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Damon & Bonnie - Verwirrende Gefühle

Kurzbeschreibung
GeschichteMystery, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Bonnie McCollough Damon Salvatore
24.07.2012
21.06.2013
7
9.934
 
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24.07.2012 1.073
 
Bonnie lag in ihrem Bett. Eingehüllt von ihren Decken versuchte sie die Tränen zu ersticken, doch es ging nicht. Sie beobachtete, wie draußen die Sonne aufging und stand dann auf. Sie wollte nach ihrem Handy greifen, doch dank ihrer Aktion vor einigen Stunden, war das nicht möglich. Überall auf dem Boden lagen Teile ihres Handys herum. Sie war erstaunt von ihrer Kraft, aber dennoch niedergeschlagen und enttäuscht. Jetzt musste sie das Telefon benutzen. Also ging sie ins Wohnzimmer – sie musste nicht leise sein, ihre Eltern waren für einige Tage bei ihren Großeltern – und nahm das Telefon in die Hände. Sie wählte die ihr sehr gut im Gedächtnis gebliebene Nummer ihrer besten Freundin.
Einige Sekunden nach dem Klingeln vernahm Bonnie Merediths Stimme: »Ja?«
»Meredith? Ich bin’s, Bonnie… Hab ich dich geweckt?«
»Ach, Bonnie«, sagte sie. »Nein, ich hab nicht geschlafen. Was ist los?«
Ich atmete einmal tief ein. »Es gibt da ein Problem. Kannst du kurz rüber kommen?«

Meredith stieg in ihr Auto und ließ ihre Tasche neben sich fallen. Bonnie hatte ziemlich verzweifelt geklungen, und soweit Meredith sich erinnern konnte, hatte Matt sie nach einem Date fragen wollen. Vielleicht wollte die kleine Bonnie auch nur einen Rat, wie sie sich kleiden sollte?
Als Meredith vor Bonnies Tür stand, musste sie nicht einmal anklopfen, die Tür wurde bereits von dem rothaarigen Mädchen aufgerissen. Bonnie packte Meredith am Arm und zog sie hoch in ihr Zimmer.
In ihrem Zimmer angekommen, bemerkte Meredith das zerstörte Handy am Boden und fuhr dann zu ihrer Freundin herum. »Was hast du getan?«, fragte sie, während Bonnie sich auf ihr Bett legte.
»Gestern hat Matt angerufen…«, begann Bonnie und wuschelte sich durch die rote Lockenpracht.
Meredith nickte. »Ich weiß, er hat mich um Rat gefragt.«
Bonnie setzte sich auf. »Du lässt ihn um halb zwölf bei mir anrufen?«
»Ich sagte ihm, er solle so schnell wie möglich anrufen«, erklärte Meredith und zuckte mit den Schultern. »Ist etwas schief gelaufen?«
Das zierliche Mädchen sah zu der hochgewachsenen Frau hoch und nickte. »Das könnte man so sagen…«
Bonnie begann zu erzählen und Meredith hörte gespannt zu.
Als sie fertig mit Sprechen war, war alles still.
Meredith dachte über Bonnies Worte nach. Bonnie liebte Damon. Egal, wie oft sie es in ihrem Kopf wiederholte, es war ein kleiner Schock für sie. Bonnie liebte Damon. Obwohl Meredith es immer irgendwie gewusst hatte.
Bonnie liebte Damon.
»Du hast Matt angeschrien?«, fragte Meredith endlich.
Bonnie nickte. »Aber er hatte Recht. Ich bedeute Damon nichts. Ich bin nur die kleine, schwache Bonnie.«
»Sieh mich an«, sagte Meredith und Bonnies braune Augen lagen sofort auf ihr. »Er nennt dich Rotkäppchen, ihr habt euch schon geküsst, er ist immer zu deiner Hilfe geeilt!«
Bonnie sah nun aus dem Fenster. »Schön und gut, doch er liebt mich nicht, Meredith. Er liebt Elena. Alle lieben sie doch immer Elena!«
Meredith zog eine Augenbraue hoch. »Ach, tun sie das? Matt hat Elena geliebt. Elena hat Matt fallen gelassen, jetzt liebt er dich. Damon hat Elena auch geliebt. Elena hat ihn fallen gelassen…«
Bonnie schüttelte den Kopf. »Damon ist nicht Matt! Er hat höhere Ansprüche…«
Meredith lachte auf. »Verzeih, aber Damon hat hohe Ansprüche? Bonnie… Wenn Damon Durst hat, würde er von jedem trinken…«
»Nicht von mir!«, rief Bonnie und strich ihre Haare etwas glatter, sodass sie auf ihre Schultern fielen. »Wenn ich… es nicht wollen würde, würde er nicht von mir trinken.«
Meredith packte ihre Freundin bei den Schultern und schüttelte sie leicht. »Siehst du?«, fragte sie und lächelte etwas. »Er würde dir nie freiwillig weh tun.«
Das brachte Bonnie etwas zum Lächeln. »Vielleicht…«
Meredith nickte. »Los, wir gehen.«
»Moment, was?«, fragte Bonnie und zog eine Augenbraue hoch.
Meredith nahm Bonnies Bürste von ihrer Kommode und warf sie ihrer besten Freundin zu. »Ja, los, wir statten Damon einen Besuch ab.«
Bonnie fing die Bürste und seufzte. »Muss das sein?« Sie begann sich vorsichtig die Haare zu kämmen.
»Du musst den Biss nicht verstecken«, sagte Meredith mit einem Seitenblick auf Bonnie. »Ich hab ihn bereits gesehen. Soll ich ihn schlagen?«
»N-nein!«, rief Bonnie und schüttelte heftig den Kopf. »Ich wollte, dass er mich beißt! Ihn trifft keine Schuld! Tu ihm nicht weh…«
Meredith grinste. »Schon gut. Los, anziehen und ab ins Auto!«
Bonnie sprang auf und salutierte. »Aye Captain!«

Damon saß auf seiner Couch und trank gerade ein Glas Whiskey, als er zwei Präsenzen spürte. Kurz darauf klingelte es an der Tür und er stand auf. Als er die Tür öffnete sah er folgendes Bild: Meredith, die Bonnie, seine Bonnie am Arm hielt und zu ihm sah, mit einem ernsten Blick, während Bonnie den Blick auf dem Boden gerichtet hatte.
»Damon«, sagte Meredith ohne den Blick abzuwenden. »Wir müssen reden.«
Er zog eine Augenbraue hoch und fragte: »Dürfte ich auch wissen, warum?«
Meredith antwortete knapp: »Wir kommen rein« Dann trat sie durch die Tür, Bonnie mit sich ziehend.
Kopfschüttelnd schloss Damon die Tür hinter sich und folgte den beiden Mädchen ins Wohnzimmer. Die beiden hatten sich auf die Couch gesetzt, er setzte sich auf das Sofa ihnen gegenüber. »Was ist nun?«
Bonnie wich noch immer seinem suchenden Blick aus, doch Meredith sah ihn direkt an. »Es geht um dich. Und um Bonnie.«
Damons Blick ruhte weiter auf Bonnie. »Geht es noch etwas konkreter?«
Meredith überschlug ihre Beine und lehnte sich etwas zurück. »Bonnie. Du musst schon für dich selbst reden.«
»Aber…«, flüsterte sie und schüttelte den Kopf. »Meredith… Kannst du… uns alleine lassen?«
Zuerst wartete Meredith, während sie Bonnie anstarrte, dann erhob sie sich und verließ den Raum mit den Worten: »Schrei, wenn du mich brauchst.«
Als Meredith die Tür hinter sich schloss sah Bonnie sofort auf. »Damon…«
Damon sah sie weiterhin an. Er konnte spüren, dass Meredith ihnen noch immer zuhörte, doch das interessierte ihn gerade herzlich wenig. »Bonnie. Was ist denn los?«, fragte er so sanft wie nur möglich.
»Damon«, sagte sie erneut und seufzte. »Was bedeute ich dir?«
Das brachte Damon dazu, etwas zurückzuweichen. »Das weißt du doch.«
Bonnie sah ihm tief in die Augen. »Nein, das weiß ich nicht. Meredith sagt das, Matt-«
Damon begann zu knurren. Was hat dieser Idiot dem armen Mädchen nur eingeredet?, fragte er sich selbst und stellte sich vor seinem inneren Auge vor, wie er ihn in der Luft zerfetzte.
Bonnie sprach weiter, ungestört von seinem Knurren. »… Matt sagt dies. Woher soll ich wissen, wer die Wahrheit sagt? Bin ich…« Sie holte tief Luft. »Bin ich nur ein Spielzeug für dich?«
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