Kuchen ä la Homunkuli

KurzgeschichteHumor / P6
Envy Sloth Wrath
09.08.2012
09.08.2012
1
926
 
Alle Kapitel
6 Reviews
Dieses Kapitel
6 Reviews
 
 Datenschutzinfo
 
 
 
Diese kleine Story, möchte ich meiner Freundin Sayo Yamashita-sama widmen.
Ich werde aber keine Predigt halten, klar?
Ich werde euch nicht die Ohren volllabern, wie mich ihre Kommentare ermutigt haben (und das haben sie zweifellos).
Ich werde auch nicht erwähnen, welchen Einfluss sie auf mich hatte (und das ist nicht wenig) oder wie oft sie meine Rechtschreibfehler und falsche Tastenklicks ausgebessert hat (wie gesagt, ich erwähne es nicht-.-).
Da dieser Teil sowieso niemanden zu interessieren scheint (obwohl das der Teil ist, an dem der Autor die meisten Tränen vergießt) bleibt mir nichts mehr zu sagen, außer eine kleine Warnung.
*schaurige Musik erklingt*
An all diejenigen, die diese Story aus Zufall, Langeweile oder sonstigen Gründen angeklickt haben, wenn ihnen die Geschichte aus Gründen wie künstlerischer Übertreibung, Rechtschreibfehlern oder anderen Absonderlichkeiten lesen, haben leider Pech gehabt.
Jetzt gehen mir die Worte aus,
Tut mir sehr leid.

***Kuchen à la Homunkuli****



Sloth war geschockt.
Um genau zu sein war sie völlig entgeistert, was an sich schon ein seltenes Phänomenen war, den die Male ,an denen sie auch nur ansatzweise aus den Konzept gebracht gewesen war, konnte sie an den Fingern abzählen.
Das hatte zwar nicht mit ihrer jetzigen Lage zu tun ,aber eines stand auf jeden Fall fest:
Sie war noch NIE in ihrem ganzen bisherigen Leben als Homunkulus so aus der Fassung gebracht worden.
Eigentlich hatte alles, wie leider bei jeder Tragödie, ganz normal angefangen.
Sie und Pride hatten fast den ganzen Tag in ihren jeweiligen Rollen als Sekretärin und Generalfeldmarschall gespielt (sprich sie hatten die ganze Zeit schnarch langweilige Dokumente bearbeitet), dann war sie in das Gebäude gegangen (oder besser gesagt „geschwommen“, da sie einfach durch ein Abflussrohr verschwunden war) das die Menschen einen „Supermarkt“ nennen und hatte Einkäufe für die Homunkuli erledigt und war den leider so langsamen, menschlichen Weg (also zu Fuß) zurück in die unterirdische Stadt gegangen.
Alles reine Routine.
Doch dann kam es...
Gerade als du Braunhaarige die Einkäufe in den überdimensionalen Kühlschrank legen wollte, blieb die Homunkuli im Türrahmen stehen.
Die prallgefüllte Einkaufstasche landete auf den Boden.
Die Küchewände, die einst in einen roten Ton gestrichen waren, waren mit weisen Flecken übersetzt. Schokolade bedeckte wie eine Zweite Haut die weißen Küchenmöbel, der Boden war mit undefinierbaren Substanzen, Porzellanscherben und Fußabdrücken übersät.
Kurz um, die Küche war das reines Schlachtfeld.
Ihre Knie wurden weich wie Butter und sie fürchtete jeden Moment ohnmächtig zu werden.
Die Küche, praktisch der aller wichtigste Raum, war zerstört....  
Unter allergrößter Anstrengung versuchte Sloth vergeblich sich etwas zusammenzureimen, die verschiedenen Möglichkeiten im Kopf durchzugehen.
Wer könnte dafür verantwortlich sein?
Greed?
Nein, der war mit seinen Chimären im Teufelnest.
Lust?
Die würde sich nie die Hände schmutzig machen.
Gluttony?
Musste nicht erläutert werden-.-,
und Dante?
War ausgegangen und Sloth betete, dass es auch so blieb.
Gerade als Sloth meinte ihre Welt würde vor ihrem inneren Auge einstürzen, erfassten ihre blauvioletten Iriden etwas hinter dem kleinen Tisch, der mitten in der Küche stand.
Dieses etwas waren zwei grüne Haarschöpfe, die der Braunhaarigen nur allzu vertraut waren.
Sie tuschelten aufgeregt miteinander.
„Glaubst du Mama wird sich freuen?“
„Bevor oder nachdem sie den Saustall gesehenen hast?“
„Glaubst du sie wird böse sein?“
„Davon kannst du ausgehen. Jedenfalls will ich nicht im Raum sein wenn...“
Sloth räusperte sich laut und deutlich.
Die beiden Köpfe drehten sich gleichzeitig herum.
Wraths Augen wurden groß wie Billardkugeln und Envy schluckte hart.
„So“, sagte Sloth eisig und verschränkte die Arme vor der Brust.
Die Temperatur des Raumes sank auf die des Kühlschrankes.
„Hallo Sloth“, sagte Envy mit einer Stimme, von den er offenbar hoffte, sie klinge beruhigend und einschmeichelnd.
Sloths Augenlied zuckte unheilverkündend.
Ihre Augen wanderten noch einmal durch den Raum, nur um Envy wieder mit ihrem Blick zu ersticken.
Schluck!
„Ach das, “ sagte Envy und kratzte sich verlegen den Kopf. „Weist du, der Plagegeist hatte Hunger, stimmt doch, oder?“ sagte er und stieß den kleineren neben ihm unsanft den Ellbogen in die Seite.
Sloths Blick wanderte zu Wrath, der unter dem Blick seiner „Mutter“ zusammenschreckte.
„Ich wollte nur einen Kuchen“, murmelte der Junge kleinlaut.
„Und ich durfte mich für den Kleinen daran machen ihn zu backen.“ schloss Envy alle Ereignisse zusammen.
Sloths Finger krallten sich so fest in ihre verschränkten Oberarme, dass die Knöchel der Homunkuli weiß hervortraten.
Ein doppeltes Schlucken.
„Nur damit ich das richtig verstehe“, sagte sie eisig.
„Bei dem Versuch einen Kuchen zu machen, habt ihr einen ganzen Mehlsack verbraucht, die Milch verschüttet, das Gewürzregal umgeworfen, das Ofenblech fast zerschlagen und dann habt ihr die alte Porzellansammlung von Dante auf den Boden fallen lassen?“
„Ähhhmmmmm….“, stotterten die „älteren“ Homunkuli hilflos.
Darauf folgte ein hässlicher Krach, der durch das ganze Anwesen hallte.

Als Dante von ihrem Ausflug zurückkam, fand sie bei ihrer Ankunft ein völlig überschwemmtes Haus, eine vollkommen zerstörte Küche inklusive Einrichtung und 4 halb ersoffene Homunkuli.
Review schreiben