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Mirrors

von Etari
GeschichteDrama, Horror / P18 Slash
Amerika England Frankreich Russland Ungarn
16.08.2012
04.12.2015
48
182.990
11
Alle Kapitel
56 Reviews
Dieses Kapitel
10 Reviews
 
 
16.08.2012 2.243
 
Heyho^^
Diese FF wird ein recht langes Projekt und daher werde ich versuchen mich an feste upload Zeiten zu halten. Jeden zweiten Freitag gibt es ein neues Kapitel und wenn ich das mit der Schule hinkriege, dann verkürz ich die Zeit sogar noch auf jeden Woche.
Vor manche Kapitel werd ich eventuell eine Warnung setzen, da ich Horror und P18 nciht umsonst gewählt habe, auch wenn die ersten Kapitel eher harmlos sind.
Wow ganzschön langes Vorwort^^

Zuguter letzt: Ich hoffe ihr habt so viel Spaß beim lesen, wie ich alleine schon beim planen habe^^

Disclaimer: Die Figuren gehören nicht mir, sondern dem Autor von Hetalia, nur die Geschichte ist meiner kranken Fantasie entsprungen^^



1. Prolog


Ratsch. Die Seiten wurden aus dem Buch gerissen auf den Boden geworfen. Arthur versuchte sich nichts anmerken zu lassen, starrte nur verletzt auf die Buchseiten am Boden, während sein rothaariger Bruder noch eine handvoll Seiten aus dem Buch riss und auf den Boden warf. Seine beiden anderen Brüder standen hinter Allistor und sahen ihm zu, wie er abermals Seiten heraus riss, die auf den Boden segelten.
Letztendlich warf er noch den braunen Ledereinband zu den Überresten des Buches und grinste seinen kleinen Bruder gehässig an.
„Weißt du Arthi, jetzt solltest du dich schön artig bedanken!“ verlangte er. Arthur wusste er würde es bereuen, doch trotzdem konnte er sich die Frage nicht verkneifen. Er wollte einfach nicht nur stumm zusehen, wie sein Bruder sein Lieblingsbuch zerriss.
„Warum?“
„Na, weil ich dich von diesem Schwachsinn erlöst habe.“ erklärte Scott spöttisch und sah seinen kleinen Bruder erwartungsvoll an.
„Also, wo bleibt jetzt mein Danke?“
„Du kannst mich mal!“ knurrte Arthur und funkelte ihn wütend an.
Er sah den Schlag kommen, doch das bedeutete nicht, dass er ihm auch ausweichen konnte. Ein Faustschlag ins Gesicht, der ihn aus dem Gleichgewicht brachte und einen Schritt zurück stolpern lies, doch er fing sich und funkelte seinen Bruder weiterhin wütend an. Er war vielleicht nicht stark genug, um es mit ihm aufzunehmen, doch er würde sich auch nicht von ihm unterkriegen lassen. Das war eins der Dinge, die man als jüngster von vier Brüder schnell lernte. Gab man einmal nach, dann hatte man verloren und zu verlieren war in ihrem Haushalt nie gut.
Allistor trat wütend einen Schritt auf Arthur zu, doch der kleinste seiner großen Brüder, Brian, gähnte laut und hielt Allistor auf.
„Hey, das ist langweilig, lass uns lieber rüber gehen und dem weißen Bastard eine Abreibung verpassen“
„Bist wohl sauer auf ihn, weil er sich an deine Flamme rangemacht hat, was?“ spottete Allistor und wand sich zu dem Braunhaarigen um, der laut protestierte, dass Cynthia nicht seine Flamme sei. Allistor lachte nur und verließ mit ihm zusammen den Raum, in der Tür drehte er sich jedoch noch einmal um und sah Arthur mit einem gehässigen Grinsen an.
„Hey, Zwerg, die Küche muss aufgeräumt und der Müll rausgebracht werden. Außerdem muss jemand die Blumen gießen und den Salon putzen, bevor Mutter zurück kommt, also sieh zu, dass du heute Abend fertig bist. Wenn du willst kannst du dir ja von deinen unsichtbaren Freunden helfen lassen. Mit ein paar Kobolden dürfte das ja in ein paar Minuten erledigt sein!“
Noch bevor Arthur protestieren konnte, war Allistor aus dem Raum verschwunden und man konnte nur noch sein lautes Lachen hören.
Arthur hatte die Hände so fest zu Fäusten geballt, dass die Knöchel weiß hervor standen und starrte wütend die Tür an.
„Keine Angst, ich helfe dir.“ Dylan klopft Arthur auf die Schulter, hob die Seiten und den Bucheinband, in dem noch ein paar Seiten lose heraushingen, auf und warf sie in das nahe Kaminfeuer. Die Flammen fraßen sich schnell in das trockene Papier und Arthur sah zu, wie Wort um Wort zu Ruß wurde. Seine geliebten Kurzgeschichten über Magie und Mythologie wurden ein Fraß der Flammen. Es tat weh und eine einsame Träne lief ihm über die Wange.
„Nimms nicht so schwer. Scott ist nun mal so und auch wenn es falsch war, was er getan hat, so hat er doch recht. Ein bisschen mehr Realität tut dir sicher ganz gut. Du kannst dir nachher was aus meiner Krimisammlung aussuchen, aber vorher müssen wir noch alles in Ordnung bringen, Mum rastet aus, wenn sie heimkommt und die Hausarbeit nicht gemacht ist.“ Dylan lächelte in aufmunternd an.
Arthur mochte Dylan, er war eigentlich immer nett zu ihm und half ihm, wenn Allistor und Brian ihn mal wieder mit allem alleine ließen, doch Dylan würde auch niemals etwas gegen Allistor sagen. Aus irgendeinem Grund, den Arthur nicht verstand, schien Dylan immer der selben Meinung zu sein, wie Allistor, den er aus einem ihm ebenfalls unbekannten Grund, genauso wie Brian und ein paar andere enge Freunde, Scott nannte. So verstand auch keiner seiner Brüder, wie wichtig ihm die Mythen eigentlich waren, oder vielleicht waren sie ihm genau deshalb so wichtig, weil sie ihm das gaben, was seine Brüder einfach nicht konnten. Das Gefühl nicht alleine zu sein und das Verhalten der anderen zu verstehen.
„So wie das da draußen aussieht, müssen wir vielleicht gar nicht gießen, also lass uns das zuletzt machen. Du übernimmst den Salon und ich kümmere mich um die Küche und wenn das fertig ist sehen wir weiter!“ motiviert grinste Dylan, deutete auf das Fenster und zog Arthur mit sich aus dem Raum.

Langsam fuhr Arthur mit dem Tuch über das Regalbrett und tauchte den Lappen anschließend in den Eimer, um den Staub auszuwaschen. Obwohl sie mindestens alle zwei Wochen den Salon komplett entstaubten und putzten, musste er sich jedes mal wieder durch eine dicke Staubschicht und unzählige Spinnweben kämpfen. Warum sie den Salon immer säubern mussten, wenn er doch sowieso nicht genutzt wurde war ihm ein Rätsel, doch ihre Mutter argumentierte immer, dass sie einen vorzeigbaren Salon haben mussten, sollte doch einmal Besuch kommen, was eher unwahrscheinlich war, da die Geschäftspartner seines Vater grundsätzlich in seinem Büro in London und nicht in ihrem Landhaus empfangen wurden und seine Mutter sich immer in dem kleinen Cafe im Park mit ihren Freundinnen traf.
Seufzend zog er sich einen Stuhl heran und stieg auf ihn, um die obere Kante des fast raumhohen Spiegels zu putzen.
Arthur mochte den Spiegel, da die Oberfläche schon alt und stumpf war und mehrere Sprünge besaß, wodurch der Raum dunkel und verzehrt gespiegelt wurde, was den ganzen Salon düster und verlassen erscheinen lies. Mysteriös und geheimnisvoll, anstelle des verstaubten lichtdurchfluteten Salons, den er kannte. Schon als kleines Kind hatte er manchmal stundenlang vor dem Spiegel gestanden und sich ausgemalt, zu was für einer Welt der geheimnisvolle Raum gehören könnte und das sein Spiegelbild, das ihm entgegensah, dort lebte. Er hatte sich Geschichten ausgedacht, was sein Spiegelbild dort in der Spiegelwelt, wo Kobolde, Einhörner, Ritter und Drachen real waren, erlebte. Wenn seine Brüder Allistor und Brian ihn mal wieder zum Weinen gebracht hatten, hatte er sich immer zu diesem Spiegel geflüchtet und seinem Spiegelbild in der Welt voller Magie erzählt was passiert war und sich vorgestellt, wie sein Spiegelbild zusammen mit einem Drachen aus dem Spiegel trat und seine Brüder davonjagte. Auch jetzt, wo er älter war und wusste, dass es keine Spiegelwelt oder Magie gab, flüchtete er sich, wenn seine Brüder ihm zu viel wurden, zu diesem Spiegel, dessen Anblick ihn immer noch beruhigte und das Gefühl verlieh nicht alleine zu sein.
Seine Brüder, allen voran Allistor, fanden den Spiegel unheimlich und diesem Umstand verdankte er es, dass er im Salon, wenn seinen Brüdern nicht gerade sehr langweilig war, seine Ruhe hatte. Für das Putzen des Salons war daher auch immer er zuständig, selbst wenn seine Brüder sich bequemten ihm zu helfen, wenn die Zeit bis zur Rückkehr ihrer Mutter zu knapp wurde.
Langsam fuhr Arthur mit dem Lappen einen der Sprünge entlang und legte seufzend seine Stirn gegen das kühle Glas.
„Ausgerechnet mein Lieblingsbuch...“ Der Verlust schmerzte ihn. Jedes seiner Bücher war für ihn wie ein guter Freund und 'Geister und Absonderliches' war sein bester Freund geworden.
„Ja, das ist traurig.“
Arthur fuhr zusammen und sah sich erschrocken im Raum um. Er war sich hundertprozentig sicher, eine Stimme gehört zu haben, doch außer ihm, der sich hektisch umsah, bewegte sich nichts im Raum. Nervös lachend lehnte er sich mit dem Rücken an den Spiegel und spürte die beruhigende Kühle der Oberfläche, während er unsicher den Raum absuchte. Spielten seine Brüder ihm einen Streich?
„Hier bin ich!“ Arthur fuhr mit einem erschrockenen Aufschrei herum und starrte auf den Spiegel. Sein Spiegelbild blickte ihm entgegen und auch sonst konnte er nichts ungewöhnliches erkennen, dabei war er sich sicher, hinter sich eine Stimme gehört zu haben. Eine Stimme, die der seinen verdammt ähnlich war.
„Das kann ja gar nicht sein.“ lachte Arthur nervös und fuhr sich mit der Hand aufgewühlt durch die Haare, bis er erstarrte und sein Spiegelbild anstarrte, das die Geste nicht erwiderte, sondern ihn lächelnd ansah.
„Hallo Arthur!“
Arthur stolperte erschrocken einen Schritt zurück und musste mit dem Drang kämpfen, einfach wegzurennen.
„Keine Angst, wir sind doch Freunde. Zumindest hab ich das bisher immer gedacht.“ versuchte sein Spiegelbild ihn zu beruhigen. Sein Spiegelbild versuchte wirklich ihn zu beruhigen. Es sprach mit ihm. Arthur starrte es einfach nur zitternd an. Das konnte nicht wahr sein. Hatten seine Brüder vielleicht recht gehabt und die ganzen Bücher über Mythologie, Ritter und Fantasygeschichten ließen ihn wahnsinnig werden?
„Tut mir leid das ich dich erschreckt habe, aber ich nehme mal an, ich hätte nicht mit die reden können, ohne dich zu erschrecken.“ sein Spiegelbild lächelte ihn immer noch entschuldigend an.
„Schon ok.“ murmelte Arthur leise und trat vorsichtig etwas näher. Das musste Einbildung sein.
„Allistor und Brian haben mal wieder Scheiße gebaut oder?“ fragte das Spiegelbild mit einem missbilligenden zusammenziehen der Augenbrauen. Arthur nickte.
„Arthur,“ sein Spiegelbild schien einen Moment mit sich zu ringen, „du magst Magie, nicht wahr?“ Arthur nickte wieder.
„Und du kannst dich nicht gegen deine Brüder durchsetzen.“ Nicken.
„Weißt du, ich hätte gut Lust, mal ein Wörtchen mit deinen Brüdern zu reden, ich könnte mich sicher durchsetzen und außerdem bin ich neugierig, wie deine Welt, ohne Magie so ist...“ das Spiegelbild brach ab.
„Worauf willst du hinaus?“ fragte Arthur ein wenig misstrauisch. Auch wenn das Einbildung war und sein Spiegelbild schon recht hatte, sie waren als Kinder wirklich Freunde gewesen, so war ihm das Ganze doch suspekt.
„Ich dachte, vielleicht könnten wir für ein paar Stunden tauschen. Du kannst meine Welt, in der Magie real ist, erkunden und ich könnte ein Welt ohne Magie kennen lernen und später würden wir wieder zurück tauschen.“ Das Spiegelbild sah ihn hoffnungsvoll an und Arthur trat zögerlich einen Schritt näher, hielt dennoch Abstand von dem Spiegel.
„Und wir können ganz einfach tauschen? Warum jetzt und wer sagt mit, dass das Ganze nicht furchtbar nach hinten losgeht und wir in der Lage sind wieder zurück zu tauschen?“ eine misstrauische Falte bildete sich auf Arthurs Stirn.
„Na ja, du hast mich bisher ja nicht gehört, deswegen können wir erst jetzt tauschen und was soll schon passieren? Wir tauschen ja nur für ein paar Stunden, das wird niemand merken, immerhin bin ich dein Spiegelbild und kenne dich und hier merkt das garantiert auch niemand, versprochen.“
„Und wenn das zurücktauschen nicht funktioniert?“ Arthur war nicht wirklich überzeugt.
„Was hast du schon zu verlieren? Wenn du nicht mehr zurück kommst, dann steckst du in einer Welt fest, wie du sie dir immer erträumt hast und musst dich nicht mehr von deinen Brüdern triezen lassen. Außerdem verspreche ich dir, dass du zurück kommst und so wie du mich ansiehst, glaubst du sowieso nicht, dass ich real bin.“ Arthur öffnete den Mund, doch sein Spiegelbild lachte kurz.
„Frag gar nicht erst, ich kenne dich einfach, schließlich hast du mir jahrelang alles erzählt, jedes noch so kleine Geheimnis.“
Immer noch hielt Arthur einen kleinen Abstand zu dem Spiegel. Er traute der ganzen Sache nicht, auch wenn sie noch so verlockend klang und sein Spiegelbild hatte recht, er war sich immer noch nicht sicher, ob er sich das ganze nicht einfach nur einbildete.
„Siehs doch mal so, wenn du wirklich verrückt bist und dir mich nur einbildest, dann kannst du es auch nicht mehr schlimmer machen, indem du mit mir tauschst.“ Aufmunternd streckte das Spiegelbild ihm die Hand entgegen und immer noch unsicher streckte Arthur seine Hand zögernd aus und stellte erschrocken fest, dass seine Finger in den Spiegel hinein glitten.
Kaum war seine Hand komplett in dem Spiegel, schloss sich die Hand des Spiegelbilds fest um seine eigene. Die Haut des anderen war eiskalt und plötzlich meinte Arthur ein gefährliches, irres Glitzern in den Augen des anderen aufblitzen zu sehen, während sich die Lippen des Spiegelbilds zu einem Grinsen formten.
„Endlich!“ die gehauchten Worte jagten Arthur eine Gänsehaut über den Körper und er wurde mit einem kräftigen Ruck nach vorne in den Spiegel hinein gezogen, während etwas an ihm vorbei aus dem Spiegel heraus glitt.
Arthur stürzte durch den Schwung auf den ebenfalls eiskalten Boden und schlug sich die Knie auf. Erschrocken sah er zurück, dorthin, wo ein Spiegel und sein Spiegelbild sein müssten, doch er starrte nur auf eine graue Steinmauer.
Das leise Lachen und das wahnsinnige Grinsen seines Spiegelbildes musste er sich eingebildet haben, es konnte nicht anders sein. Versuchte Arthur sein pochendes Herz zu beruhigen, doch sein Puls hämmerte weiter wie verrückt, während er langsam aufstand und sich in dem finsteren Raum umsah.
Der Schmerz in seinen Knien strafte den Gedanken, alles wäre Einbildung Lügen und Arthur beschlich das dumpfe Gefühl, dass er einen riesen Fehler gemacht hatte.
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