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The World in our Flippers

von Newstime
GeschichteAbenteuer, Sci-Fi / P16 / Gen
07.08.2012
01.10.2017
9
18.247
2
Alle Kapitel
22 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
07.08.2012 2.873
 
Hallo Leute,
tut mir leid, das es länger gedauert hat.
Aber jetzt ist es da ;D
und ich wünsche euch viel Spaß mit:

Kapitel 5



„W-was“, stotterte Private fassungslos, „Wie, wie kann das sein. Eben war ich doch noch dort und jetzt hier u-und.“
Private war vollkommen aufgelöst. Zehn Jahre, zehn Jahre war es her, das sie getrennt wurden.
„Zehn Jahre...“, diese Zahl hallte in seinem Kopf umher.
„Private, ich hol Skipper und Rico. Du bleibst bitte hier und fasst nichts an, ok“
Der Kleine nickte nur abwesend und der Wissenschaftler eilte los. Als er durch die Tür war vergrub Private sein Gesicht in sein Flossen. Stumme Tränen rollte über seine Wangen und er wusste nicht, ob er weinte, weil alle seine Freunde noch lebten und es ihnen einigermaßen gut ging oder weil er mit einem Schlag um Jahre in der Zukunft war und sich die Welt vollkommen verändert hatte.
Nach einigen Minuten, die sich für den Kleinen wie Stunden angefühlt hatten, hörte er plötzlich Stimmen vom Gang.
„Skipper, du musst mir glaube, es ist wirklich Private.“, versuchte Kowalski seinen Anführer zu überzeugen.
„Ich glaube dir ja, doch verstehe ich es nicht.“, Skipper seufzte, „Du hast ihn damals doch auch gesehen.“
Plötzlich wurde die Tür aufgestoßen und ein vollkommen irrer Pinguin kam auf Private zugestürmt. Ehe sich der Kleine versah war er auch schon in Ricos Umarmung gefangen.
„’ab dich ’ermisst.“, grunzte der Waffenexperte.
„Ich dich auch.“, sagte Private glücklich.
Rico ließ seinen kleinen Freund los und der junge Pinguin betrachtete nun auch den vierten im Bunde von oben bis unten. Ihm vielen sofort die vielen Narben auf, die in regelmäßigen Abständen über Ricos linke Bauchseite verliefen.
„Rico was ist..“, fragte der Kleine und deutete auf die Narben,.
„Hai...“, grunzte der Waffenexperte traurig und Privates Magen verkrampfte sich.
Allmählich waren auch Kowalski und Skipper zu ihnen gekommen.
Der junge Pinguin schaute seinen Anführer erwartungsvoll an, doch dieser schien sich gar nicht zu freuen, dass er hier war.
Private wunderte sich, doch wollte Skipper auch nicht fragen, was mit ihm los war. Stattdessen blieb sein Blick wieder an Kowalski hängen.
„Kowalski, woher hast du eigentlich die lange Narbe?“, fragte er unschuldig.
„Sagen wir mal so, die Flutwelle hat auch einige scharfe Dinge mitgerissen.“
Erneut wurde Private flau im Magen als er daran dachte, wie sehr seine Freunde, seine Brüder, wohl gelitten hatten.
„Nachdem wir die ganzen Fragen über die Weh-wehchens geklärt haben können wir nun hoffentlich zu den wichtigen Dingen kommen.“, sagte Skipper genervt und selbst Kowalski und Rico schienen das seltsame und abweisende Verhalten ihres Anführers nicht zu verstehen, „Kowalski, wie kann es sein, dass Private nun hier ist?“
„Das einzige was ich weiß ist, dass ein Anstieg der Extraterrestrischen Energiewellen womöglich durch Privates Zeitsprung ausgelöst wurden.“, der Stratege wandte sich an den jungen Pinguin, „Den Rest kannst nur du uns und erklären.“;
Private nickte.
„Aber ich weiß nicht, ob es erklärt, wie ich hierher gekommen bin.“
„Fang doch einfach erstmal an.“, sagte Kowalski sanft und setzte sich neben den Kleinen.
Der junge Pinguin seufzte und begann zu erzählen. Er berichtete wie er auf der Plastikinsel aufgewacht ist und Yps kennengelernt hatte. Wie er zur Insel kam und versucht hat zu überleben. Und schließlich kam er zu dem Teil, in dem er in die Schlucht, die Yps geöffnet hatte, gefallen war.
Tja, und dann bin ich hier aufgewacht.“, beendet er.
„Ein Hund?!“, fragte Skipper ungläubig, „Und wir sollen die Welt retten?!“
Private nickte. Der Kleine dachte sich schon, dass ihm seine Freunde das nicht wirklich abnehmen werde, ihn vielleicht sogar für verrückt erklären, andererseits blieb ihnen aber auch nichts anderes übrig als es zu glauben, da sie selbst keine andere Erklärung hatten.
Es herrschte ein kurzes schweigen zwischen ihnen, bis Kowalski wieder das Wort ergriff: „Ich schätze du möchtest auch Wissen, was in den zehn Jahren passiert ist, hm?“
Private blickte den Wissenschaftler erwartungsvoll an.
„Wie du dir sicher schon Gedacht hat, war die Welle nur der Anfang. Zwei Wochen nach der Überschwemmung  gab es überall auf der Welt gewaltige Erdebeben, die die Kontinente verschoben.“. Der junge Pinguin schaute den Wissenschaftler fassungslos an. „ Das Wasser zog sich aus Amerika zurück und Pangea wurde wieder hergestellt. Nach einer weiteren Woche begann dann die Trockenheit. Ein gewaltiger Temperaturanstieg ließ jedwedes pflanzliches Leben verdorren und die Flüsse und Seen austrocknen, nur das Meer blieb verschont. Eigentlich hätte es durch die enorme Wasserverdunstung wieder regnen müssen, doch das tat es nicht. Stattdessen kamen die Schatten.“, erzählte Kowalski traurig weiter.
„W-Wer sind denn diese Schatten?“, fragte Private vorsichtig.
„Ein Schatten ist beispielsweise der Rabe der dich angegriffen hat.“, beantwortete Skipper.
„Die Schatten bestehen aus dem Wasser, das verdunstet ist.“, sagte der Stratege, „Ihre Hauptgestalt ist ein Rabe, doch sie können sich mittlerweile durch Genmanipulation, die im Blut nachweisbar ist, auch in andere Lebewesen verwandeln denen man nicht mehr ansieht, dass sie aus Wasser bestehen.“
„Deswegen dachtet ihr erst, ich sei ein Schatten?!“, fragte Private, der allmählich die Situation zu verstehen schien, „Und ihr dachtet ihr seid Tod, weil ihr mich die zehn Jahre nicht gefunden habt, oder?“, sagte der Kleine hoffnungsvoll, „Das heißt ihr müsst mich nur irgendwie wieder zurückschicken und dann finde ich euch schon, wenn ihr mir sagt wo ihr wart.“
Doch plötzlich ging Skipper flüchtig aus dem Raum und ließ die Tür hinter sich lautstark zuknallen.
„Skipper?“, Flüsterte Private verwirrt. Er blickte zu Kowalski und Rico, die traurig auf den Boden starten.
„K-Kowalski?“, fragte der junge Pinguin vorsichtig.
„Wir glauben nicht, dass du tot bist, weil wir dich nicht gefunden haben.“, flüsterte Kowalski, „W-wir haben dich gefunden, nein, Skipper hat dich gefunden..“
„W-wie gefunden?“, fragte Private vorsichtig, obwohl er die Antwort am liebsten gar nicht gehört hätte.
„Du bist tot! Verstehst du? Wir haben deine Leiche gefunden!“, schrie Kowalski ihn mit Tränen in den Augen an. Dem jungen Pinguin blieb die Luft weg.
„Ich bin tot.“, dachte der Kleine.
Der Wissenschaftler beruhigte sich wieder.
„Es war ca. 10 Tage nach der Welle.“, sagte der Stratege traurig.
„Erzählst du mir die Geschichte?“, flüsterte Private.
„Willst du sie denn wirklich hören?“, fragte Kowalski unsicher. Der junge Pinguin nickte.
Der Wissenschaftler atmete tief durch und begann: „Nun, es begann damit, dass Skipper irgendwo auf einer Insel verbissen begonnen hatte uns zu suchen...“

Rückblende

Mit schmerzverzogenem Gesicht humpelte Skipper an dem schmalen Sandstrand entlang. Zehn Tage war es her, das er seine Männer das letzte Mal gesehen hatte. Er hatte nicht damit gerechnet die Überschwemmung zu überleben, doch da er es irgendwie geschafft hatte hoffte er, das seine Freunde ebenfalls noch am Leben waren. Nun hatte er sich geschworen nicht eher zu Ruhen, bis er sie gefunden hatte. So kam es, dass er schon seid Tagen unterwegs war.
Skipper wusste, das er sich eigentlich ausruhen sollte, doch er hatte Angst, dass er dann zu spät sein könnte. Sein linkes Bein schmerzte fürchterlich und machte das gehen zu einer fast unüberwindlichen Hürde. Dennoch war es ein Wunder, dass er sich bei all den Trümmerteilen die im Wasser herumgewirbelt waren nicht noch mehr gebrochen hatte.
„Kowalski! Private! Rico!“, rief er immer wieder, doch niemand antwortete ihm, „Ich muss sie finden.“, stöhnte er. Doch nach ein paar Minuten passierte das, was irgendwann passieren musste. Der Anführer brach zusammen und fiel auf seinen Bauch. Noch nie hatte sich Skipper so hilflos und allein gefühlt.
Sein blick heftete sich plötzlich an eine Gestalt, die regungslos auf einem der viele großen schwarzen Felsen, die einige Meter von ihm entfernt zwischen Wasser und Strand standen, lag.
Mit letzter Kraft richtete er sich wieder auf und ging Schritt für Schritt auf den Stein zu.
Plötzlich spürte er etwas nasses und warmes unter seinem rechten Fuß, er schaute hinunter und sah, dass es Blut war. Eine lange Blutspur erstreckte sich von der Stelle wo er stand, bis hin zu den Felsen.
So schnell er konnte folgte er der Spur und seine schlimmste Befürchtung wurde wahr. Er sah einen kleinen Pinguin, mit dem Rücken zu ihm gedreht, blutend auf dem Stein liegend.
„Bitte lass es nicht zu spät sein.“, flüsterte Skipper und Panik stieg in  ihm auf.
Vorsichtig kletterte auf den Stein.
„Nein..nein, das kann nicht sein.“, flüsterte er mit zitternder Stimme, „Nein!“, schrie  er und brach in Tränen zusammen. Es gab wenige, eigentlich gar keine Dinge, die den Anführer so emotional zerstörten. Doch dieser Anblick war zu viel, selbst für ihn.
Zwei leblose und kalte Augen, aus denen jedwede Freude und Hoffnung erloschen war starrten ihn Vorwurfsvoll an. Das Blut war frisch und lief unaufhaltsam über den Stein. Es erreichte den Anführer und färbte sein Gefieder in der Farbe des Todes.


Im Raum herrschte Stille. Kowalski hatte eine Pause gemacht, denn er konnte sich noch erinnern wie Private da lag. Die Gefühle von damals kamen wieder auf und eine kleine Träne rollte über seine Wange. Er hatte so gehofft es nicht wieder fühlen zu müssen, diesen Schmerz.
Er hatte seinen kleinen Freund auch gesehen und gehofft, dass das alles nur ein Traum war.
Doch irgendwann holt einen die Wirklichkeit ein...

Plötzlich hörte Skipper ein leises Stöhnen, das aus den Zwischenräumen der Felsen kam. Er hob langsam seinen Kopf und blickte in das seichte Wasser, das die Felsen umgab. Erneut hörte er das schmerzvolle Stöhnen, doch er konnte niemanden entdecken. Vorsichtig kletterte er von dem Stein wieder hinunter und humpelte durch das Wasser. Plötzlich entdeckte er jemanden zwischen den Felsen.
„Kowalski!“, rief Skipper mit einer Mischung aus Entesetzen und Freude. Der Wissenschaftler lag verfangen in einem Fischernetz im Wasser. Den Kopf halb an der Oberfläche, so dass er grad so atmen konnte. Das Seil hatte einige kleine Schürfwunden in seinen Köper gescheuert und schien den Strategen fast zu fesseln.
Der Anführer kam zu seinem Leutnant und versuchte ihn zu befreien.
„Skipper?“, fragte dieser halb benommen und blickte den Anführer in die Augen. Skipper bemerkte, das Kowalskis rechte Seite des Gesichtes blutüberströmt war und sich das angesammelte Wasser um sie herum auch schon leicht rot färbte.
„Es wird schon alles gut.“, antwortete Skipper traurig und versuchte weiter seinen Freund zu befreien. Er konnte ihn nicht auch noch verlieren, nicht wenn er es verhindern konnte. Behutsam drehte er dein Wissenschaftler auf den Rücken. Eine lange blutende Wunde verlief über Kowalskis rechte Seite.
Skipper zerrte weiter am Netz und Kowalski stöhnte jedesmal auf, wenn der Anführer an eine seiner Verletzungen kam.
Ein paar anstrengende Minuten später hatte Skipper seinen Freund befreit. Doch dieser hatte mittlerweile das Bewusstsein verloren und in dem Anführer stieg Panik auf. Er musste den Strategen irgendwie an Land schaffen, doch ihm fiel nur die eine Möglichkeit ein.
Behutsam nahm der seinen Freund hoch. Jeder Schritt den Skipper tat schmerzte wie die Hölle, doch er zwang sich weiter. Kowalski lag wie ein nasser Sack in den Armen seines Anführers.
Mitten auf dem Strand legte Skipper den Strategen schließlich hin und schmiss sich gleich daneben. Er musste sich erstmal wieder beruhigen, doch selbst dazu schien er sich nicht zwingen zu können. Immerwieder schossen ihm die Bilder von Private durch den Kopf. Sein jüngster Kadett, sein Sohn, war tot. Am liebsten hätte Skipper wieder angefangen zu weinen, seinen wahren Gefühlen freien lauf gelassen, doch er konnte es nicht. Er musste sich um das jetzt und hier kümmern.
Langsam setzte er sich wieder auf und begann seinen Freund sanft zu rütteln..
„Kowalski, wach auf“, sagte Skipper traurig. Langsam öffnete der Stratege die Augen und der Anführer gab einen erleichterten Seufzer von sich.
„Danke Skipper..“, keuchte Kowalski.
Doch Skipper wollte schon wieder aufstehen um nach etwas zu suchen, um die Blutung zu stillen, doch der Stratege hielt ihn zurück.
„Warte.“     
„Ich kann nicht warten.“, sagte Skipper ernst, „sonst verblutest du noch.“
„Woher willst du denn etwas nehmen, was die Blutung stoppt?“
„Ich werde schon etwas finden.“
„Bitte.“, flüsterte Kowalski und hielt den Anführer an der Flosse fest, „Bleib hier.“
Skipper seufzte und setzte sich wieder hin. Der Stratege schloss die Augen und legte sich leicht auf die linke Seite.
Der Anführer jedoch starrte weiter auf den toten Körper von Private.
„Es tut mir leid...es tut mir so leid.“, flüsterte er traurig.
„Was tut dir leid?“, fragte Kowalski und schaute seinen Freund fragend an.
Skipper drehte sich erschrocken zu ihm. Die Tränen flossen ihm erneut die Wangen hinunter. Der Wissenschaftler wusste, das konnte nichts gutes bedeuten, denn er wusste das Skipper so gut wie nie weinte und trotz ihrer langen Freundschaft gab es nur wenige Momente in denen sein Anführer emotional fertig war.
„Kowalski, es ist Private...“, flüsterte Skipper, „E-er ist tot. Ich war zu spät.“
Er vergrub sein Gesicht in seinen Flossen. Dem Strategen stockte der Atem. Hatte er gerade richtig gehört? Er schien in ein tiefes Loch gezogen zu werden und die Tränen flossen ihm unkontrolliert übers Gesicht. Er legte sich wieder auf den Rücken und blickte in den Himmel. Skipper tat es ihm gleich und beide starrten traurig und erschöpft auf die weißen Wolken, die langsam vom Wind davon getrugen wurden.


„U-und dann?“, fragte der junge Pinguin.
„Sind wir eingeschlafen.“, schmunzelte Kowalski und wischte sich die Tränen aus den Augen. Private und Rico mussten ebenfalls kurz lächeln. Für den Waffenexperten war es das erste mal, das er die Geschichte so ausführlich hörte.
„Aber irgendwann  wacht man aus der heilen Welt des Traumes wieder auf und findet sich in der kalten Wirklichkeit wieder...“

Eine Welle von Schmerzen ließ den Wissenschaftler erwachen. Langsam öffnete er die Augen und drehte seinen Kopf zur Seite. Er sah Skipper neben sich  und seufzte. Es war kein Traum gewesen.
Vorsichtig versuchte er sich aufzusetzen und es gelang ihm. Das Blut an seiner Seite war mittlerweile getrocknet. Er wusste, dass er viel Blut verloren hatte und er wusste, dass es nicht selbstverständlich war, das er wieder aufgewacht war, nachdem er eingeschlafen war. Doch er war wach und ihm ging es den Umständen entsprechend sogar recht gut.
Er sah sich mit verschwommener Sicht um und entdeckte einen leblosen Pinguinkörper auf einem der schwarzen Steine. Dieser Anblick versetzte seinem herzen  einen Stich und Kowalski wurde leicht übel. Doch dann wandte er sich an Skipper und rüttelte ihn sanft.
Der Anführer öffnete die blutroten Augen und setzte sich auf.
„Wir sollten ihn beerdigen.“, sagte er.
„Warst du die ganze Zeit wach?“, fragte der Stratege. Skipper nickte. Er hatte nicht schlafen können. Niemals hätte er geglaubt, dass ihn der Tod einer seiner Kameraden so mitnehmen würde.
Ohne weiter Zeit zu verlieren stand der Anführer auf und half schließlich auch Kowalski auf die Füße. Sie gingen zum Felsen und dem Wissenschaftler fiel auf, das Skipper stark humpelte. Doch er wollte nicht weiter fragen, denn er wusste, wie ungern sein Freund auf seine Schwächen angesprochen wird.
Sie kletterten den Stein hinauf und Kowalski bekam den Schock seines Lebens. Nun verstand er, warum Skipper so fertig war.
Leere, glasige Augen starrten die beiden Pinguin Vorwurfsvoll an. Fliegen kreisten über den blutbefleckten Körper und ein verwesender Gestank stieg ihnen in die Nasenlöcher.
Wie versteinert standen die beiden Soldaten vor dem leblosen Körper. Privates leblosem Körper. Der Anblick war für sie kaum zu ertragen, doch sie würden dem Kleinen die letzte Ehre erweisen. Sofern das in ihrer jetzigen Lage möglich war.
Kowalski nahm vorsichtig den Leichnam hoch und er musste sie zusammenreißen nicht in Tränen auszubrechen. Sie gingen wieder zum Strand und der Stratege legte den jungen
Pinguin auf den Boden. Skipper beugte sich herab und schloss seinem kleinen Freund die Augen. Dann machten sie sich daran eine kleine Kuhle zu buddeln, in die sie Private schließlich legten.
Sie schaufelten das Grab wieder bis zur Hälfte zu, dann legten sie ein paar größere Steine hinein, bis sich ein kleiner Hügel ergab.
Als sie fertig waren standen sie schließlich schweigend vor dem Grab. Alle Tränen waren bereits verflossen und es gab nichts mehr, was sie noch für Private tun konnten.
„Ruhe in Frieden, mein Sohn.“, flüsterte Skipper.
Dann gingen sie los. Einfach vorwärts, weg von diesem Ort der Trauer. Die beiden Pinguine würden sich noch viel zu erzählen haben, doch der Schleier des Todes hin vorerst über ihnen und würde nicht so schnell verschwinden...


Private schaute fassungslos zu Boden. Er konnte es nicht glauben, er war tot und hatte seinen Freunden das Herz gebrochen.
„U-und wie habt ihr dann noch Rico gefunden. Und was ist überhaupt mit euch passiert und...“, fragte der Kleine vorsichtig. Doch er hatte noch immer so viele Fragen.
„Das erzähl ich dir später mal, erstmal sollten wir was essen. Du hast doch sicher auch Hunger.“
„Und wie.“, sagte Private und sprang von der Liege. Zu dritt gingen sie zur Tür und folgten den Gängen.
„Wie findet ihr eich eigentlich hier zurecht?“, fragte der junge Pinguin, „Schließlich sieht jede Tür und jeder Gang gleich aus.“
„Sie sind mit Buchstaben und Nummern versehen. Es gibt auch einen Lageplan, aber den Weg zu den einfachen Räumen, wie dem Speisesaal und den Schlafräumen, weiß man nach einiger Zeit einfach.“
Nach einigen Metern blieben sie vor einer Metalltür stehen. Kurz bevor Kowalski sie öffnete sagte er noch: „Du solltest Wissen, das wir nicht die einzigen sind, die die Katastrophe damals überlebt haben.“
Mit diesen Worten traten sie ein und Private staunte, bei dem was er da sah.

____________________
Ich bin nicht ganz zufrieden mit dem Kapitel.
Aber ich hoffe dennoch, dass es euch gefallen hat ^_^
~Nikki
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