Der Test der Zeit Band VIII Chroniken der Talynsteins

von Nakago
GeschichteAbenteuer, Fantasy / P16
17.07.2012
18.09.2012
9
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Der Test der Zeit
Teil VIII
Chroniken der Talynsteins

Kapitel 1
In der Festung der Zwerge

17. Elesias 738 TZ Das Jahr des segelnden Mannes Chondathan

Wir verbringen ungestört eine Nacht und beschließen dann zum Zahlhaus der Zwerge zu gehen. Mal sehen was dieser Ogran Eldris von uns will. Das Zahlhaus ist noch verrammelt und zu. Passt gar nicht zu den sonst geschäftstüchtigen Zwergen. Ich klopfe einfach mal frech an und ein älterer Zwerg in einem guten Gewand öffnet uns. Es ist selten, einen ungerüsteten Zwerg zu sehen. Ich bemerke ein roten Fleck auf seinen Ärmel, ist das etwa Blut? Bei dem Zwerg handelt es sich in der Tat um Ogran Eldris, der höchst erfreut ist uns zu sehen. Er bittet uns rein und führt uns in ein Zimmer, in dem ein wüstes Gelage stattgefunden hat. Schäumendes Bier steht noch auf dem Tisch, darum liegen acht regungslose Zwerge. Auf dem ersten Blick sehen sie zur Besinnungslosigkeit betrunken aus. Auf dem zweiten Blick erkenne ich, dass sie alle mausetot sind.

"Das ist das Werk der Wagemutigen", seufzt Ogran Eldris und zeigt uns einen blutigen Dolch. "Bedauerlich, aber höchst notwendig."
"Schild!" meine ich und lege Hand an mein Kurzschwert.

"Keine Sorge, ich will euch nichts tun. Last mich erklären, was sich hier zugetragen hat." Zusammengefasst erklärt er uns folgendes. Abbathor, der zwergische Gott der Gier hat die Talynsteins fest im Griff. Die Gier und die Anhäufung des Reichtums haben bizarre Formen angenommen. Nicht tolerierbare Riten würden vollzogen werden. Menschenopfer! Der König ist nur noch von Priestern des Abbathor umgeben, die ihn ununterbrochen Gift ins Ohr tröpfeln. Niemand sonst hat mehr Zugang zu ihm. Und dieser Gruppe sind wir ein Dorn im Auge. Ogran Eldris und diese Acht Zwerge wurden ausgesandt um uns zu töten. Eldris selbst war die letzten Jahrhunderte auf Handelsreisen, hat den Klan in verschiedenen Städten vertreten und ist nun zurück gekehrt. Und es entsetzt ihn, was aus seinen Leuten geworden ist. Die Krankheit der Gier ist schon so tief im Fleisch des Klans hinein gewachsen, dass es nun äußerst drastischer Maßnahmen bedarf, sie zu entfernen. Er braucht Spezialisten von außerhalb, sprich uns, welche die Klanhallen infiltrieren und die verdammungswürdigen Machenschaften der Abbathorpriesterschaft ans Licht zerren. Nur so kann der Klan gerettet werden. Dazu müssten wir uns aber als Sklaven in die Minen einschleusen. Ich wusste, dass diese Sache einen gewaltigen Haken hat. Und da wir unsere Ausrüstung nicht mitnehmen können, müssen wir sie ihm anvertrauen. Das ist harter Tobak. Wie bekommt man die Ausrüstung eines Abenteurers? In dem man darum bittet.

Bevor es soweit kommt, stelle ich erst mal ein paar Fragen. Nach etwas hin und her bekomme ich heraus, dass der Talynstein wohl intensiv mit der Hydra Geschäfte macht, auch wenn Ogran Eldris nur die verschiedenen Tarngeschäftspartner kennt, wie die Waukeenkirche, die Gemeinschaft der Fünf und die schwarze Hand. Von denen beziehen sie auch viele Sklaven. Mehr als die Minen eigentlich benötigen. Und die Fluktuation ist gewaltig gestiegen. Das lässt uns aufhorchen. Werden etwa hier die Seelen für den dunklen König geerntet? Ich plaudere etwas aus den Nähkästchen und kläre den Ogran etwas über die Machenschaften der Hydra auf. Ich reiße kurz den Hintergrund an, mit Harvan als zerbrochenen Gott und die Zyste des Hasses. So wie es aussieht hängt die ganze Sache Fatal zusammen. Was mit dem Talynstein Klan passiert, ist isoliert betrachtet für mich fast uninteressant. Aber in dem Zusammenhang mit der Hydraverschwörung können wir nichts anderes tun, als uns in die Höhle des Löwen zu begeben und zwar ohne Waffen. Verdammnis.

Wir brauchen uns eigentlich gar nicht groß zu beraten, uns bleibt gar nichts anderes übrig, als uns in Bakaar einschleusen zu lassen. Allerdings kann Ogran Eldris unsere Ausrüstung auf die Insel schaffen. Für uns selbst hat er nur den Rat, uns in Westtor ins Gefängnis werfen zu lassen, die sind dafür bekannt, dass sie regelmäßig Gefangene verkaufen, die normalerweise direkt an die Zwerge verkauft werden. Da wird mal wieder viel von uns verlangt. Finsternis!

Nun gut, wir haben keine Alternativen, aber wir müssen erst noch ein paar Vorbereitungen treffen. Da ist die Frage, wohin mit den Gefäßen mit den Gebeinen? Mitnehmen können wir sie nicht, den Zwerg anvertrauen will ich auch nicht, also müssen sie hier bleiben. Aber wer ist Kompetent genug, darauf aufzupassen? Wir werden die sieben Gefäße aufteilen, Fünf werden wir der Triade zur Aufbewahrung überlassen. Je eine dem Tymora und Tempustempel. So werden wir nicht alle auf einmal verlieren, wenn es der Hydra gelingt, sie aufzuspüren. Mich von meinen kleinen Rackern zu verabschieden fällt mir mal wieder unglaublich schwer. Wie gerne würde ich einfach daheim bleiben und das tun, Magierinnen von Welt so tun. Aber nein, ich muss mal wieder die Welt retten und meine kleinen Schätzchen ganz alleine lassen. Und es ist nicht wirklich beruhigend zu wissen, dass meine Tochter einen solch mächtigen Leibwächter hat. Verdammnis!

17. Elesias 738 TZ Das Jahr des segelnden Mannes Chondathan

Nachdem das geklärt ist, sammeln wir unsere Ausrüstung ein und besorgen uns gebrauchte, um damit im Westtor aufzufallen. Mit einem überaus mulmigen Gefühl übergebe ich dem Zwergen Eldris unser ganzer Zeug. "Gut drauf aufpassen!" meine ich dazu nur. Ich fühle mich richtig nackt ohne meine ganzen Magischen Gegenständen. Und ich habe nicht wirklich wenig davon.

Dann bilden wir einen Teleportationskreis und ich springe mit den anderen nach Westtor. Wir überlegen kurz, wie wir es anstellen können, auch wirklich verhaftet zu werden. Einbruch bei einem Adels oder Handelshaus fällt flach, deren Wachen bringen uns entweder um oder nehmen uns selbst gefangen. Nein, wir brauchen etwas, was uns sofort in das städtische Gefängnis bringt und was liegt da näher, einem schon inhaftierten Häftling befreien zu wollen? Der prominenteste Häftling ist der Hafenwürger, einen Serienmörder, der Westtor die letzten Wochen in Angst und Schrecken versetzt hat. Nun gut, dass ist unser Mann. Wir einigen uns auf folgende Geschichte, ein berüchtigter Wissenschaftler mit dem Namen Mar`Harvus hat uns beauftragt, den Hafenwürger zu beschaffen, um ihn untersuchen zu können. Dafür gibt es fünfzig Goldmünzen. Was besseres fällt mir nicht ein, den anderen auch nicht, also fragen wir uns zum Gefängnis durch, welches im ersten Mauerkreis sich befindet. Trutzig erhebt sich das Gebäude vor uns. Zwei bewachte Tore führen hinein. Keck marschiere ich zu einem hin und verlange meinen Verlobten, den irren Hafenwürger zu sprechen. Meine Kameraden stelle ich als meine Schwester und meine beiden Brüder vor. Gerotar ist mein Cousin, in Wahrheit nur ein Findelkind, gehört nicht wirklich zur Familie.

Wir geben unsere billigen Waffen ab und werden tatsächlich in die Tiefen des Gefängnis geführt. Es geht über mehrere Treppen und verschlossenen Türen nach unten. Schließlich erreichen wir das dritte Untergeschoss. Dort toben in einem Käfig ein komisches Vieh, dass nur aus einem Pelzknäuel und einem Maul zu bestehen scheint. Zwei meiner Zauber gehen verloren. Verdammnis! Die Wachen werden misstrauisch und fragen nach, ob jemand von uns magisch aktiv ist. Nö, nicht das wir wüssten. Vielleicht reicht ja die Fremdartigkeit von Gerotar aus, um das Vieh verrückt zu machen. Die Wächter akzeptieren diese Ausrede und wir werden unbehelligt weiter in die Tiefe des Gebäudes geführt. Schließlich erreichen wir die Zelle von dem Hafenwürger. Der ungehobelte Kerl, der nicht nur menschliches Blut in den Adern fließen hat, tobt in seiner Zelle. Zum Glück ist der mit vier dicken Ketten angekettet. Was für eine Bestie. Nun gut, Zeit eine gute Show zu liefern. Ich kicke den Veteranen um, der hier unten das sagen hat. Der Kerl könnte uns wirklich verletzten und vielleicht auch die Vorführung durchschauen, deswegen trete ich ihm so gegen das Kinn, dass er bewusstlos umfällt. Tschuldigung!

Druss schnappt sich dem sein Schwert, ich dessen Dolch. "Wir müssen den Würger heraus holen, kämpft die Waffen nieder, ihr Hunde!" Rufe ich und helfe Gerotar die zweite Wache nieder zu ringen. Druss und Dolon verteidigen die Eingangstür. Trillerpfeifen hallen durch die Gänge und ziemlich viel Getrampel kommt uns entgegen. Perfekt. Der Kommandant des Gefängnisses taucht auf und wir nehmen die Verhandlungen auf. Wir haben zwei Geiseln und stellen uns furchtbar ungeschickt an. Jedenfalls ergeben wir uns schließlich und lassen uns gefangen nehmen. War jetzt gar nicht so schwer ins Gefängnis zu kommen.

Wir kommen in Einzelzellen und werden nach und nach verhört. Ich packe scheinbar eingeschüchtert sofort aus und erzähle Tränenreich, wie ich von einem gewissen Mar`Harvus angeheuert wurde, diese Abscheulichkeit für hundert Goldmünzen zu befreien. Meine unfähigen Handlanger versprach ich aber nur fünfzig Goldmünzen. Die nehmen unsere Geschichte für bare Münze und schon am nächsten Tag werden wir zu zehn Jahren Kerkerhaft verurteilt. Das ging ja jetzt alles nach Plan. Alle Faktoren, die wir beeinflussen konnten, haben wir zu unseren Gunsten hin gedreht, jetzt müssen wir nur noch warten, bis wir in die Sklaverei verkauft werden. Und das dauert vier lange Tage. Noch nie war mir so langweilig! Was könnte ich alles Nützliches tun und lernen. Aber nein, ich muss hier vor mich her gammeln. Gar nicht Toll. Ich mache mir Sorgen um meine Kleinen, auch um die Ungesehenen Seher. Gerade jetzt wäre eine Intervention meinerseits sicherlich notwendig gewesen, aber leider bin ich gerade verhindert.

Schließlich werden wir bei Nacht aus unseren Zellen auf ein Schiff im Hafen gezerrt. Es heißt die Rothänder. Den Namen merk ich mir. Es ist qualvoll eng unter Deck in den Sklavenquartieren. Ich hoffe nur, dass wir nicht sonst wo verkauft werden. Weitere fünf Tage später werden an Deck gezerrt. Wir sind in der Hafenanlage von Bakaar. Das Ziel unserer Reise.

27. Elesias 738 TZ Das Jahr des segelnden Mannes Bakaar

Der Händlerkapitän hält uns noch eine kurze Rede über Sühne und Ausgleich an der Gesellschaft und den Göttern. Besonders den Göttern, denn mit unserem Leiden erkaufen wir uns für unsere Seelen ein besseres Schicksal. Ich frage diesen bonierten Frömmler nach seinen Namen und präge ihn mir gut ein. Sein Name lautet Artenus, den alle nur den Frommen rufen. "Deinen Namen werde ich den Göttern nennen", meine ich und beschließe, wenn das alles Vorbei ist, werde ich ihn für seine Götterlästerlichen Reden eine überaus weltliche Strafe angedeihen lassen. Was bildet sich dieser Mistkerl ein, uns solche Predigten zu halten, während er seinen Geldbeutel mit unrechtermäßigt erworbenen Gold füllt? Sklaverei ist verboten und verwerflich, da gibt es keine Ausreden.

Wir werden vom Schiff auf ein steinernes Kai getrieben, wo schwergepanzerte Zwerge uns schon erwarten. Die Oberaufseherin ist eine Zwergin mit dem Namen Tenna, die eine Geißel dabei hat, über die unablässig elektrische Entladungen knistern. Holla! Das Kai führt tiefer in die Festung und wir werden durch ein Tor getrieben. Alles ist zwergisch perfekt gebaut. Die Mauern sind fugenlos und aufwendig verziert. Wir sind etwas zwanzig Sklaven, umringt von einem Dutzend Wachen. Schließlich landen wir in einer Art Fahrstuhl, der uns von einem Zahnradwerk getrieben etwa sechzig Schritt in die Tiefe führt. Ein weiteres Tor später sind wir in einer ausgebauten natürlichen Höhle. Unter einem zehn Meter hohen Absatz befindet sich das offene Lager der Sklaven. Am Ende der Höhle gibt es einen kleinen See, der voll von reich verzierten Kisten ist, die sich bis knapp unter die Oberfläche regelrecht drin stapeln. Davor breiten sich Lager aus Stroh und einzelne Lagerfeuer aus. Es gibt nur eine Rampe, die nach unten führt. Darunter werden wir getrieben und passieren ein Eisenbeschlagenes Tor, welche die Rampe vom Rest der Höhle abtrennt.

Der Absatz führt sich bis zum See am Rand der Höhle entlang und sechs Zwerge bilden dort oben eine Postenkette. Ich kann ein weiteres Tor dort droben sehen, das gerade geöffnet wird. Mehrere Kleriker des Abbathor rollen einen Wagen mit einer reich verzierten steinernen Kiste herein, auf dem ein gefesselter Sklave liegt. Dieses Gefährt rollen sie bis über die Klippe, die über dem kleinen Teich ragt. Im Teich selbst sind schon dutzende, wenn nicht gar hunderte dieser seltsamen Kisten zu sehen.

"Abbathor! Nehme unser Opfer an und segne den Klan mit Reichtum und Macht!" Ein besonders prächtig gekleideter Kleriker zückt einen Dolch und einen Edelstein. Den Dolch rammt er in die Brust des Mannes und öffnet den Brustkorb. Zwei Gehilfen klappen die Brust auf und der Hohepriester versenkt den Stein in den offenen Brustkorb. Dann sinkt die Leiche in die Kiste hinab und der Deckel schnappt zu. Darauf kippen die Kleriker die Kiste in den Teich, so sie platschend knapp versinkt. Viel Platz haben die da nicht mehr. Neugierig gehe ich etwas näher und versuche mir einen Überblick zu verschaffen, wie viele Kisten da wohl liegen. Ich schätze mal über hundertfünfzig. Hundertfünfzig Menschopfer und jeweils ein Edelstein, der nicht gerade billig aussah. Trotz der schrecklichen Szene rechnet mein Köpfchen ganz unabhängig von meinen schockierten Gefühlen die Summe des Schatzes zusammen, der hier liegt. Und noch einen wütenden Gott mehr oder weniger macht den Kohl nicht Fett, besonders wenn wir mit seinen Klerikern Schlitten fahren gehen. Finsternis!

Kaum ist die Vorführung beendet, werden wir schon zu einem Arbeitseinsatz eingeteilt. Wieder durch das Tor zurück über die Rampe, diesmal geht es in einen Gang, in dem es drei Tore gibt. Nach den Runen zu urteilen und deren Anordnung, scheint es sich um richtige Portale zu handeln. Keine Ahnung, wo wir genau landen, es ist auf alle Fälle eine Smaragdmine. Wir müssen weit durch enge niedrige Gänge laufen. Auf vier Sklaven kommt nur ein Aufseher, aber wo sollten wir auch schon hin fliehen?

Ich schätze mal, dass wir vier Kilometer laufen, dann erreichen wir eine Stelle, wo noch nicht alles abgebaut ist. Die starken Männer dürfen Pickel schwingen, ich schaffe es einen Platz bei denen zu ergattern, welche die Steine sortieren, also die Smaragde erkennen und vom Schutt trennen. Trotzdem schlaucht das ganze schon. Ich bin echt Froh, als wir nach einer halben Ewigkeit zusammenpacken und gehen.

Endlich kommen wir wieder im Sklavenlager an und ich kann mich etwas umhören. Es gibt hier nicht nur menschliche Sklaven, sondern auch eine Höhle voll Oger, welche wohl zusätzliche Wächter sind. Diese Zwerge sind wahrlich tief gesunken, sich mit Ogern einzulassen. Zwei gepanzerte Gestallten mit gewaltigen Keulen bauen sich vor uns auf und machen klar, dass sie hier die Chefs sind. Gerotar, der etwas langsam im Denken ist, macht eine dämliche flapsige Bemerkung und kostet eine Keule. Das gibt ne dicke Beule, hat er aber sich selbst zuzuschreiben. Ich krieg zu hören, dass von den dreizehn Ogern nur drei Weibchen sind und die restlichen Oger ohne Partnerin sich mit Menschenfrauen paaren. Örks!

Eine der Anführerinnen der Sklaven ist Tini, eine Frau die sich mit dem falschen Adligen angelegt hat. Kommt vor. Sie erzählt mir, dass der Älteste ein gewisser Merl ist. Den Namen kenn ich doch. Ups, dass war einer der Leutnants von Luvius und war für das Geldeintreiben zuständig. Wir haben seinen Leibwächter Lamar getötet, diesen Halbgolem. Lang ist das her. Ich habe gewusst, dass er auf die Festungsinsel der Zwerge geschickt wurde, aber ich dachte, der Kerl wäre schon längst wieder draußen und hätte sich verduftet, immerhin hatte er nur zwei Jahre bekommen und wir sind 731 TZ mit ihm zusammen gerasselt. das war vor sieben langen Jahren. Wie schnell die Zeit vergeht. Das verkompliziert die Sache etwas. Aber zum Glück haben wir uns nicht besonders nah gestanden, als er uns damals angegriffen hatte. Feige mit seiner Armbrust hat er uns beharkt und war schön zurück geblieben. Der Drecksack. Erkannt hätte ich ihn auch nicht, als Tini ihn mir zeigt. Ein alter Mann, mit einer halbzerbrochenen Brille. Ein Schatten von einst. Trotzdem nehme ich mir vor, auch aus dieser Richtung auf der Hut zu sein.

Aber Tini hat noch mehr zu berichten, es gibt einen sogenannten Schwarzen Raum. Ab und zu werden Sklaven dorthin geführt und bis jetzt ist noch nie jemand von dort gekommen. Allein der Name Schwarzer Raum verhießt schon mal nichts Gutes. Und es werden nur besonderes Sklaven dorthin geführt, die besondere Kriterien zu erfüllen scheinen, da nur gewisse Leute auserwählt werden. Vielleicht diejenigen, deren Seele nicht für die Hölle oder Abgrund bestimmt ist? Durchaus möglich. Wir kommen der Sache näher.

Vor dem nächsten Arbeitseinsatz kann ich mich drücken. Die Männer aber nicht. Schließlich kommen sie bewaffnet wieder zurück. Ich bekomme aus ihren drei Geschichten folgendes zusammen gereimt. Sie waren in einer anderen Mine, wurden von komischen Wesen überfallen, die einige Sklaven mit genommen haben, darunter auch Merl. Sie mit ihren Pickeln hinter her und haben drei dieser Wesen getötet. Trafen dann aber auf einen gewissen Xial, einem Priester von Ibrandul, welcher sich zur Aufgabe gemacht hat, die Sklaven zu befreien. Aha? Jedenfalls haben die drei den Aufsehern dann die Geschichte vom Pferd aufgebunden, dass sie die Monster vertrieben hätten, aber die Sklaven wären tot. Und es wären Mitglieder der Tiefenwacht aufgetaucht, die ein paar kräftige Burschen für einen Außeneinsatz brauchen. So so. Tiefenwacht hört sich schon mal gut an. Wenn wir weiter gegen die Hydra vorgehen wollen, müssen wir von den Mitglied werden. Hm, hört sich an, als würde es weiter gehen. Ich frage mich nur, wann Ogran Eldris sich endlich blicken lässt. Ich habe genug davon, mich als Sklavin auszugeben. Es wird Zeit, das Köpfe rollen.

Gespielt am 03.04.2010
Spielleiter: Stefan
SC: Kaira 15 (Schurke 4/ Seher 1/ Unseen Seer 4/ Arkaner Trickser 6),
Druss 13 (Barbar),
Lia 14 (Waldläufer 5/ Kriegsmagier 6/Arkaner Bogenschütze 2/ Mystischer Ritter 1),
Dolon 14 (Kleriker 8/Kriegspriester 6)
EP: Stufe 14 1883 Stufe 15 1663 Kaira 225, Dolon 225, Druss 150  
Überwundene Gegner
Uns Theaterreif von Wachen überwältigen lassen. ;)
Beute
Nada
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