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Ein Tag wie jeder anderer?

von Cheyenne
GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P12 / Gen
Buck Wilmington Chris Larabee Ezra Standish Vin Tanner
14.08.2012
14.08.2012
1
880
 
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14.08.2012 880
 
Spoiler: Keine
Charaktere: Buck
Anmerkung: eine kleine Betrachtung

Es war erst zehn Uhr am Vormittag und die Sonne brannte bereits unbarmherzig vom Himmel. Langsam schlenderte ein großer, dunkelhaariger Mann durch die Straße. Fast keine Menschenseele begegnete ihm dabei und die Wenigen hatten es eilig zurück in ihre Häuser zukommen.
Schon seit einigen Tagen hielt die Hitzewelle an und Abkühlung in Form eines erfrischenden Regen war nach der Meinung Vin's nicht in Sicht. In dieser Beziehung vertrauten die anderen sechs Gesetzeshüter ihrem Siebenten. Lange genug hatte der junge Mann in der Wildnis gelebt und unter anderem auch die Eigenarten des Wetters studiert.
Mit einem Seufzen setzte sich Buck auf die Bank vor dem Gefängnis. Der heutige Tag war nicht anders als gestern, vorgestern und dem Tag davor. Staubig, heiß und ruhig. Zu ruhig in den Augen des Casanovas. Den genauen Tagesablauf konnte er an seinen Fingern ausrechnen.
Gleich würde sich die Saloontür öffnen und die schwarz gekleidete Gestalt seines langjährigen Freundes Chris kam heraus, um nach Osten zu spähen, von wo fast im selben Moment Vin Tanner von seiner Patrouille zurückkehrte.

Kaum hatte Buck zu Ende gedacht, passierte es auch. Die beiden Flügeltüren des Saloons öffneten sich und Chris trat heraus. Während der Revolvermann sich langsam eine Zigarre anzündet, schweifte sein Blick über die Stadt und pausierte für einen Moment bei Buck. Ihre Augen trafen sich und beide Männer begrüßten sich mit einem leichten Kopfnicken. Dann trat der Anführer zwei Schritte vorwärts und lehnte sich mit dem Rücken an einen Stützpfosten des Saloons. Nur wenige Augenblicke später war Buck neben ihm und nahm den zweiten Pfosten in Beschlag.
Wie Buck es vorausgeahnt hatte, kam auch schon Vin Tanner, ihr Scharfschütze und Fährtenleser in die Stadt geritten. Er hielt sein Pferd kurz vor den beiden Männern an und grüßte mit seinem Texas Akzent: "Hallo."
Der Anführer fragte: "Probleme?"
Vin schüttelte den Kopf und nahm seine Wasserkantine vom Sattelknauf. Während er sie öffnete, antwortete der junge Mann: "Bei den Temperaturen bleiben die bösen Buben wenigstens ebenfalls im Schatten."
Danach nahm er einen Schluck, verschloss den Behälter wieder und lenkte sein Pferd in Richtung Mietstall, dabei kurz an seinen Hut tippend.
Chris sah ihm nach und bemerkte dann an Buck gewandt: "Hoffe er hat recht."
Der Anführer brauchte es nicht weiter zu erläutern. Buck hatte schon verstanden, dass Chris ein ungutes Gefühl hatte, trotzdem teilte er es nicht unbedingt mit seinem langjährigen Freund. Anderseits, ein bisschen Abwechslung würde er ganz gern begrüßen.
Nun entfernte sich Chris um zum Zeitungsgebäude zugehen und Mary Travis den Editor des Clarinos zu besuchen. Das war seine Art nach dem Rechten zu sehen. Auch wenn Chris es nicht zugab, er sorgte sich um Mary und ihren Sohn Billy. Vielleicht liebte er die junge Frau bereits, konnte sich jedoch seine Gefühle noch nicht eingestehen.
Trotzdem verweilte der Anführer im Clarino nicht allzu lange. Sein nächstes Ziel war das Gefängnis, wo J. D bereits wartete. Wenn die Postkutsche eingetroffen ist, werden die beiden Männer danach zusammen die neuesten Steckbriefe durchgehen.

Bucks Aufmerksamkeit wurde für einen Moment abgelenkt.
"Guten Morgen Mister Wilmington", grüßte im Rücken des großen Cowboys jemand. Noch bevor die Stimme zu hören war, wusste Buck auch ohne sich umwenden zu müssen das es Ezra, sein Freund und Gefährte war. Es war Zeit für den Spieler sich der Stadt zu zeigen und in wenigen Minuten kam die Postkutsche. Es interessierte nicht nur Buck, ob neue Gäste mitkamen. Allerdings bevorzugte der Casanova Frauen, während der Spieler auf eine Gelegenheit für ein kleines Spiel hoffte.
"Morgen?", fragte Buck: "Es ist fast Mittag Ezra."
"Für sie vielleicht Mister Wilmington. Da ich jedoch erst gegen zwei Uhr ins Bett gegangen bin, nun gerade auf stand und gefrühstückt habe ist bei mir Morgen."
Daraufhin schüttelte der Casanova nur mit dem Kopf. Warum machte er sich auch die Mühe, des Spielers Antwort war doch immer dieselbe.
Da sich nichts in der Stadt rührte, fragte der Spieler gelangweilt: "Wie es aussieht, teilt die liebliche Bevölkerung meine Meinung, dass man bei diesen heißen Temperaturen besser im kühlen Inneren der Häuser aufgehoben ist?"
"Nicht ganz, die meisten haben ihr Tageswerk schon in den frühen Morgenstunden verrichtet, als es noch schön angenehm war", erwiderte Buck seinem Freund.
Die Anspielung verstehend erhob der Spieler missbilligend eine Augenbraue. Seine sarkastische Antwort verschluckte er, denn da kam auch schon die Postkutsche. Leider brachte sie außer ein paar Briefen und den Steckbriefen nichts von Interesse.
Neugierig näherten sich die beiden restlichen Gesetzesmänner Josiah und Nathan. Die tiefe Stimme des Predigers fragte: "Scheint nichts Neues zugeben, Brüder?"
"Just wie jeder andere Tag", antwortete Buck lässig.
In diesem Augenblick erhob sich in der Nähe der Bank Lärm. Jemand schrie, Pferde wieherten und dann flogen die ersten Kugeln.
Während der Spieler hörbar seufzte und etwas murmelte das wie: "Bestimmt würde sein neuer Mantel staubig, und wenn er Pech hat, fängt er sich vielleicht eine Kugel ein", klang, breitete sich über das Gesicht des Casanovas ein Lächeln aus. Im nächsten Moment rannten die Männer in Richtung Bank, unterwegs ihre Pistolen ziehend.

Dieser Tag begann, interessant zu werden. Vermutlich war dieser doch nicht wie jeder andere.


Ende

© 13.01.03
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