Ein Herz auf Abwegen - Teil II

von Shayera
KurzgeschichteAllgemein / P12 Slash
der Alcalde Ramon Victoria Zorro
09.08.2012
09.08.2012
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Wer das hier liest sollte auch Teil I gelesen haben. Diesmal ist kein deutlicher Slash erkennbar, eigentlich fast gar nicht, aber ich denke, es gehört trotzdem zu dieser Kategorie.
Victoria Escalante spielt hier keine große Rolle, Zorro hat keine Romanze mit ihr und sie ist eigentlich nur eine gute Freundin. Aber sie schwärmt, wie viele andere Frauen, für Zorro.
Viel Spaß beim Lesen!


Der Peitschenstiel lag ruhig in seiner Hand.
Mit einer großen Bewegung nahm er Schwung, damit der Schlag perfekt träfe.

Ein Zischen, die Peitsche bewegte sich mit starker Präzision und Kraft hinunter auf ihr Ziel -und wurde gestoppt.

Der Bauer, der mit bloßem Rücken an ein Geländer gefesselt dastand, stieß mit Erleichterung die angehaltene Luft hinaus, als er seinen Retter erblickte.

"Zorro!", zischte Alcalde Ramon hasserfüllt, zog seinen Degen und sprang auf den Feind zu.
Doch dieser konnte den Angriff leicht mit seiner Peitsche abwehren.

"Aber, aber Alcalde! Ihr wollt euch doch nicht unglücklich machen! Was hat euch dieser Man getan?", fragte er, sprang von Tornado's Rücken und dirigierte Ramon mit seinem eigenen Degen an die Wand.
Die Soldaten konnten ihn nun nicht angreifen, ohne das Leben des Alcalden zu gefährden.

Auf eine Antwort wartend blickte Zorro den Bedrängten an. Der schaute zurück.

Und ausgerechnet jetzt mussten seine Gedanken abschweifen!
Sie drehten sich nur noch darum, dass Zorro wunderschöne Augen hatte in denen man versinken konnte, und dass er die tollsten Lippen der Welt hatte, die auch noch wunderbar küssen konnten ...

Allmählich war Zorro wirklich verwirrt.
Der Alcalde sah ihn so sonderbar an, mit einem Ausdruck in den Augen, den er nicht zuordnen konnte. Es schien nichts negatives zu sein, aber warum sollte der Alcalde ihm, Zorro, gegenüber etwas positives empfinden?

Außer ... wenn er zurückdachte an diesen - Ausrutscher vor ein paar Tagen ... er hatte versucht, die Erinnerung daran zu verdrängen, dass der Alcalde - dieser Tyrann - und er selbst sich ... GEKÜSST hatten!
Aber ein positives Erlebnis war das irgendwie schon gewesen, schließlich hatte niemand Verletzungen davongetragen und der Alcalde hatte ihn auch nicht demaskiert, stattdessen ... Zorro wandte sich ab.

Um sich von den Erinnerungen abzulenken ging er zu Victoria Escalante, beugte sich herab und gab ihr einen Handkuss.
Die Tavernenbetreiberin starrte ihn verzückt an, und ein gehauchtes "Senorita, wie immer wunderschön." trieb ihr vollends die Röte ins Gesicht.

Als Zorro sich von ihm abgewandt hatte war der Alcalde wie aus einem Traum aufgewacht.
Er nahm seine Umgebung wahr, auch die verwunderten Blicke der Menschen, weil Zorro Ihm keine Antwort abverlangt hatte. Er sah, dass der Bauer, den er hatte auspeitschen wollen, von ein paar Männern losgebunden und fortgebracht worden war.

Als er beobachtete, wie Zorro der Wirtin einen Handkuss gab wurde Ramon wütend. Diese ... !
Jetzt wurde sie rot. Wahrscheinlich hatte der Fuchs ihr ein Kompliment gemacht, oder vielleicht schlimmeres ... etwa gar ein Liebesgeständnis? Darauf hatte diese Frau doch nur gewartet!
Aber nichts da, Zorro gehörte ihm! Oh. Schon wieder solche Gedanken.

"Das war die letzte Warnung, Alcalde. Wenn ihr noch einmal einen Unschuldigen auspeitschen lasst werdet ihr es bereuen!", rief Zorro, sprang elegant auf Tornados Rücken und ritt schnell aus dem Pueblo hinaus.

Dieser Mann hatte wirklich Stil!

Ramon sah ihm hinterher.
Dann ging er langsam, ohne Sergeant Mendoza, der auf ihn einredete, zu beachten, in seine Räume.

Die Menschen starrten ihm hinterher.
Sie wussten nicht, was mit ihm los war, dass er niemanden anschrie und auch keine Drohungen ausstieß.
Und auch Zorro war ihnen anders als sonst vorgekommen, er war so schnell verschwunden und hatte einen sonderbaren Gesichtausdruck gehabt.

Niemand ahnte, dass beide, sowohl der Alcalde, als auch Zorro, sich in Gedanken mit dem jeweils Anderen beschäftigten.
Und sie fieberten schon dem nächsten Treffen entgegen.
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