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Verlieren und Gewinnen

von oldi
GeschichteDrama, Freundschaft / P16 / MaleSlash
Dr. John Watson Irene Adler Mary Morstan Mycroft Holmes Professor James Moriarty Sherlock Holmes
11.08.2012
03.11.2014
26
103.667
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Dieses Kapitel
2 Reviews
 
11.08.2012 4.919
 
Hallöchen! *mit einem neuen Kapitel um die Ecke komm'*
Zunächst einmal wieder vielen lieben Dank für all euern Zuspruch! Ich hab' mich wie immer wie Bolle gefreut! =)
Im Moment klappt es ganz gut mit der Schreiberei, weil ich heftigst Prokrastiniere um mich vor dem Schreiben einer Uni-Hausarbeit zu drücken.
Ich hoffe ihr freut euch, dass es ausnahmsweise mal etwas zügiger geht ;D

Das neue Kapitel hat mich insgesamt fast 9 Stunden in drei schlaflosen Nächten gekostet und ist ein wenig lang geworden.
Ich hoffe, es findet euren Zuspruch ;)
(Gott, ich kann schon nicht mehr schreiben wie im Jahr 2013 ^^)

Viel Spaß beim lesen!
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Kapitel 13 – Verantworten

Die Minuten verrannen kläglich langsam, während Holmes erkennen musste, dass die Blutung nur langsam nachließ und Watson zunehmend mit der Schwere seiner Augenlider zu kämpfen hatte. Er musste den Doktor irgendwie wach behalten, ihn ablenken, so gut es ging.
„Wach bleiben, Watson. Sie haben ein Versprechen zu halten.“
Watson schnaubte leise.
„Ach ja?“
„Sie sagten, sie würden mich umbringen, wenn das hier vorbei ist.“
„Richtig, das werde ich. Was haben sie sich nur dabei gedacht?“
„Es tut mir leid.“ Holmes wirkte ehrlich zerknirscht. „Mein Plan war leider nicht ganz ausgearbeitet. Ich hatte nicht vor, sie in Gefahr zu bringen. Schon wieder.“
Watson hob die Brauen, überrascht von so viel Schuldbewusstsein in Holmes Stimme.
„Lassen sie es gut sein. Ich hätte wissen müssen, dass sie mal wieder irgendetwas Waghalsiges im Sinn hatten, als sie sich nicht weigerten, aufzubrechen.“
„Es war nicht durchdacht und ohne sie…“
„Werden sie jetzt bitte nicht pathetisch, Holmes. Das steht ihnen gar nicht.“
„Sie haben recht.“ Holmes rang sich ein Schmunzeln ab.
Das schlechte Gewissen nagte dennoch an ihm.
Es war das eine, sein eigenes Leben aufs Spiel zu setzen oder in Kauf zu nehmen, das Watson in die Auseinandersetzung hinein gezogen wurde. Es war aber etwas völlig anderes, entgegen all seiner Gewohnheiten völlig planlos darauf zu setzen, dass sich alles zum Guten wenden würde, ohne darüber nachzudenken, dass er Watson in große, unabsehbare Gefahr brachte.
Die Sache hätte noch viel schlimmer ausgehen können als ohnehin schon.
Moriarty und Moran waren zwar geschlagen, aber um welchen Preis?
Watson betrachtete Holmes‘ abwesende Miene und legte eine Hand auf die seine, die noch immer das durchtränkte Hemd auf die blutende Wunde presste.
„Streng genommen musste es so ausgehen. Wären wir im Haus ihres Bruders geblieben, wäre nur der Ort ein anderer gewesen. Selbst in London wäre die Situation nicht viel anders gewesen. Es ist nicht ihre Schuld. Ich hätte schneller schießen sollen, aber ich bon wohl doch ein wenig eingerostet.“
„Dennoch…“
„Dennoch werde ich sie umbringen.“
Watson schmunzelte und Holmes erwiderte ein leichtes, wenn auch noch immer besorgtes Lächeln.
Wieder wollten dem Doktor die Augen zufallen und wieder rüttelte Holmes sachte an seiner Schulter, um ihn bei Bewusstsein zu halten.
„Sie werden jetzt nicht aufgeben, Watson.“
„Keine Sorge. Ich werde schon wieder. Sie sollten sich um andere Dinge sorgen.“
„Die da wären?“
„Wir werden Ärger mit dem Yard bekommen.“
„Das habe ich bereits bedacht und Vorkehrungen getroffen. Moriarty hat die Regierung unterwandert. Vermutlich wird uns in London schon ein Empfangskomitee erwarten, dem es gar nicht recht ist, dass wir seinen Namen beschmutzt haben. Ganz zu schweigen davon, was wohl geschehen wird, wenn sie herausfinden, dass wir den Professor beseitigt haben…“
„Sie denken, wir werden festgenommen?“
„Ich bin mir sogar recht sicher.“
„Glauben sie nicht, ihr Bruder…“
„Wie gesagt, ich habe Vorkehrungen getroffen, für den Fall der Fälle. Ich habe Mycroft bereits gebeten, sich darum zu kümmern.“
„Wie um alles in der Welt haben sie das wieder angestellt?“
„Ich habe ihm einen Brief in das Notizbuch gelegt. Er wusste, dass eine Konfrontation unvermeidlich sein würde.“
Watson stöhnte und schmunzelte erschöpft.
„Das erklärt allerdings so einiges.“
Seine Stimme hatte an Kraft verloren und das Gespräch erstarb.
Holmes überlegte Fieberhaft, was er sagen konnte, um es am Leben zu erhalten.
Leider war er nicht besonders gut im Plaudern ohne sinnigen Grund.
Er sprach generell nur dann, wenn er auch etwas zu sagen hatte.
Nicht, das er wortkarg gewesen wäre, aber unwichtiges sprach er für gewöhnlich nicht aus. Sicher gäbe es dutzende Dinge, die er Watson hätte sagen können. Wichtige Dinge.
Aber er war sich nicht sicher, ob das ihrer Situation zuträglich gewesen wäre.
Glücklicherweise nahm Watson das Gespräch von sich aus wieder auf.
„Worüber grübeln sie denn schon wieder?“
„Ich grüble nicht.“
„Doch, das tun sie. Sie haben dann immer diese Falte auf der Stirn.“
Holmes fasste sich mit der freien Hand unwillkürlich an die Stirn und runzelte diese.
Watson lächelte matt.
„Manchmal möchte ich wirklich gern wissen, was in ihrem Dickschädel vorgeht.“
„Wir stellten dieser Tage doch bereits fest, dass sie es besser wissen, als sie glaubten.“
„Nein, nein. Ich habe noch immer keinen blassen Schimmer.“
„Tatsächlich nicht?“
„Ihre vermurkste Art zu denken, kann niemand verstehen.“
„Ich denke nicht…vermurkst!“
Der Detektiv sah richtiggehend beleidigt aus, was Watsons Mundwinkel abermals leicht nach oben zucken ließ.
„Natürlich nicht.“
Wieder trat ein Schweigen ein. Dieses Mal ein wirklich langes.
Holmes tauschte einen Blick mit Watson, der wieder einmal deutlich zu lange dauerte.
Der Detektiv war im Moment taub für seine eigenen Schmerzen, konnte aber das leichte Stechen in seiner Brust, das Watsons Anblick ihm bescherte, nicht mehr wirklich ignorieren. Mit der Sorge kehrte die Verwirrung in seinen Verstand zurück, ausgelöst von all den unterdrückten, wieder über die Rationalität siegenden Emotionen.
Sein Denkapparat verlor wieder einmal gegen all die Gefühle, die nun, da er sie einmal zugelassen hatte, nicht mehr so leicht zu kontrollieren waren, wie all die vielen Jahre zuvor und Holmes ergab sich der Tatsache, dass er etwas loswerden wollte. Loswerden musste, wenn er nicht riskieren wollte, dem Irrsinn zu verfallen.
Watson wandte indessen den Blick ab und blinzelte heftig gegen die bleierne Müdigkeit an, als Holmes sich leise räusperte.
„Watson…ich…?“
Der Doktor wandte ihm schwerfällig wieder den Kopf zu.
„Ja?“
„Die Frage, die wir vor dem kleinen Zwischenfall erörterten…“
„Frage?“
„Sie wissen, welche ich meine.“
„Oh. Diese Frage.“
Watson blickte an seinem Freund vorbei aus dem Fenster, um dessen Blick zu entgehen, als die unerwünschte, kribbelige Nervosität seinen Körper wieder einmal eroberte und unangenehmerweise ihrerseits die Schmerzen der Verwundung noch verstärkte.
„Ich bin ihnen eine Antwort schuldig geblieben.“
„Oh, das ist…lassen sie es gut sein, Holmes. Wir müssen das nicht jetzt…“
„Wissen sie, ich denke wirklich, dass ich es bereuen sollte. Es ist das dümmste, unüberlegteste, irrationalste, was ich je auch nur in Erwägung gezogen habe.“
Watson schnaubte, halb ängstlich, halb amüsiert, während er verzweifelt gegen die Schmerzen und das schrecklich laute Klopfen seines Herzens ankämpfte.
„Dümmer noch, als sich freiwillig von Moriarty gefangen nehmen zu lassen?“
„Das war präzise geplant.“
„Verstehe. So wie bei ihnen immer alles präzise geplant ist.“
„Für gewöhnlich.“
„Und nun, da all das hier recht außerplanmäßig…“
„Unterbrechen sie mich doch nicht andauernd.“
„Verzeihung.“
Watson vermied es noch immer, Holmes in die Augen zu sehen.
„Die ganze Sache ist wie gesagt völlig unvernünftig und ich sollte sie definitiv bereuen. Ich verstehe auch den ganzen Sinn hinter all diesen irrationalen… Dingen nicht wirklich.
Aber dennoch…dennoch muss ich ihre Frage ehrlicherweise mit Nein beantworten.“
„Wie bitte?“
Jetzt konnte Watson nicht mehr anders, als dem Detektiv ins Gesicht zu sehen.
Die heftige Bewegung des Umwendens entlockte ihm ein leises Stöhnen.
„Alles in Ordnung?“
Holmes besah sich das Hemd, das beinahe aufgehört hatte, sich vollzusaugen. Die Blutung war deutlich schwächer geworden. Aber der bisherige Blutverlust hatte den ohnehin erschöpften Watson entschieden geschwächt und der Schmerz musste grässlich sein.
Holmes‘ Herz zog sich bei dieser Erkenntnis erneut unerwünscht schmerzhaft zusammen.
Watson biss derweil die Zähne zusammen und beachtete Holmes Frage nicht weiter.
„Was wollen sie mir damit sagen?“
„Das ich mich Sorge, weil sie verwundet…“
„Nicht damit!“ Trotz der Tatsache, dass seine Stimme langsam nur noch ein Flüstern war, konnte Holmes deutlich die leise, ängstliche Wut aus Watsons Stimme heraus hören.
„Ich meine ihr nein zu meiner Frage. Ich kann ihnen nicht ganz folgen.“
„Doch, das können sie.“
„Fangen sie doch bitte nicht wieder so an…“
„Gut, ich verstehe, dass ihnen das Denken gerade etwas schwer fällt.“
Watson warf Holmes einen missbilligenden Blick zu.
„Kommen sie doch bitte auf den Punkt.“
„Ich bereue es nicht.“
„Was bereuen sie nicht?“
„Nichts von dem, was im Haus meines Bruders geschehen ist.“
„Tatsächlich?“
„Mir ist klar, dass sie völlig anders darüber denken. Ich dachte nur, ich schuldete ihnen eine ehrliche Antwort, nachdem ich sie Moriarty betreffend schon so hinters Licht geführt hatte.“
Watson schmunzelte sachte und schüttelte kraftlos den Kopf.
„Sie haben ja keine Ahnung.“
Nach diesem letzten, geflüsterten Satz, verlor Watson endlich den Kampf gegen die bleierne Schwere, die ihn in die Schwärze der Bewusstlosigkeit ziehen wollte.
Sein Kopf sackte zur Seite und landete auf Holmes Schulter. Der Detektiv versuchte besorgt, Watson zum aufwachen zu bewegen, blieb dieses Mal aber ohne Erfolg.
Holmes prüfte mit fahrigen Händen den Puls des Doktors an dessen Hals und war erleichtert, dass dieser zwar schwächer als normal, aber vorhanden war.
Er legte schwerfällig den Arm um seinen Freund, um zu vermeiden, dass dieser vom Sitz rutschen konnte, und versuchte, mit dem Kutschfahrer zu sprechen.
„Fahren sie schneller!“ Es lag nicht in der Natur, eines Sherlock Holmes, zu Brüllen, aber besondere Situationen erforderten eben besondere Maßnahmen.
„Ich fahre so schnell ich kann, Sir. Wir müssten London in weniger als 10 Minuten erreicht haben.“
„Fahren sie sofort zum Veteran’s Hospital!“
„Natürlich, Sir.“
Holmes seufzte und warf einen kritischen Blick auf seine eigene Hand, die noch immer verkrampft den blutigen Fetzen, der einmal Watsons Hemd gewesen war, auf die Schusswunde presste. Wieder eroberten ungewohnt heftige Schuldgefühle seine Gedanken. Er hätte vorsichtiger sein sollen, umsichtiger. Es war allein seine Schuld, dass der Mann, der für ihn so viel mehr als ein bester Freund war, blutend und bewusstlos an ihn gelehnt in dieser Kutsche hing. Es war allein seine Schuld, dass er in Gefahr war.
Es war allein seine Schuld, dass der Doktor seine Hochzeitsreise unterbrechen, seine Frau allein lassen, seine neu geschlossene Ehe aufs Spiel setzen musste. Es war allein seine Schuld, dass Watson jetzt in einem moralischen Schlamassel steckte. Allein seine Schuld.
Mit zittrigen Fingers strich Holmes dem Doktor eine verirrte, verschwitzte Haarsträhne aus dem blassen Gesicht. „Es tut mir leid, John…“
Die zehn Minuten, die es brauchte, bis sie endlich das Veteran’s Hospital erreichten und der Kutscher eilig jemanden herbei geschafft hatte, der den verletzten Watson aus der Kutsche schaffte, waren die längsten zehn Minuten in Sherlock Holmes nicht mehr allzu jungem Leben. Nur verschwommen bemerkte er, dass jemand auch ihn aus der Kutsche zerrte und ihn auf dem Weg ins Gebäude stütze. Mehrfach versuchte er wie in Trance, sich loszureißen, blieb aber erfolglos. Der Meisterdetektiv war endgültig am Ende seiner Kräfte. Die Realität verschwamm vor seinen Augen zu schattenhaften Schemen, bevor das Licht gänzlich verschwand, und die Entkräftung gegen seine Willensstärke obsiegte.

Als Holmes die Augen endlich wieder aufschlug, fand er sich in einem Bett wieder und setzte sich hastig auf, den dumpfen Schmerz ignorierend, nur am Rande bemerkend, dass man ihn scheinbar neuerlich unter Schmerzmittel gesetzt hatte.
„Holmes. Lassen sie das.“
Er wurde wieder in die Kissen gedrückt und starrte verständnislos in das Gesicht der Person, die neben seinem Bett stand. Lestrade.
Nur ein einziges, heiseres Wort verließ seine Lippen. „Watson…“
„Er kommt wieder auf die Beine, Holmes.“
„Ich muss zu ihm…“
„Das wird nicht gehen. Er schläft, soweit ich weiß.“
„Aber…“
„Holmes. Sie sollten sich ein wenig erholen. Die Kollegen vom Yard warten nur darauf, dass sie wieder klar im Kopf sind. Nicht jeder ist ihnen so wohlgesonnen, wie ich es bin. Sie täten gut daran, noch eine Weile den Schlafenden zu mimen, bis ihr Bruder einige Dinge geklärt hat.“
Aber Holmes hörte schon nicht mehr richtig zu.
Längst hatte er sich aufgesetzt und war dabei sich schwerfällig auf die Füße zu stellen, was Lestrade nur mit einem müden Kopfschütteln kommentierte.
„Holmes, bitte. Ich habe Order vom Premier, sie wegen Rufmordes zu verhaften, sobald sie auf den Beinen sind. Er glaubt nicht, dass sein enger Freund ein Verbrecher sein soll, obwohl wir ihn bereits verhaftet hatten, und er fliehen konnte. Lassen sie sich und ihrem Bruder noch ein wenig Zeit, bis die Sache…“
„Sie können mich aus einem völlig anderen Grund verhaften. Geben sie mir nur einen kurzen Augenblick.“ Der Detektiv versuchte noch immer, sich zu erheben, scheiterte aber, da seine Beine sich wie Pudding anfühlten.
„Was meinen sie damit?“
Lestrade machte einen verwirrten Eindruck, was Holmes normalerweise wohl mit einem hämischen Kommentar belächelt hätte.
„Ich werde ihnen alles berichten, Lestrade. Ihren Kollegen vom Yard ebenfalls. Ich würde nur gern sichergehen, dass der Doktor…in Ordnung ist.“
Der Inspektor seufzte und hob beschwichtigend die Hände. Er ahnte, dass es völlig sinnlos war mit Holmes zu diskutieren. Wenn es um Doktor Watson ging, neigte Holmes bekanntermaßen zu unvernünftigem Verhalten.
„In Ordnung. Warten sie einen Moment hier.“
Er verließ eilig das Zimmer, während Holmes es endlich schwerfällig schaffte, auf die Beine zu kommen und sich haltsuchend am Gestell des Bettes festzuhalten.
Schon nach wenigen Sekunden, bevor Holmes den waghalsigen Mut aufbringen konnte, einen vorsichtigen Schritt nach vorne zu machen, kehrte der Inspektor zurück, einen hölzernen Rollstuhl vor sich her schiebend.
Völlig ohne Protest setzte Holmes sich hinein und ließ sich von Lestrade über die Flure schieben. Der Inspektor kommentierte seine mangelnde Gegenwehr mit einem überraschten Stirnrunzeln.
Am anderen Ende des Flures öffnete Lestrade die Tür für Holmes und bedeutete seinen Kollegen, die ihnen mit misstrauischen Blicken folgten und hinter ihnen zum stehen gekommen waren, erst einmal abzuziehen.
Der Inspektor sah auf seine Taschenuhr.
„Sie haben fünf Minuten, Holmes. Nicht mehr und nicht weniger. Länger kann ich die Kollegen nicht mehr zurück halten.“
Holmes hörte noch, wie die Tür hinter ihm von außen geschlossen wurde, bevor er den Rollstuhl selbst einige Meter nach vorne rollen ließ und neben dem Bett zum stehen kam, in dem Watson lag und tief und fest zu schlafen schien.
Er sah blass aus, aber sein Gesichtsausdruck wirkte entspannt und friedlich.
Scheinbar hatte man auch ihn unter Schmerzmittel gesetzt.
Das unangenehme Schuldgefühl begann wieder durch seinen Körper zu wandern und ließ ihn leise seufzen.
Ohne es selbst zu registrieren, nahm er Watsons Hand, die schlaff auf der weißen Decke lag, die seinen nackten Oberkörper bedeckte.
Vorsichtig hob er die Decke an und besah sich den Verband, der die vermutlich frisch vernähte Wunde bedeckte, als die Hand in seiner Hand sich bewegte und er Watson den Blick zuwandte, der die Augen aufschlug und verwirrt blinzelte.
Holmes drückte die Hand unbeholfen und blinzelte leicht verärgert das Wasser fort, dass ihm die Erleichterung in die Augen treiben wollte.
„Wie geht es ihnen?“
„Was…wo sind wir?“
„Veteran’s Hospital, London. Sie kommen bald wieder auf die Beine, Watson.“
Eine Weile sahen die beiden Männer sich stumm in die Augen, bis Holmes leise seufzend den Kopf schüttelte. „Ich gebe es nicht gern zu, Doktor, aber sie haben mich erschreckt.“
Watson schmunzelte und antwortete mit einem schwachen Flüstern.
„Damit wären wir dann wohl quitt.“
Holmes nickte leicht und strich mit dem Daumen sachte über die raue Hand seines Freundes, was dieser mit einem matten, leicht ängstlichen Lächeln quittierte.
„Watson, ich kann nicht lange bleiben, aber sie müssen mir rasch etwas versprechen.“
Der ehemalige Soldat runzelte verwirrt die Stirn.
„Versprechen?“
„Jemand vom Yard wird versuchen, mit ihnen zu sprechen, wenn sie wieder bei klarem Verstand sind. Sagen sie niemandem, dass sie Moriarty erschossen haben. Sagen sie, dass ich es war.“
„Wieso?“
„Vertrauen sie mir.“
Watson schmunzelte.
„Ein schwieriges Unterfangen…“
„Bitte.“
„Ich kann doch nicht…“
Watson beobachtete, wie Holmes Augen im orangen Licht der Morgensonne, die durch eine Lücke der schweren Vorhänge drangen, welche das kleine Fenster verdeckten, in ebendiesem bräunlich-grünen Farbton zu schimmern begannen, den sie nur noch selten gehabt hatten, seitdem Watson die Bakerstreet verlassen hatte und seufzte.
„Ich vertraue ihnen. Auch wenn ich das vermutlich bereuen werde.“
Es klopfte an der Tür.
„Danke.“

Auf  dem Yard war ihm tatsächlich außer Lestrade kaum jemand besonders wohlgesonnen und so war Holmes froh, dass der Ispektor es zunächst übernahm, ihn zu befragen.
Man hatte ihn nach seinem kurzen Gespräch eilig hierhergeschafft, hatte den Rollstuhl ausgeliehen, und ihn dann zwanzig Minuten allein in Lestrades Büro sitzen lassen. Er hatte amüsiert belauscht, wie Lestrade mit seinem Vorgesetzten darüber diskutierte, ob er eher dazu in der Lage wäre, dem Detektiv die Wahrheit zu entlocken, da er ihn schon viele Jahre kannte und bereits mit ihm zusammen gearbeitet hatte.  
Jetzt saß er mit müdem Blick dem gereizt wirkenden Inspektor gegenüber, der ihn mit einem schockierten Blick musterte.
„Sie haben was getan?“
„Ich habe Moriarty getötet. Und Moran. Es geschah nur aus Gründen der Verteidigung.“
„Sie wissen, dass das Konsequenzen haben wird.“
„Sie überfielen unsere Kutsche, als wir noch etwa anderthalb Stunden von London entfernt waren und schlugen unseren Kutscher bewusstlos. Hätte ich sie nicht getötet, könnte ich jetzt keinesfalls vor ihnen sitzen.“
„Können sie das beweisen?“
„Der Doktor ist mein Zeuge.“
„Und er war nicht daran beteiligt? Sie allein töteten den Professor und Sebastian Moran?“
„Das ist korrekt.“
„Denken sie, ich glaube ihnen diese offenkundige Lüge?“
„Es handelt sich nicht um eine Lüge. Der Doktor trug nicht einmal eine Waffe bei sich.“
„Aber sie?“
„Richtig. Ich hatte sie von meinem Bruder erhalten und nutzte sie in Notwehr, nachdem Moran den Doktor seinerseits mit einer Waffe bedrohte.“
„Also hat lediglich Moran einen von ihnen bedroht?“
„Nein. Moriarty zielte ebenfalls mit einer Waffe auf mich. Ich erschoss zuerst Moran, um sicher zu stellen, dass er dem Doktor keinen Schaden zufügen konnte. Daraufhin versuchte Moriarty zuerst auf mich und dann auf den Doktor zu schießen, ich konnte ausweichen, der Doktor wurde von der Kugel gestreift, was ich zunächst nicht bemerkte. Ich ging von einem glatten Treffer der Kugel aus, als ich ihn zu Boden gehen sah. Dann kam es zu einem Handgemenge mit dem Professor, dem ich infolge dessen in den Oberschenkel schoss, bevor ich ihn von mir stoßen konnte und ihn mit einem Schuss in den Kopf tötete.“
„Ist das alles, was sie dazu zu sagen haben?“
„Allerdings.“
„Wohl wissend, dass der Premier, das Yard und sämtliche Londoner Richter den Professor noch immer für einen rechtschaffenden Mann halten, dem sie durch Schädigung seines tadellosen Rufes übel mitgespielt haben?“
„Sie haben es erfasst, Inspektor.“
„Wissend, dass sie für die bereits erwähnten Personen nur ein spinnerischer Detektiv mit zweifelhaftem Ruf und unerwünschten Kontakten in die Unterwelt sind?
„Die Aussage des Doktors wird mir recht geben. Und sie glauben mir.“
„Das tut wenig zur Sache. Die werden sie hängen sehen wollen, Holmes.“
„Soweit ich weiß, habe ich noch immer das Anrecht auf eine Verhandlung.“
„In ihrem Fall wird der Premier eine Blitzverhandlung veranlassen, fürchte ich. Ich telegraphiere ihrem Bruder. Er sollte den Premier treffen, bevor es zu spät ist.“
„Richten sie ihm meine Grüße aus.“
Lestrade stöhnte.
„Ich werde auch Mrs. Watson darüber in Kenntnis setzen müssen, dass ihr Ehemann verletzt wurde. Wollen sie auch ihr etwas ausrichten?“
„Nein, vielen Dank, Inspektor.“
„Eins noch: Wo werden wir die Leichen finden?“
„Etwa auf der Höhe von Winchester.“

Nachdem Lestrade dem älteren Holmes so schnell als möglich telegraphiert hatte, versuchte er erfolglos, seine Kollegen davon zu überzeugen, dass es nicht nötig sein würde, Holmes in Arrest zu nehmen, da sein Zustand eine Flucht unmöglich machte.
Leider war sein Vorgesetzter ganz anderer Ansicht, weshalb man Holmes in Gewahrsam behielt und ihn in ein örtliches Gefängnis transportieren ließ. Auf Lestrades Bitten hin, brachte man den Detektiv jedoch wenigstens vorrübergehend in einer Einzelzelle unter.
So lag Holmes schließlich auf einer harten Pritsche, starrte in die Dunkelheit seiner schmutzigen, nach Urin stinkenden Zelle und dachte nach.
Das Schmerzmittel wirkte nicht mehr, was zwar dazu führte, dass er sich fühlte, als sei ein ganzes Pferdegespann über ihn hinweg getrampelt, aber auch bedeutete, dass sein Verstand zum ersten Mal seit Tagen völlig entnebelt wurde.
Er war sicher, dass sein Bruder das Missverständnis binnen weniger Stunden geklärt haben würde. Der Premier war zwar ein enger Freund Moriartys gewesen, aber dennoch war Mycroft sein engster Berater. Wenn Mycroft ihm noch einmal ausführlich von dem Notizbuch berichtete und seine anderen Kontakte in der Regierung aktivierte, würde er bald in die Bakerstreet zurück kehren und seiner Arbeit nachgehen können, sofern es wieder Arbeit gab.
Trotzdem hatte er sicher gehen müssen, dass der Doktor aus der Angelegenheit heraus gehalten wurde. Watson hatte in den letzten Tagen oft genug sein Leben für ihn riskiert. Es war an der Zeit, dass Holmes dafür sorgte, dass es nicht weiter gefährdet wurde.
Trotz seines endlich wieder intakten Verstandes konnte er nicht umhin, zu bedauern, dass wohl unwahrscheinlich war, dass er den Doktor jemals wiedersehen würde.
Watson würde sich einige Tage erholen, man würde Mary zurück nach London bringen und Watson würde ihn nie wieder aufsuchen, war ihre Freundschaft doch offenkundig zerstört und nur zu einer Quelle unvernünftiger, gefährlicher Versuchung geworden.
Er selbst würde in seine schrecklich leere Wohnung zurück kehren, sich dem nächsten Fall und seinen geliebten Drogen hingeben und zu vergessen versuchen, was sein Herz ihn zu erkennen gezwungen hatte. Vielleicht konnte er zu dem Zustand des rein rationalen Denkens zurück kehren, wenn er sich nur lange genug anstrengte und genügend Zeit verstrich. Vielleicht könnte es wieder so sein, wie damals, bevor er den Doktor kennen lernte. Er hatte allein gelebt und nur für die Arbeit existiert. Warum sollte er das nicht noch einmal schaffen? Er würde nur dafür sorgen müssen, dass keiner von Mycrofts Spionen mitbekam, wenn er sich Opium besorgte. Er wollte nie wieder von seinem Bruder gemaßregelt werden. Wenn er schon ohne seinen Freund leben musste, würde er sicher nicht auch noch von den Drogen ablassen.
Ein Teil von ihm bereute, dass er sich nicht eingehender von Watson verabschieden hatte können. Aber es war kaum Zeit gewesen und zudem war es wohl besser, wenn sie die merkwürdigen Bande, die sie verbanden, möglichst schnell kappten.
Er wünschte Watson, dass er glücklich wurde und er wusste, dass Mary in der Lage sein würde, ihn glücklich zu machen. Er durfte dieses eine Mal kein Egomane sein. Seine Egomanie hatte schon Irene getötet, sie durfte nicht auch noch ein weiteres Leben zerstören.
Mit einem Seufzen schloss er die Augen und versuchte die düsteren Gedanken zu vertreiben, die ihm den Brustkorb einzuengen schienen.
Er versuchte, über sinnvollere Dinge nachzudenken und fragte sich, ob das Serum, welches ihm das Leben gerettet hatte, chemisch weiter verbessert werden konnte.
Er würde sich um die Optimierung kümmern, sobald er wieder in die Bakerstreet zurück kehrte, sofern es keinen neuen Fall geben würde. Aber vermutlich würde er, was die Jagd nach Verbrechern anging, eine Weile pausieren müssen, bis seine Verletzungen zu heilen anfingen. Es würde ein langer, dunkler Winter voller Langweile werden.
Ein heftiges Ziehen zog durch seine Eingeweide.
Er ignorierte es. Er musste lernen, es wieder zu ignorieren.

Mycroft Holmes schmunzelte sachte, als er das Telegramm erhielt und machte sich eilig daran, zu Antworten. „Curruthers, lassen sie die Kutsche abfahrtbereit machen. Wir fahren nach London. Sherly hat sich mal wieder mit Bravour in einen Schlamassel manövriert.“ Sie würden nicht lange brauchen, um nach London zu fahren. Sie hatten nie geplant, in Richtung Frankreich aufzubrechen, solange sein Bruder die Sache mit Moriarty nicht beendet hatte. Sie hatten lediglich in einem Vorort einen Vertrauten Mycrofts besucht und würden die Stadt binnen zwanzig Minuten erreicht haben.

„Ma’am?“ Der junge Beschützer, den man ihr auf den Hals gehetzt hatte, betrat nach einem leisen Klopfen gegen den Türrahmen den Salon des heruntergekommenen kleinen Hauses am Rande einer schottischen Provinz und räusperte sich.
Mary wandte ihm den Blick zu, legte ihre Stickarbeit in ihrem Schoß ab und lächelte höflich. Sie wollte nicht hier sein, sie wollte nicht von einem fremden Mann beschützt werden, der in Verbindung mit der Familie Holmes stand. Aber dennoch fand sie den jungen Mann, der offenkundig Amerikaner zu sein schien, sehr freundlich. Er hatte ihr Gezetere auf dem Hinweg ertragen, sie nur vorsichtig zu beschwichtigen versucht und war so nett gewesen, ihr ein Buch bei den Nachbarn zu besorgen, die er zu kennen schien.
Es war nicht seine Schuld, dass man sie hierher hatte schaffen lassen, also warum sollte sie ihm nicht mit Freundlichkeit begegnen?
„Was gibt es denn, Thomas?“
„Ich war gerade im Ort beim Postamt. Es ist ein Telegramm für sie eingetroffen. Ihr Mann…“
Mary sprang auf, das Stickkissen fiel zu Boden. Ein ungutes Gefühl breitete sich rasch in ihrer Magengegend aus und so klang ihre Stimme ein wenig schrill, als sie fragte:
„Was ist mit ihm?“
„Er wurde verletzt.“
„Verletzt? Mein John? Wieso? Was ist passiert?“
„Ich kenne nicht alle Details, Ma’am, aber er und Mister Holmes wurden wohl in einen Kampf verwickelt.“
„Dieser verdammte Holmes! Wie geht es John? Ist es sehr schlimm…wird er…“
Tränen stiegen ihr in die Augen und sie ballte die Hände zu Fäusten, um die Contenance zu bewahren.
„Ich weiß es nicht genau, Misses Watson, aber er schwebt wohl nicht mehr in Gefahr. Man hat ihn ins Veteran’s Hospital in London gebracht.“
„Wir müssen sofort aufbrechen. Wissen sie, wann der nächste Zug geht?“
„Ma’am…ich habe noch keine Entwarnung von Mycroft Holmes erhalten, was die Gefahr angeht, der auch sie durch den Professor ausgesetzt…“
„Thomas! Sie werden mich jetzt zum Bahnhof begleiten, dann werde ich in einen Zug nach London steigen und zu meinem Mann fahren, der verletzt in einem Krankenhaus liegt, weil ein übermütiger Detektiv sich mit einem Verbrecher anlegen und ihn in diese Angelegenheit hineinziehen musste! Niemand wird mich davon abhalten! Haben sie mich verstanden?“
„Ma’am. Wir werden London kaum vor Morgen Abend erreichen können…“
„Es ist mir egal, wie lange wir brauchen. Ich werde jetzt aufbrechen. Sofort. Ob Mycroft Holmes oder Sherlock Holmes oder die britische Regierung oder wer auch immer das billigt, oder nicht. Mein verletzter Ehemann zählt, und nichts anderes.“
Eine wütende kleine Träne löste sich aus dem Augenwinkel der aufgebrachten ehemaligen Gouvernante. Marys Geduld war am Ende. Ihr Verständnis war am Ende. Sie verspürte nur noch Sorge und Angst um ihren geliebten John.

John Watson indessen erwachte aus einem tiefen Schlaf, als die Sonne am Horizont untergegangen war und ein unangenehmes, stechendes Ziehen seiner Wunde ihn aufweckte. Er schlug die Augen auf und brauchte einen kurzen Augenblick, um sich zu orientieren. Nachdem Holmes gegangen war, war er sofort wieder eingeschlafen und war seitdem nicht noch einmal wach geworden. Er bemerkte, dass er allein im Raum war und tastete vorsichtig nach dem Verband, den man ihm umgelegt hatte. Ein leises Stöhnen entrann seinen Lippen, als die Wunde unter dem Druck seiner Hände schlimmer zu Schmerzen begann. Vorsichtig hob er den Verband einige Millimeter an, um sich die vernähte Wunde zu betrachten. Die Naht sah sauber aus, sein Kollege musste gute Arbeit geleistet haben. Erleichtert ließ er von seinem Verband ab und runzelte die Stirn.
Er erinnerte sich nicht mehr daran, wie er hierhergekommen war.
Das letzte, an das er sich erinnerte, war, dass er mit Holmes auf dem Weg nach London gewesen war. Er hatte mit ihm gesprochen und Holmes hatte gesagt…Watsons Herzschlag beschleunigte sich und so ließen seine Gedanken schnell von dieser Erinnerung ab. Er wusste noch, dass er aufgewacht war und mit Holmes gesprochen hatte, aber völlig orientierungslos und leicht betäubt gewesen war. Sie mussten ihm ein starkes Schmerzmittel verabreicht haben, dass jetzt nachließ.
Seine Gedanken klärten sich und er runzelte die Stirn, fragte sich, warum Holmes ihm dieses merkwürdige Versprechen abgenommen hatte.
Wohin war der Detektiv überhaupt verschwunden? Auch wenn sein Fieber scheinbar endlich besiegt war, gehörte er nach all den Strapazen unter ärztlicher Aufsicht in ein Bett. Aber so wie er Holmes kannte, hatte er das Krankenhaus vermutlich längst verlassen und sämtliche Vernunft über Bord geworfen.
Er konnte noch immer nicht fassen, dass Moriarty und Moran besiegt waren. Das Yard würde sicher ein wenig ärger machen, aber die Holmes-Brüder würden das sicherlich schnell klären und den Professor endgültig als Verbrecher enttarnen können.
Es war surreal, zu wissen, dass die Gefahr gebannt, der gefährlichste Kriminelle, den England oder gar die Welt seit langem gesehen hatte, nicht mehr am Leben war. Dass er ihn getötet hätte. Watson verspürte kein Bedauern. Er hätte es lieber gesehen, wenn Moriarty der Prozess gemacht worden wäre. Er tötete nicht gern. Das hatte er nie gern getan und nach Ende des Krieges war es ihm noch schwerer gefallen. Aber es war nötig gewesen. Moriarty hätte zweifelsohne Holmes getötet, wenn er nur eine Sekunde länger gezögert hätte. Das hatte er verhindern müssen. Egal um welchen Preis.
Der Gedanke an die Unwirklichkeit der gesamten vergangenen Woche drängte sich ihm auf und ein merkwürdiges Gefühl waberte durch seinen Magen.
Moriarty und Moran mochten kein Problem mehr darstellen. Aber das flatterhafte, ziehende, an seinen Nerven reißende, warme Gefühl der Zuneigung war noch immer da.
Und Watson fürchtete allmählich, dass es nie wieder verschwinden würde.
Er schluckte und erst jetzt kam ihm der Gedanke an Mary.
Sofort überkam ihn ein Schwall neuerlicher Schuldgefühle und er fragte sich mit rasenden Gedanken, ob er ihr jemals würde in die Augen sehen können, nach allem was er getan hatte. Nach allem, was zwischen ihm und seinem einst besten Freund geschehen war.

TBC
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Wäre das nicht ein perfektes, offenes Ende? :D
Ne, keine Sorge, so fies bin ich nicht.

Bitte seht es mir nach, wenn noch Fehler zu finden sind. Ich sollte nachts einfach nicht schreiben :D

Was sagt ihr? Kritik? Lob? Irgendwas, das ihr gern loserden mögt? ;)

lg,

oldi

PS: ich werde leider vermutlich ein bisschen mehr als 15 Kapitel brauchen, um diese Story zu Ende zu führen und hoffe, das verschreckt euch jetzt nicht :D
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