My Heart will go on

SongficRomanze, Schmerz/Trost / P12
Gabrielle Xena
29.07.2012
29.07.2012
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My heart will go on






Every night in my dreams
I see you, I feel you
That is how I know you go on.
Far across the distance
And spaces between us
You have come to show you go on




Jede Nacht. Jede verdammte Nacht musste sie von ihr träumen.

Und jede Nacht, jede verdammte Nacht musste sie aufwachen.

Und jede Nacht, jede verdammte Nacht musste sie sich darüber klar werden, dass Xena tot war.

Und jede Nacht, jede verdammte Nacht musste sie sich in den Schlaf weinen, während sie den Namen ihrer toten Freundin flüsterte.

„Xena.“

Doch jeder dieser Träume war so real. Es war mehr wie eine Vision, fast war es so, als sei Gabrielle wirklich dort. Sie konnte Xena sehen wie sie einen Gegner nach dem anderen niederschlug, wie sie am Fluss stand und Fische für das Abendessen fing. All das konnte sie sehen.

Sie konnte Xena hören. Ihr Lachen, ihren martialischen Kampfschrei und ihre liebevollen und zärtlichen Worte.

Und sie konnte Xena fühlen. Jede Berührung, egal ob nun zärtlich oder grob, ein kleines Streicheln des Haares, ein sanfter Kuss auf die Wange.

Gabrielle berührte mit den Fingerspitzen ihre Lippen. Auch dort hatte Xena sie geküsst. Und nicht nur einmal. Doch richtig geküsst, wie zwei Geliebte sich küssen, dass hatte sie nie.

Und nun war es zu spät. Zu spät für die Bilder. Zu spät für das Lachen und alle Geräusche. Und zu spät für jede Berührung und jeden Kuss. Was nun zwischen ihnen stand war unüberwindbar. Nicht weil es keinen Weg gegeben hätte, sondern weil Xena es selbst entschieden hatte. Sie hatte sich für den Tod entschieden. Und Gabrielle allein gelassen.

Aber war es nicht klar gewesen? Ja, doch. Eigentlich hätte Gabrielle es wissen müssen. Und eigentlich sollte sie nicht trauern. Denn damit hatte Xena ihr gezeigt.

Egal was auch passierte. Sie würde weitermachen.



Near...
Far...
Wherever you are
I believe that the heart does go on
Once more...
You open the door
And you're here in my heart
And my heart will go on and on




Es war egal, wo Xena war. Ob nun in einer anderen Stadt, einem anderen Land, oder gar einem anderen Kontinent. Es war egal ob nah oder fern. Gabrielle hatte sich mehr als einmal gewünscht es wäre anders. Sie hatte gebetet, es würde einfach stehenbleiben. Von einem Schlag auf den anderen. Jeden Lebenswillen hatte Gabrielle abgelegt in der Hoffnung, ihr Herz würde eines Tages einfach aufhören zu schlagen.

Doch es blieb nicht stehen. Und Gabrielle glaubte, nein, inzwischen war sie sich sicher.

Egal wie sehr sie es sich wünschen würde.

Egal was sie auch tun würde.

Ihr Herz würde  weiterschlagen. Bis zum Ende.



Sie wollte nicht mehr, dass ihr Herz aufhörte zu schlagen. Gabrielle legte eine Hand dorthin wo ihr Herz saß. Sie konnte das gleichmäßige Schlagen auf ihrer Handfläche spüren. Nein, ihr Herz sollte nicht stehenbleiben. Denn in diesem Herzen, dort war Xena. Dort waren sämtliche Erinnerungen die sie mit ihr verband. Jeder Blick, jede Geste, jedes Abenteuer, alles. Würde dieses Herz stehenbleiben, dann wäre all das unrettbar verschwunden.

Doch Gabrielle hatte keine Angst. Sie wusste es einfach.

Ihr Herz würde  weiterschlagen. Bis zum Ende.



Love can touch us one time
And last for a lifetime
And never let go till we're gone
Love was when I loved you
One true time I hold to
In my life we'll always go on




Liebe. Das Schönste und doch schmerzhafteste was die Welt je hervorgebracht hatte. Liebe konnte einen die Welt in einem völlig neuen Licht sehen lassen. Konnte einen dazu bringen Dinge zu sehen, zu spüren und zu hören, die man nie zuvor wahrgenommen hatte. Der Duft einer Blume, der Wind der das Getreide tanzen ließ, dass es aussah wie das Meer.

Manche Menschen spürten die Liebe vielleicht einmal. Nur ein einziges Mal in ihrem ganzen Leben. Und dieses eine Mal würde für das ganze Leben halten. Und sie würde niemals nachlassen, solange bis das Herz aufhörte zu schlagen.

Gabrielle schluckte ein Schluchzen. Tränen brannten in ihren Augen. Sie hielt sie nicht zurück. Sie warf sich auf die Schlafrolle. Xenas Schlafrolle. Noch immer hatte sie den Geruch ihrer geliebten Kriegerprinzessin. Gabrielle sog ihn tief in die Nase. Trennte in ihrem Kopf jede Nuance des Geruchs. Liebe stieg in ihr auf, gemischt mit unendlicher Trauer. Ja, sie hatte Xena geliebt. Seit sie sie damals zum ersten Mal gesehen hatte. Und mit jedem Tag, den sie zusammen verbracht hatten, war diese Liebe stärker geworden. Wie oft hatte sie Xena schon gesagt, dass sie sie liebte? Und jedes Mal hatte es Xena erwidert. Doch nie hatte die Kriegerprinzessin etwas dazu getan. Es war bei diesen drei Worten geblieben.

Mehr nicht.

Aber war es nicht klar gewesen? War es Gabrielle nicht von Anfang an klar gewesen, dass es so sein musste? Dass sie nicht mehr erwarten durfte? Ja sie hatte es gewusst, und trotzdem gehofft, dass es eines Tages doch mehr sein würde. Doch es war nie mehr geworden.




Near...
Far...
Wherever you are
I believe that The heart does go on
Once more...
You open the door
And you're here in my heart
And my heart will go on and on




Es war egal, wo Xena war. Ob nun in einer anderen Stadt, einem anderen Land, oder gar einem anderen Kontinent. Es war egal ob nah oder fern. Gabrielle hatte sich mehr als einmal gewünscht es wäre anders. Sie hatte gebetet, es würde einfach stehenbleiben. Von einem Schlag auf den anderen. Jeden Lebenswillen hatte Gabrielle abgelegt in der Hoffnung, ihr Herz würde eines Tages einfach aufhören zu schlagen.

Doch es blieb nicht stehen. Und Gabrielle glaubte, nein, inzwischen war sie sich sicher.

Egal wie sehr sie es sich wünschen würde.

Egal was sie auch tun würde.

Ihr Herz würde  weiterschlagen. Bis zum Ende.



Sie wollte nicht mehr, dass ihr Herz aufhörte zu schlagen. Gabrielle legte eine Hand dorthin wo ihr Herz saß. Sie konnte das gleichmäßige Schlagen auf ihrer Handfläche spüren. Nein, ihr Herz sollte nicht stehenbleiben. Denn in diesem Herzen, dort war Xena. Dort waren sämtliche Erinnerungen die sie mit ihr verband. Jeder Blick, jede Geste, jedes Abenteuer, alles. Würde dieses Herz stehenbleiben, dann wäre all das unrettbar verschwunden.

Doch Gabrielle hatte keine Angst. Sie wusste es einfach.

Ihr Herz würde  weiterschlagen. Bis zum Ende.



You're here
There's nothing I fear
And I know that
My heart will go on


Xena war da. Gabrielle wusste es. Sie konnte die Anwesenheit ihrer geliebten Kriegerprinzessin so stark spüren, als stünde sie neben ihr. Und sie stand neben ihr. Ihr Arm war um Gabrielles Schultern gelegt. Und ihre Lippen küssten sanft ihr Haar.

Es gab nichts wovor Gabrielle sich fürchten oder Angst haben musste. Egal wohin sie auch gehen würde. Xena würde bei ihr sein. Sie würde sie beschützen und über ihr wachen. So wie sie es versprochen hatte. Gabrielle hatte keine Angst. Xena hielt was sie versprach.

Und deswegen würde Gabrielle weitermachen.



We'll stay
Forever this way
You are safe in my heart
And my heart will go on and on




Mehr konnte sie nun einmal nicht haben. Damit musste sie sich zufrieden geben. Mit den Erinnerungen die sie an Xena hatte. Doch sie war damit zufrieden. Sie hatte gelernt das zu lieben was sie hatte.



Sie und Xena. Sie beide. Es würde immer so bleiben. Immer zu zweit.



In ihrem Herzen würde sie Xena behalten. In ihrem Herzen würde sie unsterblich bleiben.



Und deswegen, weil Xena immer bei ihr sein würde. Deswegen machte Gabrielle weiter.
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