Aefvadh hrrau Ch'rihan(Wilkommen auf Romulus)

GeschichteDrama, Sci-Fi / P16
02.08.2012
06.12.2013
5
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Ich werde euch von meiner Geschichte erzählen, meiner ganzen Geschichte und meiner Reise. Aber nun erzähle ich euch erst einmal, wie Alles begann. Denn jede Geschichte hat auch einen Anfang.
Alles begann mit einem herkömmlichen Abend im Jahre 2012 auf der Erde, um genauer zu sein, in Deutschland.




Mein Name ist Lucia Hoffmann und ich bin eine stinknormale, vierundzwanzig Jahre junge Frau, die davon träumte, dass aus dem Star Trek Universum viel mehr wurde als das, was es momentan war: Eine Fantasie-Welt. Science Fiction. Doch besonders träumte ich von der romulanischen Version dieser Welt......

Denn in meiner fühlte ich mich nicht mehr wohl. Von meinen Eltern erfuhr ich keine Liebe, gewiss, ich hatte Freunde, sogar zwei beste Freunde, doch ich sehnte mich nach dieser weit entfernten, unmöglich exestierenden Welt. Jede Nacht träumte ich von dieser Welt, und meine Tagträume darüber nahmen auch überhand. Meine Sehnsucht war beinahe nicht mehr normal. Und eines Nachts, in der Nacht des fünften Augusts sollte sich Alles ändern.
Ich erinnere mich daran, wie ich aus dem gemütlichen Bad stieg, von welchem ich gerade erst Gebrauch gemacht hatte. Wahllos fischte ich mir ein T-Shirt und eine lockere Jeans heraus, ich warf einen kurzen Blick auf mein schönstes Partykleid, welches ich besaß. Ja, Heute abend würde ich es noch anziehen. Doch nun musste ich noch auf den besonderen Abend warten und mich hinsetzten. Was an dem Abend so besonders war? Meine besten Freundinnen und ich würden Heute das 13-jährigste Jubiläum unserer Freundschaft feiern. Doch nun hieß es erst einmal: Entspannen und noch eine Star Trek Folge anschauen! Also nahm ich eine DVD heraus und legte sie ein. Es war eine meiner Lieblingsfolgen der Romulaner: Deep Space 9; Inter Arma Enim Silent Leges. Immer und immer wieder schaute ich mir diese Folge an, von den Romulanern konnte ich einfach nicht genug bekommen.
Sie waren............. so geheimnissvoll. Irgendwie bewunderte ich ihre..... Stärke, ihre Leidenschaft, ihre Würde und ihren Stolz. Mit einem Lächeln auf dem Gesicht sah ich mir die Folge an,mein Blick verfolgte geradezu einen sehr.............. interessanten Romulaner.Koval. Bei dem Gedanken hatte ich den Kopf geschüttelt, ich konnte ihn nocht nicht einmal richtig "verfolgen", denn er war nur zu bestimmten Zeiten "dort". Manchmal kam ich mir verrückt vor.......
Ich lauschte seinen Worten, ich war mir ziemlich sicher, dass ich besagte jetzt schon auswendig kannte, die Folge war nun fast zu Ende. Ich guckte auf die Uhr, es war Zeit, um sich fertig zu machen und zu gehen!
Ich schaltete den Fernseher aus und seufzte laut stark, niemand konnte es hören, denn es war niemand hier! Niemals würde ich einen Romulaner sehen, geschweige denn überhaupt irgenjemanden aus diesem wunderbaren Universum, da halfen auch alle Fanfiktion und Serien Nichts, aber träumen durfte man ja wohl noch, oder?

Immernoch mit den Gedanken völlig versunken holte ich das zauberhafte Kleid aus dem Schrank. Ein lilanes Cocktailkleid von Vero Moda, es war ein Geschenk von meiner besten Freundin gewesen, ich hätte sie beinahe umgerannt vor Freude und Dankbarkeit. Bei dem Gedanken an diese Erinnerung musste ich einfach schmunzeln, aber zurück zu der Kleidung! Dazu kamen noch weiße High Heels, normalerweise trug ich diese Art von Schuhe nicht häufig, aber auf Partys dürfen doch immer Ausnahmen gemacht werden, oder nicht? Dazu trug ich nur leichte Schminke auf, wenn Pickel vorhanden waren wurden sie abgedeckt, meine Wimpern wurden aufgepuscht und die Lippen glänzten mit Lipgloss,meine dunkelbraunen Haare ließ ich offen. In meiner rechten Hand hielt ich mein Handy, auf wessen Display die SMS mit der Einladung angezeigt wurde:

Hey meine verrückte Kumpeline!
Wie du ja sicherlich weißt(ich hoffe doch), feiern wir am Samstag unser 13-Jähriges Jubiläum!!! Ich hoffe du stimmst zu, dass wir ins Vanity gehen? Beim letzten Mal hast du es dort doch auch schön gefunden! Wenn du noch was einzuwenden hast, kannst du dich ja bei mir  melden! Ich freu mich so, bis dahin!! XXX



Ich warf noch ein letzten, lächelnden Blick auf das Display, bevor ich hinaus zu meinem Auto ging. Mein Auto war um genauer zu sein ein Audi A6-C7. Den hatte ich mir bei meinem Gehalt nicht selbst verdient, sondern von meinen Eltern geschenkt bekommen. Ihr fragt euch nun sicher, warum ich dann sage, ich hätte keine Liebe von ihnen erfahren? Ganz simpel. Meine Eltern wollten nicht, dass ihr einziges Kind in einem...... 'schäbigen' genau, so hatten sie es genannt, Auto sitzt, was andere von "ihnen" denken würden.....
Auch wenn sie so einen arroganten Anblick vertreten, brachte ich keine Einwände ein, sie hätten mir sowieso nicht zugehört und nur wieder über meinen Job als "nur Dolmetscher" hergezogen. Es tat mir schon weh, meine Eltern so über mein Leben reden zu hören, aber mit meinem Latein war ich bei ihnen am Ende........
Ich sprang aus meinem Auto heraus, und meine Augen trafen direkt auf meine Freundinnen, die auf mich zu gestürmt kamen.
,,Hey!," riefen beide synchron.
,,Das wird so toll wie letztes Jahr!", meinte Penelope aufgeregt. Sie war Griechin, eine hübsche Griechin. Schwarze lange, glatte Haare, dunkelbraune mandel-förmige Augen und eine normale bis schlanke Figur. Sie war aber in Deutschland geboren wurden, und seitdem fast jeden Sommer in ihrem Heimatland, einmal sind wir zu Dritt geflogen... Meine andere beste Freundin, Alexia, eine Deutsche wie ich, hatte natur-dunkelblonde Haare und kleine, grüne Augen, ihre Statur war auch eher klein, aber dünn. Auch wenn wir unterschiedlich aussahen, hatten wir viele gemeinsame Hobbys, eines davon war zum Beispiel das Fußball spielen,  jedenfalls beklagte sie sich dennoch ständig über ihren Körper, was ich einfach nicht verstand.
,,Ja, bestimmt,wie die anderen Zwölf Male!", gelangweilt streckte ich die Arme aus und gähnte. Die beiden schauten mich geschockt an. Und fingen keine weitere Minute später an laut zu lachen. Ich stimmte ein, auch wenn ich eigentlich mehr der Typ für Sarkasmus war......
,,Und bereit zu feiern, Mädels?", fragte Alexia laut, so dass uns einige Leute in unserem Alter vor dem Club komisch ansahen, darauf achtete ich nicht mehr, wir tippten hinein, nachdem der Türsteher uns auch herein gelassen hatte. Und im Vanity ging die Post ab.Ich freute mich,und das obwohl ich eigentlich nicht oft und gern in Disco's gehe, eher treibe ich Sport.Aber kommen wir zurück zum Vanity,  'On The Floor' von Jennifer Lopez spielte gerade, Alexia und Penelope stürmten ohne zu zögern die Tanzfläche, aber ich hatte so meine Bedenken, tanzen vor so vielen anderen, kurz schlich mir der Gedanke ein, was wohl ein Romulaner zu unserer Musik sagen würde. Bei dieser Vorstellung erschien ein breites Grinsen auf meinen Lippen, meine Bedenken warf ich über Bord und tanzte, und tanzte und tanzte...............

Alexia, Penelope und ich standen an der Bar. Erschöpft vom Tanzen bestellten wir uns erst einmal alle etwas zu trinken. Alexia und Penelope einen Tequilla, aber das war wieder klar gewesen. Ich hingegen ließ mir einfach nur eine Cola bringen, mir war nicht nach Alkohol.
Finger tippten mir auf die Schulter, erschrocken fuhr ich herum.
,,Was.......!" Ich sah einen jungen Mann vor mir stehen. Er sah eher durchschnittlich aus; braune wuschelige Haare und blaue Augen, eine sportliche Figur, dennoch hübsch. Er lächelte mich charmant an.
,,Lust zu Tanzen?"
,,Nett, aber, nein Danke.", antwortete ich freundlich.
,,Ach komm schon, warum denn nicht?", fragte er jetzt schon viel aufdringlicher. Genervt blinzelte ich, momentan hatte ich wirklich keine Lust auf Jungs oder eine Beziehung, ich wusste zwar nicht warum, aber dann war es nunmal so!
,,Ich sagte: Nein, du bist ja sehr nett, aber ich habe wirklich keine Lust!"
,,Na schön, wenn du meinst!" Der Typ verschwand wieder und ich schüttelte den Kopf, wenn sie was wollen, waren sie höflich, wenn sie dies aber auf nette Weise verneint bekamen, wurden sie einfach nur wiederlich. Mir wären an diesem Abend noch viel mehr Dinge eingefallen, über die ich hätte meckern können, aber urplötzlich wurde mir schwindelig. Sehr schwindelig.
,,Oh Gott, was passiert hier?", fragte ich mich selbst. Da muss etwas in dem Getränk gewesen sein!
,,H-hey! Sie, was h-haben....was."
Das Schwarz vor Augen hinderte mich daran, auch noch ein Wort von mir zu geben.
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