Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Sweet Amoris Alice Kids

Kurzbeschreibung
GeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P16 / Gen
20.08.2012
20.08.2012
30
95.067
1
Alle Kapitel
4 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
20.08.2012 1.195
 
Vor mir wird ein riesiges Eisentor geöffnet. Das ganze Gelände ist von riesigen Mauern umrundet und keiner von außen weiß, was eigentlich hier drin ist. Sie denken, es sei eine Schule. Naja, es ist auch eine Schule, aber die Alice Academy ist keine normale Schule. Hier lernt man mich Mathe, Physik und Chemie. Außerdem ist die Schule nur für spezielle Schüler, Schüler, die ein Alice besitzen und ich bin eine von ihnen.
„Dir wird es hier gut gehen. Du kannst uns auch ganz viele Briefe schreiben und uns oft anrufen!“ ruft mir meine Mutter zu. Aber ich weiß, dass das nicht stimmt. Wer in der Alice Academy ist, der ist von der Außenwelt komplett angeschnitten. Briefe und Telefonate und vor allem Besuche sind hier nicht erlaubt.
Ich betrete das Gelände und ziehe meinen Koffer hinterher. Jetzt muss ich hier drinnen 5 lange Jahre verbringen, obwohl ich nächstes Jahr schon volljährig bin. Man darf hier überhaupt nicht mehr selbst bestimmen, was man machen will. Wer ein Alice hat wird hier eingesperrt und nach der Ausbildung dazu gezwungen, für den Staat als Spezielles Einsatzkommando für den Frieden sorgen.
Darauf habe ich überhaupt keinen Bock, aber was soll ich machen? Sie haben mich erwischt und jetzt sitze ich hier fest. Ich gehe in das riesige Gebäude und achte dabei gar nicht auf meine Umgebung. Die riesigen Gärten und Sportplätze und Läden hier interessieren mich überhaupt nicht.
Ich betrete die Schule und suche nach den Büro der Direktorin. Ein Glück finde ich es schnell. Dort erwartet mich bereits ein blonder, ziemlich gutaussehender Junge.
„Oh, du musst die neue sein.“ sagt er mit einem freundlichen Lächeln und kramt in seinem Papierkram rum, wo er dann eine Akte rausholt, die vermutlich meine ist.
„Du bist also Sakura Watanabe. Schön dich kennen zu lernen. Ich bin Nathaniel, der Schülersprecher. Wenn etwas ist, dann kannst du ruhig zu mir kommen.“
Ich bedanke mich mit einem aufgesetzten Lächeln und nehme einen Zettel an, den er mir vor die Nase hält.
„Die Mädchenzimmer sind im Block A rechts neben der Schule. Sieh dich hier erst mal um. Du musst erst morgen zum Unterricht kommen.“
Ich verabschiede mich noch von ihm und verlasse das Schulgebäude, um meinen Koffer in den Block A zu bringen. Auf dem Zettel, den er mir gegeben hat steht meine Zimmernummer. Toll, das ist auch noch im vierten Stock. Dann wünsche ich mir mal viel Spaß beim Koffer schleppen.
Nach einer Gefühlten Stunde bin ich dann endlich in meinem Zimmer. Müde lege ich mich auf das Bett und schlafe sofort ein.
Als ich wieder aufwache ist es mitten in der Nacht. Toll, denke ich mir. Jetzt kann ich auch nicht mehr schlafen.
Ich mache das Licht an und fange an, meinen Koffer auszupacken. Naja, außer meiner Klamotten und meinem MP3-Player habe ich sowieso nichts dabei.
Nach dem Auspacken sehe ich mich zum ersten mal richtig in meinem Zimmer um. Das einzige, was hier steht, ist ein Bett, ein  Schreibtisch und ein Kleiderschrank. Wohlfühlen werde ich mich hier jedenfalls nicht.
Ich ziehe mir eine Jacke über, stecke die Ohrstöpsel meines Mp3-Players in meine Ohren und schleiche es dem Gebäude.
Draußen setze ich mich auf eine Bank, die direkt neben einem Teich steht. Ich schließe die Augen und lausche der Musik.
Leise singe ich mit:
http://www.youtube.com/watch?v=2GFHdzwMKEc
Wake in a sweat again
Another day's been laid to waste
In my disgrace
Stuck in my head again
Feels like I'll never leave this place
There's no escape
I'm my own worst enemy
Bei dem Refrain werde ich dann, ohne es zu merken, lauter. Naja im Lied beginnen sie schließlich auch zu schreien.
I've given up
I'm sick of feeling*
Is there nothing you can say?
Take this all away
I'm suffocating
Tell me what the fuck is wrong with me?
I don't know what to take
Thought I was focused but I'm scared
I'm not prepared
I hyperventilate
Looking for help, somehow, somewhere,
And no one cares
I'm my own worst enemy...
I've given up
I'm sick of feeling*
Is there nothing you can say?
Take this all away
I'm suffocating
Tell me what the fuck is wrong with me?
GOD

Plötzlich zieht mir jemand einen Ohrstöpsel raus. Ich öffne sofort die Augen und sehe einen gutaussehenden, großgewachsenen Jungen vor mir. Er hat weiße Haare mit schwarzen Spitzen.
Jetzt ziehe ich auch den anderen Stöpsel raus.
„Du kannst wirklich gut singen.“ sagt er mir lächelnd.
„Danke. Eigentlich singe ich nie für andere.“
„Tut mir Leid, ich wollte dich nicht belauschen.“ Verlegen kratzt er sich am Hinterkopf.
„Ist schon gut, es ist ja kein Verbrechen.“
„Tut mir trotzdem Leid. Du hast da eben etwas von Linkin Park gesungen oder?“
„Ja, das war Given Up. Magst du auch Linkin Park?“
„Ja! Die sind meine absolute Lieblingsband!“
„Dann haben wir ja etwas gemeinsam.“ sage ich mit einem aufgesetzten Lächeln.
Er setzt sich neben mich auf die Bank. Ich schaue in den Himmel und beobachte die Sterne. Plötzlich schweben da irgendwelche Kugeln vor meiner Nase rum. Vor Schreck schlage ich sie mit meiner Hand weg, wobei sie zerplatzen und in meine Hand ganz nass machen. Es war Wasser. Ich wende meinen Blick zu dem Jungen.
„Warst du das?“
„Ja. Ich wollte dich nur ein bisschen aufheitern. Du siehst nicht gerade glücklich aus.“
Da hat er Recht. Seit ich hier bin fühle ich mich, als wäre ich wie ein Vogel in einem Käfig gefangen. Eigentlich ist das sogar so.
„Dann ist dein Alice also das Wasser.“ versuche ich abzulenken. Er weiß natürlich sofort, was gemeint ist. Wenn ich in der Außenwelt das Wort „Alice“ genannt hätte, dann hätten sie wahrscheinlich Gedacht, ich meine irgendein Mädchen mit diesem Namen. Aber alle, die hier auf diese Schule gehen, wissen natürlich genau, was ein Alice ist. Ein Alice ist eine übernatürliche Fähigkeit, die normale Menschen nicht besitzen. Das kann alles mögliche sein. Man kann Handwerklich so begabt sein, dass es für Menschen übernatürlich ist, aber manche können auch schweben oder Gedanken lesen. Der Junge neben mir kann anscheinend das Wasser kontrollieren.
„Ja, mein Alice ist das Wasser. Was ist denn deins?“
Ich wende meinen Blick von ihm ab und starre auf den Teich. Dann strecke ich meine Hand aus und das Wasser gefriert sofort zu Eis.
„Wow! Beeindrucken.“
„Was soll daran beeindruckend sein? Mit Eis kann man gar nichts anfangen.“
„Das stimmt doch gar nicht. Ich bin sicher, es wird dir mal von Nutzen sein. Naja ich muss dann auch mal wieder gehen. Vielleicht sehen wir uns ja wieder. Bis dann.“
Er erhebt sich von der Bank und läuft zu einem Gebäude, auf dem groß „Block B“ steht. Wahrscheinlich sind da die Jungen Schlafsäle. Ich bin doch so blöd! Jetzt habe ich doch glatt vergessen, ihn nach seinem Namen zu fragen!
Ich sitze noch eine Weile auf der Bank, bis die Sonne aufgeht. Dann renne ich in mein Zimmer, um mich fertig zu machen. Schließlich will ich ja nicht an meinem ersten Tag schon zu spät kommen.
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast