Terra Nova - Left Outside Alone

von Kevala
GeschichteAbenteuer, Romanze / P18
20.08.2012
20.08.2012
1
1.123
 
Alle Kapitel
3 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
 
 
20.08.2012 1.123
 
Liebe Leser,

Freunde haben mich vor Kurzem erst auf die Serie „Terra Nova“ gebracht,
aber ich mochte sie sofort und mir schwirrte auf gleich die richtige Idee zu
dieser FF durch den Kopf. Ich vermute, dass die Story nicht allzu viele Kapitel
haben wird, es ist nur ein kleines Projekt. Noch ist sie in ihrer Entstehungsphase,
also werde ich mich selbst auch überraschen lassen müssen.
Ich werde nicht regelmäßig hochladen können, aber ich hoffe doch, dass es
mir alle zwei Wochen gelingt, ein Kapitel fertig zu stellen und hochzuladen!

Disclaimer: Alle der Serie entnommenen Namen und Charaktere gehören nicht mir!

Ich wünsche Euch viel Spaß mit dem Prolog
und entschuldige mich für dessen Kürze!

LG
Kevala


---------------------------------------------------------------------------------------------------------


Terra Nova

Left Outside Alone




Prolog:



In a perfect world
This could never happen
In a perfect world
You'd still be here
And it makes no sense
I can just pick up the pieces
But to you this means nothing
Nothing at all
(Simple Plan - Perfect World)



„Mellory! Komm zurück, junge Dame!“, schrie Paul Milton seiner jüngsten Tochter hinterher.

Das hübsche Mädchen mit den kastanienbraunen Haaren und den grünen Augen beachtete ihn jedoch gar nicht und stapfte stur weiter die Straße hinunter. Die Hände zu Fäusten geballt und die Lippen ärgerlich zusammengekniffen, tat Mellory ihr Bestes, um ihren Vater geflissentlich zu ignorieren.

„Mellory! Ich rede mit dir! Ich bin dein Vater und du hast mich zu respektieren.“
Mellory blieb ruckartig stehen und wandte sich um. „Ich werde dich erst respektieren, wenn du dich selbst und uns auch respektierst, Dad!“
Paul blieb stehen und sah seine Tochter verdutzt an. „Was soll das denn nun wieder heißen?“

„Ich bin deine Tochter, nicht deine Gefangene! Ich werde nicht zu Hause sitzen und dir beim Trinken zusehen. Du hast gesagt, du hörst damit auf. Du hast gesagt, hier in Terra Nova wird alles anders und wir können wieder eine richtige Familie sein.“, schrie Mellory und konnte die Tränen nicht länger zurückhalten, „Aber das war alles eine Lüge, nicht wahr, Dad? Du hast dich in den Monaten hier kein bisschen verändert, oder dich auch nur bemüht. Also geh nach Hause und schlaf deinen Rausch aus und lass mich mein Leben leben.“

Mellory ertrug den Anblick ihres Vaters nicht länger, wie er dort stand, verwirrt, traurig, wütend und mit glasigen Augen versuchte, den Sinn ihrer Worte mit seinem Alkoholikergehirn zu begreifen. Sie wandte sich um und rannte los, so schnell ihre Füße sie trugen.

Menschen gingen an ihr vorbei und wandten sich verdutzt nach ihr um, als sie mit tränenüberströmten Wangen an ihnen vorbeihechtete, doch Mellory ignorierte die Blicke und das Getuschel, welches ihr folgte. Sie war daran gewöhnt. Zwar hielt Commander Taylor ihren Vater an der kurzen Leine, doch die meisten Menschen in Terra Nova wussten von seinem Alkoholproblem und mieden ihn und seine Familie.

Plötzlich wurde Mellory von hinten an den Haaren gepackt und grob zu Boden geschleudert. Sie schrie vor Schmerz auf und fasste sich an den Kopf, doch der Schmerz wurde noch stärker, als sie, bäuchlings auf dem Boden liegend, von ihrem Angreifer an den Haaren auf die Knie gezogen wurde.

„Du bist meine Tochter und du hast zu tun, was ich dir sage, verdammt!“

Mellory hörte die Stimme ihres Vaters, doch sie war vor Schmerz und Angst wie gelähmt und konnte sich nicht rechtfertigen oder gar wehren. Tränen überströmten ihre Wangen und ein heiserer Schmerzensschrei entwich über ihren halb geöffneten Lippen. Eine flache Hand schlug auf ihre Wange ein und ließ sie aufstöhnen.

Warum half ihr denn niemand?

Der nächste Schlag ließ ihre Unterlippe aufplatzen. Das Blut rann ihr das Kinn herunter und füllte ihren Mund, sodass Mellory von dem metallenen Geschmack zu würgen begann.

Plötzlich hielt ihr Vater mit halb erhobener Hand inne und Mellory bildete sich ein, die Schritte von schweren Stiefeln zu vernehmen. Im nächsten Moment wurde ihr Haar losgelassen und sie sackte schwach zu Boden. Mit den Ellenbogen stützte sie sich auf dem sandigen Weg ab und versuchte, zu Atem zu kommen, doch ihr Kopf pochte und ihr Kreislauf spielte verrückt. Sie hatte schon Angst, das Bewusstsein zu verlieren, als sich unvermittelt starke Arme um ihre Taille schlangen und sie ohne Mühe auf die Füße gestellt wurde.

Eine warme Hand legte sich an ihre Wange und sie blickte hoch in das bekannte Gesicht eines jungen Soldaten. Mark Reynolds musterte sie kritisch und übergab sie dann an einen seiner Kameraden, der sie festhielt, damit sie nicht umfiel. Mellory blickte sich verwirrt um und sah, dass Mark sich zwischen sie und ihren Vater gestellt hatte.

„Dazu habt ihr kein Recht, ihr miesen Soldaten-Schweine!“, tobte Paul Milton, „Sie ist meine Tochter, ich kann mit ihr machen, was ich will.“

Er versuchte, an Mark vorbei zu kommen, um sich auf sie zu werfen, doch der Soldat hatte das kommen sehen, und schubste den älteren Mann mit Leichtigkeit zurück. Paul tobte weiter und Mellory vergrub das Gesicht in der Rüstung des Soldaten, der sie stützte. Sie ertrug es nicht, ihren Vater so zu sehen. Hilflos schlang sie die Arme um den Nacken des jungen Mannes und begann zu schluchzen, während dieser ihr beruhigend über den Rücken strich und ihr versprach, dass ihr Vater ihr nichts mehr anhaben könne, dass er auf sie aufpassen würde.

„Burton! Bring Mellory sofort zu Doktor Shannon und bleib bei ihr. Ich werde Milton wohl zu Taylor bringen müssen.“ Das war Marks Stimme gewesen.

Kurz wehrte sich Mellory, als Burton sie hochheben und davontragen wollte. Egal, was Paul auch getan haben mochte, er war ihr Vater und sie hatte plötzlich furchtbare Angst um ihn. Was würde Commander Taylor mit ihm machen, wenn Mark ihm berichtete, was vorgefallen war? Sie konnte den Gedanken nicht ertragen, dass er ihretwegen in den Dschungel geschickt werden konnte.

„Lass mich los!“, bettelte sie Burton an, doch der blieb eisern und hielt sie mit sanfter Gewalt fest.
„Ihm wird nichts geschehen, Mellory. Taylor wird ihn in diesem Zustand nicht verhören. Er wird Zeit bekommen auszunüchtern und dann sehen wir weiter.“
„Aber –“

Schwarze Käferaugen bohrten sich in ihre und Mellory hatte einen Moment lang das Gefühl, sich in ihnen zu verlieren. Sie wurde augenblicklich ruhiger und dachte über Burtons Worte nach, die allmählich auch einen Sinn ergaben.

Dann überflutete sie unerwartet eine Welle von Schmerz und sie krümmte sich vor Schmerz und presste die Handballen an die Schläfen. Sie spürte, dass sie hochgehoben wurde und klammerte sich an den starken Körper, der sie trug – wegtrug von ihrem Vater. Ihr letzter Gedanke, bevor sie das Bewusstsein verlor, war, dass sie ihren Retter nicht wiedererkennen würde, sollte sie ihm je wieder begegnen, denn alles, was sie von ihm klar hatte sehen können, waren seine Augen gewesen.


---------------------------------------------------------------------------------------------------------


Über Rückmeldungen würde ich mich sehr freuen!
Ich wünsche allen noch eine erfolgreiche Woche!
Review schreiben