Die Abmachung

von nala21
GeschichteAllgemein / P12 Slash
Ares Cyrene Gabrielle Hercules Iolaus Xena
30.07.2012
07.07.2013
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30.07.2012 1.641
 
Hercules und Iolaus waren auf einer Landstraße unterwegs und unterhielten sich, als ihnen ein junger Mann mit schwarzem Haar entgegen kam, der eine gewisse Ähnlichkeit mit der Kriegerprinzessin hatte. Er kam schnell auf sie zu gerannt und war außer Atem.
"Seid ihr Hercules und Iolaus?", fragte der Mann.
Hercules nickte. "Schön, dass auch mal jemand meinen Namen kennt!", sagte Iolaus.
"Mein Name ist Toris. Es geht um meine Heimat. Eine Armee belagert unser Dorf."
"Du bist Xenas Bruder?", fragte Iolaus.
"Ja, Xena war meine Schwester."
"Sie WAR deine Schwester?", fragte Hercules.
"Xena ist vor knapp einem Monat gestorben.", antwortete Toris mit traurigem Gesicht.
Die beiden Helden konnten und wollten nicht glauben, was sie da hörten.
"Was?!", fragten Hercules und Iolaus gleichzeitig.

"Ares, wie lange soll das denn noch so weiter gehen?", fragte Xena ungeduldig, während sie die gähnende Eve in eine Wiege legte, welche mitten in Ares' Tempel stand. "Wir hängen seit fast einem Monat in diesem kleinen Dorf fest!"
"Hier finden euch die anderen Götter nicht! Das war doch, was du wolltest! Ihr könnt eben nicht überall rum rennen, wenn alle Welt glaubt, dass ihr tot seid!"
Xena nickte genervt und seufzte. "Ich weiß..."
"Ich habe nur getan, was du von mir verlangt hast. Und du und Blondie liegt mir die ganze Zeit nur damit in den Ohren, dass dieses Kaff total öde ist!"
"Entschuldige, aber... Ich weiß nicht, ob das die richtige Entscheidung war."
"Ich habe dir ja gesagt, dass ihr euch nicht verstecken müsst! Die Abmachung war, dass ich euch meine Familie vom Leib halte. Mit denen werde ich schon fertig!"
"Du hast schon genug riskiert, indem du uns geholfen hast."
"Ich würde gerne mehr riskieren, wenn du dich dann auch mal an unsere Abmachung halten würdest! Warum bist du immer noch so abweisend?", fragte der Kriegsgott mit Enttäuschung in seiner Stimme.
Xena wollte etwas dazu sagen, als Gabrielle hinein gestürmt kam.
"Ach, hier bist du!", sagte sie aufgelöst und ging schnell auf Xena zu.
"Was gibt's?", fragte die Kriegerin und zog eine Augenbraue hoch.
Ares verdrehte die Augen und dachte: "Blondie und ihr Timing..."
Gabrielle hingegen ignorierte seinen genervten Blick und fuhr fort.
"Amphipolis wird belagert!"
"Was?!", fragten Xena und Ares gleichzeitig.

Hercules, Iolaus und Toris befanden sich derweil auf dem Weg nach Amphipolis.
"Die Götter wollten Xenas Tochter töten, da durch Eve angeblich die Götterdämmerung ausgelöst werden sollte. Xena und Gabrielle haben alles getan, was in ihrer Macht stand, um das Baby zu beschützen. Doch die Götter haben dafür gesorgt, dass Gabrielle und Eve starben. Meine Schwester wollte ohne die beiden nicht leben und... hat sich selbst vergiftet."
Hercules hatte Tränen in den Augen und Iolaus schüttelte mit traurigem Gesichtsausdruck den Kopf.
"Warst du dabei, als...?", fragte Hercules' Gefährte Toris nach einiger Zeit.
"Nein... Ein Freund von Xena und Gabrielle, Oktavius, kam nach Amphipolis und überbrachte die Nachricht. Er hatte nicht viel Zeit zum Erklären, weil er auch nach Poteidaia zu Gabrielles Familie wollte. Oktavius sagte, er habe gesehen, dass Gabrielle sofort tot war, nachdem sie durch Feuerbälle von einem Abgrund gestürzt war. Xena hat Eve noch gesucht, aber sie war offensichtlich bei der Explosion verbrannt worden, wenn ich das richtig verstanden habe." Als Xenas Bruder das erzählte, liefen ihm die Tränen, welche er vergeblich zu verstecken versuchte. Er weinte wohl selten und ungern vor anderen, wie seine Schwester.
"Das ist ja schrecklich...", sagte Iolaus leise, immer noch den Kopf schüttelnd.
"Oktavius meinte, dass Xena da bestimmt nicht alleine durch gemusst hätte. Sie ist in den Armen eines Mannes gestorben, dem sie wohl sehr viel bedeutete.", entgegnete Toris, sich die Tränen wegwischend.
"Ein Mann?", fragte Hercules.
"Ja, wohl einer in Lederkleidung, groß und dunkelhaarig. Es muss ihm sehr weh getan haben, meine Schwester sterben zu sehen."
"Ares...", sagte Hercules leise. Das konnte doch nicht sein, Xena soll in seinen Armen gestorben sein?
"Glaubst du wirklich, dass es Ares war?", fragte Iolaus seinen Freund.
"Naja, die Beschreibung passt."
"Das soll Ares gewesen sein?", fragte Toris.
"Könnte sein. Er wollte Xena zurück haben.", sagte Hercules.
"Ja, aber glaubst du, er hatte richtige Gefühle für sie? Bei allem, was er ihr angetan hat...", gab Iolaus zu bedenken.
"Ich weiß es nicht..."
"Also ich würde ihn zu gerne fragen, wo er meine Schwester und Gabrielle hingebracht hat!", sage Toris plötzlich.
"Was?", fragte Hercules.
"Naja, Oktavius hat gesehen, dass er mit ihnen verschwunden ist, nachdem sie tot waren."
"Verschwunden?", fragte Iolaus irritiert.
Xenas Bruder nickte. "Ich verstehe es ja auch nicht. Es ist nur schade, dass ich ihr so ihren letzten Wunsch nicht erfüllen kann. Sie wollte neben unserem Bruder Lyceus begraben werden. Ich würde alles dafür tun, um ihr diesen Wunsch zu erfüllen."
Hercules ergriff das Wort. "Ihr habt euch wohl gut verstanden, wenn du ihr diesen Gefallen tun möchtest."
Toris lachte auf und schwelgte offensichtlich in Erinnerungen. "Nein... Xena und Lyceus sahen sich zwar nicht so ähnlich wie Xena und ich, waren aber wie Zwillinge. Sie hatten die gleiche Art zu reden, den gleichen Kampfstil, den gleichen Befehlston. Ich war eher das schwarze Schaf und habe mich ständig mit den beiden in den Haaren gehabt. Aber ich habe sie trotzdem geliebt."

"Wer belagert Amphipolis?", fragte Xena aufgebracht.
"Ich weiß es nicht! Als ich auf dem Markt war, habe ich gehört, dass zwei Männer sich darüber unterhalten haben, wie leid es ihnen für die Bewohner von Amphipolis tut, dass diese von einer Armee belagert werden und dass sie Angst haben, als nächstes dran zu sein."
"Wir müssen nach Amphipolis!", sagte die Kriegerin.
"Also endlich kein Verstecken mehr?", fragte Ares mit leichtem Grinsen.
"Kein verstecken mehr!", erwiderte Xena.
"Und wie stellst du dir das vor? Wenn die Götter heraus finden, dass wir noch leben...", sagte Gabrielle.
"Dann wird Ares sie vernichten.", sagte Xena leicht abwesend, während sie begann, ihr Schwert zu schleifen.
"Wenn...", setzte Ares an.
"Ja, wenn ich mich an unsere Abmachung halte!", vollendete die Schwarzhaarige den Satz. "Machen wir uns gleich auf den Weg?"
"Ganz meine Kriegerprinzessin!", sagte Ares.

"Wie habt ihr Xena eigentlich kennen gelernt?", fragte Toris, nachdem sie eine Weile geschwiegen hatten.
"Wie weit ist es noch?", lenkte Iolaus schnell vom Thema ab. Er hatte Xena längst verziehen, dass sie ihn dazu gebracht hatte, sich in sie zu verlieben, um ihn gegen Hercules aufzuhetzen. Trotzdem sprach er nicht gerne darüber, wie blauäugig er damals gewesen war.
"Man kann Amphipolis von hier aus schon sehen, wir sind gleich da!", antwortete Toris und fragte, zu Iolaus' Glück, nicht mehr nach dem Kennenlernen mit der Kriegerprinzessin.
In Toris' Heimat angekommen, brachte Xenas Bruder die beiden Helden in die Taverne seiner Mutter. Diese kam aus einem Nebenraum, als ihr Sohn nach ihr rief. Man konnte sehen, dass sie Xenas und Toris' Mutter war. Sie sah jedoch ziemlich müde und traurig aus.
"Toris! Ich habe mir schon Sorgen um dich gemacht! Sind das Hercules und sein Freund?"
"Ja, das sind sie.", antwortete Toris.
"Und der Freund heißt übrigens Iolaus.", stellte er sich selbst vor.
"Ich bin Cyrene. Freut mich euch kennen zu lernen, Hercules und Iofallus." Sie reichte den beiden die Hand und zog ihre Mundwinkel leicht zu einem Lächeln nach oben, aber ihren Augen sah man an, dass sie trauerte.
"Mein Name ist Iolaus.", sagte der Blonde.
"Entschuldige, ich bin wohl nicht mehr ganz dieselbe seit... dem Tod meiner Tochter und meiner Enkelin."
"Es tut uns sehr leid.", sagte Hercules.
"Ich weiß. Es heißt, dass du und Xena mal ein Liebespaar wart."
"Die beiden haben ziemlich gut zusammen gepasst.", sagte Iolaus, bevor Hercules etwas dazu sagen konnte.
"Kann ich mir vorstellen! Schade, dass es nicht gehalten hat. Sie verdiente einen so anständigen Mann. Als Schwiegersohn wärst du sicher...."
"Mutter!", unterbrach Toris Cyrene.
"Ich denke,... wir sollten uns darauf vorbereiten, uns gegen diese Armee zu verteidigen.", wechselte Hercules das Thema, "Wisst ihr, wem das Heer gehört?"
"Cortese.", sagte Toris. Verachtung war in seiner Stimme zu hören. "Der Mistkerl hat uns schon mal angegriffen. Xena hat ihn ins Gefängnis stecken lassen und jetzt ist er offensichtlich ausgebrochen. Er hat jetzt ein stärkeres Heer als damals und will sich rächen."
"Also, ihr solltet die Waffen zusammentragen, die ihr habt. Dann können wir weiter sehen.", sagte der Halbgott und ging mit Iolaus hinaus, um zu sehen, wie weit Corteses Armee vorgerückt war.
"Ich möchte nicht, dass du kämpfst, Toris.", bat Cyrene ihren Sohn, nachdem die beiden die Taverne verlassen hatten.
"Mutter, ich werde tun, was ich kann, um Amphipolis zu verteidigen."
"Ich will dich nicht auch noch wegen Cortese verlieren!", sagte sie mit flehender Stimme.
"Das wirst du nicht!", entgegnete er.
"Wegen ihm ist Lyceus getötet worden! Wegen ihm hat Xena damals auf die dunkle Seite gewechselt! Ich möchte nicht, dass dir auch etwas Schlimmes passiert! Du bist doch der einzige, den ich noch habe!"
"Mach dir keine Sorgen, Mutter. Alles wird gut!", versuchte er sie zu beruhigen und nahm sie in den Arm, als sie zu weinen begann.
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