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Ein Herz auf Abwegen

von Shayera
KurzgeschichteAllgemein / P12 / MaleSlash
der Alcalde Ramon Zorro
05.08.2012
05.08.2012
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Mir gehört niemand, ich habe alle Figuren nur ausgeliehen und verspreche, sie unbeschadet zurück zu bringen!                                    
Viel Spass beim lesen, nehmt die Geschichte nicht zu ernst. Es war nur eine kleine Spinnerei nebenher.                                          


SO hatte Alcalde Ramon es eigentlich nicht geplant gehabt!
Der richtige Plan, der lautete "Lock Zorro in eine Falle und demaskiere ihn dann" hatte perfekt geklappt, bis zu diesem Augenblick.

Genau wie vorhergesehen war Zorro in seine Amtsstube eingebrochen um die Papiere zu holen, von denen der Alcalde hatte verbreiten lassen, er habe sie gestohlen.

Ramon hatte sich versteckt gehalten, und als Zorro dann gerade dabei gewesen war, die Schreibtischschubladen zu durchsuchen - was für eine Unverfrorenheit! - hatte er den Eindringling leicht mit einem gut gezielten Schlag auf den Hinterkopf niederstrecken können.

Sicher, so ein Angriff von hinten zeugte nicht gerade von großem Mut, aber anders war Zorro einfach nicht beizukommen!

Ramon hatte nicht lange gefackelt, den ohnmächtig am Boden liegenden Feind mit dem Fuß auf den Rücken gedreht und sich neben ihn gekniet um ihm die Maske vom Gesicht zu reissen und endlich herauszufinden, wer darunter steckte.

Immer noch lief es wie am Schnürchen.

Doch nun ging alles schief!

Anstatt die schwarze Maske zu ergreifen blieb Ramon's Hand vor Zorro's Gesicht in der Luft sschweben.
Sein Blick lag auf den Lippen des ohnmächtigen Mannes, und er bemerkte erst jetzt, wie vollkommen diese waren. Schon lagen seine Finger auf den Lippen des Anderen.

Mit einem Ruck zog der Alcalde sie zurück und betrachtete seine Hand, die ein Eigenleben zu führen schien, angewidert. Hatte er gerade wirklich Zorro STREICHELN wollen!?

Und auch seine Gedanken schienen völlig unabhängig von seinem Willen zu sein, wie sonst hätte er so etwas denken können? Zorro - sein Todfeind! - und gut aussehen?

Allerdings ... Sein Blick wanderte über den Körper des Fuchses ... gut gebaut war Zorro wirklich. Überhaupt hatte Ramon nur selten einen so schönen und durchtrainierten Körper gesehen!

Auf und ab ging sein Blick, er genoss das was er sah. Dann betrachtete er wieder das Gesicht.
Wie Zorro wohl schmeckte?

Entschlossen, das heraus zu finden, beugte Ramon sich herunter und legte seine Lippen auf die Zorro's. Vergessen war der Plan, vergessen die Soldaten und die Situation.

Bei der leichten Berührung regte sich der zuvor Ohnmächtige und fing an, den Kuss zu erwidern.
Stärker pressten sich ihre Lippen gegeneinander, doch dann kam der Schwarzgekleidete gänzlich zur Besinnung. Als er merkte, was er da tat trennte er sich rasch von dem Anderen.
Geschockt schwieg er und starrte den Alcalden nur stumm an.

Dann sprang er ruckartig, mit Entsetzen im Gesicht, auf und verschwand - diesmal ohne seinen üblichen sarkastischen Kommentar - über die Dachluke.

Dasselbe Entsetzen, das auf Zorro's Gesicht zu lesen gewesen war, empfand der Alcalde auch.
Wieso nur hatte er ... ? Schrecklich! Und außerdem hatte er eine wahrscheinlich nie wiederkehrende Chance verpasst, Zorro zu demaskieren! Er könnte sich ... Grr!

Doch der Alcalde ertappte sich selbst, wie er sich über die Lippen strich und dabei an das wundervolle Gefuehl dachte, das er in jenem Augenblick empfunden hatte... Schluss damit!
Sicher hatte er nur etwas Falsches zu Abend gegessen, das ihn so durchdrehen ließ.

Das Wichtigste war jetzt, sich einen neuen Plan auszudenken, wie er Zorro fassen konnte. Vielleicht würde dieser dann wieder so wehrlos und dabei so süß vor ihm liegen...

Versonnen ging der Alcalde zu Bett, mit der festen Absicht, Zorro in seine Gewalt zu bekommen. Dass seine eigenen Gefühle und Gedanken ihn dabei hintergingen realisierte er gar nicht.
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