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DrabbleAllgemein / P12
Chloe Frazer Nathan Drake
12.08.2012
06.09.2012
7
3.406
 
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12.08.2012 1.005
 
Chloe verschränkte die Arme.

Also ob er ihren Verstand in irgendeiner Weise beeinflussen könnte. Er mag zwar ein talentierter Schatzsucher sein, aber er ist nicht der hellste Stern am Himmel.

„Ich weiß, Nate, ich bin so ein herzloses Miststück“, und mit diesem Kommentar verließ sie den Raum, dabei sagte sie lächelnd zu sich selbst: „Du bist nur noch dabei, weil du verdammt nochmal gut klettern kannst.“


Sie ging die Treppe hinauf, deren Wickelung schien endlos. Die Stufen waren aus Stahl und das Klappern, unter ihren Stiefeln, klang fast tröstlich. Die Treppe führte weiter nach oben.


Sobald Chloe die Spitze der Treppe erreicht hatte, öffnete sie eine Tür und trat aufs Dach. Gefährlich. würde ihre Mutter jetzt sagen, aber sie hatte ihre Mutter vor langer Zeit verlassen. Sagen wir einfach, das Leben der Sünden und Abenteuer, wie sie es nennen würde, war viel verlockender als die „Ladies Division Academy“.


Das Licht der Sterne leuchtete in ihr Gesicht. Sie ließ  ihre Finger über das Geländer gleiten und bemerkte wie wackelig es war und erinnerte sich vage daran, dass Nathan Drake es für Notwendig hielt das Gebäude zu erklimmen obwohl die Tür nicht verschlossen war.

„Ich dachte, wir hätten die Schlüssel vergessen!“, erklärte er und blickte sie mit einem schiefen Grinsen an.

Chloe rollte mit den Augen und ging hinein.


Seien wir mal ehrlich, sie hatten etwas. Eine ewig dauernde Romanze. Chloe stand zwar eher auf die „jeder stirbt am Ende“-Romanzen. Elena, auf der anderen Seite, liebte Geschichten mit Happy End und die mit der Rückkehr ins normale Leben.


Aber Chloe wusste nur allzu gut, dass trotz ihres Engagements und dem Schwur für einige Zeit aus dem Schatzsucherbusiness auszusteigen, Nichts Nates Vergangenheit auslöschen konnte.

Ein Leopard kann seine Punkte nicht verändern und es gibt auch Punkte die niemals verschwinden!

Sie berührt mit ihren Fingerspitzen die Tätowierung auf ihrem Unterleib. Sie hatte einige, aber dieses hatte eine besondere Bedeutung.


Oh verdammt, sie dachte über Bedeutsamkeit nach!
Liebe stirbt! Sie starb immer! Oft bleibt nichts übrig, nachdem die Leidenschaft und die Hitze verblasst. Und das ist genau der Punkt weshalb, Chloe ihre Beziehung beendet hatte. Weil ihre Liebe genau dies getan hatte, natürlich hatte es anfangs etwas Schönes. Aber wie Fußabdrücke im Sand am Strand – sie verschwinden eines Tages. Chloe hatte alles weggeschmissen. Sie war der bittere Ozean und er ein
kleiner Fisch, der versucht hatte seinen Weg zu finden.


Ok, vielleicht hatte sie einige Probleme, aber keine von denen waren vergleichbar mit Nathan Drake. Dieser ichbezogene Idiot, dem es immer misslang zu sterben, wann immer sie versuchte ihn von einer Klippe zu stoßen. Sie dachte, dass sie ihn möglicherweise eines Tages lieben könnte, aber diese Gefühle waren schon vor langer langer Zeit erloschen.


Chloe hatte zu besseren Dingen übergesiedelt, wie Geld – Geld war um einiges besser.


Wart’s nur, Nate, dachte Chloe. In ein paar Jahren hat Elena ein Braten in der Röhre und alle werden kommen um euch auf übertriebene Art und Weise zu loben nur um euch einen Gefallen zu tun. Während ich mir den Arsch ab lachen werde – selbst wenn ich dafür in die Hölle komme.

 Natürlich eine rein metaphorische Hölle, denn sie hatte nicht geplant in nächster Zeit zu sterben.


Irgendjemand stand hinter ihr und Chloe sagte sofort: „Verpiss dich Nate!“


„Was hat er getan?“, fragte Sully, der sich neben sie stellte.


Er ist die perfekte Mischung aus Fiesling und total anständig. Aber diese ganze Nate-Sache grenzt an absolut unerträglich. Und die Tatsache, dass er keinen Sinn in Selbsterhaltung sah, sondern nur einen Rekord darin aufgestellt hatte Nate jedes Mal den Arsch zu retten, brachte sie fast zur Weißglut.
Sie hätte ihm am liebsten auf den Hinterkopf geschlagen und ihm ein wenig Sinn in seinen altes Hinterteil geschoben.


„Nichts. Das selbstgerechte Ars-„, Sully hob seine Hand, um zu schweigen zu bringen, und sie gehorchte tatsächlich.


„Ich geb zu, dass Nate so seine Eigenarten hat“, sagte Sully und Chloe nickte und hob eine ihrer dunklen Augenbrauen. „Aber er verhält sich nur so, weil er dich mag.“


„Ohhh, er will das wir Freunde sind. Lasst uns eine Teeparty planen.“, erwiderte sie und Sully musste kichern.


„Planen“, murmelte er vor sich hin und Chloe trat gegen sein Schienbein.

Er jaulte und griff nach seinem Bein und schimpfte vor sich hin. „Verdammt!“

Sully griff in die Tasche seinen Hemds und zog eine Zigarre hervor, zündete diese an und fing an sie zu rauchen.


„Ich hab kein Problem mit ihm, okay?“, gab Chloe zu, „aber er sagt mir nicht mehr so oft was er denkt, als –„
„ihr zusammen noch wart?“, beendete Sully den Satz, woraufhin Chloe ihn wieder trat- diese Mal jedoch sanfter.


„Das war nicht das, was ich sagen wollte“, erwiderte sie wahrheitsgemäß.

Aber das Komische war, es war möglicherweise das war sie meinte. Oh Gott, sie fiel schon wieder in die trübe Routine, in der sie sich einen Dreck um Nate scherte. Warum war er in ihrem Kopf? Wieso zum Teufel bekam sie ihn nicht aus dem Kopf?


„Ich werde ehrlich zu dir sein, Chloe, weil ich mir Sorgen mache und weil du scharf bist.“, sagte Sully, wobei er den letzten Teil mit einem kleinen Grinsen hinzu fügte. „Er liebt dich immer noch, aber Elena ist ein sicherer Wetteinsatz im Fachbereich Beziehung.“

„Sie ist blond,“ gab Chloe zu verstehen, jedoch freundlicher als zuvor.

„Du hast ihm rücksichtslos sein Herz gebrochen.“ Sagte Sully und er hatte Recht.

„Wer sind Sie und was haben sie mit dem echten Victor Sullivan gemacht?“, frage Chloe nach, obwohl sie über Sullys Satz nachdachte.

Er lachte wieder ein wenig, und ließ seine Zigarre vom Gebäude fallen.

„Dir gefällt das zwar nicht, aber manchmal brauchst sogar du ein paar Ratschläge.“ Er lehnte sich zu ihr und klopfte ihr väterlich auf die Schulter. „Denk darüber nach, wenn er dich das nächste Mal wütend macht.“

Und damit lässt Sully Chloe allein.

Sie zuckt mit den Achseln und schaut auf die hellen Lichter am Himmel.


Weil sie und Nate einmal etwas hatten, aber dann hatte Chloe, wie Fußspuren im Sand, alles
fortgerissen.


Hoffnungsloser kleiner Idiot.
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