Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Strigoiwelt

von Roza
GeschichteAbenteuer, Familie / P16 / Gen
Christian Ozera Dimitri Belikov Rosemarie "Rose" Hathaway Vasilisa "Lissa" Dragomir
08.08.2012
31.10.2012
42
55.644
5
Alle Kapitel
85 Reviews
Dieses Kapitel
9 Reviews
 
 
08.08.2012 1.461
 
Wer es zu gruselig/schockierend/ekelhaft findet, oder dem es einfach zu sehr von den Büchern abweicht, sollte diese Geschichte nicht lesen. Doch wer es ließt, sollte ein Review hinterlassen, damit ich weiß, wie ihr die Idee findet. Glaubt mir, das wird (hoffentlich) echt spannend. Danke!
Liebe Grüße, Roza!

__________________________________________________________________________________________

Ein Jahr lang ging alles gut. Ein Jahr lang, herrschte Lissa als Königin. Sie machte ihre Sache gut. Christian unterstützte sie, wo es nur ging und auch Dimitri und ich taten das. Jill ging weiterhin zur Schule, wofür ich sie bewunderte. Sie war dort nun eine der beliebtesten Schülerinnen. Ihr ging es fantastisch und sie war echt gut in der Schule. Dann kam der schwarze Tag. Diesen Tag würde ich nicht vergessen.

***

Es mussten alle Strigoi dieser Welt sein, die uns angriffen. Die Wächter verteidigten die Moroi und wir halfen ihnen. Doch es waren zu viele. Gleich nach Sonnenuntergang griffen sie an. Ich war gerade bei Lissa, da kamen sie von allen Seiten. Ich währte sie ab, tötete sie mit dem Pflock und versuchte Lissa zu beschützen. 8 Strigoi umzingelten mich und griffen mich gleichzeitig an. Sie begruben mich auf dem Boden und holten sich Lissa. „Wir werden euch nicht töten, ihr seid zu wichtig“, sagte der Strigoi, der mich runter drückte. Sie fesselten uns und wir waren nutzlos. Was war hier los?

Zwei Strigoi kamen. Der eine nahm mich über die Schulter, der andere Lissa. „Was … werdet ihr mit uns tun?“, fragte sie. „Oh, liebste Vasilisa, Sie sind nicht länger Königin. Wir haben die Regierung übernommen und Sie sind unsere Gefangenen“; erklärte der Strigoi wieder. „Wer sind Sie?“, fragte ich. Er lachte fies. „Ich bin der neue Herrscher dieser Welt. Der Strigoiwelt. Ihr seid meine Untertanen. Für euch bin ich Master Gorm. Und nun, sperrt sie weg“, befahl er. Ich versuchte mich zu befreien, bekam aber nur eine Ohrfeige, weshalb ich die nutzlosen Fluchtversuche ließ.

Sie brachten uns über den Hof, ins Gebäude der Wächter. Ich konnte die Verwüstung sehen. Überall lagen tote Dhampire und nirgends Moroi. Viele Dhampire waren getötet worden und nur wenige Strigoi. Verdammt! Kein Dhampir lief mehr frei herum und alle Moroi, die man sah, waren mit Ketten gefesselt. Sie konnten keine Magie benutzten, begriff ich schließlich. Es gab keine Möglichkeit mehr, sich zu währen.

Sie sperrten Lissa und mich in eine Zelle, wo noch zwei weitere Gestalten waren. Sie schlossen hinter uns die Tür ab und davor war ein Strigoi platziert. Andere Strigoi fingen an, die Fenster lichtundurchlässig zu machen. Lissa weinte. Ich würde sie gerne in den Arm nehmen, doch leider waren uns unsere Hände auf dem Rücken zusammen verbunden.

„Wer ist da?“, knurrte eine mir so vertraute Stimme. „Dimitri?!“, fragte ich. Die Gestalt drehte sich herum und sah mir direkt in die Augen. „Rose, du lebst!“, sagte mein Freund. „Ruhe!“, zischte der Strigoi. Ich ging auf Dimitri zu, dessen Hände frei waren. Natürlich hatte er sich befreit. Wahrscheinlich mit dem Messer, was er neuerdings immer bei sich trug. Er kam mir entgegen und schloss mich in eine Umarmung. Ich schluchzte. „Wie konnte das passieren?“, fragte ich leise. „Durch eine Revolution“, meinte er.

Die zweite Gestalt drehte sich zu uns um. Ich erkannte Christian. Er sah Lissa und rannte auf sie zu. Christian nahm sie in den Arm und auch die beiden weinten und waren froh, dass der andere noch lebte. „Was wollen sie von uns? Wieso leben wir noch?“; fragte ich. „Sie haben die Moroiwelt in ihrer Gewalt. Wenige Dhampire sind noch am Leben und die Moroi werden verschont, weil sie sonst keine Untertanen hätten. Die Königlichen Familien werden alle an den Hof hier geholt. Sie werden zu den Kammerzofen und Spendern der Strigoi. Die anderen Moroi werden als Blutquellen benutzt und sie werden nur knapp mit dem Leben davon kommen. Alles hat sch verändert“, erklärte Dimitri. „Woher weißt du so viel?“, fragte ich. „Nun ja, einerseits hat uns der Strigoi dort alles ausführlich erklärt, um uns Angst zu machen und andererseits ist es so, dass ich, als ich einer von ihnen war, ein paar Pläne davon gesehen hatte, die jedoch nicht so ausgebaut waren. Sie haben es geplant“, sagte Dimitri. „Verdammt!“

„Rose … ein Glück geht’s dir gut“, meinte Dimitri nach einer ganzen Weile. „Ja … nur die Fesseln quetschen mir das Blut ab“, flüsterte ich. „Er hat mir das Messer abgenommen, aber ich versuch es mal so“, sagte Dimitri und ich drehte mich herum. Die Fesseln wollten nicht aufgehen. „Kann Christian sie nicht verbrennen?“, fragte Lissa. „Hast du schon mal versucht Magie zu benutzen, Liss?“, fragte Christian und klang sauer. Doch seine Wut galt nicht ihr.

Lissa versuchte es, doch es klappte nicht, dass sah ich ihr an. „Verdammt, wieso funktioniert das nicht?“, fragte sie. „Die Luft. Sie haben sie was gesprüht, was dieselbe Wirkung hat, wie die Tabletten, die du früher mal nehmen musstest. Wir sind von der Magie abgeschnitten“, erklärte Christian ihr. „Versuchs bei Lissa, vielleicht klappt es“; meinte ich zu Dimitri und wedelte mit meinen Händen. Dimitri ging zu Lissa und tatsächlich waren ihre Fesseln lockerer und nach kurzer Zeit hatte er sie befreit.

***

Sie ließen uns in dieser Zelle versauern und wir bekamen nur Wasser und getrocknetes Brot, so dass wir gerade noch so überlebten. Die Moroi mussten von uns trinken, sonst wären sie gestorben, weshalb Dimitri und ich fast so benebelt wirkten, wie Spender. 3 Monate später hatten die Strigoi die ganze Moroiwelt übernommen. Nur jetzt hieß sie nicht mehr Moroiwelt, sondern Strigoiwelt. Die Zahlen an Wächtern sanken rapide und die der Strigoi nahmen immer mehr zu. Viele Dhampire wurden gegen ihren Willen verwandelt und auch Menschen kamen in den Reihen der Strigoi unter. Sie versklavten die Moroi, die sie überleben ließen und kein Tageslicht kam mehr zu uns durch. sie erlaubten uns gerade mal eine Kerze für 2 Tage und damit mussten wir auskommen. Wahrscheinlich hatte es uns besser getroffen als die anderen, schließlich mussten wir nicht als Spender dienen, ein Strigoi sein oder vor ihnen auf den Füßen kriechen. Trotzdem war es ein behämmertes Leben. Meine Fesseln hatte Dimitri dann doch irgendwann abbekommen und Lissa und Christian versuchten sowenig Blut zu trinken, wie möglich.

6 Monate nach der feindlichen Übernahme bekamen wir Besuch. Es war Master Gorm. „Kniet nieder, Gefangene“, befahl er uns. Wir waren die einzigen, die er hier unten gefangen hielt. Ich hatte keine Kraft mehr, mich ihm zu widersetzen, also sank ich vor ihm auf die Knie. Schlauer Waise taten es mir Lissa und Dimitri gleich. Doch Christian trotzte ihm. Master Gorm zeigte nur auf ihn und ein Strigoi kam zu ihm. Er hielt ihn fest, während ein anderer ihm mit voller Wucht Ohrfeigen gab, in den Magen und seine Weichteile trat. Christian sank auf die Knie, mit schmerzverzerrtem Gesicht und Tränen quollen aus seinen Augen. Nie wieder würde er sich ihm widersetzen, soviel war sicher.

„Seit gehorsam, dann lass ich euch hier. Wenn Sie es nicht sind, Ozera, dürfen Sie vor mir auf den Knien kriechen, meine Suite mit der Zahnbürste reinigen und mein Spender sein. Haben wir uns verstanden?“, zischte Master Gorm. Christian nickte. „Gut. Weshalb ich hier bin, es gibt einen Weg, sich dem allen zu entziehen, Vasilisa. Sie könnten zur Strigoi werden. Dies steht übrigens jedem von euch zu. Hathaway und Belikov wären perfekte Kämpfer und Vasilisa würde eine prima Gefährtin abgeben. Nur Ozera … Ihnen könnte ich nicht so einen hohen Rang versprechen, doch wahrscheinlich hätte ich was für Sie. Sie könnten der neue Direktor der St. Vladimir sein. Wir bilden weiterhin die Kinder aus. Den Dhampiren lehre wir das Kämpfen, denn sie werden nach ihrem Abschluss in Strigoi verwandelt. Dort existieren noch ausgebildete Dhampire, die jedoch mit Zwang an uns gebunden sind, also keine Gefahr für uns darstellen. Es ist ein verlockendes Angebot, überlegt es euch“, sagte er. „Bis morgen. Entweder ihr versauert weiter hier drinnen, oder ihr werdet zu Strigoi“, sagte er und ging wieder.

Wir standen auf und ich sah jedem einzelnen in die Augen. Keiner wollte ein Strigoi sein. „Das Tageslicht sehen wir so oder so nicht“, meinte ich. Die anderen gaben mir Recht. Niemand hatte in den letzten 6 Monaten mehr gelacht. Alle haben sich gefragt, was aus den anderen geworden ist.
„Meinst du … es geht ihnen gut?“, fragte Dimitri mich letztens. „Wem?“ „Meiner Familie. Meinst du, die Strigoi haben sie in ihrer Gewalt oder lebe sie überhaupt noch?“, erklärte Dimitri. „Ich weiß es nicht. Tut mir leid“, sagte ich. Er schnaubte und schaute weg. Ich nahm ihn in den Arm und spürte seine heißen Tränen.

„Rose, wir werden hier drinnen sterben“, sagte Lissa. Christian stimmte ihr zu, wie jeden Tag. Am nächsten Tag wollte Master Gorm wissen, wie wir uns entschieden hatten, doch wir alle sagten nein zu seinem Angebot. Jeden Tag kam er wider und die Antwort lautete immer wieder NEIN!
Review schreiben
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast