ihr denn?“ wurden wir gefragt. Er packt plötzlich seinen Arm um meine Taille und zog mich an ihn.
„Nur ein bisschen knutschen.“
Alle lachten. Es überraschte mich nicht, dass Zane das einfach so sagen konnte, ohne sich irgendwie dafür zu schämen oder so. Ich wusste, dass er seine Meinung immer geradeheraus sagte und vor unserer Clique hatte er auch nie irgendein Geheimnis gehabt. Deshalb viel es ihm auch so einfach, den anderen einfach zu sage ,was wir gerade gemacht hatten.
So wussten die anderen auch direkt, dass wir zusammen waren und Zane und ich konnten uns auch einfach bei ihrer Anwesenheit küssen. Das macht weder ihn, noch mir oder der Clique etwas aus, denn wir hatten wie gesagt keine Geheimnisse voreinander.
Betrübt starre ich in den See. Damals war es noch so wunderschön, in Zanes Nähe zu sein, aber heute will ich einfach nur noch weg von ihm. Ich weiß jetzt, dass er nur mit mir gespielt hatte und ich bereue es, darauf reingefallen zu sein.
Ich lege meinen Kopf auf Kens Schulter.
„Ich darf doch oder?“ frage ich ihn.
„Na-natürlich.“ Stottert er.
Ich habe im Moment einfach das Verlangen, irgendjemanden bei mir zu haben. Die Erinnerungen an Zane machen mir noch zu schaffen. Erst jetzt merke ich, wie müde ich eigentlich bin und mir fallen die Augenlieder zu.

“Weiß jemand, wo Zane ist?“ frage ich di anderen, aber keiner kann mir eine Antwort geben. Also mache ich mich auf die Suche. Hinter einem Haus höre ich dann Chloé reden:
„Lass die doch einfach fallen! Nimm mich! Ich passe doch viel besser zu dir!“
„Du weißt, dass ich mit dir genauso spielen werde, wie mit ihr.“
„Ich weiß es, aber ich will einfach nur bei dir sein! Ich liebe dich doch!“
Zane lacht.
„Na gut, wenn du das wirklich willst…“
Erschrocken gehe ich um die Ecke und sehe, wie Zane seine Lippen auf Chloés presst und ihre Zungen miteinander spielen. Ein schrecklicher Schmerz sticht in mein Herz. Warum? Warum musste es so kommen?
Erschrocken wache ich auf und schrecke hoch, wo bei ich mit meinen Lippen gegen etwas knalle.
Verwirrt starre ich die Person an, die mich mit geweiteten Augen anschaut. Zane? Nein, das ist nicht Zane. Das ist Ken.
Erschrocken stelle ich fest, dass ich, weil ich aufgeschreckt bin, mit meinen Lippen jetzt an seinen klebe. Hastig löse ich sie wieder voneinander.
„T-tut mir Leid, das w-wollte ich nicht.“ Flüstere ich nervös. Ich habe meinen Blick von im abgewendet und starre mit knallroten Wangen auf den Boden.
„I-ist schon o-okay. Es war ja nur ein Unfall.“ Er scheint ebenfalls ein wenig nervös zu sein.
„Ich gehe dann mal ins Bett. Ich bin wohl doch müder, als ich dachte.“ Sage ich als Ausrede, um schnell hier weg zu kommen. Wegen meiner Gedanken weiß Kenn natürlich, dass es nur eine Ausrede ist, aber er sagt nichts dagegen und lässt mich einfach gehen.
Mit hastigen Schritten gehe ich in mein Zimmer und lege mich in mein Bett. Ein Glück überstimmt meine Müdigkeit meine Gedanken an den Vorfall eben und ich schlafe schnell ein.
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