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The World in our Flippers

von Newstime
GeschichteAbenteuer, Sci-Fi / P16 / Gen
07.08.2012
01.10.2017
9
18.247
2
Alle Kapitel
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Dieses Kapitel
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07.08.2012 1.907
 
The World in our Flippers

Kapitel 1


Von weitem sahen sie sie  kommen. Flüchtig hatten sie von den panisch laufenden und schreienden Menschen erfahren, dass eine Flutwelle ganz New York und Umgebung für immer unter sich begraben wird. Nun standen die Vier da. Ihren Untergang auf sich zu kommend. Sie verstanden nicht, warum die Menschen noch liefen, anstatt sich voneinander zu verabschieden, wenn sie dem nassen Tod doch eh nicht entfliehen konnten.
„Das war’s dann wohl.“, flüsterte Skipper und salutierte.
Private klammerte sich an die Flosse seines Anführers, er wollte nicht alleine sein. Skipper verstand es, der Kleine brauchte etwas woran er sich festhalten konnte. Der junge Soldat war zu jung zum sterben, dass wusste er, doch er konnte es nicht verhindern.
Die Welle kam näher und riss die ersten Hochhäuser um.
„Wenigstens sind wir alle zusammen.“ schluchzte Private.
Kurz bevor die Welle auch sie davon schwemmte, klammerten sie sich ein letztes Mal aneinander, ein letztes Mal für alle Ewigkeit.
Private spürte, wie das Wasser seinen kleinen Körper umschloss und die Strömung ihn von seinen Brüdern wegriss. Er dachte, dass er sofort tot wäre, wenn die Welle ihn erreichte. Doch er spürte, wie das Wasser sich gegen seinen Brustkorb drückte, wie die ungeheuren Wassermassen ihn immer weiter nach hinten spülten. Ein starker Schmerz durchströmte seinen Körper, als er gegen etwas hartes knallte. Das war auch das letzte was er wahr nahm, bevor er vollends das Bewusstsein verlor.

Etwas warmes lief sein Gesicht hinunter und weckte ihn. Langsam öffnete der junge Soldat die Augen. Er sah einen Strahlend blauen Himmel mit einigen weißen Wolken über sich. Vorsichtig setzte er sich auf und fasste sich ins Gesicht. Er spürte etwas warmes und nasses und als er seine Flosse betrachtete klebte etwas Blut an ihr.
Ungeachtet dessen sah er sich um. Wasser, überall Wasser. Nein, nicht ganz. Er saß auf einer Insel, einem Strand mit angrenzendem Wald. Doch warum spürte er dann keinen Sand unter sich.
Private fasste die gelbliche Oberfläche auf der er saß genauer an.
„Plastik?“, flüsterte er verwirrt.
Er stand auf und berührte eine Palme. Ebenfalls Plastik.
Vorsichtig ging er durch den ’Wald’. Doch bald merkte er, dass die Insel nur ein paar Meter breit war. Wahrscheinlich war sie ein Deko-Artikel aus irgendeinem Kaufhaus.
„Eine Plastik-Insel hat mein Leben gerettet“, schmunzelte der Kleine. Doch da fiel ihm etwas ein. Sein Leben? Was war mit seinen Freunden. Bestand die Chance, dass sie ebenfalls noch lebten?
Private rannte an den Rand der Insel und starrte auf ein offenes Meer hinaus. Einige Teile von Häusern so wie Möbel und Erinnerungsstücke schwammen herum.
„Skipper! Kowalski! Rico! Irgendwer?“, rief er hinaus. Doch keine Antwort, nur das Meeresrauschen und der traurige Gedanke, alles verloren zu haben.
Verzweifelt ließ sich Private an einer Palme zu Boden sinken.
„Was soll ich nur machen?“, flüsterte er vor sich hin. Er hatte nichts zu essen, nichts zu trinken und niemanden, der bei ihm war.
Doch ein Gedanke ließ ihn einfach nicht los: Das seine Freunde noch lebten.
Er kannte sie, Skipper würde niemals aufgeben. Schließlich hat er immer daran geglaubt, dass ein Pinguin kämpfend untergeht.
Kowalski war schlau genug um sich in Notfall selbst zu versorgen, selbst wenn er verletzt ist, hat er Chancen zu überleben.
Und Rico, nun er ist Rico, er hat kaum Angst und weiß sich selbst zu verteidigen, wenn auch auf eine verrückte und eigenwillige Art Art.
Mit diesem Gedanken hielt Private seine Hoffnung am Leben, seine Freunde wieder zu sehen. Doch zunächst musste er sich um sich selbst kümmern.
Er fasste erneut an seinen Kopf und spürte ziemlich mittig eine Platzwunde die Stark blutete. Er sah sich auf der Insel ein wenig um. Ein paar Trümmerteile wurden ebenfalls auf diese gespült und lagen nun kreuz und quer verteilt auf diesen paar Metern Plastik.
Private wühlte sich ein wenig hindurch, bis er schließlich ein einigermaßen sauberes Tuch fand. Dies wickelte er sich provisorisch um den Kopf. Zufrieden diese Problem gelöst zu haben, machte er sich ans nächste: Etwas zu essen.
Er durchsuchte weiter die angespülte Dinge auf der Insel. Unter einem kaputten Regal entdeckte er eine Flasche mit etwas Wasser. Schnell nahm er diese und öffnete den Deckel. Doch als er etwas trinken wollte, kamen nur noch ein paar Tropfen heraus.
Mit Schrecken entdeckte er, warum das so war. Die Flasche hatte an der Seite ein Loch durch welches das Wasser geflossen war. Während sie lag, war das Loch oben und somit war natürlich  auch das Wasser erhalten geblieben.
Private warf wütend die Flasche weg. Er hätte darauf achten müssen. In Zeiten wie jetzt, durfte er sich keine Fehler oder Unachtsamkeiten erlauben. Das könnte ihn sein Leben kosten.
Er suchte weiter nach Lebensmitteln, doch als sich die Sonne schließlich Richtung Horizont bewegte hatte er immernoch nichts gefunden.
Seufzend setzte er sich an den Rand der Insel und starrte aufs Meer hinaus. Ihm war bis jetzt gar nicht aufgefallen, wie ruhig das Wasser war und das er mit der Strömung mittrieb.
„Vielleicht sollte ich einfach ein wenig schlafen.“, dachte er und stand auf.
Er wusste, er hatte irgendwo eine Plane gesehen. Als er sie gefunden hatte, band er die jeweiligen Seiten an einer Plastikpalme fest.
„Das ist doch fast wie eine Hängematte“, sagte er zu sich selbst, als er sein Werk zufrieden betrachtete.
Mit den letzten Strahlen der untergehenden Sonne legte er sich schlafen. Und ehe er sich versah, war er auch schon im Land der Träume.

„Bitte Skipper noch fünf Minuten.“, murmelte der Kleine ,als er spürte wie er leicht hin und her gerüttelt wurde.
Doch als Plötzlich ein lautes Donnern ertönte, fiel er vor Schreck aus der Plane. Schnell begriff er wieder in welcher Lage er sich eigentlich befand.
Der Himmel war mir pechschwarzen Wolken überzogen. Das Meer war unruhig geworden und die Wellen überspülten allmählich die Insel.
Private lief in Panik auf dieser hin und her. Allmählich fing es an zu regnen und das Unwetter spitze sich immer mehr zu.
Die hohen Wellen trugen die kleine Insel immerwieder nach oben und der junge Pinguin wurde fast Seekrank von dem vielen Geschaukel.
Das Wasser schleuderte ihn fast hinunter, doch er konnte sich zum Glück an der Plane festhalten. Als er wieder auf ’festem’ Boden stand, schnappte er sich ein Stück Seil und Band sich damit an eine der Plastikpalmen.
„So bleibe ich auf jedenfall auf der Insel“, dachte er, als er das Seil festzog.
Doch er schaukelte weiter hin und her, Blitze zuckten über den Himmel und der Donner war fast Ohrenbetäubend. Privates Schnabel war trocken und schmeckte nach Salz, jetzt hätte er wirklich gerne etwas zu trinken gehabt.
Plötzlich brach eine Welle so stark an der Insel, das diese zu Seite kippte und schließlich kopfüber aufs Wasser schlug.
Private spürte wie er mit voller Wucht auf die Wasseroberfläche knallte, kurzzeitig wurde ihm schwarz vor Augen, da sich sein Kopf anfühlte, als würde er zerspringen., doch er zwang sich bei Bewusstsein zu bleiben.
Er versuchte verzweifelt den Knoten des Seils aufzubekommen, mit dem er ja immernoch am Baum hing. Doch das war gar nicht so einfach, wenn die Wellen von oben die Insel so hin und her schaukeln ließen, das er vor lauter Blasen vor dem Gesicht nichts mehr erkennen konnte.
Schließlich hatte er es geschafft. Er versuchte nach oben zu schwimmen, doch kam immerwieder gegen die Insel, die von den Wellen nach unten gedrückt wurde.
Private wurde hin und her geschleudert und konnte sich nicht mehr richtig orientieren, sein einziger Weg führte ihn nur nach oben, doch selbst bei dieser Orientierung war er sich bald nicht mehr sicher.
Einige Gegenstände die ebenfalls im Wasser herumwirbelten trafen ihn. Der junge Soldat konnte nicht mehr klar denken, seine Sicht verschwamm allmählich und sein gesamter Körper schmerzte.
Doch er wollte nicht aufgeben, er durfte nicht aufgeben. Mit aller Kraft drückte er sich erneut nach oben und diesmal schaffte er es sogar endlich wieder an der Oberfläche zu sein. Lange hielt dies doch nicht an, denn kurz nachdem er erneut Luftgeholt hatte, drückte ihn eine Welle wieder Unterwasser.
Private hatte kaum noch Energie, er war sich sicher, dass er ein paar Rippen und sein linke Flosse gebrochen hatte, wahrscheinlich auch noch mehr und das machte seine Lage nicht besser.
„Ich darf nicht aufgeben.“, dachte er nur, als er erneut einen Versuch startete an die Oberfläche zu schwimmen, doch er stieß immer wieder gegen herumschwimmende Gegenstände.
Nach zwei erneut erfolglosen Versuchen konnte er einfach nicht mehr. Wie von selbst hörte sein Körper auf gegen den Druck von oben anzuschwimmen. Er wurde nur noch bewegungslos im Wasser herumgeschleudert. Allmählich verschwamm auch seine Sicht, er sah sein Leben wie einen Film vor seinem geistigen Auge ablaufen. Niemals hätte er geglaubt, dass es so etwas wirklich gibt. Dass einem das Leben einem noch mal gezeigt wird. Er lächelte, als er sich an die schönen Tage mit seinen Freunden erinnerte. Als sie zusammen Wassereis holen waren oder wenn sie sich einfach einen gemütlichen Filmabend gemacht hatten. All das wird er vermissen.
Langsam sank er Richtung Meeresgrund, hier unten war das Wasser einigermaßen Ruhig. Von weitem sah er ein grelles weißes Licht.
„Sogar das stimmt, das man das ein Licht sieht, bevor man stirbt.“, dachte er halb benommen. Langsam schloss er die Augen. Doch Plötzlich zuckte ein Blitz durch seinen Körper. Er öffnete die Augen und sah, dass das helle Licht das er gesehen hatte, allmählich die Form eines Hundes annahm.
„Deine Zeit ist noch nicht gekommen“, ertönte eine Stimme in seinem Kopf.
Private spürte wie sich sein Körper nach und nach mit wärmender Energie füllte.
„Was passiert mit mir?“, dachte er.
„Ich helfe dir, denn du musst noch eine Aufgabe erfüllen.“, antwortete die Stimme in seinem Kopf.
„Und welche?“, fragte Private, während er den Hund, oder mehr das Hundeförmige Licht, vor sich anstarrte.
„Das wirst du sehen.“, mit diesen Worten verschwand die Gestalt vor ihm und der junge Soldat wusste, was er zu tun hatte. Er hatte neue Energie, er würde es schaffen. Mit neuer Kraft schwamm er nach oben Richtung Oberfläche.
Die Strömung der Wellen ignorierte er einfach, es war nun als hätte eine unsichtbare, unerschöpfliche Kraft seinen Körper übernommen.
Als er wieder an der Luft war sah er sich um. Weiterhin tobte heftig der Sturm. Eine Welle brach über ihm zusammen, doch diesmal wurde er nur leicht hinunter gedrückt. Es war für ihn noch nicht einmal sehr anstrengend, Überwasser zu bleiben.
Private schwamm ein wenig umher. Nach mehreren Minuten ließ schließlich das Unwetter nach, die Wellen wurden kleiner und der Regen hatte ebenfalls aufgehört. Der junge Pinguin spürte wie mit dem Unwetter auch gleichzeitige das Gefühl der Kraft und der Stärke abnahm. Mit letzter Energie schwamm er zu einem Stück einer Kaputten Holztür. An diesem angekommen hielt er sich daran fest und legte den Kopf auf das Holz. Seine Atmung war schwer und er keuchte auch heftig.
„Was ist nur passiert?“, dachte er, als er seinen Kopf in den Flossen vergrub. Allmählich wurde der Himmel wieder klarer und ein wunderschönes Sternenzelt erstreckte sich über Private. Doch der Kleine bekam davon nichts mehr mit, da er halb auf der Tür liegend und mit dem Kopf in den Flossen vergraben eingeschlafen war.

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Das war das erste Kapi ^^
Ich hoffe es hat euch gefallen und eure Neugier geweckt ;)
Und falls ihr Rechtschreibfehler findet und sie mir unbedingt sagen wollt: Bitte per Mail.
Und falls ihr meint, solche Flutwellen gibt es nicht: Das ist zum Teil eine Sci-Fi Geschichte -.- da gibt es alles...
Nikki <3
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