Einsamkeit

KurzgeschichteDrama / P12
Tamao Suzumi
22.07.2012
22.07.2012
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Ich hoffe ich kann das Gefühl von Tamao wiedergeben. Ich mochte das Ende von Strawberry Panic, jedoch fand ich es traurig wie Tamao zurückgelassen wurde. :/
Ich hoffe euch gefällt es.
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Einsamkeit.

Die Wahl der neuen Etoile war nun bereits seit 5 Stunden vorbei. Vor 5 Stunden hat Shizuma ihre Liebe Nagisa gestanden und sie aus der Kirche gestohlen. Tamao wusste das sie Nagisa gehen lassen musste und Nagisa wusste das sie sich nichts mehr gewünscht hatte als das Shizuma ihre Gefühle erwidert. Der Saal war in auf ruhe als die Silberhaarige Schönheit vor allen Schülern der Miator, Le Rim und Spica eine neue Geschichte für Astrea schrieb. Nie zuvor war es passiert das eine Schülerin sich so unhöflich ihren Mitschülern gegenüber verhalten hat und diese wichtige und anmutige Zeremonie stört. Shizuma war dies egal, sie wollte jeglich ihre Geliebte wieder an ihrer Seite haben und es wäre zu spät gewesen hätte sie gewartet.
Die Zeit danach blieb nicht stehen, auch wenn es sich für das am Altar Verlassene Mädchen so anfühlte. Den sie musste jede Sekunde die Schmerzen des Vorfalles tragen. Das neue Etoile Paar wurde gekürt, es gab ein kleines Fest und jeder gratulierte und feierte die neuen Vertreter der 3 Schulen. Auch wenn der ein oder andere daran dachte wie sich Tamao wohl gefühlt haben muss, als ihr Partner einfach vor der Bekanntgabe entführt wurde, niemand schien sie anzublicken.

Das Mondlicht schien in den finsteren Raum. Die Atmosphäre war kalt und bitter. Eine junge Frau stand am Fenster und blickte mit leerem Blick in den Innenhof der Schlafsäle, die Erinnerungen der letzten 24 Stunden zogen an ihr vorbei. Jedes Gefühl kam zum Vorschein: Freude, Nervosität, Hoffnung, Angst und am Ende Trauer und Einsamkeit. Ein einsame Träne fand den Weg von ihrem Auge über die Wange zum Kinn bis sie schließlich leise den Boden berührte.

Sie blickte nieder und seufzte. ''Nagisa-chan...'' Die Blau haarige war sich nicht sicher wie sie sich fühlen sollte. Soll sie sich freuen das ihre beste Freundin ihr Happy End gefunden hat? Oder sollte sie traurig sein, weil sie am Altar stehen gelassen wurde? Die Einsamkeit erdrückte sie. Ihr wurde schon vor Wochen klar das Nagisa ihre Gefühle niemals erwidern würde. Wie auch, die rothaarige war die einzige die von den Empfindungen nichts bemerkt hat, da sie selber damit beschäftigt war ihre Gefühle zu entdecken.

Das Mädchen drehte sich mit dem Rücken zum Fenster trat langsam an die Tür. Leise sprach sie zu sich selber ''Nagisa-chan... wo bist du nur...'' Tamao lehnte sich mit dem Rücken zu der Tür. Blickte an die Decke und leise flossen die Tränen aus ihren Augen. Sie war verletzt, verlassen und hilflos. Die Trauer kam zum stillstand, die nassen Wangen trockneten und was letztendlich blieb war eine tiefe Leere.

Nach einer Weile der Stille hörte sie leise Schritte auf den Gang der Schlafsäle, es musste ihre Mitbewohnerin sein, die von ihrer Geliebten wieder kommt. Tamao wusste es sofort, sie wusste wie die schritte ihrer heimlichen Liebe klingen. Sie wartet einen Augenblick und konnte die Anwesenheit der Rothaarige auf der anderen Seite der Tür spüren.

''Willkommen zurück Nagisa-chan..'' sprach Tamao leise. In diesem Moment kamen alle Gefühle zurück, sie merkte das eine schwere Zeit vor den beiden Freunden steht. Wie soll es weitergehen? Wie wird sich Nagisa ihr gegenüber benehmen und wie sollte sie sich verhalten? Ist ihre Freundschaft nun zerbrochen? Nagisa hatte ihr Vertrauen gebrochen, ihr Herz zerrissen und ihr versprechen nicht halten können. Die junge Miator Schülerin hatte Angst, sie wisch von der Tür zurück, legte sich leise in ihr Bett und starrte die Wand an, sie hatte Angst vor der Konfrontation mit ihrer Zimmergenossin. Sie war noch nicht bereit dafür und wusste auch nicht wann sie es sein wird. Es wird schwer dem anderen Mädchen in die Augen zu blicken und zu wissen das sie glücklich ist und sie selber nur Schmerz fühlt.

Nach einigen Augenblicken öffnete sich die Tür mit einem leichten ächzen.
''Tamao-chan'' wisperte die weiche Stimme der Rothaarigen. Sie sah die Blauhaarige in ihrem Bett liegen. Sie wusste das sie hinter der Tür stand und auf sie gewartet hatte. Nagisa trat in das Zimmer und schloss die Tür und wieder fing sie leise an zu sprechen ''Tamao-chan...'' Sie blickte auf das verletzte Mädchen und merkte das sie sich nicht mal umgezogen hatte, ihr wurde klar wie sehr sie ihre Freundin verletzt hat, jedoch hatte sie gehofft heute Nacht noch mit ihr sprechen zu können. Nagisa fühlte 2 Herzen in ihrer Brust schlagen, einerseits war sie glücklich da sie endlich mit Shizuma zusammen sein konnte anderseits wusste sie wie sehr sie ihre beste Freundin verletzt hatte. Das Mädchen fühlte das ihre Freundin noch nicht bereit ist darüber zu sprechen und sie wollte diese auch nicht dazu zwingen, nach all dem was passiert war konnte sie nicht erwarten das Tamao ihr dieses Opfer bringt und einfach so tut als wäre nichts passiert. Nagisa war bereit der Verletzten ihre Zeit zu geben die Geschehnisse zu verarbeiten. Warten – das war das einzige was sie machen konnte. Warten – auf den Moment wenn Tamao bereit ist mit ihr zu reden. Warten... Sie blickte traurig auf die kümmerlich zusammengerollte Person in dem Bett und fing leise an sich umzuziehen um selber unter ihre Decke zu schlüpfen um etwas Ruhe nach diesem aufregenden Tag zu finden.

Tamao fühlte Schmerz als Nagisa das Zimmer betrat und ihren Namen sagte, jedoch war sie in dieser Nacht noch nicht bereit für eine Konfrontation mit ihrer Freundin. Sie ballte die Hände unter ihrer Decke zu Fäusten um ihre Tränen zu unterdrücken. Tamao wollte nicht das Nagisa sie weinen hört und schon gar nicht sie auf ihre Trauer aufmerksam machen. Mit leeren Blick starrte sie die Wand an und rollte sich noch mehr zusammen. Sie lauschte den leisen Geschehen im Zimmer. Bis sie schließlich ein letztes leises trauriges ''Tamao-chan...'' von Nagisa hören konnte.

Das Zimmer wurde leise und die Atmosphäre war voller Schmerz. Beide Mädchen lagen mit dem Gesicht zur Wand und vermieden Kontakt. Bis sich eines von ihnen zu dem anderen Bett drehte.
Tamao blickte auf den Rücken der rothaarigen und ihre Gedanken fingen an ihr Tiefe wunden in ihr zerbrochenes Herz zu schneiden. 'Nagisa, wie konntest du mich heute verlassen' war der letzte Gedanke von Tamao bis sie unter Kummer und Schmerz einschlief.
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