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The World in our Flippers

von Newstime
GeschichteAbenteuer, Sci-Fi / P16 / Gen
07.08.2012
01.10.2017
9
18.247
2
Alle Kapitel
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Dieses Kapitel
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07.08.2012 1.604
 
Kapitel 3



„Yps? Was ist denn das für ein Name?“, fragte Private.
„Die Abkürzung für Ypsilon.“
„Ypsilon? Etwa wegen deines weißen Zeichens auf dem Buch?“
Der Hund nickte und Private fing an zu kichern: „ Ypsilon. Gibt es dann vielleicht auch noch Ah, Be und Ce?“
Der Hund verdrehte die Augen: „Dir scheint es ja wirklich schon besser zu gehen, wenn du wieder Witze reißen kannst.“
„Tut mir leid.“, sagte Private nur, doch ein kleines lächeln auf seinem Schnabel blieb, „ Du weißt, wo meine Freunde sind. Nicht wahr?“.
Yps nickte: „Gewissermaßen. Doch alles zu seiner Zeit. Vielleicht fragst du dich auch, warum ich dir geholfen habe.“
Um ehrlich zu sein hatte Private darüber gar nicht nachgedacht, aber die Frage war berechtigt. Warum sollte ein Hund ihm helfen? Doch vor allem, wie hatte er ihm geholfen? Schließlich war er Unterwasser und in Privates Vision leuchtend weiß und jetzt ist er schwarz geworden.
„Ja schon, aber doch eher wie du es geschafft hast.“, sagte Private kleinlaut.
„Ich habe meinen Geist zu dir gesandt.“
Private schaute Ypsilon daraufhin nur verwirrt an.
„Es ist schwer zu erklären. Meine Aura und meine Gedanken waren bei dir, doch mein Körper war hier.“
Der junge Pinguin nickte nur, obwohl er es noch immer nicht wirklich verstanden hatte.
„Und wieso warst du da weiß?“, fragte der Kleine.
„Das ist nunmal die Farbe meines Geistes.“
„Und warum hast du mir geholfen?“. Bevor Yps antwortete stand er auf und setzte sich direkt neben Private.
„Weil deine Freunde deine Hilfe brauchen.“, sagte er sanft.
„Wieso bringst du mich dann denn nicht endlich zu ihnen?“, fragte Private aufgebracht.
„So einfach ist das nicht.“, Yps deutete mit seiner Schnauze in den Himmel, „Das Universum steckt voller Geheimnisse. Einige wunderschöne und einige die so grausam sind, dass man sie gar nicht lüften möchte.“
„Und was hat das jetzt mit mir zu tun?“
„Ihr werdet das Tor zu einem dieser gefährlichen Geheimnisse wieder schließen müssen. Ansonsten ist die Welt verloren.“
„Heißt das ich muss die Welt retten?“
„Du und deine Freunde. Denn nur zu Viert könnt ihr euch dem Bösen stellen.
„Und wer ist dieses ’Böse’?“,
„Es wird sich alles zur rechten Zeit klären.“, sagte Yps als er aufstand. Langsam ging er weg, doch bevor er hinter den Bäumen verschwand drehte er sich nocheinmal um: „Sie wissen welche Gefahr du für sie bist. Also pass auf, dass sie nicht wieder besitz von dir ergreifen.“ Mit diesen Worten verschwand Ypsilon.
Private seufzte. „Wieso kann dieser Hund denn nicht einmal Klartext sprechen?“
Der Kleine lehnte sich zurück und schaute in den Sternenhimmel.
„Was hat er damit nur gemeint, das Universum hat seine Geheimnisse und wir müssen das Tor zu einem dieser wieder schließen?“, er seufzte, „Wenn ich es doch nur verstehen könnte.“
Die Nacht neigte sich dem Ende und Private hatte keinen Erholsamen Schlaf bekommen können. Die ganze Zeit musste er an Yps Worte denke. Und auch mit den Strahlen der aufgehenden Sonne hatte er nicht verstanden, was der Hund meinte. Doch er wusste, dass es keinen Sinn hatte hilflos umherzuirren und ihn oder seine Freunde zu suchen.
Langsam stand er auf und ging zur nahegelegenen Quelle, das Wasser schimmerte klar wie ein Regenbogen und Private nahm gleich ein paar kräftige schlucke direkt aus dem Bach. Dann spritze er sich noch etwas Wasser ins Gesicht um ganz wach zu werden.
Dabei fiel ihm auf, dass seine Brust und Flosse kaum noch schmerzten.
Froh, dass sich nun alles zum Guten Wenden zu schien machte er sich auf zur Stelle wo er den Brombeerbusch gefunden hatte. Es dauerte eine Weile bis er ihn fand, doch schließlich sah er ihn. Er schaute sich ein wenig um, jedoch war hier nirgends ein anderer Busch zu sehen. Nach ein paar Minuten erfolglosem Suchen überlegte er, ob er nicht einfach im Meer Fische fangen sollte, die mochte er schließlich sowieso lieber als Beeren oder andere Früchte. Doch bevor er voller Enthusiasmus loslief hielt er nochmal kurz Inne.
„Was ist, wenn ich den Weg zur Quelle nicht zurückfinde oder wen meine Flosse oder Brust wieder anfangen zu schmerzen und ich nicht mehr richtig schwimmen kann?“. Private schauderte bei dem Gedanken wieder hilflos und schwach auf dem Meer ausgesetzt zu sein. Nein, er würde lieber ein wenig Hungern oder woanders in der Nähe nach etwas Essbarem suchen, als sich nochmal den Gefahren der See auszusetzen.
Private watschelte zurück zu seinem Lager. Er beschloss auf der anderen Seite des Baches nach Essen zu suchen.
Der junge Pinguin sprang übers Wasser und begann sich umzusehen. Bald fand er in der Nähe eine Reihe von Büschen mit Beeren die er kannte. Doch der Name dieser war ihm entfallen. Als er seine rechte Flosse nach einer der grünlich schimmernden, ovalen Früchten ausstreckte, kam er gegen einen Ast von dem Busch und stach sich sogleich an einer Dorne. Erschrocken zog er die Flosse zurück, aber nun wusste er wenigstens wieder, wie diese Beeren hießen.
„Stachelbeeren.“, seufzte er, diese waren nicht gerade seine Lieblingsbeeren, aber Not kannte bekanntlich kein Gebot. So pflückte er vorsichtig ein paar ab und aß sie. Dan nahm er sich noch ein Farnblatt und wickelte ein paar darin ein.
Zufrieden drehte er sich um und wollte sich auf den Weg zu seinem Unterschlupf machen, doch er erschrak, und ließ die Stachelbeeren fallen, als plötzlich Yps vor ihm stand.
„Wie ich sehe hast du keine Probleme damit dich selbst zu versorgen.“, sagte Ypsilon.
„Wirst du mich jetzt zu meinen Freunden bringen?“, fragte Private hoffnungsvoll, während er die Beeren vom Boden aufsammelte.
„Komm heute Nacht wenn der abnehmende Mond hoch am Himmel steht genau hierhin und ich werde dich zu ihnen bringen.“, antwortete Yps in einem geheimnisvollem und düsteren Ton. Dann verschwand er und ließ einen verwirrten Private zurück. In Gedankenversunken machte sich Private wieder auf den Weg zu seinem Lager.
„Wieso soll ich mich denn gerade dann mit ihm dort treffen?“, fragte er sich. Doch wenn er seine Freunde wiedersehen könne würde er kommen.
Private nahm den Farn mit den Beeren und legte das Päckchen an die Seite seines Bettes. Dann legte er sich hin und schaute in den rot schimmernden Himmel. Private musste nur noch warten, doch die Ungeduld ließ ihn hibbelig werden und er setzte sich wieder auf.
Eigentlich war er müde und ein bisschen Ruhe würde seinem Körper sicher gut tun, jedoch war er zu gespannt darauf, seine Freunde wiederzusehen.
Der junge Pinguin machte sich keine Sorgen, dass es ihnen schlecht ging, schließlich hatte Ypsilon ja gewissermaßen über sie gewacht, oder?
Doch dieses ’oder’ ließ Private erneut nachdenklich werden. Könnte es vielleicht doch sein, das Kowalski, Rico und Skipper tot sind und Ypsilon ihm nur ihre leblosen Körper zeigen wollte? Schließlich hatte er ja auch diesen Traum gehabt...
Private schüttelte sich und warf diesen Gedanken gleich wieder aus seinem Kopf.
„Es wird ihnen schon gut gehen. Wieso sollte Yps mir auch ihre toten Körper zeigen? Außerdem hat er gesagt wir müssen die Welt retten, das heißt sie müssen ja noch leben. Außer er hat gelogen und ist in Wahrheit nur irgendein Tier das mich fressen möchte.“, Privates Gedanken sprangen nur so in seinem Kopf umher, „Schluss damit Private. Ihnen geht es sicher gut und Yps wird dich heute Nacht zu ihnen führen.“
Doch so wirklich aufhören konnte er mit seinen Alpvorstellungen nicht. Schließlich wusste Private immernoch nicht genau wer oder was Yps eigentlich war. Denn ein normaler Hund ganz sicher nicht.
Die Zeit verging und die ersten Sterne funkelten am Himmelszelt. Der junge Pinguin achtete nun genau darauf, wann der Mond zu sehen war.
Schließlich war dieser hoch am Himmel fast voll zu sehen und Private sprang auf und eilte zu der Stelle an der sie sich treffen sollten.
Dort angekommen war jedoch niemand zu sehen, nur der Mond stand genau über Private und strahlte zwischen den Bäumen hindurch auf den kleinen Pinguin.
„Yps!,“ rief er, „Yps wo bist du?“
Plötzlich kam starker Wind auf und blies ein paar Blätter von den umliegenden Bäumen.
Mit einem grellen Blitz kam Yps zum Vorschein und der Wind verschwand so schnell, wie er gekommen war.
„Yps, wo sind Skipper, Kowalski und Rico?“, fragte Private enttäuscht als er bemerkte, dass der Hund allein gekommen war.
„Ich sagte doch ich bringe dich zu ihnen und nicht sie zu dir.“
„Oh ja, tut mir leid.“, sagte Private schüchtern, doch dann fügte er noch hinzu: „Und wo gehen wir jetzt hin?“
Yps schritt ein paar Meter von Private zurück. Der junge Pinguin wollte ihm folgen, doch der Hund wiedersprach: „Nein, bleib da stehen.“
Private tat, wenn auch etwas verwirrt was das jetzt bringen sollte, was ihm gesagt wurde.
„Um deine Frage zu beantworten.“, sagte Yps unheimlich, „Zunächst wirst nur du gehen. Und zweitens sind wir schon da.“
„Was? Aber...“, doch weiter kam Private nicht, da Yps mit seiner rechten Pfote auf den Boden stampfte und sich ein langer, weiß leuchtender Riss unter Privates Füßen von der Stelle aus zog.
Der junge Pinguin sah aus dem Augenwinkel, dass Yps den Kopf gesenkt hatte und das Ypsilon ebenso weiß aufleuchtete wie der Riss. Dann öffnete sie der Spalt unter ihm und Private fiel mit lautem Geschrei in die Tiefe. Er fiel immerweiter, doch die Schlucht schien endlos zu sein. Ihm wurde schwindelig und das letzte was er dachte, bevor er das Bewusstsein verlor, war: „Warum Yps?“. Dann wurde alles um ihn herum schwarz.

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Zunächst mal sorry, das es so kurz ist. Das nächste wird länger ;D
Aber eigentlich habe ich eine Frage an euch: Was glaubt ihr was nun mit Private passiert, bzw. wo er jetzt landet? Würde mich interessieren was ihr so für Ideen habt ^_^
Auflösung im nächsten Kapitel, bis dahin:
Bye! Eure Nikki <3
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