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Wunder der Natur

von Simkaja
GeschichteAllgemein / P6 / Gen
10.08.2012
10.08.2012
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Schreibzirkel

Vorgegeben:
-     Ozean -> verwendet
-     Rock ’n’ Roll
-     Dornengestrüpp -> verwendet
-     Flagge
-     Bucht -> verwendet


Wunder der Natur

Lina konnte nicht mehr schlafen. Sie drehte sich von links nach rechts und wieder zurück, doch ihre Gedanken wollten sich einfach nicht abstellen lassen. Sie kreisten wie wild durch ihren Kopf, wie die Hände eines Kleinkindes über Papier, bei dem Versuch ein Bild zu malen. Sie schlug die Decke zur Seite, das hatte ja doch keinen Zweck. Barfuß tappte sie zu ihrem Fenster und schob die Gardine beiseite. Draußen war es nicht richtig dunkel und auch nicht richtig hell. Der Himmel war von einem großen Vollmond erleuchtet. Ob er es war, der sie nicht schlafen ließ? Es quietschte leicht, als Lina den rechten Fensterflügel öffnete. Von draußen strömte eine sanfte Brise herein. Es war angenehm warm. Sie wollte noch mehr von dieser Luft einatmen, also zog sie ihren Morgenmantel über und schlich die Treppe hinunter und zur Tür hinaus. Das Gras war feucht an ihren Füßen, doch keineswegs kalt. Sie lief zur Bucht, die etwa 500 Meter vom Haus entfernt war. Dort würde es noch besser riechen. Der Sand verirrte sich zwischen ihre Zehen um dann, beim Anheben des Fußes wider hernieder zu rieseln – ein schönes Gefühl. Es war ruhig, bis auf den leichten Wind. Lina verspürte keine Angst, vielleicht lag es an der Umgebung, sie strahlte eine unbändige Ruhe und Sicherheit aus. Das Wasser von dem Ozean schlug  kleine Wellen. Lina fand den Blick, der sich ihr bot, wunderschön. Der Mond spiegelte sich auf dem schwarzen Wasser und gab ihm so einen durch die Wellen verzerrten Lichtblick. Alles schien zu schlafen, nur die Musik von Wind und Wellen die sich am Ufer brechen, drangen an ihr Ohr. Sie setzte sich in den Sand, sie wollte bleiben und die Sonne aufgehen sehen – was musste das für ein Farbenspiel sein! Für eine Weile schloss Lina die Augen und konzentrierte sich nur auf das Hören. Und mit der Zeit mischten sich andere Geräusche in das Lied der Natur. Die Vögel wachten auf und sangen dem Tage zum Gruße. Die Käfer und Ameisen krabbelten durch Gras und Dornengestrüpp, was ein kaum merkliches Rascheln verursachte. Es war einfach herrlich. Sie öffnete ihre Augen wieder, denn nun müsste bald die Sonne aufgehen und das wollte sie auf keinen Fall verpassen. Und da, nachdem noch etwas Zeit verstrichen war, tauchte der gelbe Ball tatsächlich am Horizont auf und zeigte mit seinen Strahlen gen die Weiten des unendlichen Himmels. Während die Sonne immer mehr aufstieg, tauchte sie den Himmel und das Wasser in eine Vielfalt an Farben, noch schöner und reicher als der Regenbogen. Es hatte etwas Magisches. Erst als die Sonne hoch am Himmel stand und golden leuchtete, kehre Lina zurück. Sie fühlte sich frei und unsagbar glücklich.  

    Diane Wolters
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Ich habe beim schreiben Schiller  gehört - unglaublich inspirierend. Und auch kein Wunder, dass dann so etwas bei raus kommt ^^
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