Der falsche Zorro

von Shayera
GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P12
Felipe Victoria Zorro
17.08.2012
12.01.2013
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Es war ein schöner Nachmittag im Pueblo Los Angeles, nur ein wenig zu heiß.

Don Alejandro de la Vega, sein Sohn Diego, dessen stummer Adoptivsohn Felipe und Sergeant Mendoza saßen im Schatten vor der Taverne Escalante und erfrischten sich mit kühlen Getränken, die ihnen von Victoria Escalante gereicht wurden.
Die Senorita stand gerade bei ihnen und lauschte ebenfalls den tollen Geschichten, die Mendoza mit viel Gestik zum Besten gab - und von denen wir nicht behaupten wollen, dass sie erfunden seien.

Plötzlich stoppte Mendoza mitten in seiner Erzählung und alle am Tisch wandten sich dem Haus des Alcalden zu, aus dem laute Schläge und Schreie drangen, bevor es schlagartig still wurde.

Dann durchdrang ein lauter Pfiff die Stille.

Daraufhin kam ein Pferd herbeigaloppiert und ritt mit der schwarzen Gestalt, die aus dem Haus gestürmt war, wieder aus dem Pueblo heraus.

Kopfschüttelnd und bewundernd blickte Don Alejandro dem Reiter hinterher. "Wie hat Zorro den Alcalde denn jetzt wieder geärgert?"

Rasch rannte der Sergeant rüber zu seinem Vorgesetzten, der schimpfend hinausgetreten war und jetzt Mendoza anbrüllte.

"Ich gehe lieber mal dort hinüber, damit der Alcalde nichts Unüberlegtes tut.", sagte Don Alejandro und folgte dem Sergeant.

Zurück blieben die drei anderen.

Victoria blickte nicht, wie sonst bei Zorros gelegentlichen Auftritten, erfreut und erleichtert mit einem Schuss Stolz, sondern eher besorgt.
Das fiel auch Diego auf, der sie - seine eigene Verwirrung über Zorros Erscheinen verbergend - darauf ansprach. "Victoria, was habt Ihr? Ihr seid so still."

"Ach Don Diego", seufzte die schöne Wirtin, "es ist nichts wirklich Schlimmes, aber ... Ist Euch denn gerade nichts aufgefallen?"

"Nein, wovon sprecht Ihr?"

Victoria sah Diego an und fuhr fort. "Natürlich, Ihr habt ihn nicht so oft gesehen wie ich. Das war zwar ein Rappe, aber mit Sicherheit NICHT Tornado!"

Diego hatte gehofft, sie hätte gemerkt, dass das nicht Zorro gewesen war. Aber schon, dass sie Tornado erkennen konnte freute ihn.
Und außerdem war Zorro schließlich nur kurz zu sehen gewesen, kein Wunder also, dass sie seine Falschheit nicht bemerkt hatte.

"Ich hoffe nur, dass Tornado nichts passiert ist." Noch einmal blickte sie in die Richtung, in der Zorro und sein Pferd verschwunden waren.
Dann nahm sie die leeren Becher vom Tisch und verschwand mit ihnen in der Taverne.

Felipe machte, sobald Victoria verschwunden war, Diego auf sich aufmerksam und machte dann blitzschnell einige Handzeichen.
Diego beobachtete aufmerksam, dann schüttelte er den Kopf. "Nein, ich habe nicht die leiseste Ahnung, wer das gewesen sein könnte. Er sah mir aber unbestreitbar ähnlich."

Wieder machte Felipe Handzeichen.

"Ja, sein Pferd war wirklich etwas Besonderes. Ob so schnell wie Tornado kann ich nicht sagen, aber mit Sicherheit besitzt keiner der Rancheros so gute Pferde." Er lächelte Felipe aufmunternd zu. "Wir werden schon noch herausfinden, wer das ist."
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