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Ich liebe dich, aber es geht nicht…

von Avalonia
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama / P12 / Gen
06.08.2012
06.08.2012
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804
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Dieses Kapitel
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06.08.2012 804
 
Ich liebe dich, aber es geht nicht… (Cas FF  //  Drama, Oneshot)

Hauptpersonen:

Catherine Bayne; 24; braune, lockige Haare; grüne Augen
Castiel Clearwater;26; schwarze, glatte Haare; rotbraune Augen


Schauplatz:

Washington D.C., 2012


Genre:

Drama, Oneshot



Mein Leben war nicht immer leicht.
Es gab Tage, da hasste ich mein Leben, meinen Beruf…und mein Schicksal.

Wie jeden Abend war ich auf dem Weg nach Hause und fuhr mit der U-Bahn, die ich jeden Tag nahm.
Die gleichen Gesichter, die gleiche Strecke, alles war wie immer.

Doch dieser Tag sollte anders werden als die anderen.
Denn plötzlich betrat ER den Wagon.

Groß. Schulterlange, schwarze, glatte Haare. Rotbraune Augen. Und ein Blick, der mich sofort fesselte.
Auch er konnte seine Augen nicht von mir abwenden.
Zwischen uns herrschte ein angenehmes Prickeln, ein Knistern, dass man als Außenstehender weder sehen, noch spüren konnte.

Zwei Stationen vor mir stieg er wieder aus und der Bann war gebrochen.
Doch ich konnte diese Augen einfach nicht vergessen…

Es verging fast eine ganze Woche, bis ich ihn wiedersah.
Unsere Blicke begegneten sich sofort und er lächelte mir zu, was ich sofort erwiderte.
Gott, dieses Lächeln…

Eine weitere Woche später sah ich ihn dann zum dritten Mal, und dieses Mal setzte er sich sogar zu mir.
Ich weiß nicht mehr, wie wir es gemacht hatten, oder wer angefangen hatte, aber wir kamen ins Gespräch.

Er stellte sich mir als Castiel Clearwater vor.
Wir plauderten über dies und das, über Gott und die Welt.
Und vergaßen dabei alles um uns herum.

Als die Ansage meine Station durchgab, schreckte ich hoch. Er sah sich um und bemerkte, dass er zu weit gefahren war.
„Dann werde ich wohl auf die nächste U-Bahn warten müssen…aber das Gespräch mit dir war einfach zu faszinierend um aufzuhören…“

Sein Blick bohrte sich tief in meine Augen und mich durchfuhr ein angenehmer Schauer.
Noch bevor ich darüber nachdenken konnte hatte ich ihn auch schon zu mir eingeladen und er hatte zugestimmt.

Gemeinsam machten wir uns auf den Weg in meine – zum Glück immer aufgeräumte – Wohnung.
Wenig später saßen wir mit einem Kaffee in meinem Wohnzimmer auf der Couch.

„Sag mal Catherine, was machst du eigentlich beruflich?“
Diese Frage hatte ich gefürchtet. So gerne ich auch wollte, ich konnte ihm das nicht sagen…

„Ach, nichts aufregendes…nicht weiter erwähnenswert…“
„Ich würde es aber gerne wissen…“
Gott, dieser Blick…aber es ging einfach nicht…

Ich hätte es ihm ja gesagt…wenn wir nicht hier wären.
Nicht hier in meiner Wohnung.
Doch plötzlich kam mir eine Idee.

Ich stand auf und lockte Castiel mit einem verführerischen Lächeln in mein Schlafzimmer.
Er ließ sich sofort darauf ein und kaum war die Tür hinter uns zu ließ ich mich erleichtert auf mein Bett fallen.

„Es tut mir leid, dass ich dich so hierher gelockt hab, aber hier kann ich offen mit dir reden…“
Mein Gegenüber sah mich erst etwas verwirrt an, bis ich ihm alles erklärte.

„Ich arbeite beim Secret Service. Und Catherine Bayne ist auch nicht mein richtiger Name.
Aber ich muss Undercover leben, um meine Familie zu schützen.
Und ich kann nur hier mit dir sprechen, weil außer dem Schlaf- und dem Badezimmer alle Räume überwacht werden.“

Castiel nickte verständnisvoll.
Dann kam er zu mir, zog mich in seine Arme und küsste mich.

Ich ließ mich darauf ein. Auf einen atemberaubend intensiven, zärtlichen Kuss.
Doch dann stieß ich ihn leicht von mir weg.
„Es tut mir leid, aber ich kann nicht…“

„Liebst du mich nicht?“
„Ich liebe dich, aber es geht nicht…ich will dich nicht in Gefahr bringen…“
„Für dich würde ich jede Gefahr dieser Welt auf mich nehmen…“

Ich zögerte noch kurz und warf mich dann in seine Arme.
Unsere Lippen trafen sich zu einem verlangenden, einnehmenden Kuss.

Diese Nacht verbrachten wir zusammen.
Es war eine wundervolle Nacht, frei von Sorgen und Ängsten und gefüllt mit Liebe und Leidenschaft.

Als ich am nächsten Tag aufwachte, fühlte ich mich wie neu geboren.
Glücklich kuschelte ich mich an Castiel ran.
Dies sollte der Anfang einer wunderschönen Beziehung werden…

Doch sie hielt nicht lange.
Zwei Stunden später wurde er auf offener Straße erschossen.

Mein Leben war nicht immer leicht.
Es gab Tage, da hasste ich mein Leben, meinen Beruf…und mein Schicksal.

Heute war so ein Tag.
Leer starrte ich auf den hellen Eichensarg vor mir.
Tränen rollten über meine Wangen.
Ich war schuld, dass er jetzt tot ist…

Die ganze Beerdigung über hatte ich dieses furchtbare Stechen in der Brust, immer mehr Tränen rollten über meine Wangen.
Als ich vor seinem Grab stand, brach für mich eine Welt zusammen.
„Ich liebe dich…und ich werde dich niemals vergessen…“

Neun Monate später brachte ich seinen Sohn zur Welt.
Er sah genauso aus wie sein Vater, und ich beschützte ihn mit meinem Leben.
Castiels Mörder jedoch wurde nie gefunden…
 
 
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