Raiders Of The Lost Ark: The Tombstone Curse

GeschichteAbenteuer, Humor / P12
Chloe Frazer Elena Fisher Harry Flynn Nathan Drake OC (Own Character) Victor Sullivan
26.07.2012
14.10.2012
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26.07.2012 3.007
 
Die Gegenwart im Jahre 2012

In der besten Urlaubszeit Jahres und zwar im Sommer fliegt ein Privatjet einer unbekannten Fluggesellschafft über den chinesischen Luftraum und befindet sich wahrscheinlich auf dem Flug Richtung Thailand, Indien Kambodscha oder Vietnam. Gerade in den Ländern, in denen die sommerliche Hochsaison ist.

Der strahlendblaue Himmel erstreckt sich über das Land und wird von keiner einzigen Wolke verdeckt. Na wenn das mal kein guter Start in den Urlaub ist. In dem Privatjet befindet ein Trio, das aus einem älteren Mann, einem jungen Mann und einer jungen Frau besteht.

Anhand des silbergrauen Haar muss der ältere Mann in den Fünfzigern sein. Er hat dunkle Augen und hat über der Oberlippe einen Schnauzer. Seine Haut ist sonnengebräunt. Er hat ein dunkelgrünes Hawaiihemd an, eine beige Cargo-Hose und schwarze Kletterstiefel. In den Händen hält er ein Buch und liest still vor sich die Seiten. Obwohl ein vermutlich in den Fünfzigern ist, scheint er dennoch fit wie ein Turnschuh zu sein. Wenn man Jüngere um sich hat halten sie einen offensichtlich fit und jünger.

Der junge Mann liegt auf zwei Sitzen und ist am Schlafen. Von ihm aus ist ein leises Schnarchen zu hören. Er missbraucht seine Umhängetasche als Kopfkissen, um es bequemer zu haben hat er seinen Arm unter seinem Kopf. Er scheint in den Dreißigern zu sein. Er hat dunkles struppiges Haar und leichte Bartstoppeln zieren das Gesicht. Wie der ältere Mann hat auch er eine sonnengebräunte Haut. Um den Hals trägt er an einem Lederhalsband einen silbernen Ring. Ist bestimmt ein Ring von einer Frau oder Freundin. Trotz der Bartstoppeln hat er dennoch etwas Anziehendes und Attraktives. Bestimmt zieht er die Frauen wie ein Magnet an. Egal ob er eine Freundin haben sollte oder nicht. Unter seinem dunkelgrauen Sweatshirt hat er ein schwarzes an. Die Ärmel von den beiden Sweatshirts hat er bis zu den Ellenbogen hochgezogen. Ein dunkelbrauner Gürtel verhindert, dass seine dunkelblaue Jeans rutscht. Als Schuhwerk hat er im Gegensatz zum älteren Herrn dunkelrote Sneakers mit schwarzen Sohlen an.

Genau wie der junge Mann scheint auch die junge Frau in den Dreißigern zu sein. Sie hat ihr langes hellblondes Haar hochgesteckt. Im Gegensatz zu ihren männlichen Freunden hat sie keine sonnengebräunte Haut. Ihre braunen Augen haben eine leichte Transparenz und einen ebenso leichten Glanz. Und das leichte Erröten ihrer Wangen und die etwas vergrößerten Pupillen geben ihr ein liebvolles Erscheinungsbild.

Wie es bei Frauen ist kann so ein liebvolles Erscheinungsbild täuschen und die Männer haben ehe es geschieht ein Messer, oder einen anderen spitzen Gegenstand, in dem Rücken. Ihre schlanke Weiblichkeit wird dazu auch noch durch das weiße und dunkelblaue Oberteil betont. Wie bei dem jungen Mann verhindert ein Gürtel, dass ihre beige Bermudashorts rutscht. Und genau wie er hat auch die junge Frau Sneakers an.

Anhand ihrer sehr luftigen Bekleidung, abgesehen beim jungen Mann, erkennt man, dass das Trio zu einem der besagten Länder unterwegs ist. So wie man das Trio so sieht kann man meinen, dass ein Vater mit seinen beiden Kindern in den Urlaub fliegt. Die junge Frau sitzt neben den Älteren und die beiden sitzen dem jungen Mann gegenüber.

Die blonde junge Frau greift schließlich zu ihrer Kamera klappt den Bildschirm aus und aktiviert sie. Schließlich richtet sie die Linse auf sich und dreht den Bildschirm ebenfalls zu sich.

   .„Mein Name ist Elena Fisher und ich befinde mich auf dem Flug nach Haiphong. Eine Hafenstadt in Vietnam. Eine sehr geläufige Bezeichnung ist die Stadt der roten Blumen. Angeblich wird die Hafenstadt so genannt wegen den Flammenbäumen, die viele Straßen in der Innenstadt säumen. Wie es tatsächlich dort aussieht werden wir in ...“ Sie unterbricht sich, weil sie für einen kurzen Moment auf ihre Armbanduhr blickt. „zwei Stunden sehen. Haiphong besitzt inzwischen Provinzstatuts. Die gesamte Provinz hat knapp zwei Millionen Einwohner. In der eigentlichen Stadt leben etwa 700.000 Einwohner und ist somit auch die drittgrößte Stadt in Vietnam.“
   „Da hat aber jemand in die Bücher geguckt.“, sagt der ältere Mann mit einer sehr rauen und tiefen Stimme.
   „Ich hab mich übers Internet schlau gemacht. Falls du das kennst.“, sagt die junge Frau. Obwohl in ihrer Stimme ein leichter zickiger Unterton herauszuhören ist, fehlt es der jungen Frau nicht an Selbstbewusstsein.
Der Mann senkt das Buch. „Ja kenne ich. Ich bin mag in euren Augen alt sein, aber so alt bin ich auch wieder nicht.“, sagt er hebt das Buch und guckt wieder rein.

Da der junge Mann von all dem nicht die Augen öffnet scheint er wie ein Baby zu schlafen, oder er ist taub.

   „Wie ihr sicherlich mitbekommen habt, bin ich nicht alleine unterwegs. Sondern auch mit den Weltenbummler und Schmalspurcasanova Nathan Drake unterwegs.“

Von dem älteren Mann hört sie ein Kichern.

Die junge Frau senkt die Kamera. „Warum lachst du so?“
   „Nichts. Aber was dem Jungen betrifft hast du wie immer den Nagel auf dem Kopf getroffen.“, erwidert der ältere Mann ohne den Blick vom Buch abzuwenden.
   „Tu ich das nicht immer?“, entgegnet sie ruhig.
   „Bin ich froh, dass ich dich nicht als Feindin hab.“
   „Ließ dein Buch da weiter.“, sagt sie leicht gereizt und ihr zickiger Unterton ist verstärkter herauszuhören.
   „Lass dich nicht von mir abhalten.“, meint er schließlich.
Die junge Reporterin richtet wieder die Kamera auf sich. „Sicherlich fragt ihr euch was bei einem Weltenbummler die Lieblingsbeschäftigung ist. Sie ist außer einem tierisch auf die Nerven zu gehen.“ Erneut unterbricht sich die Reporterin richtet die Linse auf den schlafenden jungen Mann und dreht den kleinen Bildschirm zu sich. „Sondern schlafen tief und fest und träumen bestimmt von knapp bekleideten sonnengebräunten Bikinimodels, die mit ihnen Hula tanzen.“

Weil der ältere Mann sich nicht wieder das Kichern verkneifen kann, kann sich Elena auch ein Schmunzeln nicht verkneifen.

   „Um solche Typen aus dem schönsten Traum zu reißen kenne ich nur ein Mittel.“, erklärt sie nimmt eine Hand von der Kamera zieht aus ihrer linken Seitentasche ihrer Bermudashorts und in der linken Hand hält sie ein dunkelblaues Smartphone in der Hand.

Offensichtlich macht sie von der typischen Mädchenfarbe, rosa, einen großen Bogen. Wie es aussieht ist diese attraktive Reporterin keine typische junge Frau. Kann schon mal vorkommen, wenn eine junge Frau zu viele männliche Hormone hat, was in der heutigen Zeit anscheinend zur Gewohnheit geworden ist. Tja. Dagegen kann man nichts machen.

   „Das perfekte Mittel um schlafende Hunde aufzuwecken sind nervige Klingeltöne.“, erklärt sie steht auf, legt ihre Kamera vorsichtig auf ihren Sitz und geht neben den schlafenden jungen Mann in die Hocke. Mit ihren rechten Zeigefinger scrollt mit rechten Zeigefinger durch die Menüs. Nach dem die junge Reporterin einen passenden Klingelton gefunden hat hält sie es an Nathans Ohr. Vom Handy hört man eine nervende summende Stechmücke. Jeder normale Mensch würde davon wach werden. Nur dieser Nathan Drake nicht. Er schläft seelenruhig weiter.

Elena nimmt das Handy von seinem Ohr und wechselt zu einem anderen Klingelton. Als sie es erneut an seinem Ohr hält ist Kratzgeräusch von Fingernägeln, die über eine Tafel kratzen. Sogar darauf reagiert der junge Mann nicht.

   „Hey, das gibt’s doch nicht.“, regt sie sich leicht auf und nimmt genervt das Handy von seinem Ohr. „Egal wo wir sind nervt er einen mit seiner Unruhe und bringt einem zur Verzweiflung. Wenn wir in einem Flieger sitzen schläft er wie ein Stein.“
   „Ich bin mal froh, wenn er mich nicht zur Verzweiflung bringt. Da ich ihn schon fast zwanzig Jahre um die Ohren hab, weiß ich wovon ich spreche.“
   „Ich inzwischen auch, aber leider muss ich ihn wecken.“, meint die junge Reporterin ruhig.
   „Um ihn wecken zu können, brauchst du was Fetziges.“, gibt er ihr als Tipp.
   „Was fetziges?“, hakt sie nach.
Der ältere Mann senkt das Buch legt ein Lesezeichen hinein und schließt es. „Ja. Da du nicht auf dem Kopf gefallen bist, wird dir sicherlich was einfallen.“
   „Und wie.“, entgegnet sie ruhig und scrollt bis sie den nächsten passenden Klingelton gefunden hat. Nachhinein hält sie das Handy zum dritten Mal an Nathans Ohr und kurz darauf ist dieses weltweit bekannte Tarzan-Brüllen zuhören, wenn er sich von Liliane zu Liliane schwingt.

Reflexartig reißt der junge Mann die Augen auf und richtet sich auf. Dabei reißt er unabsichtlich ihr Handy aus der Hand.

   „Was ist denn los?“, fragt Nathan trotz des Schrecks verschlafen.

Obwohl er verschlafen klingt, hört man seine jugendliche, helle, Stimme heraus. Diese jugendliche Stimme, muss doch wie ein Fluch sein, wenn man in den Dreißigern ist.

   „Nein, mein Handy!“, brüllt sie auf einmal. Das hört sich bei ihr so an, als wäre ihr ein technisches Gerät wie ein Handy oder die Kamera wichtiger ist, als ein Lebenspartner.

Schlagartig wird der junge Mann wach.

   „Das ist los.“, sagt der ältere Mann.

Elena geht in die Hocke und nimmt das Smartphone in die Hand. Als sie feststellt, dass mit ihrem Heiligtum alles in Ordnung ist, atmet sie erleichtert auf und hält sich eine Hand auf die Brust.

   „Upps.“, sagt Nate.
Schlagartig verfinstert sich Elenas Miene und wendet sich dem jungen Mann zu. „Es ist immer wieder dasselbe mit dir, Nathan Drake!“
   „Oh mein Gott.“, stöhnt der Ältere.
   „Nenn mich nicht Nathan.“, quengelt er und kommt daher wie ein kleiner Bengel rüber. Kein Wunder möchte er nicht, dass man ihn Nathan nennt. Aufgrund seiner jugendlichen Stimme fühlt er sich wegen dem Nathan wie ein kleiner Junge. Bestimmt spricht man ihn vorwiegend mit der Kurzform Nate an.
   „Ich nenne dich so wie ich will. Und daran kann du nichts ändern und wirst es auch nie!“, regt sie sich auf und verstaut ihr Smartphone in die linke Seitentasche.

Nathan seufzt.

Sie richtet sich auf. „Meine Moralpredigen kommen dir mittweile aus den Ohren raus.“
   „Da hast du verdammt noch einmal Recht.“, unterbricht Nathan ihr.
   „Auf Grund deines Dickschädels muss man dir ja so etwas mehrmals sagen, damit du es endlich in deinem Schädel bekommst!“
   „Da bin ich nicht der Einzige, der einen Dickkopf hat.“
   „Das ist wegen meinem Job.“
   „Bei mir etwa nicht, oder was!“
   „Ich weiß gar nicht warum ich überhaupt noch mit dir rede.“, sagt sie genervt. nimmt ihre Kamera in Hände und setzt sich auf dem Fensterplatz
   „Ist ja wieder mal typisch für, dich, dass du dicht machst, sobald es für dich zu bunt wird.“, sagt er ebenfalls genervt.

Sie dreht sich von ihm weg, legt ihre Kamera auf ihren Schoß und schaltet dennoch nicht aus.

   „Und du lenkst immer von Thema und redest dich immer raus.“
   „Nein tu ich nicht.“, entgegnet er.

Die junge Reporterin schüttelt sich hoffnungslos den Kopf.

   „Spiel jetzt nicht die beleidigte Leberwurst.“, sagt Nathan.
Sie hebt ihre Hand zu ihm und sagt: „Sprich zu meiner Hand.“
   „Ich hasse es, wenn du das machst.“, nörgelt er und dreht sich von ihr weg.
   „Deswegen wollte ich auch nicht mit.“, sagt er schließlich.
   „Halt die Klappe!“, regt sie sich erneut auf.

Elena schnallt sich an. „Ich an deiner Stelle würde mich auch anschnallen.“, sagt sie trotz ihrer Aufregung ruhig. Offensichtlich ist sie diesem jungen Mann nicht wirklich böse sein. Oder sie beruhigt sich einfach sehr schnell.

Nichtsdestotrotz schnallt sich Nathan an.
Wie es aussieht scheint es in dem Trio sehr harmonisch zu sein. Nach den Motto was sich neckt, das liebt sich. Oder sind einfach nur gute Freunde, was man bezweifelt. Das Äußerliche kann natürlich auch täuschen. So lange sich die drei nicht ein blaues Auge verpassen ist doch alles in Ordnung.

Um sich vermutlich abzulenken schaut sie aus dem kleinen Fenster. Unter ihnen erstreckt sich inzwischen Kilometerweit der vietnamesische Dschungel.

Elena grinst bis über beide Ohren und freut sich wie ein kleines Mädchen, das ihren ersten Schultag hat. „Hey, Nate sieh dir das mal an.“

Nate hat beide Hände an dem Gurt und wollte ihn öffnen.

   „Ich an deiner Stelle würde ihn jetzt nicht öffnen.“, schlägt der ältere Mann vor.
   „Was soll mir hier denn schon passieren.“, meint Nate öffnet den Gurt und steht auf.

Kaum steht er dreht die Maschine. Der junge Mann verliert das Gleichgewicht, prallt gegen den Rumpf und landet hart auf dem Boden. Genervt vergräbt Elena ihr Gesicht in die Hände.
   „Du bist echt zu doof für diese Welt.“, meckert der Ältere.
Die junge Frau nimmt die Hände vom Gesicht. „Man könnte man echt meinen, dass du sechzehn bist und nicht dreißig.“

Stöhnend richtet er sich auf, setzt sich gegenüber von Elena, schnallt sich an und blickt ebenfalls aus dem Fenster.

   „Ganz wie in alten Zeiten, hm?“, meint er ruhig.
Für einen Moment schließt sie ihre Augen. „Danke, dass du mich dran erinnerst.“
   „Du musst mich doch nur angucken, um dich an die alten Zeiten erinnern.“
   „Nate, lass es.“, sagt der ältere Mann trotz seiner rauen Stimme ruhig.
Nate wendet sich ihm zu. „Wieso immer ich!“
   „Weil du der einzige bist, der uns beide auf die Palme bringt und das auch noch gleichzeitig.“
Elena legt ihre Kamera auf den Sitz neben ihr und kramt in der Laptoptasche rum zieht nachhinein einen MP3-Player raus und überreicht ihn Nate. „Gibt’s du jetzt Ruhe?“

Nate nimmt den Player an sich und stöpselt die Hörer in die Ohren. Da er nichts mehr sagt nimmt Elena das als ein Ja an. Erst jetzt schaltet die junge Reporterin die Kamera aus und vergnügt sich für den Rest des Flugs mit ihrem Smartphone. Und der ältere Mann liest sein Buch weiter.


Obwohl Nate dank den Kopfhörern ruhig ist, geht es ihm dadurch aber nicht viel besser. Denn der junge Weltenbummler gehört zu den Menschen, die eine innere Unruhe haben und können von daher nicht still sitzen bleiben.

   „Deswegen beschäftigen wir uns ja auch immer.“, sagt Elena ohne den Blick vom Smartphone abzuwenden. Stattdessen streckt sie einen Arm nach ihm aus.

Kurz darauf zieht Nate einen der Stöpsel aus dem Ohr.

   „Was?“
   „Den Player hätte ich gerne wieder.“, sagt sie trotz seiner unruhigen Art ruhig.
   „Du hast doch dein Handy.“
   „Was ist denn mit deinem?“, fragt der Ältere.
   „Das hab ich vergessen.“, sagt Nate mit einem Anflug mit Scham.
   „Dein vergessen ist bei dir ein anderes Wort für nicht eingepackt.“
   „Jetzt übertreibst du aber Sully.“
Dieser Sully senkt das Buch. „Ich übertreibe nie. Schon gar nicht was dich betrifft.“

Sully ist im amerikanischen Sprachgebrauch die typische Abkürzung für den Nachnamen Sullivan. Wenn man ihm mit Sully ansprechen soll, dann muss er aus seiner Sicht einen sehr unbeliebten Vornamen haben.

   „Außerdem wozu brauche ich ein Handy, wenn ich euch beide an meiner Seite habe.“
   „Das sind zwar an sich gute Argumente, allerdings nicht für deine Unruhe.“, mischt sich Elena ein. „Gib ihn endlich her.“, fügt sie mürrisch hinzu.
Nate zieht den anderen Stöpsel raus, schaltet den Player aus und wickelt das Kabel um den Player. „Hier hast du das blöde Teil.“ Er drückt ihn in ihre Hand.

Elena verstaut den Player in die Laptoptasche und die Kamera in die passende Tasche. Zu Elena kann einem auch nur ein Spruch einfallen. Dass man Journalisten an ihren viel zu vielen Taschen erkennt und das ihre Geräte vor alles vorgehen. Sogar vor ihren engsten Freunden.

Das Trio merkt durch den Sinkflug, dass sie fast das Ziel erreicht haben.
Elena schaut erneut wieder aus dem Fenster und sieht mitten im Dschungel die kleinen Vororte Haiphongs. Nate sieht ebenfalls wieder aus dem Fenster.

   „Befindet sich der Flughafen direkt in der Stadt?“, fragt er.
   „Nein. Der Flughafen befindet sich einige Kilometer entfernt von Haiphong.“
   „Na toll.“
   „Wenn wir ein Schiff genommen hätten, dann wärst du auch nur am Meckern gewesen.“, sagt Elena.
   „So wie ich dich kenne hast du bestimmt alles tot organisiert.“
Elena wendet sich ihm zu. „Kannst du mal aufhören über meinem Beruf zu meckern. Wenn ich keine Journalistin wäre, dann würdest du keinen einzigen Meter weit kommen in diesem Land. Wenn du meinst, das du es besser kannst, überlasse ich dir den Rest.“ Offensichtlich kommt bei jeder Aufregung ihr zickiger Unterton verstärkter zur Geltung kommt.

Kein Wunder sollte man sich mit der jungen Reporterin nicht anlegen. Trotzdem legt sich Nate mit der jungen Frau an und verliert offensichtlich jedes Mal. Sully ist offensichtlich so sehr in seinem Buch vertieft, dass er das vermutliche Pärchen ignoriert. Was in diesem Fall auch sinnvoll ist, auch wenn Elena zu ihm ein besseres Verhältnis hat als zu Nate.

   „Gott sei Dank sind wir bald da.“, sagt Nate schließlich, um vermutlich auf ein anderes Thema zu kommen. „Nach einem fast achtzehn Stunden Flug bin ich froh, dass wie uns die Beine wenigstens ein bisschen vertreten können.“
   „Da bin ich ausnahmsweise deiner Meinung.“, sagt Elena.
Nate gibt lieber darauf keinen Widerspruch, ansonsten wird es wieder sehr turbulent werden. Stattdessen fragt er: „Wie sieht die Planung in den nächsten Stunden aus.“
Ohne den Blick vom Fenster zu wenden erklärt sie ruhig. „Nach der Landung werden wir zum Hotel fahren, was essen und relaxen.“
   „Für dich ist ja das Wort relaxen ein Fremdwort.“, meint Nate schließlich.

Sully haut sich das Buch gegen die Stirn. Offenbar bekommt er doch die Zankereien mit. Nur hält er sich gerne aus Konflikten raus.

   „Für dich ebenfalls.“, entgegnet Elena. „Und das alles nur wegen deiner Unruhe.“
   „Dafür kann ich doch auch nichts.“
   „Dann nimm doch endlich dagegen Tabletten.“, mischt sich Sully ein.
   „Das brauche ich nicht.“, entgegnet Nate ruhig. „Wie du sicherlich weißt, hat es meine Freundin faustdick hinter den Ohren ohne hat keine Scheu ihren Teufel aus zu reißen.“

Jetzt ist einem so alles klar geworden. Kein Wunder ist es in dem Trio so harmonisch, wenn ein Pärchen mitten drin steckt. Bei den Zankereien wundert es eh keinem, dass Nate und Elena ein Pärchen sind. Gerade wegen den Zankereien passen die beiden wie die Faust aufs Auge zusammen. Auch wenn die Streitereien nerven, wird es deswegen ja nie langweilig.

   „Nur weil ich ein Mauerblümchen ausstrahle, muss ich mir doch nicht alles gefallen lassen. Nur zu deiner Erinnerung hat mein Teufel auch seine Vorzüge.“, verteidigt sie sich.
   „Das weiß ich nur zu gut.“, sagt Nate schließlich.
   „Also höre jetzt bitte auf zu meckern.“, bittet sie ihn.
   „Das schafft er genauso gut wie er seine Unruhe abzulegen.“, sagt Sully.
   „Also nie.“, meint sie.
   „Exakt.“
Verzweifelt vergräbt der junge Mann sein Gesicht in die Hände. „Warum immer ich.“
   „Das hättest du dir eher mit mir überlegen sollen.“, meint Elena lässig.
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