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Summerlove

von Sleipnir
Kurzbeschreibung
GeschichteLiebesgeschichte / P12 / Gen
10.08.2012
10.08.2012
12
7.040
 
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10.08.2012 358
 
Die Nacht war die schlimmste meines Lebens. Ich konnte nicht schlafen und sah am nächsten Morgen fürchterlich aus. Aber ich musste ja in die Schule. Also zog ich mich an und schminkte mich so, dass niemand erkennen konnte, wie verheult ich aussah, zusätzlich setzte ich mir eine große Sonnenbrille und eine Kappe auf. Meine Mutter machte tatsächlich ihre Drohung wahr und fuhr mich in die Schule. Unterwegs eröffnete sie mir, dass sie, als Philipp mich am vorherigen Abend anzurufen versuchte, sie ihm klargemacht hatte, dass er sich von mir fernzuhalten habe. Daraufhin heulte ich erneut los. Glücklicherweise hatte ich das hinter mir, als wir an der Schule ankamen. Es war schon peinlich genug, dort als Siebzehnjährige von der Mutter hingefahren zu werden. Aber noch schlimmer war es, dass sie mit ausstieg und mit mir zum Sekretariat ging, mich immer schön an der Hand haltend, damit ich bloß nicht weglaufen könnte. Auch ihre weitere Drohung machte sie wahr. Sie sorgte dafür, dass ich in andere Klassen und Kurse gesteckt wurde. In der ersten Stunde legte ich mir jedoch einen Plan zurecht. Ich schrieb zwei Briefe, einen an Lilly und einen an Philipp. In der nächsten Stunde würde ich zusammen mit Lilly Spanisch haben. Dort würde ich ihr die beiden Briefe geben. In beiden erklärte ich meine grundsätzliche Situation. In dem an Lilly bat ich sie, den anderen Philipp zu geben. In dem an ihn erklärte ich auch die Gründe, die meine Mutter genannt hatte. Ich hoffte, dass sie beide es verstehen würden. Nach der Schule holte mich meine Mutter ab, sie benahm sich, als wäre nichts besonderes passiert.  Das regte mich sehr auf. Nachdem wir zuhause angekommen waren, ging ich sofort hoch in mein Zimmer, machte meine Hausaufgaben und hörte den Rest des Tages Radio. Dabei machte ich Fitnessübungen. Nicht, dass ich es nötig gehabt hätte, aber da ich vermutete, dass ich die nächsten Wochen auch nicht zum Training kommen würde, musste ich mich ja irgendwie fit halten. Als meine Mutter mich zum Essen rief, reagierte ich nicht. Auch als sie zu meinem Zimmer kam, ließ ich sie auflaufen. Ich hatte meine Zimmertür abgeschlossen und ignorierte sie.
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