Hänsel & Gre- pardon Ludwig & Gilbert

GeschichteHumor, Fantasy / P12 Slash
Deutschland Preussen
03.08.2012
19.08.2012
2
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03.08.2012 725
 
Hänsel & Gretel
                    (    Ludwig & Gilbert Beilschmidt   )



Vor einem großen Walde, irgendwo in Deutschland – wohnte der arme Holzhacker Old-Fritz mit seiner Gattin – oh pardon – mit seinem Gatten … Germania!? Nunja, wie auch immer. Sie besaßen 2 Kinder; das Bübchen hieß Ludwig und das Mäd- … das andere Bübchen Gilbert. Der Holzhacker hatte wenig zu beißen & zu brechen, und einmal, als große Teuerung ins Land kam, konnte er das tägliche Brot nicht mehr kaufen – tja, so war das damals. Abends lag der gute Herr Fritz dann im Bett, wälzte sich voller Sorge herum und sprach dann zu seinem Gatten: „Was soll aus uns werden? Wie können wir unsere armen Kinder durchfüttern, da wir für uns selbst nichts mehr haben?“ - „Weißt du was Fritz? Ertsmal lässt du mich weiterschlafen, ich bin müde und hab Migräne“, antwortete Germania, „und dann wollen wir morgen in aller Frühe, dass heißt ab 10 Uhr – die Kinder hinaus in den Wald führen, wo er am dicksten ist. Da machen wir ihnen dann ein Briten-anlockendes Lagerfeuer an und geben jedem noch ein Stückchen Wurst, dann gehen wir an unsere Arbeit und lassen sie allein! Sie finden den Weg NIE WIEDER nach Haus' und wir sind sie (endlich) los.“ - „Nein, Fr- eh Germania“, sagte der Mann, „das tue ich nicht; wie sollt ich's übers Herz bringen, vor allem meinen kleinen Gilbert im Walde allein zu lassen: die wilden Tiere würden bald kommen und ihn zerreißen.“ - „Oh, du Narr“, sagte sie – pardon >ER!<, „dann müssen wir alle viere Hungers sterben, du kannst nur die Bretter für die Särge holen“, und ließ ihm keine Ruhe, bis Fritz'chen einwilligte. „Aber die armen Kinder dauern mich doch“, sagte der Mann.
Die zwei Kinder hatten vor Hunger auch nicht einschlafen können und hatten gehört, was der Stiefvater zum – ja ehm – Vater gesagt hatte. Gilbert weinte bittere Tränen und sprach zu Hänsel: „Nun ist's um mich geschehen.“ - „Halt den Mund, Gilbert!“, sprach Ludwig, „gräme dich nicht, ich will uns schon helfen.“ Und als die Alten eingeschlafen waren, stand er auf, zog sein Röckl- seine Hose an, machte die Untertüre auf und schlich hinaus. Da schien der Mond ganz hell, und die weißen Kieselsteinem die vor dem Haus lagen, glänzten wie lauter Edelsteine (ja – wie Roderich, so glänzten sie). Ludwig bückte sich und steckte so viel in sein Hosentäschlein, als nur hinein wollte. Dann ging er wieder zurück, sprach zu Gilbert: „So – jetzt beruhig dich erstmal, liebes Brüderchen & schlaf endlich ein!“ und legte sich wieder in sein Bett.

Als der Tag anbrach, kam schon Germania und weckte die beiden Kinder: „Steht auf, ihr faulen Gör'n, wir wollen in den Wald und Holz holen.“ Dann gab er jedem ein Stückchen Wurst und sprach: „Da habt ihr etwas für den Mittag, aber nix' vorher essen – es gibt nicht mehr!“ Gilbert nahm das Brot unter die Schürze, weil Ludwig die Steine in der Tasche hatte.
Ihr erinnert euch doch noch oder? - Diese tollen Roderich-Glitzersteinchen!
Danach machten sie sich jedenfalls auf in den Wald – Ludwig warf immer mal wieder eins der Steine heraus und markierte so den Weg, zurück zum Hause. Zwar wurde er stet's und ständig von Germania angezickt – aber dieser kapierte eh nicht, was der Sinn des Ganzen war.
Im Wald dann angekommen erklärte Fritz , mit leichtem Trübsal in der Stimme, dass er mit seinem Gatten Holz hacken würde und die Kinder danach abholte. Er zündete diesen das Feuerchen an – drückte jedem einen fetten, sabb'rigen Kuss auf die Stirn und verabschiedete sich.
Schon bald hatte Gilbert Hunger – fischte nach den 2 Wurststücken und aß sie auf. Ludwig machte einen riesigen Tanz, dass er jetzt verhungern würde – dass der Preuße eine fette Taube war und … und … und …
In all' dieser Aufregung wurden beide jedoch , durch mysteriösen Umständen – und dem leise gesummten Lied eines Briten – extrem müde und?`- Richtig – Beide schliefen tief und fest ein.

Ihr wollt wissen, wie es weiter geht – meine Kinder? Nun – dann freut euch auf das nächste Kapitel,
von >Häns- … pardon … Ludwig & Gilbert<
CiaoCiao ~

(ps: Einige Sätze oder Sprachformen sind aus einem Gebrüder-Grimm Buch original so entnommen - deshalb nicht wundern ;3)